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Schaltungsanordnung für Schrittschaltwerke, insbesondere in Fernsprechanlagen.
Die Erfindung bezieht sich auf Schaltungsanordnungen für Schrittschaltwerke, insbesondere
in Fernsprechanlagen, deren bewegliche Kontakte in mindestens zwei Richtungen auf
feste Kontakte eingestellt und bei Auslösung zwecks Rückführung in die Ruhelage
über die festen Kontakte weiterbewegt werden. Bei diesen Schrittschaltwerken wirkt
der die beweglichen Kontakte über diie festen Kontakte hinwegführende Magnet unmittelbar
oder mittelbar als Auslösemagnet, indem die Sperrklinken und sonstigen Haltevorrichtungen
entweder von dem Anker des Bewegungsmagneten selbst oder von auf dem beweglichen
Wählerteil angeordneten Nocken, Hebeln o.,dgl. unwirksam gemacht werden. Nun kann
es aber vorkommen, daß die Sperr-und Haltevorrichtungen oder gespannte Rückführungsfedern
bereits wieder in Eingriff oder zur Wirkung kommen, ehe der Wähler die Ruhelage
erreicht hat. Dieses wird erfindungsgemäß daldurch verhindert, daß der die beweglichen
Kontakte bei der Auslösebewegung steuernde Magnet auch noch erregt
gehalten
wird, nachdem die beweglichen Kontakte die festen Kontakte verlassen haben, und
zwar so lange erregt bleibt, bis der Wähler seine Ruhelage erreicht hat und der
angezogene Anker des Magneten die Sperr- und Haltevorrichtungen unmittelbar oder
mittelbar auslöst und gegebenenfalls Rückführungsfedern gespannt hält.
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Bei Wählern, bei denen die beweglichen Kontakte bei der Atislösung
eine dreifache Bewegung ausführen, also erst über die festen Konta,kte weitergeführt
werden, dann von der eingestellten Kontaktgruppe zurückfallen und schließlich zurückgedreht
werden, wird der die beweglichen Kontakte über die festen Kontakte führende Magnet,
nach Vollendung dieser Bewegung, gemäß der Erfindung mir so lange dauernd erregt
gehalten, bis die nach Beginn der Dauererregung eintretende Auslösebewegung vollendet
ist.
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Die Erfindung ist ferner auch bei Wählern verwendbar, bei denen zur
Auslösung die beweglichen Kontakte nach Weiterführung über die festen Kontakte nur
noch eine Bewegung, insgesamt also zwei Auslösebewegungen, auszuführen haben. Derartige
Wähler sind mit zwei oder drei beweglichen Kontaktsätzen ausgerüstet, so daß nach
Weiterführung der eingestellt gewesenen beweglichen Kontakte über die festen
K ontakte ein weiterer beweglicher Kontaktsatz vor den festen Kontakten steht,
eine Rückdrehung der eingestellt gewesenen Kontakte also vermieden ist.
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Bei der zuerst genannten Wählergattung stehen die beweglichen Kontakte
unter dem Einflußeiner gespannten Feder, so daß, wenn re_ die zweite Auslösebewegung
nicht schnell g
nug erfolgt, bei den bekannten Ausführungsformen eine Rückdrehung
der beweglichen Kontakte zweite Auslösebewegung erfolgen kann, ehe vollendet der
Wähler hat. Die die beweglichen Kontakte werden dann also in eine Kontaktreihe zurückgerissen,
was außer zu mechanischen Beschädigungen des Wählers auch zu Störungen bereits bestehender
Verbindungen Anlaß geben kann.
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Bei der zweiten Wählergattung kann bei den bekannten Ausführungen
ein vorzeitiges Ineingriffkommen der Sperr- und Haltevorrichtung stattfinden, so
d-aß die beweglichen Wählerkontakte ihre Ruhdlage nicht erreichen können. Diese
Wähler würden dem Verkehr entzogen werden und müßten durch das Personal des Amtes
von Hand ausgelöst werden. Dieses bedingt wieder dne große Belastung für das Personal.
