CH101318A - Verfahren zur Darstellung einer leicht wasserlöslichen, neutral reagierenden Verbindung des Dioxydiaminoarsenobenzols. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer leicht wasserlöslichen, neutral reagierenden Verbindung des Dioxydiaminoarsenobenzols.

Info

Publication number
CH101318A
CH101318A CH101318DA CH101318A CH 101318 A CH101318 A CH 101318A CH 101318D A CH101318D A CH 101318DA CH 101318 A CH101318 A CH 101318A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
solution
compound
dioxydiaminoarsenobenzene
new compound
aqueous solution
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
F Hoffmann- Aktiengesellschaft
Original Assignee
Hoffmann La Roche
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoffmann La Roche filed Critical Hoffmann La Roche
Publication of CH101318A publication Critical patent/CH101318A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/66Arsenic compounds
    • C07F9/70Organo-arsenic compounds
    • C07F9/74Aromatic compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description


  Verfahren zur Darstellung einer leicht     wasserlöslichen,    neutral reagierenden       Verbindung    des     Dioxydiaminoarsenobenzols.       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Darstellung einer leicht  wasserlöslichen, neutral reagierenden Verbin  dung des     Dioxydiaminoarsenohenzols,    welches  darin besteht,     .dass    man     Dioxydiaminoarseno-          benzol    auf wässerige Lösungen von     G.alaktose     einwirken lässt und     aus,

  der    wässerigen Lösung  das     entstandene    Reaktionsprodukt     unter    Ver  wendung     .eines    grossen     Überschusses    einer mit  Wasser mischbaren     orga.nisehen    Flüssigkeit,  welche die Verbindung nicht löst, .ausfällt.  



  Bei der Einwirkung von     Galaktose    auf  das     Dioxydiaminoarsenobenzol    erhält     man     hellgelbe bis     goldgelbe    klare Lösungen. Durch  Eingiessen .dieser     wässerigen    Lösung in einen  grossen     Überschuss    von     Methylalh:

  ohol,        Äthyl-          alkoliol,        Isopropyl,alkohol,    Aceton und der  gleichen. fällt die neue     Verbindung    als gut       filtrierbarer    gelber Niederschlag aus, der nach  dem Abtrennen der Flüssigkeit durch Nach  waschen und Trocknen in reiner Form erhal  ten     wird.    Die neue Verbindung entsteht auch,  wenn man von den Salzen .des     Dioxydiamino-          arsenobenzols    ausgeht und die Base nicht als  solche isoliert.  



  Die     Galaktose-Verbindung    des Dioxydia-         minoarsenobenzols    stellt ein hellgelbes bis       gelblichgrünes,    nicht     hygroskopisches    Pulver  dar, das sich in Wasser leicht und mit neu  traler Reaktion löst.  



  Dass es sich um eine neue Verbindung und  nicht um ein     physikalisches    Gemisch handelt,  geht aus     folgernden        Eigenschaften    hervor. Die  wässerige     Lösung    der neuen Verbindung gibt  weder mit Salzsäure noch mit Natronlauge       Niederschläge.    Erhitzt man sie aber mit Salz  säure, so erfolgt     Spaltung    in die Komponen  ten, worauf beim Neutralisieren mit Natron  lauge das freie     Dioxydiaminoarsenobenzol    in       Form    eines (dicken Niederschlages ausfällt,  der im     Überschuss    von Natronlauge löslich ist.

         Diazotiert    man     eine    frisch bereitete, sehr  verdünnte Lösung der neuen     Verbindung    und  fügt in alkalischer Lösung verdünnte     Phlo-          rogluzinlösung    hinzu, so ändert     idie    gelbe       Diazolösung    ihre Färbung kaum.

   Hat man  dagegen die Lösung vordem     Diazotieren    mit  Salzsäure erwärmt, so erhält man bei der  Kupplung der     Diazolösung    mit     Phlorogluzin     die bekannte     intensive    Rotfärbung, .die     diazo-          tiertes        Dioxydiamino,arsenobenzol    beim Kup  peln mit     Phlorogluzin    ergibt.

