CH100846A - Selbsttätige Eisenbahnsignalanlage. - Google Patents

Selbsttätige Eisenbahnsignalanlage.

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CH100846A
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Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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Description


      Selbsttäti-e        Eisenbahnsignalanlage.     <B>Z3</B>    Bei selbsttätigen Schaltungen von Lam  pensignalen für     Zugsicherungsanlagen,    bei  denen die Erlaubnis- und     Verbotlampe    durch       Wechselstromrelais    gesteuert werden, verwen  det man als Relais gewöhnlich mehrphasige  Motorschalter, bei denen die eine Phase über  die Schienen Strom erhält und die andere von  einem Transformator her gespeist wird.

       We-          geil    der unvermeidlichen Verluste in der       Stromzuführung    durch die Schienen ist man  bestrebt, die Energie in der Streckenphase  möglichst gering     züi    halten, dafür aber, um  ein genügendes Drehmoment der Strecken  relais zu erzeugen, die der     Hilfspliase    zuge  führte Energie gross zu halten.

   Bei den bis  herigen Sicherungsarten war man indessen in  der der     Ililfsphase    zugeführten Energie be  schränkt, weil der für die Hilfsphase be  stimmte Strom stets über die roten     Verbot-          lampen    fliessen     musste.    Die bisherigen Bau  arten erfordern auch stets die Einführung  besonderer Eisenwiderstände zur Begrenzung  der Stromstärke im     Kurzsehlusskreis    parallel    zu den roten Lampen.

   Diese Eisenwiderstände  bedeuten für die Anlage einen gewissen     Naeli-          teil,    da sie bei unvermeidlichen Spannungs  schwankungen, beim Durchbrennen einer       Lampeoder    dergleichen leicht überlastet wer  den und durchbrennen können und ausserdem  in diesen Fällen nur einen mangelhaften Aus  gleich im roten und grünen Stromkreis ermög  lichen, was zum Beispiel ein     Mitleucliten    der  roten Lampe bei Einschalten der grünen zur  Folge haben kann.  



  Die Erfindung betrifft nun eine     Eisen-          balinsignalanlage,    bei welcher mindestens je  eine Erlaubnis- und     Verbotlampe    pro     Strek-          k.enabschnitt        durüh        Wechselstromstrecken-          relais    gesteuert wird und bei welcher vorge  nannte Übelstände vermieden werden.

   Dies  wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht,       dass    einer     Hilfs-phase    des Streckenrelais Strom  unmittelbar von einem Transformator zuge  führt wird, und     dass    dieser Strom über einen  als Stromsperre wirkenden Transformator<B>ge-</B>  leitet wird, über den zugleich der Strom der           Verbotlampe    fliesst, so     dass    die der Hilfsphase  zugeführte elektrische Energie vom Strom der       Verbotlampe    abhängig ist.  



  Bei der     Einrichtun-    werden zweckmässig  nur<B>je</B> eine, grüne     bezw.    rote Lampe verwen  det. Will man zur     Erhöhune    der Sicherheit  in an sich bekannter Weise doppelte grüne  und rote Lampen verwenden, so ist dies mit  Hilfe einer besonderen     Anzapfuno,    an der  Wicklung der Stromsperre für die zweite rote       Lampeobne    weiteres möglich. Ganz allgemein  können die Verhältnisse so     --ewählt    werden,       dass    für alle Lampen dieselbe Spannung in  Frage kommt,     so#        dass    durchweg nur Lampen  einer Art verwendet werden.

   Dies bedeutet  gegenüber den bisherigen Einrichtungen  ebenfalls einen erheblichen Fortschritt, da bei  diesen in der Regel sämtliche Lampen für  voneinander abweichende Spannungen einge  richtet werden     mussten.     



  In     den        Fig.   <B>1</B> und 2 ist<B>je</B> ein     Ausfüh-          rungsbei.spiel    der Erfindung dargestellt.     Fig.     <B>1</B> zeigt eine Abbildung mit einfachen grünen  und roten Lampen, während in der Anlage  nach     Fic.    2 diese Lampen doppelt gewählt  sind. In der     Fig.   <B>1</B> bedeutet<B>1</B> den Haupt  transformator, der den zur Speisung der  Hilfsphase und der Lampen erforderlichen  Strom liefert. 2 ist ein Streutransformator,  dessen primäre     Wieklung   <B>3</B> vom Transforma  tor<B>1</B> gespeist wird.

   Auf diesem Streutrans  formator befindet sich eine Wicklung<B>6</B>     zür     Speisung der roten Lampen<B>7</B> und eine     Wiek-          liing    4 zur Speisung !der grünen Lampe<B>5,</B>  die ausserdem an einer     Anzapfung    des Haupt  transformators liegt.<B>9</B> ist das     Strechenrelais     der     rücklie-enden        Streche        T,   <B>10</B>     dasjeni(re    des,       t'        eD     vorgelagerten Streckenabschnittes. Die Hilfs  phase<B>11</B> des Relais<B>9</B> erhält vom Transfor  mator<B>1</B> her Strom.

