CH100172A - Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd.

Info

Publication number
CH100172A
CH100172A CH100172DA CH100172A CH 100172 A CH100172 A CH 100172A CH 100172D A CH100172D A CH 100172DA CH 100172 A CH100172 A CH 100172A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
hydrogen peroxide
acid
production
sulfuric acid
concentrated
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Deutsche Gold-Silber- Roessler
Original Assignee
Degussa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa filed Critical Degussa
Publication of CH100172A publication Critical patent/CH100172A/de

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06QDECORATING TEXTILES
    • D06Q1/00Decorating textiles
    • D06Q1/02Producing patterns by locally destroying or modifying the fibres of a web by chemical actions, e.g. making translucent
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/03Preparation from inorganic peroxy compounds, e.g. from peroxysulfates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Wasserstoffsuperoxyd.       Bei der bekannten Herstellung von     Was-          scrstoffsupe.roxyd    durch Umsetzen von Su  peroxyden der Leichtmetalle, insbesondere  an     Ba.riumsuperoxyden    und     Natriumsuper-          ox@-derr    mit     Mineralsäuren,        vorzugsweise     Schwefelsäure, gelang es nicht, direkt zu kon  zentrierteren Lösungen von 'Wasserstoffsu  peroxyd zu gelangen, da. entweder, wie z. B.

    bei     Bariumsuperoxyd,    die Umsetzung mit       l:orizf,ritrierterer    Schwefelsäure     Sch.wierigkei-          ten    bot oder weil die Masse der sich     aussehei-          denden    Salze, z.

   B. von Glaubersalz, bei der       1Tmsetzung    von     Natriumsuperoxyd    mit       Sehwefelsäure    das erforderliche mechanische  Durchrühren bei starker Konzentration     er-          @.ch.werte    oder ganz unmöglich machte.     Mari          ,elangte    so in einer Operation nur zu einem       etwa    10     %igen    Wasserstoffsuperoxyd.

   Um       handelsübliche    20 bis 30     %ige    Ware     herzu-          sIellen,    war man daher gezwungen, entweder       durch    stufenweises     Eintragen    von     Superoxyd     in     Säure    und     Abnutschen    der erhaltenen Nie  derschläge in mehreren Operationen zu arbei  ten oder das in einer Operation erhaltene ver  dünnte     Wa-3serstoffsuperoxyd    durch Destil  lation zu konzentrieren.

      Beider an sich bekannten Umsetzung von       l'erboraten    mit     Mineralsäure    zwar zu erwar  ten, dass bei Verwendung von konzentrier  teren Säuren die .gleichen     Übelstände    in Er  scheinung treten würden,     währehd    weiterhin  zu befürchten war, dass bei dem     LTmsetzungs-          prozess    sich erhebliche Mengen von     leichtlös-          lcher    Überborsäure bilden würden, welche  in Lösung bleiben     und    somit verloren gehen  würden.  



  Es wurde nun die überraschende Beobach  tung gemacht,     dass    es     unerwarteterweise    ge  lingt,     Natriumperborat    mit konzentrierter       Mineralsäure,    z.. B. konzentrierter Schwefel  säure in     eileer    Operation glatt und mit sehr  hoher Ausbeute zu mindestens zehnprozen  tigem Wasserstoffsuperoxyd umzusetzen.

   Die  für die Durchführung der     Reaktion        unerläss-          liche    mechanische Bearbeitung der Masse  bietet hierbei, trotz der Ausscheidung grosser  Mengen von Glaubersalz und Borsäure, keine  Schwierigkeiten.     Anscheinend    hat die Bor  säure die     Eigenschaft,        die    Reibung unter den       Glaubersalzkristallen    zu vermeiden und so  eine leichtere     Durcharbeitung    der Masse zu       bewirken.    Die Ausbeute an Wasserstoffsu-      Peroxyd ist nahe der theoretischen.

   Es finden  mithin trotz Anwendung von konzentrier  terer Schwefelsäure störende     Zersetzunben     und Nebenreaktionen nicht statt. Es zeigte  sich ferner, dass von der angewandten Menge  Borsäure nur etwa 10 bis 15 % in Lösung  gehen.  



