AT95966B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Putzwolle unter Verwendung von Baumwollabgangfäden. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Putzwolle unter Verwendung von Baumwollabgangfäden.

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  Verfahren und   Vorrichtung   zur Herstellung von Putzwolle unter   Verwendung von  
Baumwollabgangfäden. 
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 geschnittenen Querstreifen des Vliesses, Fig. 5-8 zeigen die als besonders zweckmässig befundenen handelsüblichen Stapelungen der alten bzw.   neuartigen   Vliesse in gepressten Ballen. 



   Die zur Ausübung des Verfahrens benutzte Streckmaschine ist an sieh bekannt : Die wesentlichen Teile der Streckmaschine sind : Ein endloser   Förder. o'nrt .   zwei oder mehrere   Walzen ?,   meist Quetseh- oder   Eüekzugwalzen   genannt ; und zwei Strecktrommeln 3. Die Quetschwalzen 2 sind in der   Längsrichtung   geriffelt, während die Strecktrommeln 3 an ihrem Umfange mit Stachelzähnen besetzt sind. Die Quetsch- 
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 Umfangsgeschwindigkeit als die   StrecktrommeIn 3.   Infolgedessen reissen die Staehelzähne die aus den Quetschwalzen2 hervortretenden Wirrfäden auf und wickeln sie in solcher ausgestreckten Lage im Sinne der Umfangsrichtung auf die   Strecktrommeln   auf.

   Es bildet sich somit um den Umfang der beiden Strecktrommeln 3 nach und nach aus den gestreckten feinen Baumwollfäden ein Vliess, das nach Erreichen 
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 wird und dann von den Trommeln durch   Rückwärtsdrehen   derselben abgelöst werden kann. 



   Gemäss der Erfindung soll nun in dieses Vliess das mehrere Millimeter dicke, weiche, aus den kurzen, minderwertigen   Baumwollfasem   gesponnene Garn hineingearbeitet werden. Es ist bereits bekannt, dieses Garn 6 schon auf dem Fördergurt 1 den   Baumwollwinfäden     4   beizufügen.

   In manchen Betrieben geschieht dies durch einfaches Hinzufügen des minderwertigen,   kuizfaseiigen   Baumwollmaterials zu dem regellosen Gewirr des langfaserigen   Material 1.. \nch   wurden bereits in einzelnen Fällen aus solchem   dünnfasengen,   minderwertigen Material lose gesponnene dicke Baumwollkopsfäden in grösseren Längen 
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 oder in dem Einfallswinkel vor den Strecktrommeln 3 hinzugefügt, so dass die Staehelzähne der   Quetsch-   walzen 2 oder der Streektrommeln 3 aus dem vor ihnen sieh anstauenden Knäuel oder Haufen der Baumwollkopsfäden in unregelmässiger Weise einzelne Fäden herauszerren und sie unter Streckung in das Vliess auf den Strecktrommeln einwickeln, wobei naturgemäss diese dicken,

   dünnfaserigen Baumwollkopsfäden infolge des losen Zusammenhanges ihrer Fasern vielfach und in   unregelmässig   lange Stücke zerrissen werden. 



   Im Gegensatz dazu werden gemäss der Erfindung die dicken, weichen Fäden 6 zunächst dem zurückhaltenden Einfluss der Quetschwalzen 2 entzogen. indem sie hinter diesen zwischen die Streck-   trommeln. 3 eingefühlt   werden. Da somit keine zurückhaltende, zerrende oder ausziehende Wirkung auf die Fäden 6 ausgeübt wird, so fügen sich diese kurzfaserigen dicken Baumwollfäden ohne Veränderung ihrer Beschaffenheit in das   Vliess   ein. 



   Ferner muss dafür Sorge getragen werden, dass die dicken Fäden 6 über die Breite der Stlecktrommeln möglichst gleichmässig verteilt werden. Hiezu dient   zweckmässig   eine Einrichtung nach Abb. 2. 



  Auf einer Platte 7, deren Länge der jeweiligen Breite der Streckwalzen 3 entspricht, werden durch aufrechtstehende Seheidewände 9 eine Anzahl   Fächer   10 gebildet, die zur Aufnahme von aus den dieken Garnfäden 6 gebildeten Kopsen 8 dienen. Die Anzahl der Fächer 10 wird zweckmässig etwa den auf einer Strecktrommel 3 angeordneten Stachelzahnringreihen entsprechen, doch können diesbezüglich auch Abweichungen vorgenommen werden. 



   Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel bestehen die Kopse 8 aus Spiralwindungen. Sie lassen sich daher vom Ende aus leicht abwickeln, wenn sie in die Fächer 10 eingelegt werden. Es kann aber auch an Stelle des   Fächerkastens   7,9, 10 eine   rechenförmig   gestaltete Vorrichtung benutzt werden. indem die Rechenzinken den Spiralkopsen als Träger dienen. Es lassen sieh aber auch rollspulartige Kopse verwenden. Als Träger für die Kopse wird in diesem Falle zweckmässig ein   autreehtstehender   Rahmen benutzt, auf welchem in   schräg   nach oben laufenden Reihen und somit versetzt übereinander aufrechte Stifte als Achsen für die Rollspulen angeordnet sind.

   Diese   kastenförmigen   oder rahmenartigen Träger für die Kopse müssen in grösserer Anzahl vorhanden sein und über dem Fördergurt 1 für die   Baumwollwirrfäden   leicht auswechselbar angebracht sein, so dass es   möglich   wird, ohne die Bildung 
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   Das Einführen der Fadenenden einer neueingelegten Kopsgruppe zwischen die   Strecktrommeln 3   macht keinerlei Schwierigkeiten. Es ist nur nötig, die sämtlichen Fadenenden etwa in der Mitte vor den Streckwalzen mit der Hand zusammenzufassen und sie zwischen die Streckwalzen einzuwerfen. 



