CH102282A - Verfahren zur vollkommenen Entfernung von Seife aus Schlamm von kohlensaurem Kalk. - Google Patents

Verfahren zur vollkommenen Entfernung von Seife aus Schlamm von kohlensaurem Kalk.

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CH102282A
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D13/00Making of soap or soap solutions in general; Apparatus therefor

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Description


  Verfahren zur     vollkommenen    Entfernung von Seife aus Schlamm  von kohlensaurem Kalk.         Die*Entfernung    von Seife aus dem bei  der Umsetzung von Kalkseife mit     Sodalösung     zu     Natronseife    und kohlensaurem Kalk nach  der     Aussalzung    ausfallender), noch     seifenhal-          tigen    kohlensauren Kalkschlamm (Verfahren       Krebitz)    war bisher nur dann ziemlich rest  los möglich, wenn im gesamten Seifenansatz  mindestens 250o     Kokos-    (Kopra-) oder Palm  kernöl mit verseift wurden,

   also auch die im  ausfallenden kohlensauren Kalkschlamm ent  haltene Seife den gleichen Prozentsatz Leim  fettseife, d.     'h.        Kokos-    (Kopra-) oder     Palm-          ke)-nölseife,    enthielt.

   Der bei der Umsetzung  von Kalkseife mit     Sodalösung    entstehende  und mit der Unterlauge ausscheidende kohlen  saure Kalkschlamm reisst nämlich je nach  dem Fettansatz, der zur Herstellung der  Kernseife verwendet wurde, und je nach dem       Grad        der        Aussalzung    3     bis        15%        Natronseife        in     Form von Kernseife mit sich, trotzdem die Na  tronseife doch ein     erheblieh    geringeres spezi  fisches Gewicht besitzt, als die Unterlauge;

    die sich nach dem Aussahen und Kochen  zwischen den oben ausgeschiedenen Natron-         seifenkern    und kohlensauren Kalkschlamm  lagert. Der mitgerissene Rest Seife konnte  nur durch     Aufschlemmen    des     Kalkschlammes     mit heissem Wasser oder ganz schwacher       Sodalösung,    wodurch die Kernseife in dünne  Seifenlösung übergeht,, gewonnen werden.

    Bestand der Seifenansatz jedoch nur aus  tierischen Fetten, gehärteten     Tranen    und  Ölen, Palmöl, 'Pflanzentalg oder flüssigen  Ölen, wie Olivenöl,     Sulfuröl,.        Baumwollsamen-          öl,    oder überhaupt aus solchen Fetten und  Ölen, deren     Alkaliseifen    bei der Verdünnung  mit Wasser sehr stark     hydrolysieren,    ohne  grösseren Zusatz von.

   Leimfetten, wie zum  Beispiel     Kokos-    (Kopra-) oder     Palmkernöl,     so liess sich der abfallende, noch seifenhaltige  kohlensaure Kalk nur sehr schwer     durch-An-          schlemmen    mit heissem Wasser oder ganz  schwacher     Salzsodalösung    durch     Dekantierung     bis auf 10o Seife     entseifen.    Filtrieren oder  zentrifugieren liess sich ein derartiger Kalk  schlamm überhaupt nicht.  



  In der Schweiz. Patentschrift Nr. 99287  ist nun ein Verfahren beschrieben, bei wel-           chem    die Entfernung von mitgerissener Seife  aus Schlamm von kohlensaurem Kalk der von  solchen Seifenansätzen stammt, die wenig  oder keine     Leimfettseifen,        Kokos-    (Kopra-)  oder     Palmkernölseife,    enthalten, restlos und  rasch dadurch herbeigeführt werden kann,  dass man dem     Kalkselilainin    mindestens 25 0/0  des     Gesamtseifengehaltes    des Kalkschlammes       Kokos-    (Kopra-) oder     Palinkernölseife    zusetzt,

    wobei die gesamte im     Kalkschlamm    enthaltene       Natronseife    sich - beim     Aufschlemmen    mit  heissem oder kochendem Wasser leicht und  rasch auflöst und sich vom kohlensauren Kalk  glatt     abfiltrieren    lässt, während die     Kalk-          kuchen    sich vollkommen auslaugen lassen,  so dass ein seifenfreier, ziemlich trockener,  kohlensaurer Kalk. erhalten wird.  



  Die vorliegende Erfindung     betrifft    nun  ein dem soeben beschriebenen ähnliches Ver  fahren zur vollkommenen Entfernung von  Seife aus Schlamm - von kohlensaurem Kalk,  das aber dann in Anwendung kommen soll,  wenn man keine     Kokos-    (Kopra-) oder     Palin-          kernölseife    zur Verfügung hat.

   Gemäss die  sem Verfahren setzt man den Kalkschlamm  vor dem üblichen Ausziehen der darin ent  haltenen Seife durch Behandeln desselben  mit Wasser Harzseife in solcher Menge zu,       dass        sie        mindestens        20        %        des        Gesamtseifen-          gehaltes    des Kalkschlammes beträgt,         Beispiel:

       Zu 4500 Gewichtsteilen seifenhaltigen  Schlammes von kohlensaurem Kalk von der  Umsetzung von     Palinölkalkseife    enthaltender  Kalkseife mit Soda stammend, werden 150  Teile Harzseife nebst ca. 6-8000 Liter  Wasser bis zur     Aufschlemmung    und Bildung  einer drinnen Seifenlösung unter     Durcbmi-          schen    zugesetzt. Nach einiger Ruhe scheidet  sich eine klare Seifenlösung aus. Es wird  filtriert. Der gebildete Kalkkuchen     bann    in  einer Filterpresse ausgelaugt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur vollkommenen Entfernung der Seife aus Schlamm von kohlensaurem Kalk, welcher von der Umsetzung von Kalk seifen mit wenig oder gar keinem Leimfett seifengehalt mit Sodalösung herrührt, da durch gekennzeichnet, dass man dem Kalk schlamm vor dem üblichen Ausziehen der darin enthaltenen Seife durch Behandeln des selben mit Wasser Harzseife in solcher'11lenge zusetzt, dass sie mindestens 20'/o des Ge- saintseifengehaltes des Kalkschlammes. be trägt. Peter KREBITZ.
CH102282D 1921-10-03 1921-10-03 Verfahren zur vollkommenen Entfernung von Seife aus Schlamm von kohlensaurem Kalk. CH102282A (de)

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