Außerdem würden namentlich in den Stunden starken Verkehrs eine cr 0
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Be Zahl von nicht erfolgreichen Verbindungen vorhanden sein.
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Bei Schließung des die Dauererregung des Bewegungsmagneten bewirkenden
Kontaktes wird zweckmäßig der Impulskontakt für den Bewegungsmagneten kurzgeschlossen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
veranschaulicht, und zwar an einem Leitungswähler. Selbstverständlich ist die Erfindung
nicht auf Leitungswähler beschränkt, sondern ebenso für Gruppenwähler, Anrufsucher
u. dgl. verwendbar. Es wird angenommen, daß der Wähler zuerst durch einen MagnetenH
auf eine Kontaktgruppe gehoben und dann durch einen zweiten MagnetenD in die Kontakt-1.
uppe hineinbewegt wird. Zur Auslösung .r ?D
wird der Magnet:D erneut impulsweise
erregt, wodurch der Wähler über die Kontakte in der Gruppe weiteribewegt wird. Nachdem
sämtliche festen Kontakte durch die beweg lichen Kontakte überfahren sind, wird
der Magnet D dauernd erregt, worauf dij auf die Kontaktgruppe eingestellten
Kontaktarme herunterfallen können. Ob nun eine Rückdrehung der Kontaktarme
stattfintdet oder nach dem Herunterfallen der Wähler seine Anfangslage bereits eingenomnien
hat, -ist für ,die Schaltung ohne Belang' Nach Belegung des Leitungswähl-ersLW durch
einen vorgeordneten Wähler spricht das Relais A an und schaltet am Kontakt
i i das Auglöseverzögerungsrelais V, ein. Das Relais V, schließt seine Kontakte
12, 13, 14, 15
und 16 und öffnet die Kontakte17 und 18. Infolgedessen wird
über Kontakt 13 und Steuerschalterhebel I iin Stellung i der Steuerschaltermagnet
S eingeschaltet: Erde, Batterie, Steuerschaltermagnet S, Steuerschalterhebel
I, Kontakt 13, Erde. Demgemäß werden die Steuerschalterhebel I, II, III und IV aus
der Stellung i in die Stellung:2 bewegt 'und somit am Steuerschalterb bel II der
Hubmagnet H eingeschaltet. =den dann vonder Teilnehmerstelle Stromstöße zum Hieben
des Leitungswählers LW ausgesandt, so wird der Hubinagnet H wie folgt erregt: Erde,
Kontakte ig, 14, Relais V2 Steuerschalterhebel II in ;Stellung, :2, Hubmagnet H,
Batterie, Erde. Das Relais V,
bleilbt infolge seines verzögerten Ankerabfalles
während der ganzen Stromstoßreihe erregt und wird erst nach deren Beendigung und
der .dadurch erfolgenden längeren öffnung des Kontaktes ig stromlos. Es schaltet
also über Kontakt 2o und den beim ersten Hubschritt des Wählers geschlossenen Kopfkontakt:2i,
sowie Steuerschalterhebel I in Stellung:2 den Steuerschaltermagneten S wieder
ein, der den Steuerschalter nach Stellung 3 bringt. In dieser Stellung ist
über Steuerschalterhebel II und Kopfkontakt 22 des Wählers der Drehmagnet
D eingeschaltet, der in gleicher Weise wie der Hubmagnet H durch Stromstöße
von der Teilnehmerstefie beeinflußt wird. Nach
Beendigung dieser
Stromstoßreihe wird der SteuerschaltermagnetS über Kontakt2o und den beim ersten
Drehschritt des Wählers geschlossenen Kontakt2,3 wieder eingeschaltet und bewegt
den Stetterschalter in die Stellung 4. Ferner wird durch das aberregte Relais
V, am Kontakt -24 das Prüf relais P an den Prüfarm c, des Leitungswählers
LW angeschaltet. Ist die gewählte Teilnehmerleitung frei, so kommt folgender Prüfstromkreis
zustande. Erde, Batterie, Kontakt 16, Wicklungen. II und I des Relais P, Kontakt
24, Prüfarm c, Relais T der Teilnehmerleitung, Erde. Das PrüfrelaisP spricht an,
schließt am Kontakt 25 seine hochohtnige Wicklung I kurz und erregt über
E "ontakt 26
und Steruerschalterhebel.I in Stellung4 den Steuerschaltermagneten
S von neuem, der den Stetterschalter nach Stellung 5 bringt. In dieser
Stellung ist über Hebel II in Stellung 5
und die Kontakte 15 und
27 das Läuterelais L erregt, das über Kontakte:28 und :29 sowie die Hebel
III und IV in Stellung 5 Rufstrom an die Sprechadern a und b anlegt.