  Die. einzelnen Fäden verteilen sich dann schon während einer kleinen Winkeldrehung der   Streektrommeln   selbsttätig und gleichmässig über deren ganze Breite. Sobald dies geschehen ist, vermischen sich diese dicken, weichen, aber kurzfaserigen Fäden mit den ausgezogenen dünneren, aber langfaserigen und daher festen Baumwollfäden zu einem innig zusammenhängenden   Vliess   von gleichmässiger und hoher Saugfähigkeit. Es wird somit durch das Verfahren ein sonst fast unbrauchbares Material, das gewonnen wird durch Zerreissen sonst wertloser, insbesondere baumwollener Lumpen, zur Erzeugung einer höchst saugfähigen und daher hochwertigen Putzwolle nutzbar gemacht. 



   Ist das Vliess in genügender Dicke auf. dem Umfang der Strecktrommeln 3 aufgewickelt, so wird die Maschine angehalten, in einem quer über den Streektrommelumfang verlaufenden Schlitz ein Messer 

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 fertig angeschnitten gezeigt ist. Die Länge 1 der Querstreifen Q wird ein paar Handbreiten lang gewählt. beispielsweise bis zu 40 oder 50 ein Breite, so dass sich beim Abreissen eines kleineren   Randstückes   oder kleineren Teiles von dem Querstreifen Q, etwa in der Trennfuge   -A   in Abb. 4. ein gut handlicher 
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 einem besonderen Anschlagtische mit Hilfe von Bandmessem, die nach Art von Bandsägen über zwei parallelachsige Scheiben laufen, doch kann auch irgendwelche andere geeignete   Schneidmaschine   Verwendung finden. 



   Die auf   Streclmaschinen   gewöhnlicher Art hergestellten   Putzwollevliesse   werden in der Regel von beiden Seiten nach der Mitte zusammengeklappt, wie die Abb. 5 und 6 andeuten. Dann werden die so zusammengelegten Vliesse in einem entsprechenden Behälter 11 übereinander geschichtet, wie die Abb. 7 und 8 zeigen, und ballenmässig zusammengepresst, um gut versandfähige Ballen oder Blocks zu bilden. Bei derartigen Putzwolleballen aus Vliessen der bisher üblichen alten Art war es dann ein   Leichte- !   für den Gebraucher, aus dem ganzen Ballen sich eine Handvoll oder den sonst benötigten Bedarf einfach abzureissen.

   Bei den neuartigen   Vliessen   gemäss vorliegender Erfindung ist dies aber nicht möglich wegen der sämtlich parallel nebeneinander verlaufenden dicken Faserfäden, welche, wie Abb. 7 erkennen lässt. es unmöglich machen, einen kleinen Bausch mitten aus dem Ballen   herauszuziehen.   Um die Putzwolle in gebrauchshandlichen Mengenverhältnissen leicht abzumessen, erfolgt, wie schon oben erwähnt und in Abb. 3 und 4 gezeigt ist, die Zerschneidung des gesamten Vliesses in Querstreifen. Diese Querstreifen werden nun, wie Abb. 8 erkennen lässt, gleichmässig in den Stapelbehälter eingelegt und dann in der 
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 mässig gut zusammenhält, so ist es doch infolge dieser   Vomntersehneidung   eine Leichtigkeit, aus dem gepressten Ballen einen benötigten Bausch herauszuziehen oder abzureissen.

   Durch dieses   Pnterschneiden   des Vliesses in Querstreifen wird aber nicht nur der Vorteil der besseren Handlichkeit erreicht, sondern auch eine bessere Rationierung und damit eine grössere Ökonomie der Benutzung. Diese beiden Punkte. besonders im Vergleich zwischen Abb. 7   und   8, zeigen besondere deutlich den Wert der   Vliessunterteilmg   und der Stapelbildung nach Abb. 8, welche auch ein Zerlegen des ganzen Ballens in   gleichmässigere   kleinere Teile, Hälften. Viertel oder   Achtel od. dgl. wesentlich erleichtert.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Putzwolle, unter Verwendung von   Baumwollabgangfäden.   dadurch gekennzeichnet, dass dem aus reinen, festen, langfaserigen Baumwollabgangfäden auf der Streekmaschine erzeugten Vliess über seine ganze Breite in der Transport- oder Aufwickelrichtung verlaufende, ungestreckte Fadenstränge zugeführt werden, die aus kurzfaserigem, aus gereinigten und zerrissenen Lumpen erhaltenem Material gesponnen sind.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vliess quer zu seiner Faserrichtung in schmale Querstreifen von handlicher Breite vorgeschritten wird, so dass aus diesen einfach oder in EMI3.4 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in Querstreifen zerschnittenen Vliesse in gleicher Anordnung der Querstreifen übereinander gestapelt und in Pressen zu handelsüblichen Ballen vereinigt werden.
    4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über dem Zuführlattentuch (Förderband 1) für das reine langfaserige Material ein unterteilter Träger für die in Kopsform aufgewickelten weichen, aus dem kurzfaserigen Material bestehenden Fäden derart angeordnet ist, dass die Fäden (6) von den eingelegten Kopsen (8) in gestreckter Lage unmittelbar den Strecktrommeln (3) zugeführt werden. EMI3.5
AT95966D 1923-01-08 1923-01-08 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Putzwolle unter Verwendung von Baumwollabgangfäden. AT95966B (de)

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