CH100175A - Verfahren zur Herstellung von Kalziumchlorid. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kalziumchlorid.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Kalziumehlorid. Wasserfreies Caleiumehlorid, welches man züm Beispiel zur Herstellung von, Calcium- metall oder dessen Legierungen benötigt, wird gewöhnlich aus Caleiumehloriclhydrat durch Erhitzen hergestellt. 'Wegen des hierzu rötigen grossen Brennmaterialverbrauches stellt sich indessen die Herstellung des was serfreien Caleiumehlorids in dieser Weise verhältnismässig teuer.
Vorliegende Erfindung hat ein Verfah ren zum Gegenstande, welches mit einfachen Mitteln und geringen Kosten ermöglicht, mrasserfreies oder -,vasserarnies Calei-timelilo- rid aus gebranntem Kalk. oder einem andern ealeiumoxydhaltigen <B>'</B> Material herzustellen.
Das Verfahren beruht darauf, dass freies Clilor enthaltende Gase bei Temperaturen zwischen<B>350 '</B> und<B>650 '</B> zür Einwirkung auf Caleiumoxyd gebracht werden, wobei man dafür Sorge trägt, dass die Reaktion mindestens zum wesentlichen Teil mit festen, ungeschmolzenen Materialien stattfindet. Die Bildung von Caleiumelilori(1 und Sauerstoff erfolgt nach der folgenden Gleichung: 2 Ca0 <B>+ 2C1, =</B> 2 CaC1, + 02.
Nach Angaben in der Literatur soll die an sich bekannte Reaktion bei Glülltempera- tur erfolgen. Von einem Vorschlag abge sehen, wonach eine geschmolzene caleium- oxydhaltige Masse mit Chlorgas behandelt -wird, sind Vorschläge zur tecliniseliell,Niutz- barmachung dieser Reaktion zur Fabrikation von Ca.leiumehlorid indessen bis jetzt noch nicht gemacht worden.
Man hat nicht vor aussehen können, dass die Reaktion zur Her stellung von Caleiumchlorid in fester Form mit technisch zufriedenstellender Chloraus- nützung durchzuführen sei, (la man ja nach Analogien mit andern Leichtmetalloxyden, z. B. Magnesiumoxyd, erwarten sollte, dass die Reaktion bei einem ungünstigen Gleich- gewi <B>></B> chtsstadium aufhören würde, so dass man ein stark chlorhaltiges Abgas erhielte.
Es wurde nun die überraschende Be- oba,chtung gemacht, dass es möglich ist, eine praktisch vollständige Chlorausnützung und darum praktisch genommen, clilorfreies <B>Ab-</B> gas zu erreichen, wenn die Reaktion in dem Temperaturintervall<B>350</B> bis<B>650 ' C</B> zur Aus führung gebraclit wird.
Die Umbildung von Oxyd in Chlorid findet statt, ohne dass inaii- ein Reduktionsmittel züm Binden des frei- ,gewordenen Sauerstof fes, anzuwenden braucht <B>D</B> und- ohne Verwendung einer geschmolzenen Reaktionsmasse. Hierdurch kommen die Illrossen technischen Schwierigkeiten in Fort fall, welche durch die Inkrustierung des Cal- eiumoxyds mit geschmolzenem Chlorealeium verursacht werden.
Es ist hierdurch möglieli, z. B. aus ge branntem Kalk, den man absolut -wasserfrei erhalten kann, direkt vollständig wasserfreies Chlorealeium herzustellen, wobei man ein praktisch ehlorfreies Abgas erhält.
Das Verfahren kann zweckmässig unter Benutzung des Gegenstromprinzipes zur Aus führung gebracht werden. Während des Ver- laufes der Reaktion kann die Temperatur in verschiedener Weise, z. B. durch Regulieren der Chlorzufuhr, geregelt werden.
Es können bei der Ausführung des Ver fahrens sowohl reines Caleiumoxyd, wie eal- eiumoxydha,Itige Mischungen verwendet wer den. Es hat sich so gezeigt, dass man mit besonderem Vorteil eine Mischung von Cal- eiumoxyd und Calciumkarbonat benutzen kann.
