CH100108A - Maschine zur Anfertigung gemusterter Kunststeinfliesen. - Google Patents
Maschine zur Anfertigung gemusterter Kunststeinfliesen.Info
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Description
Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr.65683. lilaschine zur Anfertigung gemusterter Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zur Anfertigung gemusterter Kunststeinfliesen mit einer als Träger von Formen ausgebildeten, schrittweise geschalte- ien Drehscheibe, über der für jede Farbe einte Farbabgabevorrichtung vorgesehen ist, wel che Vorrichtungen voneinander örtlich ge trennt sind und von denen jede ein Rüttelsieb und unter demselben eine am Boden eines Füllrahmens angeordnete Schablone besitzt, wobei der Füllrahmen mit der Schablone ver schoben unrd umgekippt werden kann.
Das Kennzelclhen der Erfindung liegt hier darin, dass in jeder Farbabgabevorrichtung das Rüt telsieb und der Füllrahmen mit Schablone mittelst eines flüssigen Druckmittels betätig- lbcar sind.
E ine beispielsweise Ausführungsform dieser Maschine ist in der beiliegenden Zeirhnung dargestellt.
Fig. 1 ist eine schematische Draufsicht der Gesamtheit derselben; Fig. 2 ist eine schaubildliche Darstellung einer lKippvorrichtung für den Füllrahmen mit Schablone der Farbabgabevorrichtungen; Fig. 3 zeigt den Füllrahmen mit Scha blone im Augenblick des Kippens; Fig. 4 und 5 zeigen in senkrechtem Längs schnitt die Konstruktion von Gleitbahnen für den Füllrahmen mit Schablone; Fig. 6 zeigt das Rüttelsieb der Farb- abgabevorrichtungen in schaubildlicher Dar stellung; Fig. 7 zeigt dessen Betätigungsvorrich tung; Fig. 8 ist eine schaubildliche Darstellung eines Rohrleitungsnetzes für das Druckmittel.
Wie beim Hauptpatent besitzt hier die Maschine für jede Farbe eine Farbabgabe- vorrichtung, welche Vorrichtungen voneinan der örtlich getrennt sind. Jede dieser Farb- abgabevorriühtungen besitzt ein Rüttelsieb und unter demselben eine am Boden eines Füllrahmens angeordnete Schablone.
Die Be tätigung des Rüttelsiebes erfolgt mittelst einer hydraulischen Klopfvorrichtung mit Zylinder 2, der einen Klopfkolben 5 enthält (Fig. 6 und 7) und in welchen Druckflüssig keit durch einen Stutzen 1 hineingelangt, um gleichzeitig einerseits unmittelbar auf die ringförmige Hinterfläche 7' und anderseits mittelst des Kanals 4 auf die volle vordere Stirnfläche 3 des Kolbens einzuwirken.
Da die ringförmige Hinterfläche 7' kleiner ist als die vordere Stirnfläche 3 des Kolbens, so ergibt sich, dass der Kolben 5 sieh in Riclh- tung des Pfeils (Fig. 6) verschiebt, bis die am Umfang des Kolbens befindliche Offnung des Kanals 4 auf die in der Zeichnung rechte Seite des Ringsteges 9 gelangt und hierdurch mit dem Auslasskanal 6 in Verbindung tritt. Infolge seines Beharrungsvermögens führt aber der Kolben 5 die Öffnung des Kanals 4 etwas über den Ringsteg 9 heraus.
Es kommt dann der Zylinderraum auf der vordern Stirn seite des Kolbens durch den Banal 4 mit dem Auslasskanal 6 in Verbindung, so dass das Druckmittel von der Kolbenfläche 3 abfliesst und die auf der Ringfläche 7' wirkende Flüs sigkeit das Übergewicht erhält, um den Kol ben entgegen der Pfeilrichtung zurückzutrei ben. Der Kolben 5 wird hierdurch zurück geschoben, bis die Öffnung des Kanals 4 des Kolbens auf die andere Seite des Ringsteges 9 zurückgelangt ist, um dem Druckmittel von neuem zu gestatten, auf die Kolbenfläche 3 zur Wirkung zu kommen.
In diesem Augen blick nimmt der Kolben 5 seinen Weg in Richtung des Pfeils von neuem auf und so fort, so dass der Kolben eine hin- und her gehende Bewegung ausführt, vermöge deren dem beweglichen Sieb 7 rasche Rüttelstösse erteilt werden, welche die Farbmasse in den unter dem Sieb angeordneten Füllrahmen 27 mit Schablone einfallen lassen.
