CH100176A - Verfahren zur Herstellung von Kalziumchlorid. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kalziumchlorid.

Info

Publication number
CH100176A
CH100176A CH100176DA CH100176A CH 100176 A CH100176 A CH 100176A CH 100176D A CH100176D A CH 100176DA CH 100176 A CH100176 A CH 100176A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
chlorine
production
calcium carbonate
chlorine gas
calcium chloride
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Goldschmidt Prof Dr Vic Moritz
Original Assignee
Victor Moritz Goldschmidt Prof
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Victor Moritz Goldschmidt Prof filed Critical Victor Moritz Goldschmidt Prof
Publication of CH100176A publication Critical patent/CH100176A/de

Links

Landscapes

  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Nalziamehlorid.       Wasserfreies     Calcium-chlorid,    welches man  zum Beispiel zur Herstellung von     Caleium-          inefall    oder dessen Legierungen benötigt, wird  gewöhnlich aus     Caleiumehloridhydrat    durch       .ii,rhii-zen    hergestellt. Wegen des hierzu nöti  gen grossen Brennmaterialverbrauches ist  aber diese Herstellung des wasserfreien     Cal-          eiumehlorids    verhältnismässig teuer.  



       Geuenstand    vorliegender Erfindung ist  n  ein Verfahren, welches mit einfachen Mitteln       und    geringen Kosten ermöglicht, wasserfreies  oder wasserarmes     Caleiumchlori,d    aus Kalk  stein oder einem andern     caleiumkarbonathal-          tigen    Material herzustellen. Es ist schon  früher versucht worden,     Caleiumka.rbonat    als  Ausgangsmaterial zur Herstellung von     Cal-          eiumehlorid    zu benutzen, indem Chlorgas auf  eine     ealeiumkarbonathaltige    Schmelzmasse       zür    Einwirkung gebracht worden ist.

   Das  neue Verfahren beruht nun darauf,     dass    man       auf        Caleiumkarbonat    Chlor enthaltende Gase  einwirken     lässt,    und zwar bereits bei Tem  peraturen, bei welchen das     Caleiumkarbonat     noch nicht geschmolzen ist, z. B. bei Tem  peraturen, die zwischen 400'<B>C</B> und<B>622'</B>     C       liegen. Die Reaktion verläuft     naeb.    folgender  Gleichung:  2     Caco#,   <B>+</B>     2C1,   <B>= 9</B>     Cacl,   <B>+</B> 2<B>CO, +</B> 02.

    Die Reaktion findet bereits bei Tempera  turen statt, welche bedeutend unter der     Dis-          soaiationstemperatur    des     Caleiumkarbonates     bei Atmosphärendruck liegen, und zwar geht  sie schon bei Temperaturen von<B>"</B> etwa 400'     C     vor sich und ist bei<B>500</B> bis<B>600' C</B> bereits  sehr lebhaft. Die Umbildung des Karbonates  in     Clilorid    findet statt, ohne     dass    man ein     Re-          duktionsmittel    zum Binden des frei     gewor-          .denen    Sauerstoffes anzuwenden braucht. Es  ist hierdurch möglich, z.

   B. aus natürlichem  Kalkstein oder Marmor,     weIchen        man    absolut  wasserfrei erhalten kann, direkt vollständig  wasserfreies     Chlorealeium    herzustellen.  



  Das Verfahren kann zweckmässig     uni-er          Benutzung,des        Gegenstromprinzipes        zur    Aus  führung gebracht werden. Während des     Ver-          laufes    der Reaktion kann die Temperatur in  verschiedener Weise, z. B. durch     Beheizung     von aussen, geregelt werden, -da die Reaktion  Wärmezufuhr erfordert. Durch Zugabe von  etwas     Caleiumoxyd,    z.

   B. von<B>10</B> bis<B>30</B>     '/o,         zu dem     Calciunikarbonat,    kann man in     vor-          teilliafter    Weise die     Aufrechterhaltunc        dei          c.     notwendigen Temperatur, welche     vorzugs.     weise -zwischen 400<B>' C</B> und<B>600 ' C</B> liegt, in       rD     dem Reaktionsraum erreichen, indem die       aktion    zwischen     Cal-eiumoxyd    und Chlor  -unter starker     Wärmeentwichlung    vorgeht.

    Dann kann die Temperatur durch     Reguli.i#,-          rung    der Chlorzufuhr reguliert werden. Der  Umstand,     dass    die Reaktion, wie oben     er-          #i,ähnt,    sehr vollständig verläuft, führt nicht  allein zur völligen     Ausnützung    des Chlor  gases, sondern auch zur Möglichkeit, die       Chlorierung    mittelst eines sehr dünnen, z. B.  stark, mit Luft verdünnten Chlorgases, aus  zuführen, z. B. mit Chlorgas aus     Schmelz-          elektrolyseapparaten.    Die Vollständigkeit der  Reaktion macht es sogar möglich, sie zum  Entfernen von kleinen Mengen Chlor aus  Abgasen zu benutzen.  



  Die technische Durchführung des Ver  fahrens kann auf verschiedene Weise     erfol-          z,eii;    sie kann von bekannten Apparaten und  Massregeln Gebrauch machen, welche für die  Durchführung von Reaktionen zwischen     Ga.-          sen        und    festen Stoffen im Grossbetriebe vor  geschlagen und angewendet worden sind. Man  <B>3</B>  kann sowohl feststehende, wie rotierende oder  mit Rührwerk ausgestattete Apparate be  nutzen.  



