DE364592C - Verfahren zur Erzeugung von Frischdampf durch Einleiten von Abdampf in Fluessigkeiten, wie z. B. Natronlauge - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Frischdampf durch Einleiten von Abdampf in Fluessigkeiten, wie z. B. Natronlauge

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DE364592C
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    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B1/00Methods of steam generation characterised by form of heating method
    • F22B1/20Methods of steam generation characterised by form of heating method using heat evolved in a solution absorbing steam; Soda steam boilers

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung von Frischdampf durch Einleiten von Abdampf in Flüssigkeiten, wie z. B. Natronlauge. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Erzeugung von Frischdampf durch Einleiten von Abdampf in Flüssigkeiten, wie z. B. Natronlauge, unter Zufuhr von Wärme zum Ersatz des Unterschieds im Wärmewert zwischen Frischdampf und Abdampf. Es ist bereits versucht worden, Dampf niederer Spannung in Natronlauge einzuleiten und die entstehende Wärme, welche mit hoher Temperatur auftritt, zur Erzeugung von Dampf höherer Spannung zu verwenden. Dies Verfahren hat insonderheit den. Nachteil, daß- die Erzeugung von Frischdampf infolge der allmählichen Sättiaung der Lauge nur kurze Zeit hintereinander möglich ist. Dampft man die Lauge nachher durch eine besondere Feuerung wieder ein,, so erhält man in dem hierbei entstehenden Dampf und in der hocherhitzten Flüssigkeit zusätzliche Wärmemengen, die man im Kreisprozeg nicht wieder nutzbar machen kann.
  • Nun, ist wei@terhiii, vorgeschlagen worden, die Eindamipfung der durch Abdampf verdünntem Lauge nicht durch eine Feuerung, sondern mittelbar wiederum durch Abdampf zu. bewirken. Hierbei geht jedoch die ganze Wärmemenge, welche bei der Eindämpfung der Lauge zur Dampferzeugung aufgewandt werden muß, dem Arbeitsp,rozeß verloren.
  • Diese Nachteile soll die vorliegende Erfindung dadurch vermeiden,, daß die beim Verdünnen der Lauge durch; Einleiten von Abdampf freiwerdende Mischungswärme zum Eindampfen, der Lauge mitb enntzt wird.
  • Die für die Eindämpfung erforderliche Wärm-emenigebesteht aus der Wärme, welche zur Steigerung der Temperatur der einzudampfenden Lauge erforderlich ist, und weiterhin aus der zur Dampferzeugung aufzuwendenden Wärme. Für erstere ist die eingedampfte Lauge der Wärmeträger (Flüssibkeitswärme), für letztere der erzeugte Frischdampf (Dampfwärme). Beide Wärmemengen werden dem Kreis.prozeß wieder zugefüh.rt, die Dampfwärme natürlich nach Abzwg der entnommenen Nutzleistung. Diese Nutzleistung entspricht dem Unterschied zwischen dem Wärmewert des Frischdampfes und dem des Abdampfes, und es läßt sich daher die Erzeugung hochgespannten Dampfes aus niedrig gespanntem Dampf durch eine Feuerung, welche, abgesehen von unvermeidbaren Wärmeverlusten, lediglich den Unterschied im Wärmewert zwischen Frischdampf und Abdampf ersetzt, beliebig lange durchführen. Es lassen sich bei diesem Verfahren die auftretenden Wärmemengen so gegeneinander abgleichen, daß die erzeugte Frischdampf menge voll wieder von der Lauge aufgenommen werden kann. Die konzentrierte Lauge kann vor dem Zusammentreffen mit dem Abdampf in der eigenen Lauge (Lauge mit tieferem Siedepunkt) oder durch Druckentlastung gekühlt werden. In beiden Fällen dient ihre Wärme zum Eindampfen der Lauge und kommt so in vollem Umfang dem Kreisprozeß zugute.
  • Führt man das Eindampfen der Lauge nicht ganz unter Hochdruck durch, sondern teilweise unter höherem, teilweise unter geringerem Druck als dem Abdam:pfdruck, so kann eine Feuerung unter Umständen überhaupt entfallen. natürlich erhält man dann erheblich weniger Hochdruckdampf, als man Abdampf zuführt, da man ja den Abdampf gewissermaßen in; höher gespannten und in niedriger gespannten Dampf spaltet.
  • Von Bedeutung ist auch, daß die Erzeugung von hochgespanntem Dampf aus Abdampf ohne Anwendung mechanischer Energie erfolgt (Wärmepumpe), welcher ja ihrerseits wieder mit großen Verlusten aus Wärmeenergie erzeugt werden muß, sowie ohne ein Aufladen von Zeit zu Zeit, indem sich der ganze Vorgang in einem geschlossenen Kreisprozeß abspielt.
  • Das Verfahren -wird auf der Zeichnung an Hand einiger schematiseb, dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
  • In der Abb. i ist eine Eindampfungsanlage dargestellt, bei welcher der Abdampf des Heizkessels i dem Wärmetransformator u' zugeleitet wird, welcher seinerseits die im Abdampf enthaltene Wärmemenge in Form von Frischdampf dem Heizkessel wieder zuleitet, wobei der Frischdampf sich in der Rohrschlange :2 niederschlägt und damit den Kessel beheizt. Die Wirkungsweise des Wärmetransformators ist dabei folgende: In dem Kesse13 wird Natronlauge eingedampft. Im oberen Teil ist die Siedetemperatur der Lauge der geringen Konzentration entsprechend niedrig, während sie weiter unten mit zunehmender Konzentration immer höher wird. Durch das Rohr 4 wird die heiße konzentrierte Lauge abgeführt, kühlt sich in der Rohrschlange 5 in der dünnen Lauge ab, entspannt sich im Ventil 6 auf den Druck des Abdampfes des Heizkessels i und vereinigt sich mit :dessen Abdampf im Mischer 7 unter erheblicher Wärmeentwicklung. Die entstehende Wärme (Mischungswärme) wird in den Rohrschlangen 8, 9 und io an. die- im Innern des Natronkessels 3 befindliche Lauge übertragen.