Der Umstand, dass die Reaktion, wie oben erwähnt, sehr vollständig verläuft, führt nicht nur zur völligen Ausnützung des Chlor gases, sondern man ist gleichzeitig imstande, die Chlorierung mittelst eines sehr dünnen, z. B. mit Luft verdünnten Chlorgases, aus zuführen, z. B. mit Chlorgas aus Schmelz- elektrolyseapparaten. Die Vollständigkeit der Reaktion macht es sogar möglich, diese -,um Entfernen kleiner oder grosser Mengen Chlor aus Gasen zu benutzen.
Die technische Durchführung des Ver fahrens kann auf verschiedene Weise erfol- 01 -ann man von bekannten Apparaf(,u "en; so<B>1,</B> und Massregeln Gebrauch machen, welche für die Durchführung von Reaktionen zwischen Gasen und festen Stoffen im Grossbetriebe vorgeschlagen und angewandt worden sind. #7' Man kann sowohl feststehende, wie rotierende oder mit Rührwerk ausgestattete Apparate benutzen.
Je nach der Art des Caleiunioxydmate- rials, welches chloriert werden soll, der Kon struktion des benutzten Apparates und den Arbeitsbedingungen können die Materialien in Form von Pulver oder in mehr grobköriii- gem Zustand verwendet werden.
Bei zweck mässiger Anpassung der zugeführten Menge Chlorgas zu der Menge der zu erhitzenden Beschiekung, welche das Clilorgas bezw. die gasförinigen Reaktionsprodukte durchströmen müssen, ehe die Gase in die Luft hinaus(Yelas- sen werden, kann man eine völlig quantita tive Ausnützung des Chlorgases erreichen und en man vermeidet Chlorverlust, sowie Verun reinigungen der Atmosphäre mit Chlorgas.
<I>Es</I> sei beispielsweise erwähnt, dass man bei einem Laboratoriumversuch mit einer An fangskonzentration des Chlors von<B>90</B> Volii- menprozenf, mit einer Reaktionsmasse von Caleiumoxyd mit einer Korngrösse von<B>1</B> mm und mit einer Länge des Reaktionsraumes von zirka<B>70 mm,</B> der auf etwa,<B>550 ' C</B> ge halten wird, bei Anwendung des Gegenstrom- prinzips die Reaktion so vollständig durch führen, dass das Abgas weniger als 0,
01 Vo- Inmenprozent Chlor enthält.
Das bei dem Verfahren erhaltene Chlor- ealeium kann für die verschiedensten Zweehe angewendet werden, z. B. zur Troeknung; es eignet sieh aber besonders zur elektrolyti- sehen Darstellung von metallischem Caleium oder Caleiumlegierungen. Bei der Anwen dung zu diesem Zweck.
kann man bei der Herstellung des Chlorids vorteilhaft von dein bei der Elektrolyse von Chlorealeium erlial- tenen Chlorgas zur Ausführung der Chlo- rierung nach dem beschriebenen Verfahren Gebrauch machen, da es, wie oben erwähnt, möglich ist, mit Vorteil selbst sehr verdünn tes Chlorgas zu verwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Caleium- chlorid, dadurch gekennzeichnet, dass freies Chlor enthaltende Gase bei Temperaturen zwischen<B>350</B> und<B>650' C</B> zur Einwirkung auf Caleiumoxyd gebracht werden, wobei man dafür Sorge trägt, dass die Reaktion min destens zum wesentlichen Teil mit festen, un- geschmolzenen Materialien stattfindet.UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Chlorgas zur Einwir kung auf eine Mischung von Caleiumoxyd und Caleiumkarbonat gebracht wird. 2. Verfahren na-eh Pafentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mit andern Gasen stark verdünntes Ghlorgas verwendet wird.<B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Chlorgas, welches.bei der elektrolytischenDarstellung von metal lischem Caleium oder Caleiumlegierungen gewonnen wird, zur Chlorierung verwen det wird.
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