BE1017877A3 - Sitzmöbel - Google Patents
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Abstract
Um ein Sitzmöbel mit einem Korpus (1), einem Sitzteil (2), einer Rückenlehne (3), einer ausschwenkbaren Unterschenkelstütze (4) sowie einer ausschwenkbaren Stützenverlängerung (5), wobei die Unterschenkelstütze (4) mittels am Korpus (1) und/oder am Sitzteil (2) angelenkter Gelenkketten (6), aus einer Grundstellung, in der sie eine Frontblende bildet, in eine Komfortstellung verlagerbar ist, wobei die Stützenverlängerung (5) über Gelenkhebel (7) mit den Gelenkketten (6) der Unterschenkelstütze (4) gekoppelt ist, in der Grundstellung in eine Position unterhalb des Sitzteils (2) und in der Komfortstellung in eine Positio vor das dem Sitzteil (2) abgewandte Ende der ausgeschwenkten Unterschenkelstütze (4) verstellt ist, zu schaffen, bei welchem die Stützenverlängerung die gleiche Breite wie die Unterschenkelstütze hat und bei dem eine Spaltbildung zwischen Unterschenkelstütze und Stützenverlängerung unterbunden ist, wird vorgeschlagen, dass die Stützenverlängerung (5) über ein Scharniergelenk (8) mit dem Ende der Unterschenkelstütze (4) verbunden ist, welches dem Sitzteil (2) abgewandt ist, ...
Description
Sitzmöbel
Die Erfindung betrifft ein Sitzmöbel mit einem Korpus, einem Sitzteil, einer Rückenlehne, einer ausschwenkbaren Unterschenkelstütze sowie einer ausschwenkbaren Stützenverlängerung, wobei die Unterschenkelstütze mittels am Korpus und/oder am Sitzteil angelenkter Gelenkketten, insbesondere paarweise nahe der Seitenenden der Unterschenkelstütze angelenkter Scherengelenkketten, aus einer Grundstellung, in der sie eine Frontblende bildet, die unterhalb des vorderen Endbereichs des Sitzmöbels angeordnet ist, in eine Komfortstellung verlagerbar ist, in der sie eine vorzugsweise vom Sitzteil beabstandete Verlängerung des Sitzteiles bildet, wobei die Stützenverlängerung über Gelenkhebel mit den Gelenkketten der Unterschenkelstütze gekoppelt ist, in der Grundstellung in eine Position unterhalb des
Sitzteils und in der KomfortStellung in eine Position vor das dem Sitzteil abgewandte Ende der ausgeschwenkten Unterschenkelstütze verstellt ist.
Bei derartigen Sitzmöbeln wird es als Nachteil angesehen, dass die Stützenverlängerung nicht die gleiche Breite hat, was bezüglich der Nutzbarkeit und bezüglich des optischen Eindruckes des Sitzmöbels bei ausgeschwenkten Teilen unzureichend ist. Zudem ist nachteilig, dass bei den bekannten Konstruktionen ein Abstandspalt zwischen der Unterschenkelstütze und der Stützenverlängerung verbleibt, wenn diese Teile ausgeschwenkt sind.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein Sitzmöbel gattungsgemäßer Art zu schaffen, bei welchem die Stützenverlängerung die gleiche Breite wie die Unterschenkelstütze hat und bei dem eine Spaltbildung zwischen Unterschenkelstütze und Stützenverlängerung unterbunden ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass die Stützenverlängerung über ein Scharniergelenk mit dem Ende der Unterschenkelstütze verbunden ist, welches dem
Sitzteil abgewandt ist, und dass die Stützenverlängerung über Gelenkhebel mit den Gelenkketten und der Unterschenkelstütze gekoppelt ist.
Dadurch, dass die Stützenverlängerung mit der Unterschenkelstütze über ein Scharniergelenk verbunden ist, ist es möglich, diese Teile unmittelbar aneinander anschließend anzuordnen. Zudem ermöglicht die Anordnung in dieser Weise auch eine beliebig breite Ausbildung der Stützenverlängerung, solange nur sichergestellt ist, dass diese noch zwischen die Seitenwangen des Sitzmöbels passt.
Bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass die Stützenverlängerung ebenso wie die Unterschenkelstütze eine Breite aufweist, die gering kleiner ist als der Abstand der Seitenwangen des Korpus des Sitzmöbels voneinander.
Eine besonders bevorzugte Weiterbildung wird darin gesehen, dass die Unterschenkelstütze an jeweils einem ersten Endhebel der Gelenkketten, insbesondere der Scherengelenkketten, in einem dem Sitzteil benachbarten Bereich angelenkt ist, die jeweils zweiten Endhebel der
Gelenkketten, insbesondere Scherengelenkketten, an jeweils einem ersten Drehhebel angelenkt sind, dessen Drehgelenk über einen Gelenkstab an dem mittleren Bereich der Unterschenkelstütze angelenkt ist und an dessen freiem Ende das Drehgelenk eines zweiten Drehhebels angelenkt ist, dessen eines Ende an dem vorderen Bereich der Unterschenkelstütze und dessen anderes Ende über einen weiteren Gelenkhebel an dem Endbereich der Stützenverlängerung angelenkt ist, der dem Scharniergelenk abgewandt ist.
Um eine sichere Positionierung in der Endlage zu erreichen, ist vorgesehen, dass am vorderen Bereich des zweiten Drehhebels ein Anschlag ausgebildet ist, an dem der weitere Gelenkhebel in der Komfortstellung anliegt.
Um die Betätigung manuell zu ermöglichen, kann vorgesehen sein, dass die Gelenkketten, insbesondere Scherengelenkketten, manuell über eine Zugschlaufe oder einen Zugstab in die Komfortstellung verstellbar sind.
Um eine zwangsweise Verstellung allein durch die Gewichtsauflastung der Benutzerperson zu erreichen, indem diese das Sitzteil durch entsprechende Gewichtsbelastung nach hinten oder nach vorn schiebt, ist vorgesehen, dass die Gelenkketten, insbesondere die Scherengelenkketten, sitzseitig mit einem ersten Hebel, insbesondere Scherenhebel, an einem sitzseitigen Beschlagteil angelenkt sind und mit einem zweiten Hebel, insbesondere Scherenhebel, an einem korpusseitigen Beschlagteil angelenkt sind, wobei das Sitzteil über Gelenkketten, die zwischen den sitzseitigen Beschlagteilen und den korpusseitigen Beschlagteilen insbesondere in Form von Lenkerhebeln angelenkt sind, aus einer nach vorn verlagerten Grundstellung in eine nach hinten verlagerte Komfortstellung verstellbar ist.
Bei allen Ausführungsformen ist es zudem möglich, auch die Rückenlehne gelenkig mit dem Sitzteil zu verbinden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im Folgenden näher beschrieben. Es zeigt:
Figur 1 die hier wesentlichen Teile eines Sitzmöbels in Seitenansicht, teilweise geschnitten;
Figur 2 einen wesentlichen Teil des Sitzmöbels gemäß
Figur 1 in Draufsicht gesehen;
Figur 3 das Sitzmöbel in der alternativen
Komfortposition analog Figur 1 gesehen.
Das Sitzmöbel besteht aus einem Korpus 1 mit Seitenwangen und gegebenenfalls Armlehnen, einem Sitzteil 2, einer Rückenlehne 3 sowie einer ausschwenkbaren
Unterschenkelstütze 4 und einer ebenfalls ausschwenkbaren Stützenverlängerung 5. Die Unterschenkelstütze 4 ist mittels Gelenkketten am Korpus 1 und am Sitzteil 2 angelenkt, wobei im Ausführungsbeispiel paarweise an den Seitenenden der Unterschenkelstütze 4 Scherengelenkketten angelenkt sind. Mittels dieser Gelenkketten 6 kann die Unterschenkelstütze aus der Grundstellung gemäß Figur 1, in der sie eine Frontblende des Sitzmöbels unterhalb des Sitzteiles 2 bildet, in eine Komfortstellung gemäß Figur 3 verlagerbar ist, in der sie eine vom Sitzteil 2 beziehungsweise von dessen Vorderkante beabstandete Verlängerung des Sitzteiles 2 bildet. Die Stützenverlängerung 5 ist über Gelenkhebel 7 mit den Gelenkketten 6 der Unterschenkelstütze 4 gekoppelt und in der Grundstellung in eine Position unterhalb des Sitzteiles 2 sowie in der KomfortStellung in eine Position vor das dem Sitzteil 2 abgewandte Ende der ausgeschwenkten Unterschenkelstütze 4 verstellbar.