Es ist hierbei zu bemerken, dass der Kol ben 5 niemals bei Ausübung der Stösse gegen das Sieb zur Anlage kommt, dass vielmehr die Rüttelstösse nur .durch die innere Verschie bung des Kolbens in seinem Zylinder hervor gerufen werden. Die hierdurch hervorge rufenen Relativbewegungen des Zylinders 2 und des mit ihm verbundenen Siebes 7 stellen also eine Reaktionsbewegung dar, die dem Rückstoss eines Geschützes beim Abfeuern des Geschosses vergleichbar ist. Wenn also der Kolben 5 in Richtung des Pfeils in Fig. 6 verschoben wird, führt der Zylinder 2 eine Rückstossbewegung in entgegengesetzter Rich tung aus.
Um die Rüttelbewegrungen des Siebes richtig vor sich gehen zu lassen, trägt dieses gemäss Fig. 6 auf der dem Kolben 5 entgegen gesetzten Seite zwei Führungsbolzen 12, 13, die sich in zwei Schraubenfedern 10, 11 ver schieben können, welche sich einerseits gegen das Sieb 7 und anderseits gegen zwei Bügel 8, 9 stützen. Der Beschickungskasten 14 ist unten durch zwei Böden 15, 16 abgeschlossen, die mit Schlitzen 26 versehen sind. Der un tere Boden 15 ist fest und ruht auf zwei Winkelleisten 18, während der obere Boden 16 als Schieber ausgebildet ist und sich in einem Schlitz 19 einer Seite des Kastens 14 verschieben kann. Der Schieber 16 trägt die Bügel 8, 9, die ihrerseits vermittelst der Bol zen 24, 25, auf denen die Federn 20, 21 sit zen, in am Kasten 14 befestigten Bügeln 22. 23 geführt werden.
Vermöge dieser Einrich tung nimmt der Schieber 16 an den Bewe gungen des Siebes 7 teil. In der Ruhe liegen die Schlitze der beiden Böden 15, 16 gegen einander versetzt. Sobald sich der Schieber boden 16 bewegt, fällt die in seinen Schlitzen 26 befindliche Farbmasse durch die Schlitze des festen Bodens 15 herab auf das Sieb 7. Beim Ruckgang des Schieberbodens 16 nimmt derselbe in seinen Schlitzen 26 eine neue Farbmenge auf. Die Raschheit der Auf einanderfolge der Hin- und Herbewegungen des Schieberbodens 16 bedingt das Mass der dem Sieb 7 in der Zeiteinleit zugefiührten Farbmenge.
In jeder Farbabgabevorrichtung ist unter dem Sieb 7 der Ftüllrahmen 27 mit Schablone angeordnet, der sich unter der Wirkung eines Druckmittels verschieben kann. Der Pill- rahmen ist cliircli einen Steg in zwei R,-,iilme unterteilt und durch seine Schablone am Bo den, die hier nicht dargestellt ist, fällt die Farbrnasse nach einem durch die Schablone bestimmten Musler zur Musterung der @unst:- steinfliese durch.
Der Schablonenrahmen 27 trügt seitlieli einander gegenüberstehende Drehzapfen, die in senkrechten Langlöchern (Fig. 4 und 5) der Köpfe 44, 45 der Schenkel eines Bügels 33 gelagert sind, der durch die Kolbenstange 31 mit dem Differentialkolben 32 verbundern ist. An die Drehzapfen des Rahmens 27 schliessen sich nach aussen Gleitstücke 37 und 87' (Fig. 2 und 3) an, welche in zwei Gleit bahnen 29 und 30 verschiebbar sind. Der Bügel 33 trägt an seinen Schenkeln ebenfalls Gleitstücke 34 (eines derselben ist in der Zeichnung nicht dargestellt), die ebenfalls in den Gleitbahnen 29 und 30 laufen.
Wenn der Schablonenralhmen unter dem Stoss des Bügels 33 in die Stellung gemäss Fig. 5 gelangt, sinken die Gleitstücke 37 und 37' in Ausschnitte 42 und 43 der Gleitbahnen 29 und 30 herab, in deren Unterteil Finger stücke 46 und 47 von Rebeln 48 und 49 hin einragen, womit sich der Schalblonenrahmen 27 auf die Kunststeinform legt, währenddem die Gleitstücke 34 und 35 den Bügel 33 in wagrechter Stellung führen. In dieser Stel lung der Teile entleert das Rüttelsieb 7 eine bestimmte Farbmenge in den Schablonen rahmen, aus dem sie durch die Boden schablone in die betreffenden Abschnitte des Musters der Form gelangt.
Sobald die vor ausbestimmte Farbmenge durch die Scha blone in die Form gelangt ist, muss der Scha- blonenrahmnen gekippt werden, um den nicht in die Form gelangten Farbüberschuss auszu leeren. Zu diesem Zwecke werden zunächst die Gleitstücke 37, 37' des Schablonennahmens aus den Ausschnitten 42, 43 mittelst der Fin gerstücke 46 und 47 der Hebel 48 und 49 unter dem Antrieb der auf der Welle 53 be festigten, auf die Hebelrollen 54, 55 wirken den Nocken 50, 51 herausgehoben.
