CH102143A - Verfahren zur Darstellung von Lobelin. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Lobelin.

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CH102143A
CH102143A CH102143DA CH102143A CH 102143 A CH102143 A CH 102143A CH 102143D A CH102143D A CH 102143DA CH 102143 A CH102143 A CH 102143A
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CH
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lobeline
anthraquinone
acid
therapeutically valuable
alcohol
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Sandoz Chemische Fabri Vormals
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Chem Fab Vormals Sandoz
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D211/00Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings
    • C07D211/04Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D211/06Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D211/08Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to ring carbon atoms
    • C07D211/18Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring carbon atoms
    • C07D211/30Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring carbon atoms with hydrocarbon radicals, substituted by doubly bound oxygen or sulfur atoms or by two oxygen or sulfur atoms singly bound to the same carbon atom
    • C07D211/32Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring carbon atoms with hydrocarbon radicals, substituted by doubly bound oxygen or sulfur atoms or by two oxygen or sulfur atoms singly bound to the same carbon atom by oxygen atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Darstellung von     Lobelin.       Die Alkaloide der     Lobelia        inflata    bilden  ein kompliziertes Gemisch mehrerer Basen,  das gewöhnlich als honigartige Masse be  schrieben wird und aus dem die einzelnen,  physiologisch verschieden wirkenden Kom  ponenten infolge ihrer ähnlichen physikali  schen und chemischen Eigenschaften und ihrer  Empfindlichkeit namentlich gegen wässerige  Säuren nur umständlich und unter     Verlusten     isoliert werden konnten.

   Es fehlte zum Bei  spiel an einer Methode, um das therapeutisch  wertvolle     Lobelin,    unter Umgehung von sauren       wässerigen    Lösungen, einfach durch die Bil  dung eines charakteristischen     schwerlöslichen     Salzes von den     Begleitalkaloiden    glatt abzu  trennen und so zur einheitlichen kristalli  sierten Base und ihren gebräuchlichen Salzen  zu gelangen.  



  Es wurde nun gefunden, dass es gelingt,  mit Hilfe der     Anthrachinon-ss-monosulfosäure     das therapeutisch wertvolle     Lobelin    aus dem  Gemisch mit seinen     Begleitalkaloiden    in Form  eines     schwerlöslichen,    gut kristallisierenden  und beständigen Salzes abzuscheiden, wäh  rend die     Salze    der Begleitalkaloide infolge    ihrer grösseren Löslichkeit unter den Versuchs  bedingungen in Lösung bleiben.  



  Das Verfahren beruht also darauf, dass  man zu einem Gemisch der     Lobelia-Alkaloide          Anthrachinon-p-monosulfosäure    zusetzt, wobei  das therapeutisch wertvolle     Löbelin    in Form  des     schwerlöslichen    Salzes dieser Säure ab  geschieden wird, worauf man nach erfolgter  Filtration eine alkalische Substanz, z. B. Na  tronlauge, zu dem     anthraehinon-ss-monosulfo-          sauren        Lobelin    hinzufügt und so die freie  Base herstellt.

   Man kann diese zum Beispiel  dadurch gewinnen, indem man zum Beispiel das  Salz in feingepulvertem Zustand in Wasser  suspendiert, unter Zufügen von Ammoniak  mit Äther oder Chloroform die freie Base  aufnimmt und durch Einengen der Lösung  das     Lobelin    zur Kristallisation bringt.  



  Die     Abscheidung    des therapeutisch wert  vollen     Lobelins    in Form seines     anthrachinon-p-          monosulfosauren    Salzes aus dem natürlichen  Gemisch der     Lobelia-    Alkaloide wird vorteil  haft dadurch bewirkt, dass man das     Alka-          loidgemisch    in Alkohol löst,

   das therapeutisch  wertvolle     Lobelin    durch Zusatz einer alko-           holischen    Lösung der     Anthrachinon-ss-mono-          sulfosäure    ausfällt und das ausgeschiedene  Salz nach dem     Abfiltrieren    aus heissem Alkohol       unikristallisiert.    Man kann auch so verfah  ren, dass man das aus ätherischer Lösung mit  einer Säure- ausgefällte Gemisch der Salze  der     Lobelia-Alkaloide    in Alkohol löst und  daraus das therapeutisch wertvolle     Lobelin     durch Zusatz einer alkoholischen Lösung der       Arrthrachirion-p-monosulfosäure    kristallinisch  abscheidet.

   Man kann auch wie folgt ver  fahren: Aus dem in einem mit Wasser nicht  mischbaren organischen     Solvens    gelösten     Lo-          belia-Alkaloidgemisch    kann man das therapeu  tisch wertvolle     Lobelin    durch     Schütteln    mit  einer wässerigen Lösung der     Anthrachinon-p-          rnonosulfosäure    abscheiden und das ausgeschie  dene und     abfiltrierte        anthrachinon-p-rnonosulfo-          saure        Lobelin    aus Alkohol     umkristallisieren.     



  Das bisher unbekannte, in diesem Ver  fahren zur     Alkaloidtrennung    benützte     anthra-          chinon-@-monosulfosarire        Lobelin    kristallisiert  aus Alkohol in hellkanariengelben, glänzenden,  dünnen, rhombischen Blättchen oder Spiessen,  es erweicht unter Braunfärbung oberhalb 2000  und schmilzt unter Zersetzung bei langsamem  Erhitzen schon von     206'0    C     (corr.)    an. In  der     gälte    ist es in Alkohol sehr schwer, bei       Siedetemperatur    in 150 Teilen löslich, in  kaltem Wasser ist es beinahe unlöslich.

