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Einrichtung zur zusätzlichen Regelung von selbsttätigen Vergasern.
Bei einem selbsttätigen Vergaser ist die Zusammensetzung des Brennstoffluftgemisches für alle verschiedenen Maschinengeschwindigkeiten, sowie für die verschiedenen Eröffnungen durch die Gemisch- drosselklappe, d. h. für alle die verschiedenen, im Vergaser herrschenden Unterdrücke im wesentlichen gleichbleibend. Die Zusammensetzung der Mischung ist aber dann keine gleichbleibende mehr, wenn die Temperatur oder wenn die Dichte der angesaugten Luft sich ändert.
Es ist daher bei einem Vergaser notwendig, die Brennstoffabgabe, die vom Luftdrucke und der
Temperatur abhängig ist, einer entsprechenden Korrektur zu unterziehen. Diese Korrektur wird durch die den Gegenstand der Erfindung bildende Einrichtung bewirkt, die im Wesen in der Verwendung einer metallischen vollständig dichten Kapsel nach Art einer barometrischen Dose besteht, die entweder unmittel- bar oder durch ein System von Zwischengliedern eines derjenigen Organe des Vergasers betätigt, das den
Brennstoffanteil zu verändern gestattet, ohne die selbsttätige Wirkung des Vergasers zu beeinträchtigen.
Die Kapsel ist in einem gewissen Ausmass luftleer gemacht. Würde sie gänzlich luftleer gemacht wordensein, so würde die Verschiebung ihres beweglichen Teiles nur unter dem Einfluss des atmosphärischen
Druckes erfolgen und nur dieser würde das Mass für die Verschiebung abgeben. Würde sie z. B. vollständig von Luft, etwa bei 150 und 760 mm Druck ausgefüllt, so würde sie wieder gegenüber Temperatur- schwankungen viel zu empfindlich sein, indem sich beispielsweise für eine Temperaturschwankung um 300 eine Membranverschiebung ergeben würde, die etwa jener für einen Höhenunterschied von etwa
1000 m entsprechen würde.
Es muss also die in ihr herrschende Luftleere einen gewissen geeigneten Grad aufweisen, so dass eine Korrektur in bezug auf die Temperatur eintritt, die den Notwendigkeiten der praktischen Anwendung beiläufig entspricht.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise Ausführungsformen von Einrichtungen, bei denen der erwähnte
Grundsatz zur Anwendung gelangt. Die Fig. 1 bis 3 zeigen schematische Ansichten dreier verschiedener
Vergasertypen. Die Fig. 4 und 5 zeigen eine praktisch brauchbare Ausführungsform der in Fig. 3 dar- gestellten Vergasertype im lotrechten, bzw. wagrechten Schnitt.
Bei der Anordnung gemäss Fig. 1 ist die barometrische Dose oder Kapsel C so angeordnet, dass sie mittels eines kleinen biegsamen Seiles ein Nadelventil P bewegt, das die Mündung der Düse J mehr oder weniger verschliesst.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 2 betätigt die barometrische Dose oder Kapsel C eine Hülse oder einen Schieber B, der den Eintritt E für Nebenluft in den Zerstäuber F, u. zw. in die sich verengende
Zone rund um die Düse J mehr oder weniger freigibt.
Die Fig. 3 zeigt die selbsttätige Regelungsvorrichtung, die in der französischen Patentschrift
Nr. 492775 beschrieben ist, durch die barometrische Dose oder Kapsel.
Der einen gleichbleibenden Flüssigkeitsspiegel aufrecht erhaltende Behälter M steht einerseits mittels des Rohrs N mit dem unteren Teil des Vergasers, d. h. mit dem Luftzuführungsrohr oder mit der Aussenluft, anderseits durch ein Rohr C mit einem Punkt des Vergasers in Verbindung, in dem der- selbe Unterdruck wie an der Düse oder ein diesem proportionaler Unterdruck herrscht. Die Kapsel C steuert nun direkt oder mit Hilfe von Zwischengliedern ein regelndes Abschlussorgan P, das in der
Leitung 0 eingeschaltet ist und das gestattet, den Unterdruck im Behälter und damit auch die Brennstoff- abgabe durch die Düsen zu ändern.
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Die pra-ktische Ausführungsform des erwähnten Grundgedankens wird an einem Ausführungsbeispiel in Fig. 4 und 5 dargestellt, wobei Fig. 4 einen lotrechten Schnitt und Fig. 5 eine Draufsicht auf den Hebel L und die Platte J zeigt, während die anderen Teile durch den Schnitt entfernt gedacht sind.
Die Vorrichtung wird auf dem Deckel A des Behälters M, der für einen gleichbleibenden Flüssigkeitsstand sorgt, angebracht. Das Rohr 0 setzt die Kammer X, in der sich die barometrische Kapsel oder Dose befindet, mit einem Punkt des Gemischdurchganges im Vergaser in Verbindung, der sich beiläufig in der Höhe der Düsen befindet.
Das Rohr N verbindet den Behälter mit dem Luftzuführungsrohr des Vergasers. Der in der Kammer X bestehende Unterdruck kann sich in den Behälter mit gleichbleibendem Flüssigkeitsspiegel nur durch das-Loch B'in der Platte J fortpflanzen. Dieses Loch wird durch ein Ventil S von besonderer Form mehr oder minder verschlossen. Das Ventil wird durch die Blattfeder Rgegen den Hebel L gedrückt, der die Bewegungen der Kapsel oder Dose, die auf ihn durch die Zwischenstange B übertragen werden, dem Hebelarmverhältnis entsprechend vergrössert. Der Hebel L sitzt auf den beiden Spitzen oder Schneiden pl und JP, die sich gegen entsprechende Lagerstücke der Platte J legen und die jede Reibung zu vermeiden gestatten.
Die barometrische Dose oder Kapsel ist aus Metall. In ihrem Innern befindet sich eine kräftige Feder U, die der atmosphärischen Pressung an der Erdoberfläche das Gleichgewicht halten kann. Am oberen Teil der Dose ist ein Stück T befestigt, das sowohl zum Zentrieren der Dose im Deckel als auch dazu dient, das Entfernen der Luft aus ihr durch den in ihm angebrachten Stöpsel G zu ermöglichen.
Je nach Umständen können auch mehrere übereinander liegende und miteinander vereinigte zusammenwirkende Kapseln oder Dosen angewendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zur zusätzlichen Regelung von selbsttätigen Vergasern entsprechend den Ver-
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auf die R ; gelungsorgane des Gemisches bzw. der Gemischbestandteile wirkenden Dose, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Dose (C) sowohl unter Einfluss des Druckes als auch unter dem der Temperatur steht, indem sie nur in einem verhältnismässig geringen Ausmass luftleer gemacht wird, zum Zwecke, ein gleichbleibendes Verhältnis zwischen den Brennstoff-und Luftmengen trotz des Wechsels der Druckund Temp ? ra. turverhältnisse der umgebenden Luft aufrechtzuerhalten.