CH100175A - Verfahren zur Herstellung von Kalziumchlorid. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kalziumchlorid.

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CH100175A
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Goldschmidt Prof Dr Vic Moritz
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Victor Moritz Goldschmidt Prof
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  Verfahren zur Herstellung von     Kalziumehlorid.       Wasserfreies     Caleiumehlorid,    welches man       züm    Beispiel zur Herstellung von,     Calcium-          metall    oder dessen Legierungen benötigt,  wird gewöhnlich aus     Caleiumehloriclhydrat     durch Erhitzen hergestellt. 'Wegen des hierzu       rötigen    grossen Brennmaterialverbrauches  stellt sich indessen die Herstellung des was  serfreien     Caleiumehlorids    in dieser Weise  verhältnismässig teuer.  



  Vorliegende Erfindung hat ein Verfah  ren zum Gegenstande, welches mit einfachen  Mitteln und geringen Kosten ermöglicht,       mrasserfreies    oder     -,vasserarnies        Calei-timelilo-          rid    aus gebranntem Kalk. oder einem andern       ealeiumoxydhaltigen   <B>'</B> Material herzustellen.

         Das    Verfahren beruht darauf,     dass    freies       Clilor    enthaltende Gase bei Temperaturen  zwischen<B>350 '</B> und<B>650 '</B>     zür    Einwirkung       auf        Caleiumoxyd    gebracht werden, wobei       man    dafür Sorge trägt,     dass    die Reaktion  mindestens zum wesentlichen Teil mit festen,       ungeschmolzenen    Materialien stattfindet. Die  Bildung von     Caleiumelilori(1    und Sauerstoff  erfolgt nach der folgenden Gleichung:  2     Ca0   <B>+ 2C1, =</B> 2     CaC1,        +    02.

      Nach Angaben in der Literatur soll die  an sich bekannte Reaktion bei     Glülltempera-          tur    erfolgen.     Von    einem Vorschlag abge  sehen, wonach eine geschmolzene     caleium-          oxydhaltige    Masse mit Chlorgas behandelt  -wird, sind Vorschläge zur     tecliniseliell,Niutz-          barmachung    dieser Reaktion zur Fabrikation  von     Ca.leiumehlorid    indessen bis jetzt noch  nicht gemacht worden.

   Man hat nicht vor  aussehen können,     dass    die Reaktion zur Her  stellung von     Caleiumchlorid        in    fester Form  mit technisch     zufriedenstellender        Chloraus-          nützung    durchzuführen sei,     (la    man ja nach  Analogien mit andern Leichtmetalloxyden,  z. B.     Magnesiumoxyd,    erwarten sollte,     dass     die Reaktion bei einem ungünstigen     Gleich-          gewi   <B>></B>     chtsstadium    aufhören würde, so     dass    man  ein stark chlorhaltiges Abgas erhielte.  



  Es wurde nun die überraschende     Be-          oba,chtung    gemacht,     dass    es möglich ist, eine  praktisch vollständige Chlorausnützung und  darum praktisch genommen,     clilorfreies   <B>Ab-</B>  gas zu erreichen, wenn die Reaktion in dem  Temperaturintervall<B>350</B> bis<B>650 ' C</B> zur Aus  führung     gebraclit    wird.

   Die Umbildung von      Oxyd in Chlorid findet statt, ohne     dass        inaii-          ein    Reduktionsmittel     züm    Binden des     frei-          ,gewordenen        Sauerstof        fes,    anzuwenden braucht  <B>D</B>  und- ohne Verwendung einer geschmolzenen  Reaktionsmasse. Hierdurch kommen die       Illrossen    technischen Schwierigkeiten in Fort  fall, welche durch die     Inkrustierung    des     Cal-          eiumoxyds    mit geschmolzenem     Chlorealeium     verursacht werden.  



  Es ist hierdurch     möglieli,    z. B. aus ge  branntem Kalk, den man absolut -wasserfrei  erhalten kann, direkt vollständig wasserfreies       Chlorealeium    herzustellen, wobei man ein  praktisch     ehlorfreies    Abgas erhält.  



  Das Verfahren kann zweckmässig unter  Benutzung des     Gegenstromprinzipes    zur Aus  führung gebracht werden. Während des     Ver-          laufes    der Reaktion kann die Temperatur in  verschiedener Weise, z. B. durch Regulieren  der Chlorzufuhr, geregelt werden.  