   Es       enthält        2,1        %        Stickstoff        und        5,0        %        Schwefel.       <I>Beispiel 1:

  </I>  Das aus 4,5 kg     Lobelia        inflata    durch Ex  traktion und Abtrennung von nicht basischen       Begleitstoffen    nach bekannter Methode ge  wonnene klare, honigartige, zähe Alkaloid  gemisch (18 g) wird in der fünffachen Menge  Alkohol gelöst, filtriert und mit etwa dem  halben Gewicht     Anthrachinon-f-monosulfo-          säure,    welche in<B>15-20</B> ccm Alkohol gelöst  sind, versetzt. Nach eintägigem Stehen werden  7,5 g des     anthrachinori-p-monosrrlfosauren          Lobelins    in Form von hellgelben, dünnen,  rhombischen Blättchen abgesaugt.

   Die Ana  lyse des schon in diesem Zustande     analysen-          reinen        Produktes        ergab        für        N    :     2,17        %     (0,4163 g gaben 6,45 ccm n/10     NHs    nach         Kjeldahl),    für S : 5,07 % (0,2562 g gaben  0,0946 g     BaSO.i    nach     Carius).    Die Analyse  des aus heissem Alkohol umkristallisierten  Präparates ergab für N :

   2,05 0/0 (0,2838 g  gaben 4,14     ccrn    n/10     NH3    nach     Iyeldahl).     Theorie für     C-#3        H.29        0#-,N.        S03        HCi4        H-#Oa    für       N    :     2,19        %,        für        S    :     5,01        0%.     



  Zur Darstellung des freien     Lobelins    aus  dein     anthrachinon-p-inonosulfosariren    Salz sus  pendiert man dieses in     feingepulverter    Form  in Wasser und zerlegt es mit Ammoniak  unter Ausschütteln der Base mit Äther. Beim  Verdampfen des Äthers     hinterbleibt    das reine       Lobelin    als weisse kristalline Masse, die ohne  weitere Reinigung auf geeignete Salze, z. B.  das Chlorhydrat, auf bekannte Weise verar  beitet werden kann.  



       Beispiel   <I>2:</I>  Die Rohbasen aus     Lobelia        inflata    werden  in etwa der fünfzigfachen Menge Äther gelöst  und die Lösung durch Filtration geklärt.  Hierauf wird gesättigte, ätherische     Ogalsäure     so lange zugesetzt, als eine Fällung entsteht.  Die Basen des Gemisches werden so als       Oxalate    abgeschieden.

   Man sammelt nun die  Ausscheidung, löst sie in Alkohol, fällt daraus  wie in Beispiel 1 das therapeutisch wertvolle       Lobelin    durch Zusatz einer alkoholischen Lö  sung von     Anthrachinon-ss-monosulfosäure    in  Form des kristallinischen Salzes dieser Säure  aus und bereitet daraus auf bekannte Weise  die freie Base und ihre für den therapeutischen  Gebrauch geeigneten Salze.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung des therapeu tisch wertvollen Lobelins aus Gemischen der Lobelia-Alkaloide, dadurch gekennzeichnet, dass man zu einem Gemisch der Lobelia- Alkaloide Arithrachinori-p-monosulfosäure zu setzt, wobei das therapeutisch wertvolle Lobelin in Form des schwerlöslichen Salzes dieser Säure abgeschieden wird, worauf rnan nach erfolgter Filtration eine alkalische Sub stanz zu dem.arrthracliinon-@-monosrilfosauren Lobelin hinzufügt und so die freie Base herstellt.
    UN TERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das natürliche Gemisch der Lobelia-Alkaloide in Alkohol löst, das therapeutisch wertvolle Lobelin durch Zusatz einer alkoholischen Lösung der Anthrachinon-p-monosulfosäure ausfällt und das ausgeschiedene Salz nach dem Abfiltrieren aus heissem Alkohol umkristal lisiert. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das aus äthe rischer Lösung mit einer Säure ausgefällte Gemisch der Salze der Lobelia-Alkaloide in Alkohol löst und daraus das therapeu- tisch wertvolle Lobelin durch Zusatz einer alkoholischen Lösung der Anthrachinon-p- n ionosulfosäure kristallinisch abscheidet. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man aus dem in einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Solvens gelösten Lobelia-Alkaloidgemisch das therapeutisch wertvolle Lobelin durch Schütteln mit einer wässerigen Lösung der Anthrachinon-p-monosulfosäure ab scheidet und das ausgeschiedene anthra- chinon-@-monosulfosaLire Lobelin aus Al kohol umkristallisiert.
CH102143D 1922-11-20 1922-11-20 Verfahren zur Darstellung von Lobelin. CH102143A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2525785A (en) * 1949-12-05 1950-10-17 Feinstein Louis Process for extracting alkaloidals from plants with aqueous ammoniaethylene dichloride mixture

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2525785A (en) * 1949-12-05 1950-10-17 Feinstein Louis Process for extracting alkaloidals from plants with aqueous ammoniaethylene dichloride mixture

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