AT9153U1 - Befestigungssystem für paneele - Google Patents
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Abstract
Befestigungssystem für Paneele von Fassadenverkleidungen od. dgl. mit an einer Unterkonstruktion befestigten Profilen, die auf der Sichtseite und auf der hinteren, der Unterkonstruktion zugewendeten Seite parallele Stege aufweisen, welche Längsnuten definieren, deren Breite der Stärke der Paneele entsprechen und in welchen die Paneele gehalten sind und an dem hinteren Steg Profilteile anschließen, welche zur Befestigung auf der Unterkonstruktion dienen, wobei Eckverbinder (3) vorgesehen sind, die aus zwei, vorzugsweise kreisförmigen Platten (4, 5) bestehen, die durch einen Bolzen (6) miteinander verbunden sind, wobei der lichte Abstand zwischen den beiden Platten (4 und 5) dem Abstand der Außenflächen der beiden Profilstege (7 und 8) entspricht und der Innkreisdurchmesser der sichtseitigen Platte (4) der Eckverbinder (3) größer/gleich dem v2-fachem der Breite (Y) des sichtseitigen Profilsteges (7) ist.
Description
L· AT 009 153 Ü1
Die Neuerung betrifft ein Befestigungssystem für Paneele von Fassadenverkleidungen, von Lärmschutzwänden od. dgl. mit an einer Unterkonstruktion befestigten Profilen. Derartige Profile weisen auf der Sichtseite und auf der hinteren, der Unterkonstruktion zugewendeten Seite parallele, ebenen Stege auf, welche Längsnuten definieren deren Breite der Stärke der Paneele 5 entsprechen und in welchen die Paneele gehalten und befestigt sind, wobei diese Profile die Paneele nach Art eines Rahmens umschließen. Am hinteren Steg schließen, insbesondere beidseitig, Profilteile an, welche zur Abstützung und Befestigung des Profils auf der Unterkonstruktion dienen. Zum Ausgleich von Wärmedehnungen sind die lichten Innenabmessungen des Profilrahmens entsprechend größer als die zugehörigen Paneelabmessungen. 10
Bei bekannten Konstruktionen werden die Profile stumpf oder in Gehrung abgelängt und an der Unterkonstruktion verschraubt bzw. vernietet. Ein Nachteil dieser Lösung ist, dass die Nuten zwischen den Profilstücken, die im Hinblick auf die Wärmedehnungen der Profile eine entsprechende Breite aufweisen müssen, nicht abgedeckt werden können, was der Fassade bzw. der 15 Verkleidung vielfach ein ästhetisch unbefriedigendes Aussehen verleiht.
Dieser Nachteil wird erfindungsgemäß dadurch vermieden, dass Eckverbinder vorgesehen sind, die aus zwei, vorzugsweise kreisförmigen Platten bestehen, die durch einen Bolzen verbunden sind, wobei der lichte Abstand zwischen den beiden Platten der Eckverbinder dem Abstand der 20 Außenflächen der beiden Profilstege entspricht und der Innkreisdurchmesser der sichtseitigen Platte der Eckverbinder größer / gleich dem V2-fachem der Breite des sichtseitigen Profilsteges ist.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung definieren die der Unterkonstruktion 25 zugewendeten und der Abstützung und Befestigung dienenden Profilteile eine Freistellung, deren Tiefe mindestens der Stärke der hinteren Platte der Eckverbinder entspricht.
Vorzugsweise ist die hintere Platte der Eckverbinder kreisförmig und weist einen Durchmesser auf, der im Wesentlichen größer / gleich dem V2-fachem der lichten Breite des Grundes der 30 Freistellung des Profils ist und bei der Montage Dehnfugen zwischen den aufeinander stoßenden Profilelementen definiert.
