AT91723B - Schaltungsanordnung für Schrittschaltwerke. - Google Patents

Schaltungsanordnung für Schrittschaltwerke.

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AT91723B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    SchaltMugsanordmmg   für   Schlittscbaltwerke,   
Die Erfindung bezieht sich auf Schaltungsanordnungen für Schrittschaltwerke, insbesondere in Femsprechanlagen, deren bewegliche Kontakte in mindestens zwei Richtungen auf feste Kontakte eingestellt und bei Auslösung zwecks Rückführung in die Ruhelage über die festen Kontakte weiterbewegt werden. Bei diesen Sehrittsehaltwerken wirkt der die beweglichen Kontakte über die festen Kontakte   hinwegführende Magnet unmittelbar odermittelbar aIsAuslosemagnet. indem die Sperrklinken und sonstigen   Haltevorrichtungen entweder von dem Anker des Bewegungsmagneten selbst oder von auf dem beweglichen Wählerteil angeordneten Nocken, Hebeln od. dgl. unwirksam gemacht werden.

   Nun kann es aber vorkommen, dass die   Sperr-und Haltevorrichtungen   oder gespannte   Rüekführungsfedern   bereits wieder in Eingriff oder zur Wirkung kommen, ehe der Wähler die Ruhelage erreicht hat. Dies wird erfindunggemäss dadurch verhindert, dass der die beweglichen Kontakte bei der Auslösebewegung steuernde Magnet durch einen konstanten Strom erregt gehalten wird, nachdem die beweglichen Kontakte die festen Kontakte verlassen haben, u. zw. bleibt er so lange erregt, bis der Wähler seine Ruhelage erreicht hat, wobei der angezogene Anker des Magneten die   Sperr-und Haltevorrichtungen   für die beweglichen Wählerteile unmittelbar oder mittelbar ausgelöst und gegebenenfalls Rüekführungsfedern gespannt hält. 



   Bei Wählern, bei denen die beweglichen Kontakte bei der   Auslösung   eine dreifache Bewegung ausführen, also erst über die festen Kontakte weitergeführt werden, dann von der eingestellten Kontaktgruppe zurückfallen und schliesslich zurückgedreht werden. wird der die beweglichen Kontakte über die festen Kontakte führende Magnet nach Vollendung dieser Bewegung gemäss der Erfindung nur so lange dauernd erregt gehalten, bis die unmittelbar nach Beginn der   Dauererregung   eintretende zweite Auslösebewegung vollendet ist. 



   Die Erfindung ist ferner auch bei Wählern verwendbar, bei   denen zur Auslösung   die beweglichen Kontakte nach Weiterführung über die festen Kontakte nur noch eine Bewegung, insgesamt also zwei Auslösebewegungen, auszuführen haben. Derartige Wähler sind mit zwei oder drei beweglichen Kontaktsätzen ausgerüstet, so dass nach   Weiterführung   der eingestellt gewesene beweglichen Kontakte über die festen Kontakte ein weiterer beweglicher Kontaktsatz vor den festen Kontakten steht, eine   RÜck-   drehung der eingestellt gewesenen Kontakte also vermieden ist. 



   Bei der zuerst genannten Wählergattung stehen die beweglichen Kontakte unter dem Einfluss einer gespannten Feder, so dass. wenn die zweite   Auslösebewegung nicht sehne ! !   genug erfolgt, bei den bekannten Ausführungsformen eine Rückdrehung der beweglichen Kontakte erfolgen kann. ehe der Wähler die zweite   Auslösebewegung   vollendet hat. Die beweglichen Kontakte werden dann also in eine Kontaktreihe zurückgerissen, was ausser zu mechanischen   Beschädigungen   des Wählers auch zu   Störungen   bereits bestehender Verbindungen Anlass geben kann. 



   Bei der zweiten Wählergattung kann bei den   bekannten Ausführungen   ein vorzeitiges Ineingriffkommen der   Sperr- und Haltevonichtung   stattfinden, so dass die beweglichen   Wählerkontakte   ihre Ruhelage nicht erreichen können. Diese Wähler würden dem Verkehr entzogen werden und müssten durch das Personal des Amtes von Hand ausgelöst werden. Dies bedingt wieder eine grosse Belastung für das Personal. Ausserdem würden namentlich in den Stunden starken Verkehrs eine grosse Zahl von nicht erfolgreichen Verbindungen vorhanden sein. 



   Bei Schliessung des die Dauererregung des   Bewegungsmagneten   bewirkenden Kontaktes wird zweckmässig der   Impulskontakt   für den   Bewegungsmagneten   knrzgesehlossen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung   schematisch   veranschaulicht, u. zw. an einem   Leitungswähler.   Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf Leitungswähler   beschränkt,   sondern ebenso für Gruppenwähler, Anrufsueher od. dgl. verwendbar. Es wird angenommen, dass der Wähler zuerst durch einen   Magneten J ? auf   eine   Kontaktgruppe   gehoben und dann durch einen zweiten 
 EMI2.1 
 weise erregt, wodurch der Wähler über die Kontakte in der Gruppe weiterbewegt wird. Nachdem sämtliche festen Kontakte durch die beweglichen Kontakte überfahren sind. wird der Magnet D dauernd erregt, worauf die auf die Kontaktgruppe eingestellten Kontaktarme herunterfallen können.

   Ob nun eine Rückdrehung der Kontaktarme stattfindet oder nach dem Herunterfallen der Wähler seine Anfangslage bereits eingenommen hat, ist für die Schaltung ohne Belang. 



