CH101694A - Verfahren zur Erzeugung von Frischdampf durch Einleiten von Abdampf in eine Flüssigkeit. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Frischdampf durch Einleiten von Abdampf in eine Flüssigkeit.

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CH101694A
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Ernst Dr Koenemann
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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

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  Verfahren zur Erzeugung von Frischdampf durch Einleiten von Abdampf  in eine Flüssigkeit.    Zur Schaff     ung    von feuerlosen Lokomotiven  ist bereits versucht worden, den Abdampf  in Natronlauge einzuleiten und die entstehende  Wärme, welche mit hoher Temperatur auf  tritt, zur Erzeugung von Frischdampf zu  verwenden.

   Dieses Verfahren hat in Sonder  heit den Nachteil,     dass    die Erzeugung von  Frischdampf ohne Hinzufügung einer Feuerung  <B>t .</B>     iur    kurze Zeit hintereinander möglich ist, und  dann bei Zuhilfenahme einer Feuerung, für  das     Wiedereindampfen    der verdünnten Natron  lauge, so viel Wärme von aussen zugeführt  werden     muss,        dass    eine -weit grössere Wärme  menge zur Verfügung steht, als der Abdampf  enthält, so     dass    bei Rückführung der gesamten  Wärme in den     Kreisprozess    keine Mengen  kontinuität sich einstellen würde.  



  Es kann also bei diesem Verfahren ent  weder die vorhandene Wärme nicht voll zur  Dampferzeugung verwandt, oder aber der vor  handene Abdampf nicht voll durch Nieder  schlagen in der Natronlauge ausgenutzt  werden.    Nun ist weiterhin vorgeschlagen worden,  die     Eindampfung    der durch Abdampf ver  dünnten Lauge nicht durch eine Feuerung,  sondern mittelbar wiederum durch Abdampf  zu bewirken. Hierbei geht jedoch die ganze  Wärmemenge, welche bei der     Eindampfung     der Lauge zur Dampferzeugung aufgewandt  werden     muss,    dem     Arbeitsprozess    verloren.  



  Diese Nachteile vermeidet die vorliegende  Erfindung dadurch,     dass    die beim Verdünnen  einer Flüssigkeit durch Einleiten von<B>Ab-</B>  dampf freiwerdende Mischungswärme     zum     Eindampfen der Flüssigkeit benutzt wird.  



  Die -für die     Eindampfung    erforderliche  Wärmemenge besteht aus der Wärme, welche  zur Steigerung der Temperatur der einzu  dampfenden Flüssigkeit erforderlich ist, und  weiterhin aus der zur Dampferzeugung     ai;f-          zuwendenden    Wärme. Für erstere ist die  eingedampfte Flüssigkeit der     Wärrneträger     (Flüssigkeitswärme), für letztere der erzeugte  Frischdampf (Dampfwärme).

   Der ganze Vor  gang erfolgt     zweckmässigin    einem geschlossenen           Kreisprozess,    dem beide     Wärmeniengen    zweck  mässig wieder zugeführt werden, die Dampf  wärme natürlich nach Abzug der     entnoinme-          nen    Nutzleistung.

   Diese Nutzleistung entspricht  dem Unterschied zwischen dein Wärmewert  des Frischdampfes und dem des Abdampfes,       und    es     lässt    sich daher die Erzeugung hoch  gespannten Dampfes aus niedrig gespanntem  Dampf durch eine     Feuerung,    welche, abge  sehen von unvermeidbaren Wärmeverlusten,  lediglich den Unterschied im Wärmewert  zwischen Frischdampf und Abdampf     ei-setzt,     beliebig lange durchführen.

   Es lassen sich  bei dieser Ausführungsart des Verfahrens die  auftretenden     Wärmeniengen    so gegeneinander       ZD     <B>.</B>     abb        -]eichen,        dass        die        erzeugte        Frischdampf-          menge        vo   <B>" 11</B> wieder von der Flüssigkeit     auf-          ,genommen    werden kann. Die konzentrierte  Flüssigkeit kann vor dem Zusammentreffen  mit dem Abdampf in der eigenen Flüssigkeit  (Flüssigkeit mit tieferem Siedepunkt) oder  durch Druckentlastung gekühlt werden.