   Dieser läuft über eine  Stromsperre     (Drasselspule)    12, die durch einen  vom Relais gesteuerten Schalter<B>8,</B> kurz     (re-          schlossen    werden kann. Der Strom der roten  Lampe<B>7</B> läuft über dieselbe Stromsperre 12.  14 und<B>15</B> sind die von den Schienen her mit  Strom versorgten Phasen der     Strechenrelais.     



  Zur Erklärung der Wirkungsweise der  Einrichtung soll zunächst angenommen wer-    den,     dass    die, Strecke     II    besetzt ist. Das Re  lais<B>9</B> ist voll der vorhergegangenen     Bloekie-          rung,    des null freien     Gleisabsehnittes    I noch  in     Haltlage,   <B>d.</B> h. abgefallen und Schalter<B>82</B>  offen, da auch Relais<B>10</B> abgefallen ist.

   Die  grüne Lampe<B>5</B> ist somit, aus     eschaltet.    Die       Prinlärwiehlun-        dcs    Streutransformators er  zeugt nun in der zur roten Lampe gehörenden       Sekundärwichlung    einen Strom, der die rote  Lampe<B>7</B>     zum    Leuchten bringt, aber nur unter  der Voraussetzung,     dass    die Stromsperre 12  einen     -erin"en    Widerstand bildet.

   Dieser Fall       tn        Cl     tritt nur dann ein, wenn der durch die Hilfs  phase<B>11</B> über die Stromsperre<B>12</B> fliessende  Strom nahezu in Phase ist mit dem durch  Lampe<B>7</B> fliessenden Strom, und zwar bei an  nähernd gleicher     Amp#rewindungszahl.    Die  Spule<B>11</B> des Relais<B>9</B> bewirkt null eine     Pha-          senverschiebun-    des durchfliessenden     Stromel#          ,p,e        nüber        der        aufgedrückten        Spannung,        L,

          es          muss    also auch der rote Lampenstrom und  seine Spannung eine     Phasenverschiebung    ge  genüber der     Transformatorspannung    haben.  Diese     Phaseziverschiebun'g    wird nun im  Transformator 2 dadurch erreicht,     dass    dieser  eine     '##l-ichluiigz##-inordliiing    besitzt die grosse  primäre und     sekundäre    Streufelder hervor  bringt..

   Die magnetischen Felder voll     Hilfs-          pliasenstrom    und Lampenstrom lieben sieh also  in der Stromsperre praktisch auf, so     dass    der  Lampenstrom ungehindert. die Stromsperre       durellfliessen    kann     -tiiid    die roten Lampen  leuchten.

       Dii        auell    der die Hilfsphase<B>11</B>       durehfliessende    Strom aus demselben Grunde  in der Stromsperre gelingen Widerstand     fin-          Z,        zn          det,    so kommt     bei    besetzter und ordnungsge  mäss blockierter     Streche   <B>11</B> das Relais<B>9</B> zum  Ansprechen.

   Hierdurch wird der     Kurzschluss-          schalter   <B>8,</B> geschlossen und die Stromsperre  für den über     die    Hilfsphase fliessenden Strom  überbrückt und ausser Wirksamkeit     oebraeht.          Die        Betäligung    des     Streekenrelais   <B>9</B> findet  also     mir    dann     sinft,    wenn im Signal<B>11</B> die  roten Lampen brennen, da, sollst der induk  tive Widerstand der Stromsperre 12 nicht     (Te-          nügend    Strom durch die Hilfsphase<B>11</B> flie  ssen     lässt,

      um     Reliis   <B>9</B> in Fahrtstellung zu  bringen.      Durch, den     Kurzschluss    der einen zur  Hilfsphase gehörigen Spule der Stromsperre  fällt auch die     iSpannung    der entsprechenden  Wicklung für den Strom der roten Lampe in  der Stromsperre stark ab. Der dadurch er  höhte Strom in -diesem Stromkreis bewirkt  aber ein Sinken der Spannung in der vom  Strom der roten Lampe     durchflosseilen        Wich-          lung    :des Streutransformators 2 infolge der  Wirkung der Streufelder.

   Die     Lampenspan-          nun-    für die roten Lampen wird daher     nalie-          zu    gleich bleiben.  



  Wird die Strecke     II    frei, so wird Schalter  geschlossen und der Strom für die grüne  Lampe eingeschaltet, der     übe'r    die zweite       )Vicklung    des Streutransformators 2 fliesst,  die der     Primärwichlung   <B>3</B> entgegenwirkt.  Hierdurch. wird die Spannung in der Wick  lung für die, rote Lampe vernichtet, so     dass     diese erlischt. Damit die Ströme in diesen  beiden Wicklungen möglichst phasengleich  werden, ist :die Spannung der grünen Lampe  im Verhältnis zur Spannung an der     zugehö-          riaen        Transformatorwicklung,    klein zu halten.

    Zum gleichen     Zwech    kann man auch noch  einen induktiven Widerstand in     diesen'Strom-          kreis    legen.  



