CH99287A - Verfahren zur vollkommenen Entfernung von Seife aus Schlamm von kohlensaurem Kalk. - Google Patents

Verfahren zur vollkommenen Entfernung von Seife aus Schlamm von kohlensaurem Kalk.

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CH99287A
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D13/00Making of soap or soap solutions in general; Apparatus therefor

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Description


  Verfahren zur vollkommenen Entfernung von Seife aus Schlamm von  kohlensaurem Kalk.    Die Entfernung von Seife aus dem bei  ,der Umsetzung von Kalkseife mit     Sod.alösung     zu     Natronseife    und kohlensaurem     Kalk    nach       .der        Aussalzung    ausfallenden noch     seifenhal-          tigen    kohlensauren Kalkschlamm (Verfahren       Krebitz)    war bisher nur dann ziemlich rest  los möglich, wenn im gesamten Seifenansatz  mindestens 25     %        Kokos-    (Kopra-) oder Palm  hernöl :

  mit verseift wurden, also auch die im  ausfallenden kohlensauren     Kalkschlauem    ent  haltene Seife den gleichen     Prozentsatz    Leim  fettseife, d. i.     Kokos-    (Kopra-) oder Palm  kernölseife enthielt.

   Der bei der Umsetzung  von Kalkseife mit     Sodalösung    entstehende  und sich mit der Unterlauge ausscheidende  kohlensaure Kalkschlamm reisst nämlich je  nach dem Fettansatz, der zur Herstellung der  Kernseife     verwendet    wurde, und je nachdem  Grad der     Aussalzung    3 bis 15 %     Natronseife     in Form von Kernseife mit sich, trotzdem die       Natronseife    doch ein erheblich geringeres spe  zifisches Gewicht besitzt, als die Unterlauge,  die sich nach dem     Auss.alzen    und Kochen zwi  schen den oben ausgeschiedenen Natronseifen-    kern und kohlensauren Kalkschlamm lagert.

    Der mitgerissene Rest Seife konnte nun durch       Aufs-chlemmen    des     Kalkschlammes    mit hei  ssem Wasser oder ganz schwacher     So-dalösung,     wodurch -die Kernseife in dünne Seifenlösung  übergeht, gewonnen werden. Bestand der Sei  fenansatz jedoch nur aus tierischen Fetten, ge  härteten Tranen und Ölen, Palmöl, Pflanzen  talg oder flüssigen Ölen wie Olivenöl,     Sulfur-          öl,        Baumwolls.amenöl,    oder überhaupt aus sol  chen Fetten und Ölen, deren     Alkaliseifen    bei  ,der Verdünnung mit Wasser sehr stark     hy-          drolysieren,    ohne grösseren Zusatz von Leim  fetten, wie z.

   B.     Kokos-    (Kopra-) oder     Palm-          kernöl,    so liess sich der- abfallende, noch     sei-          fenhaltige    kohlensaure Kalk nur sehr schwer  durch     Anschlemmen    mit heissem Wasser oder  ganz schwacher salzhaltiger     Soidalösung     durch     Dekantierung    bis auf 1 % Seife     ent-          seifen.    Filtrieren oder     zentrifugierexi    liess  sich ein derartiger Kalkschlamm     überhaupt     nicht.  



  Es gelingt nun erfindungsgemäss die Ent  fernung von mitgerissener Seife aus Schlamm      von kohlensaurem Kalk, der von solchen Sei  fenansätzen stammt, ,die wenig oder keine       Leimfettseifen,        Kokos-    (Kopra-) oder     Palm-          kernölseife,    enthalten, restlos und rasch     da-          ,durch,        dass    man dem Kalkschlamm minde  stens 25 % des     Gesamtseifengehaltes    des  Kalkschlammes     Kokos-    (Kopra-) oder     Palm-          kernölseife    zusetzt.

   Wie schon oben gesagt,  reisst .der mit der Unterlauge sieh ausschei  dende kohlensaure Kalkschlamm 3 bis 15 %  Seife mit. Die gesamte im     Kalkschlamm    ent  haltene     Natronseife    löst sich nun beim Auf  schlemmen mit     heissem    oder kochendem Was  ser leicht und rasch auf, sie lässt sich vom  kohlensauren Kalk glatt klar     abfiltrieren.     Die     Kalkkuchen    lassen sich vollkommen aus  laugen, so     dass.    ein seifenfreier, ziemlich     trok-          kener,    kohlensaurer Kalk erhalten wird.