   In  beiden Fällen dient ihre     Wäime    zweckmässig       züm    Eindampfen der Flüssigkeit     und    kommt  so in vollem Umfang dem     Kreisprozess    zugute.  



  Führt man das Eindampfen der Flüssigkeit  nicht ganz unter Hochdruck durch, sondern  teilweise unter höherem, teilweise unter ge  ringerem, Druck als dem     Abdampfdruck,    so  kann eine Feuerung unter Umständen über  haupt entfallen. Natürlich erhält man dann  erheblich weniger     Hochdruckdampf,    als man       Abdampf    zuführt, da man ja den Abdampf       Glewissermassen    in höher gespannten und in  niedriger gespannten Dampf spaltet.  



  Bei der Erzeugung des     hocligespannten     Dampfes braucht keine mechanische Energie  zugeführt zu werden. Wenn nötig, kann eine  Pumpe angewendet     #werden,    die     nur        zur    Er  zeugung des Umlaufes der Flüssigkeit dient.  



  In der Zeichnung sind einige Beispiele  von Vorrichtungen zur Ausführung des     Ver-          ZD          fahrens    schematisch dargestellt.  



  In der     Fig.   <B>1</B> ist eine     Eindampfungs-          anlage    dargestellt, bei welcher der Abdampf  des Heizkessels<B>1</B> dem Wärmetransformator     H'          zugeleitet    wird, -welcher seinerseits die im  Abdampf enthaltene Wärmemenge in Form    von     Frischdimpf    dein Heizkessel wieder zu  leitet, wobei der     Frischdain   <B>1</B> sieh in der       p     Rohrschlange 2 niederschlägt und damit den  Kessel beheizt. Die Wirkungsweise des Wärme  transformators ist dabei folgende:  In dem Kessel<B>3</B> wird die verdünnte  Flüssigkeit,     z.    B. Natronlauge, eingedämpft.

    Im obern Teile ist die Siedetemperatur der  Lauge     dergeringen    Konzentration entsprechend  niedrig, während sie weiter unten mit zu  nehmender Konzentration     imirier    höher wird.  Durch das Rohr 4 wird die heisse konzen  trierte Lauge abgeführt, kühlt sich in der       Rohrschlange   <B>5</B> in der dünnen Lauge ab,  entspannt sieh im Ventil<B>6</B> auf den Druck  des Abdampfes des Heizkessels<B>1</B> und ver  einigt sich mit dessen Abdampf im Mischer<B>7</B>  unter erheblicher     Wärineentwicklung.    Die     erit-          stehende    Wärme     (Mischungswärme)    wird in  den Rohrschlangen<B>8,

   9</B> und<B>10</B> an die im  Innern des     Natronkessels   <B>3</B> befindliche Lauge  übertragen.  



  Der Mischer ist so gebaut,     dass    die durch  das Ventil<B>6</B> strömende, gekühlte konzen  trierte Lauge nacheinander die Rohrschlangen  <B>8, 9</B> und<B>10</B> durchläuft, wobei ihr     jedesmal     vor Eintritt in eine neue Rohrschlange ein  weiterer Teil des     Abdainpfes    beigemischt  wird.

   Es wird hierdurch erreicht,     dass    die  Lauge zunächst -wesentlich höhere Tempe  raturen annehmen kann, ohne zu sieden, als  sie dies tun könnte, wenn sogleich eine     weit-          . ehende        Verdünnung        vorgenommen        würde.        da     der Siedepunkt mit der Verdünnung sinkt.  Die     Laugentemperatur    ist in<B>8</B> also höher  als in<B>9, und</B> in<B>9</B> ist sie höher als in<B>10.</B>  



  Durch die Pumpe<B>11</B> wird die verdünnte  Lauge in den     Natronkessel   <B>3</B> gepumpt, wo  sie unter höherem Druck ausgedampft wird.  Der entstehende     Laugendampf    wird wiederum  in der Rohrschlange 2 niedergeschlagen, wäh  rend die konzentrierte Lauge nach Kühlung  in der Rohrschlange<B>5</B> -wieder dem Mischer       zuströmt.     