  Die     Wichlung    für die grüne Lampe  könnte auch auf der Primärseite des Trans  formators 2 angeordnet werden, wobei dann  das ganze primäre Feld beim Schliessen des       SchaltersS2    vernichtet wird. In diesem Falle  würde jedoch im primären Stromkreis noch  ein Eisenwiderstand notwendig, der ein zu  starkes Anwachsen des Stromes verhindert-,  da die,     re-ulierende        Wirkun-    der Streufelder  <B>Z-></B>     zn     fortfallen würde.  



  In der     Ausbildum,    nach der Erfindung  sind     die    elektrischen     Energie-verluste    gering,  da der     Magnetisierungsstrom,    für die, Streu  felder     verhältnismässigklein    bleibt. Eine     Ver-          einfa,chung    bedeutet es     auch,dass    der Kontakt  <B>8,</B> lediglich als     Kurzschluss        kontakt    ausge  bildet zu werden     br-a-Licht,    während sonst an  dieser Stelle ein Wechselkontakt erforderlich  war.  



  Die Einrichtung kann nun auch mit dop  pelten grünen und roten Lampen versehen    werden, um noch höhere Sicherheit zu erzie  len und Betriebsstörungen beim eventuellen  Durchbrennen einer Lampe zu vermeiden. In  diesem Falle ist die Einrichtung so zu tref  fen,     dass.    von den beiden parallel liegenden  Lampen<B>je</B> eine mit     Unterspannung-    brennt,  damit diese bei Spannungsschwankungen im  Netz nicht gefährdet ist und nur die Lampe  mit höherer Spannung durchbrennt. Für den  Führer soll dabei möglichst kein Störungs  bild erscheinen, das eine Störung im Betriebe  zur Folge haben könnte.

   Zu dem Zwecke wird  diejenige der roten Lampen, die mit Unter  spannung brennt, an eine höhere     Windungs-          zahl    der Stromsperre angeschlossen, so     (lass     beim Durchbrennen der andern Lampe immer  noch genügend Strom     zur    Betätigung des Re  lais<B>9</B> durch die Stromsperre fliesst.  



  Man kann für jedes Signallicht zwei Lam  pen verschiedener Spannung wählen, von  denen dann die mit der geringeren Spannung  stärker belastet ist und zuerst durchbrennt,  aber man wird in der Regel das Vorschalten  eines Widerstandes vor die mit     Unferspan-          nung    brennende Lampe vorziehen, um durch  wegs gleiche Lampen verwenden zu können.  



  In     Fig.    2 ist die Schaltung unter     Ver-          wendling   <B>je</B> zweier roten     unfl    grünen Lampen  dargestellt. Die vorgeschalteten Hilfswider  stände sind, hierbei mit<B>15</B> und<B>16</B> bezeichnet.       In    dieser Figur ist auch der     Anschluss    der  beiden roten Lampen an zwei verschiedenen       Anzapfungen   <B>17</B> und<B>18</B> der     Wichlung    der  Stromsperre dargestellt. Die Wirkungsweise  dieser Schaltung ist nach dem Gesagten ohne  weiteres 'klar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: ,Selbsttä,tige Eisenbahnsignalanlage, bei welcher mindestens<B>je</B> eine Erlaubnis- und Verbotlaimpe pro Strechenabschnitt durch Wechselstromstrechenrelais gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass einer Ililfsphase des Streckenrelais Strom unmittelbar von einem Transformator zugeführt wird, und dass dieser Strom über einen als Stromsperre wir kenden Transformator geleitet wird, über den zugleich der!Strom der Verbotlampe fliesst.,
    so dass die der Hilfsphase zugeführie elektrische Energie vom Strom der Verbotlampe abhän- gig ist. IINTEIR.ANSPP.üCIIE <B>1 .</B> Selbsttätige Eisenbialinsignalanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom für eine rote Verbotla.inpe in einem vom Haupttransformator gespei sten weiteren Transformator mit grosser Streuung erzeugt wird. 2.
    Selbsttätige Eisenbahnsignalanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch <B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass der Strom<B>f</B> ür eine grüne Erlaubnislampe ebenfalls über den Streutrausformator geleitet wird.
    <B>3.</B> Selbsttätige Eisenbahnsignalanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckenrelais beim Ansprechen einen Kontakt schliesst, der die vom Hilfsphasen- strom dureIflossene Wicklung auf dein als Stromsperre wirkenden Transformator der vorliegenden Strecke kurzschliesst. <I>4.</I> Selbsttätige Eisenbahnsignalanlage nach Unteransprä,chen <B>.1</B> bis<B>3,</B> gekennzeichnet durch dieVerwendung parallel geschalteter, doppelter Signallampen,
    wobei die eine der beiden roten Lampen an eine höhere Win.- dungszahl des als Stromsperre dienenden Transformators angeschlossen ist als die andere. <B>5.</B> Selbsttätige Eisenbahnsignalanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen <B>1</B> bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass vor die an die höhere Windungszahl angeschlos sene rote Lampe, sowie vor eine der pa rallel liegenden grünen Lampen ein Wider stand geschaltet ist, zu dem Zwecke, Lam pen gleiüher elektrischer Verhältnisse ver wenden zu können.
CH100846D 1921-02-02 1922-01-23 Selbsttätige Eisenbahnsignalanlage. CH100846A (de)

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