Die Stützenverlängerung 5 ist über ein Scharniergelenk 8 mit dem Ende der Unterschenkelstütze 4 verbunden, welches dem Sitzteil 2 abgewandt ist. Zusätzlich ist die Stützenverlängerung 5 über Gelenkhebel 7 mit den Gelenkketten 6 und mit der Unterschenkelstütze 4 gekoppelt. Wie insbesondere aus Figur 2 ersichtlich, weist die Stützenverlängerung 5 eine gleiche Breite wie die Unterschenkelstütze 4 auf. Beide Teile sind etwas schmaler als dem Abstand zwischen den Seitenwangen des Korpus 1 des Sitzmöbels entspricht.
Die Unterschenkelstütze 4 ist an jeweils einem ersten Endhebel 9 der Gelenkketten 6, insbesondere Scherengelenkketten, in einem dem Sitzteil 2 benachbarten Bereich angelenkt. Die jeweils zweiten Endhebel 10 der Gelenkketten 6, insbesondere Scherengelenkketten, sind an jeweils einem ersten Drehhebel 11 angelenkt, dessen Drehgelenk 12 über einen Gelenkstab 13 am mittleren Bereich unterhalb der Unterschenkelstütze 4 an dieser angelenkt ist und an dessen freiem Ende das Drehgelenk 14 eines zweiten Drehhebels 15 angelenkt ist, dessen eines Ende an dem vorderen Bereich der Unterschenkelstütze 4 unterhalb dieser angelenkt ist und dessen anderes Ende über einen weiteren Gelenkhebel 16 an dem Endbereich der
Stützenverlängerung 5 unterhalb derselben angelenkt ist, welches dem Scharniergelenk 8 abgewandt ist.
Am vorderen Bereich des zweiten Drehhebels 15 ist ein Anschlag 17 ausgebildet, an dem der weitere Gelenkhebel 16 mit einem Zapfen oder dergleichen 18 in der Komfortstellung gemäß Figur 3 anliegt. Im Ausführungsbeispiel sind die Gelenkketten 6 sitzseitig mit einem ersten Hebel 19, insbesondere Scherenhebel, an einem sitzseitigen Beschlagteil 20 angelenkt und mit einem zweiten Hebel 21, insbesondere Scherenhebel, an einem korpusseitigen Beschlagteil 22 angelenkt, wobei das Sitzteil 2 mittels dieser Gelenkketten 23, die zwischen den sitzseitigen Beschlagteilen 20 und den korpusseitigen Beschlagteilen 22 in Form von Lenkerhebeln angelenkt sind, aus einer nach vorn verlagerten Grundstellung gemäß Figur 1 in eine nach hinten verlagerte KomfortStellung gemäß Figur 3 verstellbar ist. Auf Grund dieser Verstellbewegung des Sitzteiles 2 erfolgt die zwangsläufige Einschwenkung oder Ausschwenkung der Unterschenkelstütze 4 und der Stützenverlängerung 5.
Auf Grund der konstruktiven Gestaltung ist eine Spaltbildung zwischen der Unterschenkelstütze 4 und der
Stützenverlängerung 5 ausgeschlossen. Des Weiteren ist es ermöglicht, die beiden Teile gleich breit auszubilden, so dass eine breite komfortable Stütze gebildet ist und auch eine ästhetische Anordnung erreicht ist, wobei insbesondere die Stützenverlängerung 5 in der Grundstellung gemäß Figur 1 unterhalb der Beschlagteile angeordnet ist und nicht zwischen den Beschlagteilen, wie dies im Stand der Technik üblich ist.