   Auf Zusatz      verdünnter Schwefelsäure gibt die wässerige  Lösung der neuen Verbindung keinen     Nieder-          Z,     schlag; erwärmt man dagegen die Lösung mit       Schwefelsäure    und kühlt ab, so fällt das un  lösliche Sulfat     ,desDioxydiaminoarsenobenzols     als hellgelber Niederschlag aus.  



       Infolge,der    geschützten     Aminogruppe    ist  die Verbindung im Vergleich zu andern     Ar-          senobenzolderivaten    gegen Luftoxydation   auch in wässeriger Lösung - recht beständig.  Das feste Präparat ist unter     Luftabschluss     absolut haltbar;     auch    bei lang andauerndem  Aufbewahren bei tropischer Temperatur     trii:t     keine Erhöhung der Toxizität ein.  



  Bei der genauen Bestimmung der     Toxizi-          tät    an Mäusen, Ratten und Kaninchen ergab  sich,     da.ss    die neue Verbindung eine über  raschend geringe Giftigkeit besitzt; diese ist  gegenüber derjenigen .der Ausgangsprodukte  um ein Vielfaches herabgesetzt. Trotz dieser       bedeutend    herabgesetzten     Giftigkeit.    ist die  therapeutische Wirkung des Präparates nicht  vermindert.

   Vielmehr zeigt es sowohl an     spi-          rillen-    und     trypanosomeninfizierten    Tieren,  wie auch an Syphilis kranken Menschen die  dem     Dioxydia.minoarsenobenzol    eigene     eb,a-          rakteristische    Heilwirkung, was auf die       leichte        Spaltbarkeit    des neuen Moleküls im       Organismus        zurückzuführen    ist.

   Die wäs  serige Lösung der neuen Verbindung kann  subkutan, intramuskulär und intravenös in  jiziert werden, ohne dass     irgendwelche    Reiz  erscheinungen     auftreten;        insbesondere    fehlen  bei intravenöser Injektion diejenigen     Vergif-          tungssym=ptome,    welche man als     Shoekwir-          kungen    bezeichnet.  



  Die neue Verbindung soll in der     Therapie     Verwendung finden.    <I>Beispiel:</I>    Man zerteilt 1 Gewichtsteil     Dioxv.diami-          noa.rsenobenzol    in 6 Gewichtsteilen warmer       Galaktoselösung    (von 50     Gewielitsprozent)     und erwärmt gelinde     auf,clem    Wasserbad, bis  völlige Lösung eingetreten ist.

   Nach dem Er  kalten rührt man die     goldgelbe    klare Lösung  in 60 Raumteile absoluten Alkohol ein,     fügt       darnach unter Umrühren nochmals die gleiche  Menge Alkohol zu und trennt den ausgefalle  nen     Niederschlag    von der alkoholischen     Flüs-          sigkeit.     