  Da der Druck     im        Natronkessel   <B>3</B> höher  ist als der Druck     ini    Mischer<B>7,</B> kann die       Misehungswärme    nur unter bestimmten Ver  hältnissen zur     Ausdampfung    der     Laxige    im           Natronkessel   <B>3</B> herangezogen werden. Die  Siedetemperatur der Natronlauge steigt mit  dem Druck, im stärkeren Masse aber noch  mit der Konzentration.

   Die Verhältnisse  müssen daher so gegeneinander abgeglichen  werden,     dass    die Konzentration     derLauge    in  den Rohrschlangen<B>8, 9</B> und<B>10</B> grösser ist  als die Konzentration der jeweils ausserhalb  dieser     Rohrscblangen    befindlichen einzu  dampfenden Lauge des     Laugenkessels   <B>3.</B> Die  Konzentrationen sind daher gegeneinander  versetzt, wobei eine     Ausdampfung    über die  in der Rohrschlange<B>8</B> herrschende Konzen  tration hinaus im untersten Teil des     Langen-          kessels   <B>3</B> durch -Feuerung 12 von aussen her  bewirkt wird.  



  Im Mischer<B>7</B> sinkt die Temperatur mit  zunehmender     Verdännung.    Die bei der letzten  Phase der Verdünnung freiwerdende Wärme  kann nicht mehr zur Verdampfung der Lauge  unter höherem Druck Verwendung finden, da  dünnere Lauge nicht vorhanden ist, an welche  sie ihre Wärme abgeben könnte.

   Es kann sich  daher empfehlen, einen Teil des Verdampfers  unter geringeren Druck zu setzen (zum Bei  spiel durch Niederschlagen des entstehenden  Dampfes in einem Kondensator<B>13</B> gemäss       Fig.    2) und so den Teil des Mischers<B>7,</B>  der durch die Verschiebung der     Konzen-          trAtionen    im Mischer und Verdampfer gegen  einander, in     Fig.    2 nach oben übersteht,  seine Wärme an denjenigen Teil des Ver  dampfers<B>3</B> abgeben zu lassen, welcher nach  unten übersteht. Die letzte Phase der Ver  dünnung gibt dann also ihre Wärme an die  letzte     Pha8e    der Verdickung ab.

   Zwischen  dem oberen     und    unteren Teil des Behälters<B>3</B>  ist eine Öffnung vorgesehen, die zweckmässig  regelbar ist, da in beiden Teilen des Be  hälters<B>3</B> verschiedener Druck herrscht.  



  Die konzentrierte Lauge wird nach der       Ausdampfung    durch eine Pumpe<B>11</B>     (Fig.    2)  wieder auf     Atmosphärendt,uek    gebracht und  in den Mischer geleitet. Da sie bei geringem  Druck     auszedampft    ist, ist sie in manchen  Fällen bereits<B>kühl</B> genug, in andern wird  man sie zwecks Kühlung zum Beispiel in der    in     Fig.   <B>1</B> angegebenen Weise in geringer  konzentrierter Lange des Verdampfers kühlen.  



  Eine weitere Möglichkeit, die Mischungs  wärme der dünnsten     Laugenteile    des Mischers  auszunutzen, besteht darin,     dass    man der  Lauge vor Eintritt in den Verdampfer zum  Beispiel durch eine Leitung 14 in     Fig.   <B>3</B>  Zusatzwasser beimischt, welches durch die  äussere Feuerung 12 wieder ausgedampft  werden     muss,    damit die Lauge immer mit  derselben Konzentration in den Mischer<B>7</B>  eintritt.  



  Gestattet der Druck des Abdampfes die  Verwendung eines     Dampfinjektors,    so kann  die Anordnung nach     Fig.    4 getroffen werden.  Der Mischer besteht hierbei aus einem     In-          jektor   <B>17</B> mit anschliessender Rohrschlange.       Arn    Stutzen<B>15</B> tritt der Abdampf, am  Stutzen<B>16</B> die gekühlte Natronlauge in den       Injektor.    Im     Injektor    wird die Lauge zu  gleich verdünnt und unter Druck gesetzt,  so     dass    sie eine sehr hohe Temperatur an  nehmen kann, ohne zu verdampfen.