     Nach Belegung   des   Leitungswählers     LW   durch einen vorgeordneten Wähler spricht das Relais   A   
 EMI2.2 
 dann über Kontakte und den beim ersten Hubschritt des Wählers geschlossenen Kopfkontakt   21   sowie Steuerschalterhebel I in Stellung 2 den Steuerschaltermagneten S wieder ein. der den Steuerschalter 
 EMI2.3 
 der Drehmagnet D eingeschaltet, der in gleicher Weise wie der   Hubmagnet H durch Stromstösse   von der Teilnehmerstelle beeinflusst wird. Nach Beendigung dieser Stromstossreihe wird der Steuersehaltermagnet S   über Kontakt 2C   und den beim ersten Drehschritt des Wählers geschlossenen Kontakt 23 wieder eingeschaltet und bewegt den Steuerschalter in die Stellung 4.

   Ferner wird durch das   abenegtt'Relais V2   am Kontakt 24 das Prüfrelais P an den Prüfarm c1 des Leitungswähers LW angeschaltet. Ist die gewählte Teilnehmerleitung frei, so kommt folgender Prüfstromkreis zustande : Erde, Batterie, Kontakt 16, Wick- 
 EMI2.4 
 relais P spricht an, schliesst am Kontakt 25 seine hochohmige Wicklung 1 kurz und erregt über Kontakt 26   und   Steuerschalterhebel   I   in Stellung 4 den Steuerschaltermagneten S von neuem, der den Steuerschalter 
 EMI2.5 
 am Kontakt 30 den Steuerschaltermagneten S einschaltet. Dieser bewegt den Steuerschalter in die Stellung 6, die die Durchsprechstellung ist, weiter. Ferner wird von Relais Y der Kontakt 37 geschlossen und   Jx   geöffnet. 



   Die Auslösung des Leitungswählers LW ist vom Anhängen der Hörer an beiden Teilnehmerstellen 
 EMI2.6 
   @1, V1   und Y aberregt und es wird der Steuerschaltermagnet Süber Kontakte 32, 33 und Steuerschalterhebel I in Stellung 6 erregt und der Steuerschalter nach Stellung 7 weitergeschaltet. In dieser Stellung des Steuerschalters wird der Drehmagnet D wieder eingeschaltet : Erde, Kontakte   19,   18, 34, Steuerschalterhebel 11 in Stellung 7, Selbstunterbrecherkontakt 35 des Drehmagneten D, Drehmagnet D, Kopfkontakt 22. 



  Batterie, Erde. Die Wählerarme werden über die festen Kontakte weiterbewegt. Verlassen die beweglichen Kontaktarme des Wählers die festen Kontakte des Kontaktsatzes, so wird der Kontakt 36 geschlossen und dadurch der Drehmagnet D weiter erregt gehalten. Dieser Dauerstromkreis wird erst unterbrochen, wenn die gehobene Wählerwelle wieder in ihrer Ruhelage anlangt, indem dann der Kontakt 22 geöffnet wird. Nunmehr wird über Kontakt 37 und Hebel   I   in Stellung 7 der steuerschaltermagnet S eingeschaltet, der den Steuerschalter in die Anfangsstellung (1) weiterbewegt.

   Durch Anhängen des Hörers an der rufenden Teilnehmerstelle werden die vor dem Leitungswähler LW liegenden Wähler ausgelöst. da der Haltestromkreis über die c-Ader am Kontakt 12 unterbrochen und Erde über Steuerschalterhebel II nur in Stellung   1,   nicht aber in Stellung 6 des Steuerschalters an die c-Ader angelegt ist. 



   Hängt der rufende Teilnehmer seinen Hörer vor Zustandekommen der Verbindung auf, weil er auf die Verbindung verzichtet oder der gewählte Teilnehmer besetzt ist, so wird nach Stromloswerden 
 EMI2.7 
 eingeschaltet. Der Kontakt 39 ist in den Stellungen 2-5 des Steuerschalters dauernd geschlossen. Der Steuerschalter geht in die Stellung 6, in der der   Stpuerschaltermagllet   S über Kontakte 32 und, 33 erneut   eingeschaltet wird. In Stellung 7 wird dann der Wähler und darauf der Steuerschalter, wie vorher beschrieben, ausgelöst.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Schaltungsanordnung für Schrittschaltwerke, deren bewegliche Kontakte in mindestens zwei Richtungen auf feste Kontakte eingestellt und bei Auslösung zwecks Rückführung in die Ruhelage über die festen Kontakte weiterbewegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der die Weiterbewegung der beweglichen Kontakte bewirkende Magnet (D), nachdem die beweglichen Kontakte die festen Kontakte verlassen haben, bis zur Rückführung des Wählers in die Ruhelage durch einen konstanten Strom erregt gehalten wird, wobei dieser Magnet die Sperr-und Haltevorrichtungen für die beweglichen Wahlerteile ausgelöst und gegebenenfalls Rückführungsfedern gespannt hält.
    2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 für Schrittschaltwerke, für deren Rückführung in die Ruhelage eine Bewegung in drei Richtungen erforderlich ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregung des Bewegungsmagneten (D) nach Vollendung der auf seine Dauererregung unmittelbar folgenden zweiten Auslosebewegung unterbrochen wird.
    3. Sehaltungsanordnung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der die Dauererregung des Bewegungsmagneten (D) bewirkende Kontakt (. den Selbstunterbrecherkontakt (35) des Bewegungsmagnetenkurzschliesst. EMI3.1
AT91723D 1920-11-23 1921-11-18 Schaltungsanordnung für Schrittschaltwerke. AT91723B (de)

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