  • Der Mischer ist so gebaut, daß die durch das Venti16 strömende gekühlte konzentrierte Lauge nacheinander die Rohrschlangen 8, 9 und io durchläuft, wobei ihr jedesmal vor Eintritt in eine neue Rohrschlange ein weiterer Teil des Abdampfes beigemischt wird. Es wird hierdurch erreicht, daß die Lauge zunächst wesentlich höhere Temperaturen annehmen kann, ohne zu sieden, als sie dies tun könnte, wenn sogleich, eine weitgehende Verdünnung vorgenommen würde, da der Siedepunkt mit der Verdünnung sinkt. Die L augentemperatur ist in 8 also höher als in 9, und, in 9 ist sie höher als in io.
  • Durch ,die Pumpe i i wird die verdünnte Lauge in den Natronkessel@ 3 gepumpt, tvo sie unter höherem Druck ausgedampft wird. Der entstehende Lau.gendampf wird wiederum in der Rohrschlange 2 niedergeschlagen., während die konzentrierte Lauge nach Kühlung in der Rohrschlange 5 wieder dem Mischer zuströmt.
  • Da der Druck im- Natronkessel3 höher ist als der Druck im Mischer 7, kann die Mischungswärme nur unter bestimmten , erhältnisse:n zur Ausdampfung der Lauge im N atronkessel 3 herangezogen werden. Die Siedetemperatur der Natronlauge steigt mit dem Druck, im stärkeren Maße aber noch mit der Konzentration. Die Verhältnisse müssen daher so gegeneinander abgeglichen «-erden, daß die Konzentration der Lauge in den Rohrschlangen 8, 9 und io größer ist als die Konzentration der jeweils außerhalb dieser Rohrschlangen befindlichen einzudampfenden Lauge des Laugenkessels 3. Die Konzentrationen müssen also in der Weise gegeneinander versetzt werden, daß eine Aus-4ampfun.g über die in der Rohrschlange 8 herrschende Konzentration hinaus im untersten Teil des Laugenkessels 3 durch Feuerung 12 von außen her bewirkt wird.
  • Im Mischer 7 sinkt die Temperatur mit zunehmender Verdünnung. Die bei der letzten Phase der Verdünnung freiwerdende Wärme kann nicht mehr zur Verdampfung der Lauge unter höherem Druck Verwendung finden, -da dünnere Lauge nicht vorhanden ist, an welche sie ihre Wärme abgeben könnte. Es kann sich daher empfehlen, einen Teil des Verdampfers unter geringen Druck zu setzen (z. B. durch Niederschlagen des entstehenden Dampfes in einem Kondensator 13) und so den Teil des Mischers 7, der durch die Verschiebung der Konzentrationen im Mischer und Verdampfer gegeneinander in Abb.2 nach oben übersteht, seine Wärme an denjenigen Teil des Verdampfers 3 abgeben zu lassen, welcher nach unten übersteht. Die letzte Phase der Verdünnung gibt dann also ihre Wärme an die letzte Phase der Verdichung ab. Zwischen dem oberen und unteren Teil des Behälters 3 ist eine Öffnung vorgesehen, die zweckmäßig reäelbar ist, da in beiden Teilen des Behälters 3 verschiedener Druck herrscht.
  • Die konzentrierte Lauge wird nach der Ausdampfung durch eine Pumpe wieder auf Atmosphärendruck gebracht und in den Mischer geleitet. Da sie bei geringem Druck ausgedampft ist, ist sie in manchen. Fällen bereits kühl genug, in anderen wird man sie zwecks Kühlung, z. B: in der in Abb. i angegebenen Weise, in geringer konzentrierterer Lauge des Verdampfers kühlen.
  • Eine weitere Möglichkeit, die Mischungswärme der dünnsten Laugenteile des Mischers auszunutzen, besteht darin, daß man der Lauge vor Eintritt in den Verdampfer, z. B. durch eine Leitung 14 in Abb. 3., Zusatzwasser beirn:ischt, welches durch die äußere Feuerung 12 wieder ausgedampft werden muß, -damit die Lauge immer mit derselben Konzentration in den Mischer 7 eintritt.
  • Gestattet der Druck des Abdampfes die Verwendung eines Dampfinjektors, so kann die Anordnung nach Abb. q. getroffen werden. Der Mischer besteht hierbei aus einem Injektor mit anschließender Rohrschlange. Am Stutzen 15 tritt der A'bdainpf, am Stutzen 16 die gekühlte Natronlauge in den Inj ektor. Im Injektör wird die Lauge zugleich verdünnt und unter Druck gesetzt, so daß sie eine sehr hohe Temperatur annehmen kann, ohne zu verdampfen. Ihre Wärme gibt .sie in der Rohrschlange 18 an den Verdampfer i9 ab .und entspannt sieh im Ventil2o auf den im Innern -des Natronkessels i9 herrschenlden Druck, unter welchem sie ausgedampft wird. Die konzentrierte dicke Lauge wird. in der Rohrschlange 2i gekühlt und darauf dem Inj ektor 17 wieder zugeführt. Soll die volle Ausdampfun:g der Lauge ohne Feuerung von außen erfolgen, so kann man ,den in Abb. 4 zwischen die Rohrschlange 21 und den Inj-ektor 17 eingeschalteten Apparat 22 verwenden. Im ihm wird,die konzentrierte dicke Lauge unter geringerem Druck als den Abdampfdruck gebraucht, so daß ein entsprechender Wasserteil noch ausdampft. Vom Behälter 22 muß 'die Lauge evtl. zum Injektor 17 gedrückt werden.
  • Abb. 5 zeigt eine Anordnung des Wärmetransformators, welche alle Heizflächen vermeidet. Der Injektor 17, welchem bei 15 Dampf und bei 16 konzentrierte .gekühlte Lauge zuströmt, drückt diese unter Mischung mit dem Dampf und unter Wärmeentwicklung in den Zwischenbehälter 23, welchen sie durch :die Düse 24 mit hoher Temperatur wieder verläß.t. Beim Ausströmen aus der Düse 24 entspannt sich die Lauge bis auf den gewünschten Frischdampfdruck, wobei ein Teil des in ihr enthaltenen Wassers durch ihre eigene Flüssigkeitswärme ausgedampft wird. Der Rest kann durch Feuerung von außen her oder in der bei Abh.4 beschriebenen. Weise durch einnochmaliges weiteres Entspannen ausgedampft werden. Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf die Verwendung an Eindampfan:lagen beschränkt.. Der Wärmfetransformator kann ebenso gut beim Betrieb von Dampfkraftanlagen; Verwendung finden, wie überhaupt allgemein zur Verwertung von Wärmemengen,welche wegen ihrer niedrigen Temperatur .schwer verwertbar sind, indem er deren Temperatur heraufsetzt und dadurch die Wärme verwendbar macht. Der aus der Lauge ausgedampfte Dampf kann, dabei selbst als Energieträger auftreten oder auch seine Wärme zunächst an einen Zwisc'henträg'er, z. B. an Wasser, abgeben.