   Ihre  Wärme gibt sie in der Rohrschlange<B>18</B> an  den Verdampfer<B>19</B> ab und entspannt sich  im Ventil 20 auf den im Innern des     Natron-          kessels   <B>19</B> herrschenden Druck, unter welchem  sie ausgedampft wird. Die konzentrierte dicke  Lauge wird     in    der Rohrschlange 21 gekühlt  und darauf dem     Injektor   <B>17</B> wieder zugeführt.  Soll die volle     Ausdampfung    der Lauge ohne  Feuerung von aussen erfolgen, so kann man  den in     Fig.    4 zwischen die Rohrschlange 21  und den     Injektor   <B>17</B> eingeschalteten Apparat  <B>22</B> verwenden.

   In ihm wird die konzentrierte  dicke Lauge unter geringeren Druck als den       Abdampfdruck    gebracht, so     dass    ein ent  sprechender Wasserteil noch ausdampft. Vom  Behälter 22     muss    die Lauge eventuell zum       Injektor   <B>17</B> gedrückt werden.  



       Fig.   <B>5</B> zeigt eine Ausbildung des Wärme  transformators, welche alle Heizflächen ver  meidet. Der     Injektor   <B>17,</B> welchem bei<B>15</B>  Dampf und bei<B>16</B> konzentrierte gekühlte  Lauge zuströmt, drückt diese unter Mischung  mit dem Dampf     und    unter Wärmeentwicklung  in den Zwischenbehälter<B>23,</B> -welchen sie durch.  die Düse 24 mit hoher Temperatur wieder           verlässt.    Beim Ausströmen aus der Düse 24  entspannt sich die Lauge bis auf den ge  wünschten Frischdampfdruck, wobei ein Teil  des in ihr     entbaltenen    Wassers durch ihre  eigene Flüssigkeitswärme ausgedampft wird.

    Der Rest kann durch Feuerung von aussen  her oder in der bei     Fig.    4 beschriebenen  Weise durch ein nochmaliges weiteres Ent  spannen im Gefäss 22 ausgedampft werden.  



  Die Anwendung der Erfindung ist natür  lich nicht auf die Verwendung an     Eindampf-          anlagen    beschränkt.     DerWärmetransformator     kann ebenso gut beim Betrieb von Dampf  kraftanlagen Verwendung finden, wie über  haupt allgemein zur Verwertung von Wärme  mengen, welche wegen ihrer niedrigen Tempe  ratur schwer verwertbar sind, indem er deren  Temperatur heraufsetzt und dadurch die  Wärme verwendbar     maeht.    Der aus der  Flüssigkeit ausgedampfte Dampf kann dabei  selbst als Energieträger- auftreten, oder auch  seine Wärme zunächst an einen Zwischen  träger, zum Beispiel an Wasser, abgeben.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Erzeugung von Frisehdampf durch Einleiten von Abdampf in eine Flüssig keit, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Verdünnen der Flüssigkeit durch Einleiten von Abdampf freiwerdende Mischungswärme zum Eindampfen der Flüssigkeit benutzt wird.
    UNTERANSPRMIEIE <B>:</B> <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die konzentrierte Flüssigkeit zu einem Mischbehälter zu rückgeführt, aber vor ihrer Rückfülm,ung zum Mischbehälter durch Schichten weniger konzentrierter Flüssigkeit hindurcbgeführt wird, um die in der konzentrierten Flüssig keit enthaltene Wärme an die Schichten geringerer Konzentration abzuführen. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdünnung der Flüssigkeit stufenweise durchgefÜhrt und die freiwerdende Mischungswärme vor jeder neuen Verdünnung an Flüssigkeits teile geringerer Konzentration abgeleitet wird. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, 'dass die Erreichung der höchsten Konzentrationsgrade durch Druck entlastung der Flüssigkeit bewirkt wird.
CH101694D 1921-04-22 1922-04-05 Verfahren zur Erzeugung von Frischdampf durch Einleiten von Abdampf in eine Flüssigkeit. CH101694A (de)

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