Vorteilhaft gilt die Beziehung gilt: 35 D/Y -> d/X, wobei (D) den Durchmesser bzw. den Innkreisdurchmesser der sichtseitigen Platte des Eckverbinders bezeichnet, (d) den Durchmesser der hinteren Platte des Eckverbinders, (Y) die Breite des sichtseitigen Profilsteges und (X) die lichte Breite des Grundes der Freistellung. 40
Zweckmäßig verlaufen die die Freistellung definierenden Profilteile schräg, so dass sich bei der Montage die hinteren Eckverbinder-Platte an den Rahmen-Profilelementen verspannt.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die der Unterkonstruktion zugewendeten 45 und der Abstützung und Befestigung dienenden Profilteile und gegebenenfalls auch Teile des sichtseitigen und / oder des hinteren Profilsteges in Gehrung geschnitten, wobei der innere Bereich der Profilstege durch einen Schnitt senkrecht zur Profilachse abgestumpft ist.
Vorteilhaft weisen die Profile am Nutengrund eine schneidenartige Längsrippe auf, die eine so Dehnfuge zwischen Paneelkante und Nutengrund definiert und die sich bei Ausdehnung der Paneele in Bezug auf den Profilrahmen in diese eingräbt bzw. sich entsprechend deformiert.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles und unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Die Figur 1 zeigt einen Aus-55 schnitt einer erfindungsgemäßen Fassadenverkleidung, wobei in einigen Feldern die Paneele 3 AT 009 153 U1 noch nicht eingesetzt sind. Die Figur 2 veranschaulicht einen Eckverbinder in axionometrischer Darstellung. Die Figur 3 zeigt einen Schnitt gemäß der Ebene AA in Fig. 1 in größerem Maßstab. In der Figur 4 ist die Rückseite eines Profilrahmen-Knoten gezeigt, Fig. 5 stellt die Sichtseite eines solchen Knotens dar. 5
Die Paneele 1 in Fig. 1 sind in aus Profilen 2a, 2b zusammengesetzten Rahmen gehalten. Die Profile sind in nicht dargestellter Weise auf einer an einer Gebäudewand angeordneten Unterkonstruktion, die aus Holz oder Metallprofilen bestehen kann, befestigt. Die Paneele 1 können aus Metall, Kunststoff oder Glas hergestellt sein. Bevorzugt handelt es sich um Sandwichplat-io ten, bei welchen zwischen zwei Aluminiumplatten eine Kunststoff- bzw. Kunststoffschaumschicht angeordnet ist. Die Profile weisen Nuten auf, in welche die Paneele eingeschoben werden. Die Breite der Nuten ist gleich der Stärke der Paneele mit einem geringen Übermaß, so dass bei Temperaturänderungen Relativbewegungen durch unterschiedliche Temperaturen und Wärmeausdehnungskoeffizienten ermöglicht und damit Wärmespannungen ausgeglichen und 15 Deformationen vermieden werden können. Die Profile sind in Gehrung geschnitten und sind so montiert dass zwischen den aufeinander stoßenden Profilen Dehnfugen verbleiben, die ebenfalls Wärmedehnungen zulassen. Diese Fugen werden an den Profilkreuzungspunkten, den Knoten, durch Eckverbinder 3 abgedeckt. Ein Eckverbinder 3 ist in der Fig. 2 axionometrisch dargestellt. Er besteht aus einer sichtseitigen ersten kreisförmigen Platte 4 und einer der Unter-20 konstruktion zugewendeten, zweiten, ebenfalls kreisförmigen Platte 5, die durch einen Bolzen 6 verbunden sind. Der lichte Abstand der Platten 4 und 5 entspricht der Profilhöhe.
