Lokomotive mit Turbinenantrieb. Bei Lokomotiven mit Turbinenantrieb war die Anordnung der Dampfleitung in einer befriedigenden Weise stets mit Schwierig keiten verknüpft, welche sich besonders dann bemerkbar machten, wenn der Dampfkessel und der Kondensator auf verschiedenen Wagen angeordnet waren, weil in diesem Falle die zwischen den beiden Wagen befindliche Dampf leitung eine federnde Bewegung oder eine Gelenkbewegung auszuführen hatte.
Am besten wird die Turbine auf dem Kondensa- torwagen angeordnet, wobei der Vorteil er reicht wird, dass die Mittel zur Ermöglichung der genannten Bewegung der Dampfleitung zwischen den beiden Wagen an der einen ei-lieblich kleineren Durchmesser besitzenden Ilochdruckdampfleitung zwischen dem Dampf kessel und der Turbine angewendet werden können. Die Auslassleitung der Turbine kann in dem Falle, wo die Kraftübertragung auf elektrischem Weg stattfindet, unmittelbar an den Kondensator geschaltet werden, wie auch gleichzeitig die Treibwelle der Dampfturbine mit dem elektrischen Generator stumpf ge kuppelt werden kann.
Bei Lokomotiven, wo die Kraftübertragung von der Turbine auf die Treibräder unmittelbar durch Zahnradge triebe und Kuppelstangen erfolgt, hat es sich ferner als sehr schwierig erwiesen, diejenigen Kräfte zu beseitigen, welche infolge der hin- tiud hergehenden Kurbelbewegung im Getriebe und in der Turbine eutstehen, für den Fall, dass die letztere mit dem Kondensator fest ver bunden ist.
Diese durch die Kurbelbewegung hervorgerufenen Kräfte veranlassen Spannun gen und ungleichförmigen Zahneingriff im Getriebe Lind können in bekannter Weise auf gehoben werden, indem das Getriebe und der dasselbe umschliessende Getriebekasten beweg bar angebracht werden, beispielsweise auf dem Lokomotivrahmen, wobei<B>jedoch</B> die Schräg kräfte an die Turbine fortgepflanzt werden, wenn nicht dafür Sorge getragen ist, dass die Turbine allen Bewegungen des Getriebes folgt, z. B. durch die Anordnung eines Gelenkes an der nach dem Kondensator führenden Aus- lassleitung.
Vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf eine Anordnung zur Verhinderung des Entstehens dieser Schrägkräfte in der Turbine bei Lokomotiven, auf denen sieh ein Konden sator befindet und bei denen ein Zahnrad- getriebe zwischen Turbine und Triebrädern vorhanden ist. Die Erfindung besteht darin, dass die Turbine mit dem Kondensator, z. B. unmittelbar oder mit einem Gestell desselben fest verbunden, dagegen im Verhältnis zu dein Zahnradgetriebe beweglich angeordnet ist.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel derErfindungveranschaulicht. Fig. <B>1</B> zeigt einen als Lokomotive ausge bildeten Kondensatorwagen in Endansicht, wobei ein Teil des Gestelles abgebrochen ist; Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Konden- satorwageils, und Fig. <B>3</B> zeigt eilte Einzelheit im grösserem Massstabe.
Die Hauptturbine<B>1</B> ist mit dein Konden sator fest verbunden, welcher in diesem Falle aus einem #Vasserbehälter 2 und aus einem luftgekühlten Teile 2., besteht und welcher unmittelbar auf einem dem Kondensator als Gestell dienenden Rahmen<B>'a</B> aufruht. Die Turbine<B>1</B> ist mittelst eines Zahnradgetriebes mit den die Treibräder betätigenden Kurbeln und Kuppelstangen verbunden.
Der das Zahn radgetriebe unischliessende und dasselbe tra gende Getriebekasten 4 ist in solcher Weise auf den das Gestell<B>3</B> teilweise bildenden Rahmen<B>5</B> aufgesetzt, dass der Getriebekasten innerhalb gewisser Grenzen bewegbar ist, was in bekannter Weise durch zweifache Lage rung der Kurbelwelle<B>8</B> des Getriebes ermUg- licht wird.
Die Welle der Turbine<B>1</B> ist mittelst Membrankupplungen <B>6, 13</B> mit dem, von der Turbine aus gerechnet, ersten Zahnrad<B>7</B> des Getriebes verbunden, weshalb der Getriebe kasten nebst sämtlichen Zahnrädern sich un abhängig von der Turbine einstellen kann, zwecks Herbeiführung eines glei6hfürmigeil Zahndruckes, ohne. dass Schrägkräfte auf die Turbine übertragen werden.
In Fig. 3-ist die durch die Meinbrankupp- lungen vorgesehene federnde Verbindung der Turbine mit dem Zahnradgetriebe gezeigt. In dieser Figur bezeichnet<B>10</B> die Turbinen welle und<B>6</B> die Meinbrankupplung, welche die Turbinenwelle<B>10</B> mit dem einen Ende einer das Zahnrad<B>7</B> frei durohlaufendel) Welle 12 vereinigt. Das entgegengesetzte Ende der Welle 12 ist mittelst der Meinbrankupplung <B>13</B> mit eitler hohlen Welle 14 verbunden, auf welcher das Zahnrad<B>7</B> fest angeordnet ist.
Auf diese Weise kann das Zahnrad<B>7</B> den Bewegungen der übrigen Getrieberäder folgen, ohne die Turbine zu beeinflussen, welche ihrerseits fest am Wasserbehälter 2 des Kondensators angebracht ist.
Es können auch andere Vorkehrungen als die in der Zeichnung veranschaulichten zur Herbeiführung der bewegbaren Verbindung der Turbine mit dem Zahnradgetriebe bezw. den Triebrädern vorgesehen werden. So z. B. könnten Gelenke oder dergleichen an der Turbi- neuwelle angeordnet werden.