Claims (4)

  1. PATE1\TT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erzeugung von Frischd,ampfdurch Einleiten von Abdampf in Flüssigkeiten, wie z. B. Natronlauge, unter Zufuhr von Wärme zum Ersatz des Unterschiedes im Wärmewert zwischen Frischdampf und. Abdampf, dadurch gekennzeichnet, d'aß die beim Verdünnen der Flüssigkeit durch Einleiten von Abdampf in einer, Mischbehälter (7) freiwerdende Mischungswärme zum Eindampfen der ,in einem Eindampfbehälter (3) zu verdampfenden Flüssigkeit benutzt wird, die dann dem Mischbehälter (7) im Kreislauf wieder zugeführt werden, kann.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, - daß die konzentrierte Flüssigkeit bei ihrer Rückführung vom Eindampfbehälter zum Mischbehälter im Eindampfbehälter (3) durch Schichten weniger konzentrierter Flüssigkeit mittels einer Heizleitung (5) hindurchgeführt wird, um die in der konzentrierten Flüssigkeit enthaltene Wärme an Schichten geringerer Konzentration abzuführen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdünnung der Flüssigkeit in Stufen (8, g, io) durchgeführt und die zu verdünnende Flüssigkeit vor jeder neuen Verdünnung zur Abgabe der freiwerdenden Mischungswärme an Flüssigkeitsteile geringerer Konzentration mit solchen zum Wärmeaustausch gebracht und hierauf der nächsten Mischungsstufe zugeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch. i, -dad'urc'h gekennzeichnet, daß die Erreichung der höchsten Konzentrationsgrade durch Druckentlastung (Verbindung mit dem Kondensator, mit :dem Außendruck o. dgl.) der -heißen Lauge bewirkt wird.
DEK77294D 1921-04-23 1921-04-23 Verfahren zur Erzeugung von Frischdampf durch Einleiten von Abdampf in Fluessigkeiten, wie z. B. Natronlauge Expired DE364592C (de)

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