In Fig. 3, welche einen Schnitt gemäß der Ebene AA in Fig. 1 zeigt, ist die neuartige Anordnung im Detail dargestellt. Das Profil 2 umfasst einen ersten, sichtseitigen Steg 7 und einem der 25 Unterkonstruktion zugewendeten Steg 8, die durch eine Längsrippe 9 miteinander verbunden sind. An den Steg 8 schließen beidseitig schräg verlaufende Profilteile 10 und 11 an, die an der aus Metallprofilen gebildeten Unterkonstruktion 12 verschraubt bzw. vernietet sind. Die beiden Profilteile 10 und 11 definieren eine Freistellung 13, welche primär der Aufnahme der Scheibe 5 des Eckverbinders 3 dient. 30
Der Durchmesser d der Scheibe 5 ist größer / gleich dem V2-fachem der Breite x des Grundes der Freistellung 13 (vgl. hierzu auch Fig. 4). Ist der Durchmesser d gleich oder kleiner dem V2-fachen von x, so stoßen die Gehrungsschnittflächen der Profile 2a und 2b direkt aneinander, ist cf größer dem V2-fachen von x so bleiben Fugen 14 offen. Bei Wärmedehnungen der Profile 35 2 verformt sich die Scheibe 5 geringfügig an den schrägen Flanken der Profilteile 10 und 11 und ermöglicht damit eine Relativbewegung der entsprechenden Profile 2. Durch Wahl des Durchmessers d wird somit die Breite der Dehnfuge 14 definiert; bei der Montage erübrigt es sich somit, auf die Einhaltung der notwendigen Breite dieser Fuge zu achten, wodurch sich die Montage der Profilelemente 2 ganz wesentlich vereinfacht. 40
Eine weitere Vereinfachung der Montage ergibt sich, wenn am Nutengrund der Profile, wie dies insbesondere in Fig. 3 gezeigt ist, schneidenförmige Längsrippen 15 angeordnet sind. Diese definieren beim Einsetzen der Paneele 1 in die Profilelemente 2 einen Abstand zwischen Nutengrund und der entsprechenden Paneelkante. Dehnen sich die Paneele 1 stärker als der 45 zugehörige Profilrahmen so werden je nach Festigkeit der Paneelplatte 1 die Rippen 15 in diese eingedrückt (wie dies vor allem bei Sandwichplatten der Fall ist) oder es werden die Rippen 15 deformiert. Auch bei dieser Lösung ist es bei der Montage nicht erforderlich, auf die Einhaltung entsprechender Abstände als Dehnungsausgleich zu achten. so Die Fig. 5 zeigt schließlich einen Profilelement-Knoten von der Sichtseite, wobei nur im oberen Teil Paneele 1 montiert sind. Damit eine vollständige Überdeckung der Dehnfugen 14 zwischen den Stegen 7 der Profilelemente durch die Scheibe 4 der Eckverbinder erzielt werden kann, muss folgende Beziehung eingehalten werden, wobei y die Breite des Profilsteges 7 bezeichnet, D den Durchmesser der Scheibe 4 der Eckverbinder: 55
Claims (7)
- 4 AT 009 153 U1 D/y=> d/x Die Erfindung ist nicht auf das oben beschriebene Beispiel beschränkt: Bevorzugt sind die Paneele als Sandwichplatten ausgeführt, bei welchen zwischen zwei Blechen aus Aluminium, 5 Kupfer, Stahl od. dgl. ein Kern aus Kunststoff oder Kunststoffschaum angeordnet ist. Die Paneele können aber auch aus massiven Platten aus Metall, Glas, Stein, Kunststein oder auch aus Kunststoff bestehen. Die Profile 2 sind vorzugsweise stranggepresste Metallprofile, es können aber auch extrudierte Kunststoffprofile eingesetzt werden. io Die Eckverbinder 3 können als Metalldruckgussteile, als Kunststoffspritzteile oder als Drehteile hergestellt sein. Abweichend von der in der Zeichnung gezeigten Ausführung können die Platten 4 und gegebenenfalls auch die Platten 5 als Vielecke ausgeführt sein, an Stelle der ebenen Sichtfläche der Platte 4 kann diese kalotten- oder pyramidenartig gestaltet sein. 15 Ansprüche: 1. Befestigungssystem für Paneele von Fassadenverkleidungen, Lärmschutzwänden od. dgl. mit an einer Unterkonstruktion befestigten Profilen, wobei diese Profile auf der Sichtseite 20 und auf der hinteren, der Unterkonstruktion zugewendeten Seite parallele, ebene Stege aufweisen, welche Längsnuten definieren, deren