Insgesamt wird eine sehr funktionelle und kostengünstig zu realisierende Konstruktion zur Verfügung gestellt.
Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel.
Alle neuen, in der Beschreibung und/oder Zeichnung offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.
Claims (6)
1. Sitzmöbel mit einem Korpus (1), einem Sitzteil (2), einer Rückenlehne (3), einer ausschwenkbaren Unterschenkelstütze (4) sowie einer ausschwenkbaren Stützenverlängerung (5), wobei die Unterschenkelstütze (4) mittels am Korpus (1) und/oder am Sitzteil (2) angelenkter Gelenkketten (6) , insbesondere paarweise nahe der Seitenenden der Unterschenkelstütze (4) angelenkter Scherengelenkketten, aus einer Grundstellung, in der sie eine Frontblende bildet, die unterhalb des vorderen Endbereichs des Sitzmöbels angeordnet ist, in eine Komfortstellung verlagerbar ist, in der sie eine vorzugsweise vom Sitzteil (2) beabstandete Verlängerung des Sitzteiles (2) bildet, wobei die Stützenverlängerung (5) über Gelenkhebel (7) mit den Gelenkketten (S) der Unterschenkelstütze (4) gekoppelt ist, in der Grundstellung in eine Position unterhalb des Sitzteils (2) und in der Komfortstellung in eine Position vor das dem Sitzteil (2) abgewandte Ende der ausgeschwenkten Unterschenkelstütze (4) verstellt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützenverlängerung (5) über ein Scharniergelenk (8) mit dem Ende der Unterschenkelstütze (4) verbunden ist, welches dem Sitzteil (2) abgewandt ist, und dass die Stützenverlängerung (5) über Gelenkhebel (7) mit den Gelenkketten (6) und der Unterschenkelstütze (4) gekoppelt ist.
2. Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützenverlängerung (5) ebenso wie die Unterschenkelstütze (4) eine Breite aufweist, die gering kleiner ist als der Abstand der Seitenwangen des Korpus (1) des Sitzmöbels voneinander.
3. Sitzmöbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterschenkelstütze (4) an jeweils einem ersten Endhebel (9) der Gelenkketten (6), insbesondere der Scherengelenkketten, in einem dem Sitzteil (2) benachbarten Bereich angelenkt ist, die jeweils zweiten Endhebel (10) der Gelenkketten (6), insbesondere Scherengelenkketten, an jeweils einem ersten Drehhebel (11) angelenkt sind, dessen Drehgelenk (12) über einen Gelenkstab (13) an dem mittleren Bereich der Unterschenkelstütze (4) angelenkt ist und an dessen freiem Ende das Drehgelenk (14) eines zweiten Drehhebels (15) angelenkt ist, dessen eines Ende an dem vorderen Bereich der Unterschenkelstütze (4) und dessen anderes Ende über einen weiteren Gelenkhebel (16) an dem Endbereich der Stützenverlängerung (5) angelenkt ist, der dem Scharniergelenk (8) abgewandt ist.
4. Sitzmöbel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass am vorderen Bereich des zweiten Drehhebels (15) ein Anschlag (17) ausgebildet ist, an dem der weitere Gelenkhebel (16) in der Komfortstellving anliegt.
5. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkketten (6), insbesondere Scherengelenkketten, manuell über eine Zugschlaufe oder einen Zugstab in die Komfortsteilving verstellbar sind.
6. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkketten (6), insbesondere die Scherengelenkketten, sitzseitig mit einem ersten Hebel (19), insbesondere Scherenhebel, an einem sitzseitigen Beschlagteil (20) angelenkt sind und mit einem zweiten Hebel (21), insbesondere Scherenhebel, an einem korpusseitigen Beschlagteil (22) angelenkt sind, wobei das Sitzteil (2) über Gelenkketten (23), die zwischen den sitzseitigen Beschlagteilen (20) und den korpusseitigen Beschlagteilen (22) insbesondere in Form von Lenkerhebeln angelenkt sind, aus einer nach vorn verlagerten Grundstellung in eine nach hinten verlagerte Komfortstellung verstellbar ist.
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