   Die  Wiedergewinnung .der Seife aus dem Kalk  schlamm     nach    vorliegendem Verfahren ge  stattet nun jeden beliebigen Fettansatz nach  dem eingangs erwähnten     Krebitzschen    Ver  fahren zu verarbeiten. Es sind entgegen bis  her .mindestens 25 bis 45 % zum gesamten       Seifenansatz    nur 1 bis 6 %     Kokos-    (Kopra-)  oder     Palmkernölseife    erforderlich, weil ja. der  Kalkschlamm nur 3 bis 15 % Seife mitreisst,  welche mit nur 25 %     Leimfettseife,        d.    i.

       Ko-          kos-    (Kopra-) oder     Palmkernölseifenzusatz     eine solche Zusammensetzung bekommt, dass  der Kalkschlamm leicht ausgezogen werden  kann.  



  Das vorliegende Verfahren wird an fol  genden     Ausführungsbeispielen    näher er  läutert.         Beispiel        Y:     Zu     .1500    Gewichtsteilen     seifenhaltigen     Schlammes von kohlensaurem Kalk von der  Umsetzung der Kalkseife mit Soda aus einem  Seifenansatz stammend, der weder     Kokos-          (Kopra-)    noch     Palmkernölseife,    aber 270  Teile andere Seife enthält, werden 90 Teile       Kokos-    (Kopra-) oder     Palmkernölseife    und       tlie    zur Lösung :

  der gesamten vorhandenen  Seife und zur     Aufsehlemmung    des kohlen  sauren     Kalkschlammes    erforderliche Menge  Wasser, 6 bis 8000 Liter, je nach dem Grad    der ursprünglichen     Aussalzung,    oder ganz       schwaches    Salzwasser zugesetzt, durchge  mischt oder kurz aufgekocht. Nach einiger  Ruhe scheidet sich oben eine klare, etwa 3  bis     6-grädige    Seifenlösung aus. In     diesem     Falle ist der seifenhaltige Kalkschlamm mit       genügender    Menge Wasser     aufgeschlemmt     und kann filtriert und die gebildeten Kalk  kuchen in den     Filterpressen    ausgelaugt wer  ,den.

           Beispiel   <I>2:</I>  Zu 4500 Teilen     Kalkschlamm    von der  Umsetzung von     Talgkalkseife    mit Soda  lösung, der 600 Teile     Talgnatronseife    ent  hält, werden 200 Teile     Kokosseife        und    Was  ser oder schwaches Salzwasser zugegeben.  Die weitere Verarbeitung erfolgt wie unter  Beispiel 1 angegeben.  



       Beispiel   <I>3:</I>  Zu 4000 Teilen     Kalkschlamm    von der  Umsetzung von     Sulfuröllzalkseife    mit Sofia  lösung, welche     zirka    2 bis 300 Teile     Sulfur-          ölnatronsefe    enthält, werden 100 Teile     Ko-          kos-    (Kopra.-) oder     Palmkernölseife    und etwa.  6     bis    7000 Liter Wasser bis zur Lösung der  Seife zugesetzt.. Die     Weiterverarbeitung    er  folgt gemäss Beispiel 1.  



       Beispiel   <I>4:</I>  Zu 4500 Teilen     Kalkschlamm    von der  Umsetzung von     Knochenfettkalkseife    mit So  dalösung, der etwa 400 bis 450 Teile     Kno-          chenfettnatronseife    .aufweist, werden 150  Teile     Palmkernöl-    oder     Kokosseife    und etwa  6 bis 8000 Liter Wasser bis zur     Aufschlem-          mung    und dünnen Lösung der Seife zuge  setzt. Die     Weiterverarbeitung        erfolgt    gemäss  Beispiel 1.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII Verfahren zur vollkommenen Entfernung der Seife aus Schlamm von kohlensaurem Kalk, welcher von der Umsetzung von. Soda- lösun.g .mit Kalkseifen mit wenig oder gar keinem Leimfettseifengehalt herrührt, da durch gekennzeichnet, dass man dem Kalk schlamm vor dein üblichen Ausziehen der - darin enthaltenen Seife durch Behandeln mit Wasser der im Kalkschlamm enthaltenen schwerlöslichen Natronseife in solcher Menge Kokos- (Kopra-) oder Palmkernölseife zu- setzt,
    dass sie mindestens 25 % des Gesamt seifengehaltes des Kalkschlammes beträgt.
CH99287D 1921-10-03 1921-10-03 Verfahren zur vollkommenen Entfernung von Seife aus Schlamm von kohlensaurem Kalk. CH99287A (de)

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