CH100176A - Verfahren zur Herstellung von Kalziumchlorid. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kalziumchlorid.Info
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- Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung von Nalziamehlorid. Wasserfreies Calcium-chlorid, welches man zum Beispiel zur Herstellung von Caleium- inefall oder dessen Legierungen benötigt, wird gewöhnlich aus Caleiumehloridhydrat durch .ii,rhii-zen hergestellt. Wegen des hierzu nöti gen grossen Brennmaterialverbrauches ist aber diese Herstellung des wasserfreien Cal- eiumehlorids verhältnismässig teuer.
Geuenstand vorliegender Erfindung ist n ein Verfahren, welches mit einfachen Mitteln und geringen Kosten ermöglicht, wasserfreies oder wasserarmes Caleiumchlori,d aus Kalk stein oder einem andern caleiumkarbonathal- tigen Material herzustellen. Es ist schon früher versucht worden, Caleiumka.rbonat als Ausgangsmaterial zur Herstellung von Cal- eiumehlorid zu benutzen, indem Chlorgas auf eine ealeiumkarbonathaltige Schmelzmasse zür Einwirkung gebracht worden ist.
Das neue Verfahren beruht nun darauf, dass man auf Caleiumkarbonat Chlor enthaltende Gase einwirken lässt, und zwar bereits bei Tem peraturen, bei welchen das Caleiumkarbonat noch nicht geschmolzen ist, z. B. bei Tem peraturen, die zwischen 400'<B>C</B> und<B>622'</B> C liegen. Die Reaktion verläuft naeb. folgender Gleichung: 2 Caco#, <B>+</B> 2C1, <B>= 9</B> Cacl, <B>+</B> 2<B>CO, +</B> 02.
Die Reaktion findet bereits bei Tempera turen statt, welche bedeutend unter der Dis- soaiationstemperatur des Caleiumkarbonates bei Atmosphärendruck liegen, und zwar geht sie schon bei Temperaturen von<B>"</B> etwa 400' C vor sich und ist bei<B>500</B> bis<B>600' C</B> bereits sehr lebhaft. Die Umbildung des Karbonates in Clilorid findet statt, ohne dass man ein Re- duktionsmittel zum Binden des frei gewor- .denen Sauerstoffes anzuwenden braucht. Es ist hierdurch möglich, z.
B. aus natürlichem Kalkstein oder Marmor, weIchen man absolut wasserfrei erhalten kann, direkt vollständig wasserfreies Chlorealeium herzustellen.
Das Verfahren kann zweckmässig uni-er Benutzung,des Gegenstromprinzipes zur Aus führung gebracht werden. Während des Ver- laufes der Reaktion kann die Temperatur in verschiedener Weise, z. B. durch Beheizung von aussen, geregelt werden, -da die Reaktion Wärmezufuhr erfordert. Durch Zugabe von etwas Caleiumoxyd, z.
B. von<B>10</B> bis<B>30</B> '/o, zu dem Calciunikarbonat, kann man in vor- teilliafter Weise die Aufrechterhaltunc dei c. notwendigen Temperatur, welche vorzugs. weise -zwischen 400<B>' C</B> und<B>600 ' C</B> liegt, in rD dem Reaktionsraum erreichen, indem die aktion zwischen Cal-eiumoxyd und Chlor -unter starker Wärmeentwichlung vorgeht.
Dann kann die Temperatur durch Reguli.i#,- rung der Chlorzufuhr reguliert werden. Der Umstand, dass die Reaktion, wie oben er- #i,ähnt, sehr vollständig verläuft, führt nicht allein zur völligen Ausnützung des Chlor gases, sondern auch zur Möglichkeit, die Chlorierung mittelst eines sehr dünnen, z. B. stark, mit Luft verdünnten Chlorgases, aus zuführen, z. B. mit Chlorgas aus Schmelz- elektrolyseapparaten. Die Vollständigkeit der Reaktion macht es sogar möglich, sie zum Entfernen von kleinen Mengen Chlor aus Abgasen zu benutzen.
Die technische Durchführung des Ver fahrens kann auf verschiedene Weise erfol- z,eii; sie kann von bekannten Apparaten und Massregeln Gebrauch machen, welche für die Durchführung von Reaktionen zwischen Ga.- sen und festen Stoffen im Grossbetriebe vor geschlagen und angewendet worden sind. Man <B>3</B> kann sowohl feststehende, wie rotierende oder mit Rührwerk ausgestattete Apparate be nutzen.
Die Chlorierung wird am vorteilhaftesten bei Tem eraturen ausgeführt' bei denen ein p <B>2</B> Schmelzen des Ausgangsmaterials oder der Produkte nicht stattfindet, da. der Betrieb der Apparatur am besten mit ganz ungüschmol- zener Beseläckung vor sieh geht. Die Tem peratur sollte deshalb<B>622' C,</B> den Schmelz punkt für die Karbonat-Chloridmischung, nieht übersteigen.
Werden höhere Tempera turen angewendet, so wird die Chlorierung nicht so vollständig stattfinden, da Karbonat- teilchen leicht von der Schmelzmasse einge schlossen werden. Bei Temperaturen, welche über<B>650' C</B> liegen, werden ausserdem die Gleichgewichtsverhältnisse so viel ungünsti ger, dass das Verfahren kaum eine indu strielle Anwendung finden könnte.
Je nach der Art der Caleiumkarbonat- materialien, welche ehloriert werden sollen, der Konstruktion -der benutzten Apparate und den Arbeitsbedingungen, können die Mit- terialien in Form von Pulver oder in mehr grobkörnigem Zustand verwendet werden.
Bei zweckmässiger Anpassung der zugeführ ten Men-e Chlorgas zu der Menge der zu er- tD <B>im</B> hitzenden. Beschiekung, welche das Chlorgas C ZD bezw. die gasfürmigen Reaktionsprodukte durchströmen müssen, ehe die Gase in die Luft hinausgelassen werden, kann man eine völlig quantitative Ausnützung des Chlor gases erreichen. Man vermeidet so Chlorver lust, sowie Verunreinioung der Atmosphäre ZD mit Chlorgas.
Das beim Verfahren erhaltene Chloreal- eium kann für die verschiedensten Zwecke angewendet werden, z. B. zur Trocknung; es eignet sich aber besonders zur elektroly tischen Darstellung von metallischen Cal- ciumlegierungen. Bei der Verwendung für diesen Zweck kann man vorteilhaft von dem bei der Elektrolyse erhaltenen Chlorgas zur Ausführum, der Chlorierung nach dein be schriebenen Verfahren Gebrauch machen, da es, wie oben erwähnt" mögli>ch ist, mit Vor teil selbst sehr verdünntes Chlorgas zu ver wenden.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von Caleium- chlorid durch Einwirken von Chlor enthal tenden Gasen auf Caleiumkarbonaf, dadurch gekennzeichnet, dass die Chlor enthaltenden Gase bei einer Temperatur zur Einwirkung auf das Caleiumkarbonat gebracht werden, bei welchem das Caleiumharbonat noch nicht schmilzt. UNTERANSPRMIE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, #dass mit andern Gasen verdünntes Chlorgas verwendet, wird. 2.Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass Chlorgas, welehezs bei der elehtrolytischen Herstellung von nie- tallisehem Caleium oder Caleiumlegierun- gen erhalten wird zur Chlorierung verwen- #det wird.<B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Chlor,-,as auf Cal- eiumkarbonat im Beisein von Caleium- oxyd zur Einwirkung gebracht wird.
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