  Es können bei der Ausführung des Ver  fahrens sowohl reines     Caleiumoxyd,    wie     eal-          eiumoxydha,Itige    Mischungen verwendet wer  den. Es hat sich so gezeigt,     dass    man mit  besonderem Vorteil eine Mischung von     Cal-          eiumoxyd    und     Calciumkarbonat    benutzen  kann.  



  Der Umstand,     dass    die Reaktion, wie oben  erwähnt, sehr vollständig verläuft, führt  nicht nur zur völligen     Ausnützung    des Chlor  gases, sondern man ist gleichzeitig imstande,  die     Chlorierung    mittelst eines sehr dünnen,  z. B. mit Luft verdünnten Chlorgases, aus  zuführen, z. B. mit Chlorgas aus     Schmelz-          elektrolyseapparaten.    Die Vollständigkeit der  Reaktion macht es sogar möglich, diese -,um  Entfernen kleiner oder grosser Mengen Chlor  aus Gasen zu benutzen.  



  Die technische Durchführung des Ver  fahrens kann auf verschiedene Weise     erfol-          01        -ann    man von bekannten     Apparaf(,u     "en; so<B>1,</B>  und Massregeln Gebrauch machen, welche für  die Durchführung von Reaktionen zwischen  Gasen und festen Stoffen im Grossbetriebe  vorgeschlagen und angewandt worden sind.       #7'     Man kann sowohl feststehende, wie rotierende  oder mit Rührwerk ausgestattete Apparate  benutzen.

      Je nach der Art des     Caleiunioxydmate-          rials,    welches chloriert werden soll, der Kon  struktion des benutzten Apparates und den  Arbeitsbedingungen können die Materialien  in Form von Pulver oder in mehr     grobköriii-          gem    Zustand verwendet werden.

   Bei zweck  mässiger Anpassung der zugeführten Menge  Chlorgas zu der Menge der zu erhitzenden       Beschiekung,    welche das     Clilorgas        bezw.    die       gasförinigen    Reaktionsprodukte durchströmen  müssen, ehe die Gase in die Luft     hinaus(Yelas-          sen    werden, kann man eine völlig quantita  tive Ausnützung des Chlorgases erreichen und  en       man    vermeidet Chlorverlust, sowie Verun  reinigungen der Atmosphäre mit Chlorgas.

    <I>Es</I> sei beispielsweise erwähnt,     dass    man  bei einem     Laboratoriumversuch    mit einer An  fangskonzentration des Chlors von<B>90</B>     Volii-          menprozenf,    mit einer Reaktionsmasse     von          Caleiumoxyd    mit einer Korngrösse von<B>1</B> mm  und mit einer Länge des Reaktionsraumes  von zirka<B>70 mm,</B> der auf etwa,<B>550 ' C</B> ge  halten wird, bei Anwendung des     Gegenstrom-          prinzips    die Reaktion so vollständig durch  führen,     dass    das Abgas weniger als     0,

  01        Vo-          Inmenprozent    Chlor enthält.  



  Das bei dem Verfahren erhaltene     Chlor-          ealeium    kann für die verschiedensten     Zweehe     angewendet werden, z. B. zur     Troeknung;    es  eignet sieh aber besonders zur     elektrolyti-          sehen    Darstellung von metallischem     Caleium     oder     Caleiumlegierungen.    Bei der Anwen  dung zu diesem Zweck.

   kann man bei der  Herstellung des Chlorids vorteilhaft von dein  bei der Elektrolyse von     Chlorealeium        erlial-          tenen    Chlorgas zur Ausführung der     Chlo-          rierung    nach dem beschriebenen Verfahren  Gebrauch machen, da es, wie oben erwähnt,  möglich ist, mit Vorteil selbst sehr verdünn  tes Chlorgas zu verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Caleium- chlorid, dadurch gekennzeichnet, dass freies Chlor enthaltende Gase bei Temperaturen zwischen<B>350</B> und<B>650' C</B> zur Einwirkung auf Caleiumoxyd gebracht werden, wobei man dafür Sorge trägt, dass die Reaktion min destens zum wesentlichen Teil mit festen, un- geschmolzenen Materialien stattfindet.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Chlorgas zur Einwir kung auf eine Mischung von Caleiumoxyd und Caleiumkarbonat gebracht wird. 2. Verfahren na-eh Pafentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mit andern Gasen stark verdünntes Ghlorgas verwendet wird.
    <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Chlorgas, welches.bei der elektrolytischenDarstellung von metal lischem Caleium oder Caleiumlegierungen gewonnen wird, zur Chlorierung verwen det wird.
CH100175D 1921-02-08 1922-02-06 Verfahren zur Herstellung von Kalziumchlorid. CH100175A (de)

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