Melldet sich der gerufene Teilnehmer, so spricht das Relais Y an, das am Kontakt
30 den Steuerschaltermagneten S einschaltet. Dieser bewe,gt den Steuerschalter
in die Stellung 6,
die die Durchsprechstellung ist, weiter. Ferner wird vom
Relais Y der Kontakt 31
geschlossen und 32 geöffnet, wodurch die Auslösung
des Leitungswählers LW von dem Anhängen des Hörers an beiden Teilnehmerstellen abhängig
gemacht wird. Hängen nach Gesprächsschluß beide Teilnehmer ihre Hörer an, so wird
der Steuerschaltermagnet S über Kontakte 32, 33, Steuerschalterhebel I in
Stellung 6 erregt undder Steuerschalter nach Stellung 7 weitergeschaltet.
In dieser Stellung des Steuerschalters wird der Drehmagnet D wieder eingeschaltet:
Erde, Kontakte ig, 1.8, 34, Steuerschalterhebel II in Stellun'97, Selbstunteilbrecherkontakt35
des Drehmagneten D, Drehmagnet D, Kopfkontakt 22, Batterie, Erde.
Die Wählerarme werden über die festen Kontakte weiterbewegt. Verlassen die beweglichen
Kontaktarme des Wählers die festen Kontakte des Kontaktsatzes, so wird der Kontakt
36 geschlossen und dadurch der Drehmagnet D
weiiter erregt gehalten.
Dieser Dauerstromkreis wird erst unterbrochen, wenn der gehobene Wähler wieder in
seine Ruhelage zurücksinkt -und die Wählerachse somit eine Abwärtsbewegung ausführt,
indem dann der Kontakt 2z geöffnet wird. Nunmehr wird über Kontakt 37 und
Hebel I in Stellung 7
der Steuerschaltermagnet S eingeschaltet, der
.den Steuerschalter in die Anfan-gsstellung i weiterb-ewegt. Durch Anhängen des
Hörers an der rufenden Teilnehmerstelle werden schon die vor dem Leitungswähler
LW liegen-ZD den Wähler ausgelöst, da der Haltestrornkreis über die c-Ader am Kontakt
12 unterbrochen und Er-de über Steuerschalterhebel II nur in Stellung
1, nicht aber in Stellung 6 des Steuerschalters an die c-Ader angelegt
ist.
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Hängt,der rufende Teilnehmer seinen Hörer vor Zustandekommen der Verbindung
auf, weil er auf die Verbindung verzichtet oder ,der gewählte Teilnehmer besetzt
ist, so wird nach Stromloswerden des Relais V, der Steuerschaltermagnet, gleichgültig,
in welcher seiner Stellung 2, bis 5 der Steuerschalter sich befindet, über
Kontakte 38, 39, 17 und den Selbstunterbrecherk#ntakt 4o des Steuerschaltermagneten
eingeschaltet. Der Kontakt 39 ist in den StellLingen2 bis 5 des Steuerschalters
dauernd geschlossen. Der Steuerschalter geht in die Stellung6, in der der Steuerschaltermagnet
S über Kontakte 3:2 und 33 erneut eingeschaltet wird. In Stellung
7
wird dannder Wähler und darauf der Steuerschalter, wie vorher beschrieben,
ausgelöst.