AT98883B - Anordnung zum Nachweis von leitenden Körpern. - Google Patents

Anordnung zum Nachweis von leitenden Körpern.

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Rudolf Hans Richter
Max Hugo Wetzel
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Rudolf Hans Richter
Max Hugo Wetzel
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Anordnung zum Nachweis von leitenden Körpern. 



   Es   sindbereitsEinrichtungen zumNaehweis vonLeitern,   beispielsweise   zu Erderforschungszwecken   oder zur Untersuchung von Menschen oder   Gepäckstücken,   auf   verborgene Metanstücke bekannt. Diese  
Einrichtungen beruhen auf der Erscheinung, dass das Einbringen von Leitern in das Feld eines elektrischen   Schwingungskreises   von Energieverlusten bzw. von induktiven Rückwirkungen begleitet ist. 



   Es hat sich nun ergeben, dass bei der Benutzung derartiger Einrichtungen die Änderungen des magnetischen Feldes, die man zu messen wünscht. leicht von   Änderungen   des elektrischen Feldes über- lagert werden, die in der   Änderung der wirksamen Kapazität bestehen   und den gewünschten Effekt verschleiern. 



   Es werde z. B. zur Auffindung   unterirdisch verlegter Metallkabel   oder Rohrstränge eine Anord-   nung   benutzt, die aus einer Induktionsspule mit starker Feldstreuung und einem gekoppelten Röhrengeneratorsystem besteht, bei welchem Änderungen der fliessenden Weehselfrequenz durch Änderung von Schwebungstönen wahrnehmbar gemacht werden. Sucht man mit einer solchen Einrichtung ein
Gebiet ab, so erhält man bei der   Annäherung   an die gesuchte Metallader etwa eine   Vertiefung4es   Sehwe- bungstones.

   Nähert man sich aber gleichzeitig einer feuchten Mauer oder tritt eine Person an die benutzte
Induktionsspule heran, so wird dadurch ein kapazitiver Schluss sowohl zwischen den Windungcn der
Spule untereinander als auch   zwischen letzteren   und der Erde   hervorgcrui'En.   Dieser kapazitive Schluss beeinflusst die im Apparate wirksame   Wechselfrequenz   im entgegengesetzten Sinne wie die induktiven
Rückwirkungen der erzeugten Wirbelströme in der gesuchten Metallader. Die kapazitiven   Störungen   würden also im vorliegenden'Falle eine Erhöhung des Schwebungstones bewirken und damit die Wahrnehmung der von der Metallader hervorgerufenen Vertiefung des Tones erschweren oder   unmöglich   machen. 



   Aber auch bei der Untersuchung von Personen auf   mitgeführte   Metalle mit Hilfe einer   ähnlichen   Anordnung, bei welcher die Personen durch eine entsprechende Spule hindurchgehen, treten   ähnliche  
Störungen auf, welche den   Erfolg verschleiern können. Durch die Annäherung der   Person tritt   nämlich   eine Vergrösserung der wirksamen Kapazität und damit   eine Verlangsanmng   der Frequenz in dem betreffenden Schwingungskreise ein, während z. B. von der Person mitgeführte   Kupferstüeke   die wirksame Selbstinduktion verringern und damit die Frequenz erhöhen. Ein cinwandfreier Nachweis der Kupferstücke ist also bei einer solchen Anordnung ausgeschlossen. 



   Es könnte   naheliegen, solche Störungen dadurch auszuschalten,   dass man die verwendete Spule in einen geerdeten Faradayschen Käfig einbaut. Infolge der starken Wirbelstromverluste in den Wänden   . eines solchen Käfigs würde   dieser jedoch auch das magnetische Feld weitgehendst abschirmen und damit die Einrichtung unwirksam machen. 



   Die vorliegende Erfindung besteht darin, dass man durch weitgehendst wirbelstromfreie Anordnungen zwischen den Windungen der verwendeten Spule untereinander bzw. zwischen diesen Spulen und der Erde einen derartigen kapazitiven Schluss erzielt, dass Änderungen der wirksamen Kapazität. welche durch sich nähernde menschliche oder tierische Körper oder ähnliche Störungen erfolgen, im Verhältnis zu diesem Schluss so gering werden, dass sie unschädlich sind. 

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   Einige beispielsweise   Ausführungsfornien sind in den   Figuren dargestellt. G bedeutet die Stromquelle, L die Selbstinduktionsspule, E die Erde und   S den kapazitiven Schutz gemäss der Erfindung.   



  Die Anordnug des kapazitiven Schutzes kann beispielsweise in   leitenden Umkleidungen, in E@dungen   oder kapazitiven Hilfsschaltungen bestehen. Man kann z. B. die Spule L (Fig. 1) innen oder aussen mit 
 EMI2.1 
 auch   direkt gemäss   Fig. 4 oder kapazitiv, d, h. unter Zwischenschaltung eines Kondensators ('gemäss Fig. 5 an geeigneten Punkten erden. Es lassen sich auch kapazitive Hilfsschaltungen, durch welche die Windungen der Spule L untereinander (Fig. 6) oder mit der Erde (Fig. 7) kapazitiv verbunden sind. 
 EMI2.2 


Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass um die Windungen der Spuie leitende und geerdete Ringe gelegt sind.
    3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Windungen der Spule untereinander bzw. mit der Erde durch zwischen ihnen verlegte Leiter kapazitiv verbunden sind. EMI2.3
AT98883D 1914-02-09 1914-02-09 Anordnung zum Nachweis von leitenden Körpern. AT98883B (de)

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