  Die     Chlorierung    wird am vorteilhaftesten  bei     Tem        eraturen    ausgeführt' bei denen ein       p   <B>2</B>  Schmelzen des     Ausgangsmaterials    oder der  Produkte nicht stattfindet, da. der Betrieb der  Apparatur am besten mit ganz     ungüschmol-          zener        Beseläckung    vor sieh geht. Die Tem  peratur sollte deshalb<B>622' C,</B> den Schmelz  punkt für die     Karbonat-Chloridmischung,          nieht    übersteigen.

   Werden höhere Tempera  turen angewendet, so wird die     Chlorierung     nicht so vollständig stattfinden, da     Karbonat-          teilchen    leicht von der Schmelzmasse einge  schlossen werden. Bei Temperaturen, welche  über<B>650' C</B> liegen, werden ausserdem die  Gleichgewichtsverhältnisse so viel ungünsti  ger,     dass    das Verfahren kaum eine indu  strielle Anwendung finden könnte.

      Je nach der Art der     Caleiumkarbonat-          materialien,    welche     ehloriert    werden sollen,  der Konstruktion -der benutzten Apparate  und den Arbeitsbedingungen, können die     Mit-          terialien    in Form von Pulver oder in mehr  grobkörnigem Zustand verwendet werden.

    Bei zweckmässiger Anpassung der zugeführ  ten     Men-e    Chlorgas zu der Menge der zu     er-          tD   <B>im</B>       hitzenden.        Beschiekung,    welche das Chlorgas  C     ZD          bezw.    die     gasfürmigen    Reaktionsprodukte  durchströmen müssen, ehe die Gase in die  Luft hinausgelassen werden, kann man eine  völlig quantitative Ausnützung des Chlor  gases erreichen. Man vermeidet so Chlorver  lust, sowie     Verunreinioung    der Atmosphäre       ZD     mit     Chlorgas.     



  Das beim Verfahren erhaltene     Chloreal-          eium    kann für die verschiedensten Zwecke  angewendet werden, z. B. zur Trocknung; es  eignet sich aber besonders zur elektroly  tischen Darstellung von metallischen     Cal-          ciumlegierungen.    Bei der Verwendung für  diesen Zweck kann man vorteilhaft von dem  bei der Elektrolyse erhaltenen Chlorgas zur       Ausführum,    der     Chlorierung    nach dein be  schriebenen Verfahren Gebrauch machen, da  es, wie oben erwähnt"     mögli>ch    ist, mit Vor  teil selbst sehr verdünntes Chlorgas zu ver  wenden.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von Caleium- chlorid durch Einwirken von Chlor enthal tenden Gasen auf Caleiumkarbonaf, dadurch gekennzeichnet, dass die Chlor enthaltenden Gase bei einer Temperatur zur Einwirkung auf das Caleiumkarbonat gebracht werden, bei welchem das Caleiumharbonat noch nicht schmilzt. UNTERANSPRMIE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, #dass mit andern Gasen verdünntes Chlorgas verwendet, wird. 2.
    Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass Chlorgas, welehezs bei der elehtrolytischen Herstellung von nie- tallisehem Caleium oder Caleiumlegierun- gen erhalten wird zur Chlorierung verwen- #det wird.
    <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Chlor,-,as auf Cal- eiumkarbonat im Beisein von Caleium- oxyd zur Einwirkung gebracht wird.
CH100176D 1921-02-08 1922-02-07 Verfahren zur Herstellung von Kalziumchlorid. CH100176A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NO100176X 1921-02-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH100176A true CH100176A (de) 1923-07-02

Family

ID=19904236

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH100176D CH100176A (de) 1921-02-08 1922-02-07 Verfahren zur Herstellung von Kalziumchlorid.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH100176A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2330592A1 (de) Verfahren zur rueckgewinnung wertvoller metalle
CH100176A (de) Verfahren zur Herstellung von Kalziumchlorid.
DE1119832B (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorwasserstoff
DE395270C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem oder wasserarmem Kalziumchlorid
CH100175A (de) Verfahren zur Herstellung von Kalziumchlorid.
DE625756C (de) Verfahren zur Entschwefelung eisensulfidhaltiger Erze
DE303480C (de)
DE873997C (de) Verfahren zur Gewinnung von elementarem Schwefel aus Schwefel-wasserstoff neben Stickstoffverbindungen enthaltenden Gasen
DE1029347B (de) Verfahren zum Reinigen der Abluft von Viscosefabriken
DE914492C (de) Verfahren zum Trocknen wasserhaltiger Halogene oder Halogenwasserstoffe
US1458651A (en) Process for the production of calcium chloride
AT83172B (de) Verfahren zur Erzeugung von Ferrosilizium.
DE943727C (de) Verfahren zur Herstellung von Kobalt
DE580166C (de) Verfahren zur Anreicherung von Germanium
DE202350C (de)
DE954414C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserfreien Alkalicarbonaten in griessiger Form
DE479768C (de) Verfahren zur Herstellung nahezu eisenfreier Tonerde
AT40417B (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniak und Chlor oder Chlorwasserstoffsäure aus Ammoniumchlorid.
DE2638183A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines schwefelfreien brennbaren gases
DE410976C (de) Verfahren und Anlage zur Gewinnung von Eisen aus Erzen, Schlacken oder anderen eisenhaltigen Stoffen
AT132384B (de) Verfahren zur Gewinnung von praktisch reinen Berylliumverbindungen.
DE561712C (de) Gewinnung wasserfreier Erdalkalichloride
US1661894A (en) Manufacture of anhydrous magnesium chloride
DE493675C (de) Verfahren zur Gewinnung von Wassergas
DE530564C (de) Herstellung der Verbindungen von Metallen mit den Elementen Schwefel, Selen und Tellur