       Diese    nicht vorauszusehende Tatsache     ist     aber für die Wirtschaftlichkeit des Verfah  rens von ausschlaggebender Bedeutung, da  die     ausgeschiedene    Borsäure wieder glatt zu       Borat    verarbeitet     werden    kann, welches dann  seinerseits wieder in     Perborat        über(Yefülirt     und zur Herstellung neuer Mengen von Was  serstoffsuperoxyd nutzbar gemacht werden  kann. Da die Reaktion auf ein Molekül.

   Was  serstoffsuperoxyd nur halb so viel Säure ver  braucht wie     Barium-Superoxyd,    und da bei  der     Unisetzung    nur geringere Wärmemengen  frei werden, so bietet auch in dieser Bezie  hung die direkte Herstellung von konzentrier  tem     Wasserstof        fsuperoxy    d aus-     Perbarat        tecll-          nische    und wirtschaftliche Vorteile. Die er  haltenen Lösungen lassen sich ohne weiteres  für alle gewerblichen Zwecke verwenden.  



  Zur     Durchführung    des Verfahrens ver  fährt man gemäss vorliegender     Erfindung    in  der Weise,     d.ass    man die Menge des     Perborates          und    die Stärke der     anzuwendenden    Mineral  säure, z. B. Schwefelsäure, so     bemisst,    Lia un  mittelbar eine     mindestens    10     %ige        Wasser-          stoffsuperoxy        dilösung    entstehen kann.  



       Beispielsweisse    verfährt man derart., dass  man in     230        k.-    Schwefelsäure mit 380 g       I1"80,    im Liter     20(1        1b        Nat;riumperborat     unter     Umrühren    einträgt. Die Menge der       Schwefelsäure    ist so bemessen, dass sich am  Ende eine     schwach    saure Reaktion einstellt.

    Nach erfolgter     Umsetzung    und     Abkühlung     wird das     Wasserstoffsuperoxyd    durch     Ab-          nutschen    von den ausgeschiedenen Salzen ge  trennt und ausgewaschen; man erhält ein       )Va,sserstoffsuperoxyd    von etwa     23,5    %. Die  v     erdünnteren    Waschwasser werden zu einem  neuen Ansatz verwendet.    An Stelle von     Schwefelsäure    kann man       li    andere Säuren, z. B. Salzsäure oder  <B>i</B>     -iue       Phosphorsäure, in     ent=sprechender    Konzentra  tion verwenden.  



  Man kann,     wie    gefunden wurde, auch der  art verfahren,     da.ss    man die konzentrierte  Säure auf eine Suspension von     Natriumper-          borat    in Wasser einwirken     lä_sst,    wobei teer  unerwartete Erfolg erzielt wird, dass keiner  lei Zersetzung der alkalischen     Wasserstoff-          superoxydIösungen    eintritt.     Die    Ausbeute ist  hierbei die gleiche, wie bei     tler    vorstellend       beschriebenen    Arbeitsweise.  



  Man verfährt zum Beispiel wie folgt:  1.1.0 kg     Natriumperborat    werden in     130     Liter Wasser suspendiert. Unter Umrühren       der    wässerigen Lösung trägt man 73 kg  Schwefelsäure, welche<B>1162</B> g     H.SO,    im Li  ter enthält, allmählich ein. Wenn nach Ein  tragen eines Teils der Schwefelsäure die Sus  pension dünnflüssiger geworden ist, werden  weitere     -10    kg N     atriumperborat    zugegeben  und dann der Rest der Schwefelsäure zuflie  ssen gelassen.

   Nach     erfolgter    Umsetzung und       Abkühlung    wird das     Wasserstoffsuperoxt-d     durch     1ibnutsclien    von den ausgeschiedenen  Salzen getrennt.     Gegebenenfalls    kann man  auch     gegen    Schluss des Prozesses die Lösung  schwach     ansäuern,    um sie dann in der vor  stehend     beschriebenen    Weise weiter zu ver  arbeiten.  



