AT97924B - Verfahren zur Herstellung von künstlichem Glimmer. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von künstlichem Glimmer.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von künstlichem Glimmer. 



   Es ist bekannt, künstlichen Glimmer dadurch herzustellen, dass man Siliziumverbindungen und verschiedene Metalloxyde und andere Bestandteile zusammenschmilzt und langsam erkalten lässt. 



  Die bisher bekannten Verfahren erfordern aber sehr hohe Temperaturen, andere ergeben nur geringe Ausbeute und so kleine Kristalle, dass ihre praktische Verwendung, beispielsweise zur Herstellung von Mikanit, nicht in Frage kommt. Gemäss der Erfindung werden grössere Kristalle bei guter Ausbeute unter Anwendung mässiger Temperaturen dadurch erhalten, dass man Komponenten des herzustellenden Glimmers als Lösungsmittel für weitere Komponenten benutzt. Vorteilhaft ist dabei der Zusatz von 
 EMI1.1 
 ganz besonders gute Ausbeute zu erzielen, wird   das Mengenverhältnis   der einzelnen Bestandteile so bemessen, dass das Lösungsmittel, soweit es nicht flüchtig wird, so gut wie restlos als Bestandteil in den
Glimmer eintritt.

   Die Erfindung ist nicht darauf beschränkt, dass ein Lösungsmittel alle übrigen Bestandteile löst ; der Vorgang kann sich auch so abspielen, dass durch einen Lösungsvorgang ein neues Lösungsmittel entsteht, das seinerseits eine weitere Komponente löst und so fort. Gewisse Ausgangsstoffe können auch als Flüssigkeit oder in Gasform eingeführt werden. Als Lösungsmittel kommen in erster Linie Siliziumverbindungen in Betracht. Erfindungsgemäss ist die Verwendung eines primitiven Silikates besonders vorteilhaft. Unter primitiven Silikaten sollen Verbindungen der Kieselsäure verstanden werden, die nicht mehr als zwei Metalloxyde enthalten, beispielsweise Natriumkalziumsilikat.

   Sobald man nämlich Silikate verwendet, wie sie meist in der Natur vorkommen, die aus zahlreichen verschiedenen Stoffen zusammengesetzt sind, so wird die Entstehung eines gleichmässig kristallisierten, für praktische Zwecke brauchbaren Glimmers erschwert. Das Natriumkalziumsilikat hat als Lösungsmittel ausserdem den Vorzug eines nur mässig hohen Schmelzpunktes. 



   Nachstehend wird ein   Ausführungsbeispiel   für das Verfahren gemäss der Erfindung beschrieben. 



  Folgende Bestandteile werden pulverisiert und innig miteinander gemischt. 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> 



  7 <SEP> Gewiehtsteile <SEP> Fensterglas
<tb> 5 <SEP> " <SEP> Mg <SEP> 0 <SEP> (Magnesiumoxyd)
<tb> 2 <SEP> " <SEP> Ra <SEP> SiF6 <SEP> (Kaliumsiliziumfluorid)
<tb> S <SEP> Al <SEP> Fg <SEP> (Aluminiumfluorid)
<tb> 
 
Das Gemisch wird in einem Tiegel, dessen Material mit den Komponenten nicht chemisch reagiert, auf etwa   14500 erhitzt   und dieser Temperatur 2-3 Stunden lang ausgesetzt. Darauf lässt man das Gemisch möglichst langsam erkalten. Je kleiner das zeitliche und auch das örtliche   Temperaturgefälle   zwischen 
 EMI1.3 
 ist ein erstarrter Schmelzkuchen von Glimmerkristallen. Den meisten Arten des natürlichen Glimmers ist der so gewonnene synthetische Glimmer für die Verwertung in der Technik insofern überlegen, als er frei von Eisenverbindungen ist, welche die Isolierfähigkeit des Glimmers herabsetzen.

   Die Wahl der einzelnen Ausgangsstoffe ist für die Erfindung von untergeordneter Bedeutung. Beispielsweise kann das Aluminium durch andere dreiwertige, das Magnesium durch andere zweiwertige Elemente ganz oder teilweise vertreten werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Der praktische Wert des Ergebnisses ist um so grösser, je grösser die entstehenden Kristalle sind. 



  Um die Grösse der Kristalle günstig zu   beeinflussen,   muss dafür gesorgt werden, dass die Ausgangsstoffe möglichst rein sind und dass insbesondere während des   Schmelz-und Erstarrungsprozesses   aus den Ofen- 
 EMI2.1 
 
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von künstlichem Glimmer, dadurch gekennzeichnet, dass leicht schmelzbare Silikate, welche Komponenten des Glimmers bilden sollen (wie z. B. Fensterglas) als   Losungsmittel   für weitere Komponenten verwendet werden, deren Schmelzpunkt oberhalb der Entstehungstemperatur des Glimmers liegt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Fluoride zugesetzt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelze nicht mehr als s 50% Gewichtsteile Fensterglas enthält.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein nicht mehr als zwei : Metalloxyde enthaltendes Silikat als Lösungsmittel verwendet wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Natriumkalziumsilikat als Lösung-' mittel verwendet wird.
AT97924D 1919-12-06 1920-12-04 Verfahren zur Herstellung von künstlichem Glimmer. AT97924B (de)

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