  Man erhält nach dem     Trocknen    ein hell  gelbes Pulver, Glas sich in Wasser äusserst  leicht löst. Die Bestimmung des     Arsengehaltes     weit auf eine Verbindung von 1 Molekül       Dioxvdianiinoarsenobenzol    mit ?     lblolekülc@ri          Galaktose    hin.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCII Verfahren zur Darstellung einer leicht wasserlöslichen, neutral reagierenden Verbin dung des Dioxydiaminoarsenobenzols, da durch gekennzeichnet, .dass man Dioxydiaini- noarsenobenzol auf wässerige Lösungen von Galaktose einwirken lässt und .aus der wässe rigen Lösung das entstandene @ea@tionspro- dukt unter Verwendung eines grossen Über schusses einer mit Wasser
    mischbaren organi- sehen Flüssigkeit, welche die Verbindung nicht löst, ausfällt. Die Galaktose-Verbindung des Dioxydia- minoarsenobenzols stellt ein hellgelbes bis gelbli.cbgrünes, nicht hygroskopiselies Pulver dar, das sieh in ZV#t"ser leicht und mit neu traler Reaktion löst. Da.ss es sieh um eine neue Verbindung und nicht um ein physikalisches Gemisch handelt, geht aus folgenden Eigenschaften hervor.
    Die wässerige Lösung .der neuen Verbindung gibt weder mit Salzsäure noch mit Na.tronlaugc@ Niederschläge. Erhitzt ,man sie aber mit Salz säure, so erfolgt Spaltung in :die Komponen- ten, worauf beim Neutralisieren mit Natron lauge .das freie Dioxydiaminoarsenobenzol in Forin eines dicken Niedersehlages ausfällt, der im Überschuss von Natronlauge löslich ist.
    Dia.zotiert man eine: frisch bereitete, sehr ver dünnte Lösung fder neuen Verbindung und fügt in alkalischer Lösung verdünnte Phlo- rogluzinlösung hinzu, so -ändert die gelbe Diazolösung ihre Färbung kaum.
    Hat man dagegen die Lösung vor dem Diazotieren mit Salzsäure .erwarmt, so erhält man bei der Kupplung der Diazol.ösung ,mit Plilorogluzin die bekannte intensive Rotfärbung, die .diazo- tiertes Dioxycliaminoiarsenobenzol beim Kup peln mit Phlorogluzin ergibt.
    Auf Zusatz verdünnter Schwefelsäure gibt die wässerige Lösung der neuen Verbindung keinen Nieder schlag; erwärmt man dagegen die Lösung mit Schwefelsäure und kühlt ab, so fällt das un lösliche Sulfat,desDioxydiaminoarsenobenzols als hellgelber Niederschlag aus. Infolge der geschützten Aminogruppe ist die Verbindung im Vergleich zu andern Ar- sc#nobenzolderivaten gegen Luftoxydation -. auch in wässeriger Lösung - recht beständig.
    Das feste Präparat ist unter Luftabschluss absolut haltbar; auch bei lang andauerndem Aufbewahren bei tropischer Temperatur tritt keine Erhöhung der Toxizität ein. Bei der genauen Bestimmung der Toxizi- i.ii.t "in Mäusen, Ratten und Kaninchen ergab sich, da.ss die neue Verbindung eine über- rasehend geringe Giftigkeit besitzt; diese ist gegenüber derjenigen der Ausgangsprodukte um ein Vielfaches herabgesetzt.
    Trotz .dieser bedeutend herabgesetzten Giftigkeit ist die therapeutische Wirkung des Präparates nicht vermindert. Vielmehr zeigt es sowohl an spi- rillen- und trypanosomeninfizierten Tieren, wie auch an Syphilis kranken Menschen die dem Dioxydiaminoarsenobenzol eigene ch.a- rakteristis:che Heilwirkung, was auf die leichte Spaltbarkeit des neuen Moleküls im Organismus zurückzuführen ist.
    Die wäs serige Lösung der neuen Verbindung kanu subkutan, intravenös und intramuskulär in jiziert werden, ohne dass irgendwelche Reiz erscheinungen auftreten; insbesondere fehlen bei intravenöser Injektion diejenigen Vergif tungssymptome, welche man als Shockwir- kungen bezeichnet. Die neue Verbindung soll in der Therapie Verwendung finden.
CH101318D 1922-06-03 1922-06-03 Verfahren zur Darstellung einer leicht wasserlöslichen, neutral reagierenden Verbindung des Dioxydiaminoarsenobenzols. CH101318A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH101053T 1922-06-03
CH101318T 1922-06-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH101318A true CH101318A (de) 1923-09-17

Family

ID=25705943

Family Applications (4)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH101317D CH101317A (de) 1922-06-03 1922-06-03 Verfahren zur Darstellung einer leicht wasserlöslichen, neutral reagierenden Verbindung des Dioxydiaminoarsenobenzols.
CH101053D CH101053A (de) 1922-06-03 1922-06-03 Verfahren zur Darstellung einer leicht wasserlöslichen, neutral reagierenden Verbindung des Dioxydiaminoarsenobenzols.
CH101318D CH101318A (de) 1922-06-03 1922-06-03 Verfahren zur Darstellung einer leicht wasserlöslichen, neutral reagierenden Verbindung des Dioxydiaminoarsenobenzols.
CH101316D CH101316A (de) 1922-06-03 1922-06-03 Verfahren zur Darstellung einer leicht wasserlöslichen, neutral reagierenden Verbindung des Dioxydiaminoarsenobenzols.