  Das     Verfahren        bietet.        den    Vorteil,     d:iss    das       unerwünschte        Arbeiten    mit starker, die     Cle-          fässe        leicht        angreifender        Mittre    vermieden  wird, welcher     Vorteil    besonders dann in     Er-          seheinung    tritt, wenn     nian        z"#eclzs    direkter       Clewiiinullg    von     st:

  irlie@reii        Wasserstoffsuper-          oxydlösllllben    mit     konzentrierten    Sauren ar  beitet. Ein     weii.crf#r        Vorzug    des Verfahrens       liegt:        darin.    dass, wie:     --efunden    wurde,     li#einer-          l.ei        Zersetzung    der     ail@ <  < lis.clien        Wasserstoff-          superoxydlösungen    eintritt.  



  Von den     bekannten    Verfahren der     Was-          serstoffsuperoxy        dgewinnung    durch Zerset  zung     tler        Persulfate    mit     sta.rkerSchwefelsä.ure          unterscheidet    sich     das    vorliegende Verfahren  grundsätzlich dadurch, dass nach ersteren       MVasserstoffsuperoxyd    nicht sofort entsteht,       r,ondern        eist    durch Destillation in Freiheit  besetzt werden muss,

   während nach dem vor-      liegenden Verfahren sofort ohne     Erwärmung          lind    ohne Destillation eine Wasserstoffsuper  oxydlösung vom     gewünschten    Sättigungsgrad  erhalten wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Wasser stoffsuperoxyd durch Umsetzen von Alkali perboraten mit Mineralsäure, dadurch ge kennzeichnet, dass man .die Menge des Per l;orates und die Stärke der anzuwendenden Säure so bemisst, dass unmittelbar eine min- destens 10 /aige Wasserstoffsuperoxydlösung entstehen kann. - UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in eine Aufschwem- mung von Alkalip.erborat in Wasser konzen trierte Schwefelsäure einfliessen lässt.
CH100172D 1922-01-24 1922-01-24 Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd. CH100172A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH100172T 1922-01-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH100172A true CH100172A (de) 1923-07-16

Family

ID=4358447

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH100172D CH100172A (de) 1922-01-24 1922-01-24 Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH100172A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN117142434A (zh) * 2022-05-23 2023-12-01 中国科学院大连化学物理研究所 一种基于钡循环的过氧化氢制备方法

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN117142434A (zh) * 2022-05-23 2023-12-01 中国科学院大连化学物理研究所 一种基于钡循环的过氧化氢制备方法

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE976951C (de) Verfahren zur Herstellung von Phenolen durch unvollständige Oxydation von Benzolderivaten
CH100172A (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd.
EP0179223B1 (de) Verfahren zur Herstellung stabilisierter substituierter Diperoxybernsteinsäuren
DE355866C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd
EP0120182B1 (de) Verfahren zur Gewinnung von D,L-Homocystin
EP0050290A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalisalzen der Imidodisulfonsäure
DE398309C (de) Verfahren zur Herstellung von Anthranol
DE1276635B (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumsorbat
DE1146870B (de) Verfahren zur Herstellung von Propensulton
AT209864B (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliummonopersulfat (KHSO5)
AT206863B (de) Verfahren zur Herstellung von kristallinem Natriumperborat-Trihydrat
EP0531863B1 (de) Verfahren zur Isolierung von 2-Naphthylamin-1,5-disulfonsäure
DE533040C (de) Verfahren zur Herstellung eines explosiven Oxydationsproduktes aus Hexamethylentetramin
DE377411C (de) Verfahren zur Herstellung von Monochloressigsaeure aus Trichloraethylen
DE672852C (de) Verfahren zur Herstellung von Zinkhyposulfit
DE749468C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Aminobenzothiazol
DE744688C (de) Herstellung von Dinatriumarsenat
DE710170C (de) Verfahren zur Herstellung von Ameisensaeure
AT87694B (de) Verfahren zur Darstellung von Äthylschwefelsäure.
DE737676C (de) Verfahren zur Herstellung fettsaurer Erdalkalisalze
CH443349A (de) Verfahren zur Herstellung von 2,3-Dicyan-1,4-dithia-anthrachinon
DE1078101B (de) Verfahren zur Herstellung eines kristallinen Natriumperborat-Trihydrats
DE1467331A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Zirkonverbindungen
CH264509A (de) Verfahren zur Herstellung eines acylierten p-Amino-benzolsulfonamids.
DE1020024B (de) Verfahren zur Herstellung von Tetra-N-chlorglyoxaldiurein