Breite der Stärke der Paneele entsprechen und in welchen die Paneele gehalten und befestigt sind, wobei diese Profile die Paneele nach Art eines Rahmens umschließen und an dem hinteren Steg, insbesondere beidseitig, Profilteile anschließen, welche zur Abstützung und Befestigung des Profils auf 25 der Unterkonstruktion dienen, wobei zum Ausgleich von Wärmedehnungen die lichten In nenabmessungen des Profilrahmens entsprechend größer als die zugehörigen Paneelabmessungen sind, dadurch gekennzeichnet, dass Eckverbinder (3) vorgesehen sind, die aus zwei, vorzugsweise kreisförmigen Platten (4, 5) 30 bestehen, die durch einen Bolzen (6) miteinander verbunden sind, wobei der lichte Abstand zwischen den beiden Platten (4 und 5) dem Abstand der Außenflächen der beiden Profilstege (7 und 8) entspricht und der Innkreisdurchmesser der sichtseitigen Platte (4) der Eckverbinder (3) größer/gleich dem V2-fachem der Breite (Y) des sichtseitigen Profilsteges (7) ist. 35
- 2. Befestigungssystem nach Schutzanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Unterkonstruktion (12) zugewendeten und der Abstützung und Befestigung dienenden Profilteile (10, 11) eine Freistellung (13) definieren, deren Tiefe mindestens der Stärke 40 der hinteren Platte (5) der Eckverbinder (3) entspricht.
- 3. Befestigungssystem nach Schutzanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die hintere Platte (5) der Eckverbinder (3) kreisförmig ist und einen Durchmesser (d) auf-45 weist, der im Wesentlichen größer/gleich dem V2-fachem der lichten Breite (X) des Grun des der Freistellung (13) des Profils (2) ist und bei der Montage Dehnfugen zwischen den aufeinander stoßenden Profilelemente (2a, 2b) definiert.
- 4. Befestigungssystem nach Schutzanspruch 3, so dadurch gekennzeichnet, dass die Beziehung gilt: D/Y => d/X, 55 wobei (D) den Durchmesser bzw. den Innkreisdurchmesser der sichtseitigen Platte (4) des f. AT 009 153 U1 Eckverbinders (3) bezeichnet, (d) den Durchmesser der Platte (5) des Eckverbinders (3), (Y) die Breite des sichtseitigen Profilsteges (7) und (X) die lichte Breite des Grundes der Freistellung (13).
- 5. Befestigungssystem nach Schutzanspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die die Freistellung (13) definierenden Profilteile (10 und 11) schräg verlaufen, so dass sich bei der Montage die hintere Eckverbinder-Platte (5) an den Rahmen-Profilelementen (2) verspannt. 10
- 6. Befestigungssystem nach einem der Schutzansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die der Unterkonstruktion (12) zugewendeten und der Abstützung und Befestigung dienenden Profilteile (10, 11) und gegebenenfalls auch Teile des sichtseitigen und / oder des hin-15 teren Profilsteges (7 und / oder 8) in Gehrung geschnitten sind, wobei der innere Bereich der Profilstege (7, 8) durch einen Schnitt senkrecht zur Profilachse abgestumpft ist.
- 7. Befestigungssystem nach einem der Schutzansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass 20 die Profile (2) am Nutengrund eine schneidenartige Längsrippe (15) aufweisen, die eine Dehnfuge zwischen Paneelkante und Nutengrund definieren und die sich bei Ausdehnung der Paneele (1) in Bezug auf den Profilrahmen (2) in diese eingräbt bzw. sich entsprechend deformiert. 25 Hiezu 3 Blatt Zeichnungen 30 35 40 45 50 55
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| AT0087805U AT9153U1 (de) | 2005-12-22 | 2005-12-22 | Befestigungssystem für paneele |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3450649A1 (de) * | 2017-08-29 | 2019-03-06 | Prefa Aluminiumprodukte Gesellschaft m.b.H. | Befestigungsprofil |
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2005
- 2005-12-22 AT AT0087805U patent/AT9153U1/de not_active IP Right Cessation
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