Family Applications Before (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH101317D CH101317A (de) 1922-06-03 1922-06-03 Verfahren zur Darstellung einer leicht wasserlöslichen, neutral reagierenden Verbindung des Dioxydiaminoarsenobenzols.
CH101053D CH101053A (de) 1922-06-03 1922-06-03 Verfahren zur Darstellung einer leicht wasserlöslichen, neutral reagierenden Verbindung des Dioxydiaminoarsenobenzols.

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH101316D CH101316A (de) 1922-06-03 1922-06-03 Verfahren zur Darstellung einer leicht wasserlöslichen, neutral reagierenden Verbindung des Dioxydiaminoarsenobenzols.

Country Status (1)

Country Link
CH (4) CH101317A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
CH101317A (de) 1923-09-17
CH101316A (de) 1923-09-17
CH101053A (de) 1923-09-01

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT96836B (de) Verfahren zur Darstellung von leicht wasserlöslichen, neutral reagierenden Derivaten des Dioxydiaminoarsenobenzols.
AT135691B (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Oxy-2-methoxy-6-aminobenzolarsinsäuren und deren Reduktions-produkten.
DE513205C (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten der Aminoarylantimonverbindungen
DE555241C (de) Verfahren zur Herstellung von aminosubstituierten Guajacolarsinsaeuren und deren Reduktionsprodukten
DE551421C (de) Verfahren zur Darstellung von komplexen Goldverbindungen
DE481997C (de) Verfahren zur Darstellung von Arsenobenzolverbindungen
DE605074C (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Sulfhydrylkeratinsaeure und aehnlicher reduzierter Abbauprodukte des Keratins mit organischen, Arsen enthaltenden Verbindungen
AT153500B (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Sulfhydrylkeratinsäure.
AT123401B (de) Verfahren zur Darstellung von 3.3&#39;-Dichlor-4.4&#39;-dioxy-5.5&#39;-bisacylaminoarsenobenzolen.
DE272687C (de)
DE949885C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten des Sulfaguanidins
AT204033B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 3-(p-Amino-benzolsulfonamido)-2-phenyl-pyrazols
DE511810C (de) Verfahren zur Darstellung von Gallensauren Salzen der Thiazine
DE424659C (de) Verfahren zur Darstellung von Methylaminoacetobrenzcatechindibenzylaether
DE498748C (de) Verfahren zur Darstellung von Derivaten am 5-Kohlenstoffatom disubstituierter Barbitursaeuren
DE487726C (de) Verfahren zur Herstellung organischer Quecksilberverbindungen
DE442414C (de) Verfahren zur Darstellung einer Amino-3-chlor-4-oxybenzol-1-arsinsaeure
CH180530A (de) Verfahren zur Herstellung einer arsenhaltigen Verbindung der Sulfhydrylkeratinsäure.
DE1144730B (de) Verfahren zur Herstellung eines Sulfonamidderivates
DE572664C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE870266C (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserloeslichen Abkoemmlings des 4, 4&#39;-Diamino-diphenylsulfons
DE439605C (de) Verfahren zur Darstellung einer Benzoxazolonarsinsaeure
DE531222C (de) Verfahren zur Darstellung von Wismutdithioglykolsaeure und ihren Salzen
CH169578A (de) Verfahren zur Herstellung des Salzes von 2.3-Dimethoxy-6-nitro-9-(Y-diäthylamino-B-oxy-propylamino)-acridin mit p-Glykolylaminobenzolarsinsäure.
CH242529A (de) Verfahren zur Darstellung von m-(2,4-Diamino-1,3,5-triazinyl-(6))-amino-phenylarsinoxyd.