Dann wird der Schablonenrahmen unter dem fort dauernden Antrieb des Kolbens 32 weiter vorwärtsgeschoben, bis die Gleitstücke 37, 37' am Hubende in an die Gleitbahnen 29, 30 sieh anschliessende Schlitze von Drehstücken 38 übertreten, in denen sie Platz finden, worauf die Kippbewegung des Schablonen rahmens durch Drehen der Drehstücke 38. mittelst eines am Drehstück der Gleitbahn 29 sitzenden Zahnrades 39 und einer von demn hydraulisch bewegten Kolben 41 angetrie benen Zahnstange 40 erfolgt (Fig. 2).
Um das Drehstück 38 am Ende der Gleit bahn 30 in seiner Aufnahmestellung zu sichern, d. h. so, dass sein Schlitz in Längs flucht der Gleitbahn 30 liegt, ist an derselben ein Riegel 56 vorgesehen, der unter der Wir kung einer Feder 57 steht und in der Ruhe stellung in eine kleine hohlkegelige Rast im untern Teil des betreffenden Drehstückes ein greift, während bei der Kippbewegung durch die kegelige Gestaltung der Rast der Riegel leicht zurückgedrückt wird, wenn das Dreh stück sich drehen soll.
Gemäss Fig. 1 sind die Farbabgabevor- richtungen zu dreien an der Zahl vorgesehen. Dementsprechend besitzt die Maschine drei Rüttelsiebantriebszylinder 2, 2', 2", drei Scha blonenrahmen-Vorschubkolben 32, 32', 32" und drei Schablonenrahmen-Kippkolben 41, 41'. 41", wie dies imn Schema der Fig. 8 an gedeutet ist. Die Kunststeinformen 1, die auf einer ihnen als Trägerdienenden, mittelst des Zahnsektors 2 schrittweise geschalteten Dreh scheibe angeordnet sind, gelangen nacheinan der unter die Färbabgabevorrichtungen. Hier erhalten sie schablonengemäss die muster mässige Einfärbung.
Zur Verteilung des Druckmittels dient das in Fig. 8 angedeutete Rohrleitungsnetz. Ein Sammler 107 steht mit einem Verteiler 1.08 in Verbindung, der die zii den Kolben 32, 32', 32" gehörigen Zylinder speist. Ein ,Sammler 17.0 steht mit einem Verteiler 109 in Verbindung, der die zu den Kolben 41, 41.-', 41" gehörigen Zylinder speist. Ein drit ter Verteiler, 115, dient zur Speisung der Zy linder 2, 2', 2". Die beiden zuerst genannten Zylindergruppen stehen ferner mit einer ge meinsamen Rohrleitung 111 in Verbindung die mit den beiden Sammlern 107 und 110 verbunden ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Maschine zur Anfertigung gemusterter Kunststeinfliesen, mit einer als Träger von Formen ausgebildeten, schrittweise geschalte ten Drehscheibe, über,der für jede Farbe eine Farbabgabevorrichtung vorgesehen ist, wel che Vorrichtungen voneinander örtlich ge trennt sind, und von denen jede ein Rüttelsieb und unter demselben eine am Boden eines Füllrahmens angeordnete Schablone besitzt, wobei der Füllrahmen mit Schablone ver schoben und umgekippt werden kann, da durch gekennzeichnet, dass in jeder Farb- abgabevorrichtung das Rüttelsieb und der Füllrahmen mit Schablone mittelst eines flüs sigen Druckmittels betätigbar sind. UNTERANSPRUCHE 1.Maschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Farbabgabe- vorrichtung das Rüttelsieb durch unter der Einwirkung eines flüssigen Druck mittels erfolgende gegenseitige Verschie bung von Kolben und Zylinder, welch letzterer mit dem Sieb verbunden ist, be wegbar ist. 2. Maschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Farbabgabe- vorrichtung die Verschiebung des Füll- rahmens mit Schablone unter dem Antrieb eines von dem Druckmittel bewegten Kol bens erfolgt, dessen Stange einen geführ ten Bügel trägt, in dessen Schenkeln der Füllrahmen mit Schablone auf Drehzap fen kippbar gelagert ist. 3.Maschine nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Verschiebungshube der Füll rahmen mit Schablone auf die Form her absenkbar, dann mittelst eines Hebel gestänges davon abhebbar und am Ende des Verschiebungahiibes in Drehstücke zum Kippen überführbar ist. 4. Maschine nach Patentanspruch und Un teransprüchen 2 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Drehstücke zum Kippen des Füllrahmens mit Schablone durch die Wirkung eines durch Druckmittel beweg baren Kolbens gedreht werden können.
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