CH102550A - Verfahren zur Erzeugung einer Druckform für Vervielfältigungszwecke. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung einer Druckform für Vervielfältigungszwecke.

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CH102550A
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Co Hermann Hurwitz
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Hermann Hurwitz & Co
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  Verfahren zur Erzeugung einer Druckform für     Vervielfältigungszweche.       Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein  Verfahren zur Erzeugung einer an den Druck  stellen Fettfarbe     annehmenden,    an den übrigen  Stellen Fettfarbe abstossenden     Drüekform    für  Vervielfältigungszwecke. Hierbei wird eine  Metallplatte mit einer die Metalloberschicht  in Lösung bringenden Flüssigkeit eingerieben,  worauf dann ein mit einer die Metallösung  fällenden Tinte angefertigtes Original auf der  Platte abgezogen und mit der Fettfarbe ein  gefärbt wird. Bisher hat man als Form zur  Ausübung des Druckverfahrens Platten aus  Glas, Porzellan, Email und dergleichen ver  wendet.

   Es hat sich aber durch Versuche  ergeben, dass sich nach dem oben angegebenen  Verfahren bedeutend bessere Resultate erzielen  lassen, wenn man Platten aus solchen Me  tallen verwendet, deren Salze mit der Tinte  sich fällen lassen. Dazu muss die Platte derart  präpariert     werden,    dass sich eine ganz feine,       unmessbare    Schicht eines zur Fällung durch  die Tinte geeigneten Metallsalzes bildet, was  durch Einreiben der Platte mit der die Metall  oberschicht in Lösung bringenden Flüssigkeit  geschieht. Als die Metalloberschicht in Lösung  bringende Flüssigkeit lassen sich Lösungen    solcher 'Metallsalze verwenden, welche mit  Alkalien, besonders mit Ammoniak, unlös  liche Oxyde     bezw.        Hydroxyde    bilden, z. B.

    Eisensalze.,     Eisenoxydsalze,    Zinksalze, Kupfer  salze, Silbersalze, Zinnsalze.  



  Zweckmässig ist die Tinte zur Fällung  der Metallösung in der Hauptsache alkalischer       bezw.        ammoniakalischer    Natur. Der Fettfarbe  wird zweckmässig Glyzerin in feiner Ver  teilung zugesetzt, um zu erreichen, dass auch  bei Herstellung vieler Abzüge der nicht  druckende Grund der Platte eine gewisse       Azidität    und Feuchtigkeit behält, um die  Fettfarbe beim     Einwalzen    abzustossen, so dass  diese ausschliesslich auf den Schriftzügen  sitzen bleibt.     Beirn    Einwalzen der Platte  nimmt dann der Grund sofort aus der Farbe  das saure Glyzerin auf und stösst die Fett  farbe ab.  



  Es ergab sich ferner, dass Mineralsäuren,  wie Schwefelsäure, Salpetersäure     etc.    für dieser  Zweck ebenfalls brauchbar sind. Nur besteht  eine gewisse Schwierigkeit in der Dosierung  insofern, als ein auch nur ganz geringer  Überschuss dieser stark wirkenden Säuren in  der Fettfarbe bereits zu einem     Angriff    auf      die Schriftzuge führen würde. Besser geeignet,  weil bequemer     anzuwenden,    sind die starken  organischen Säuren, wie beispielsweise die       OYalsäure,        Weinsäure,    Karbolsäure, Apfel  säure und dergleichen.

   Am besten aber haben  sich die nicht alkalisch reagierenden- Salze  derartigen Säuren bewährt, wie beispielsweise       haliumnatriumtartrat        (Seignettesalze).    Wird  dieses Salz in wässerigem Glyzerin gelöst  und in der Farbe gut     einulgiert,    so wird  durch dieses Salz bei     jedesnialigem    Über  walzen die     Azidität    des nicht druckenden  Grundes wenigstens nicht geschwächt oder       sogar    gestärkt, und der (rund bleibt klar,  so dass sich, praktisch genommen, eine un  begrenzte Anzahl von Abzügen von der  gleichen Druckform machen     lässt.       <I>Beispiel 1:

  </I>  Dran nimmt eine Aluminiumplatte und  überstreicht dieselbe mit einer     Präparations-          flüssigkeit,    die im wesentlichen aus sehr ver  dünnter Salzsäure besteht, mit Zusätzen von       Zuelz:erlösung,    Alaun oder     dergleichen.    Mit  dieser     Flüssigkeit    reibt man die Aluminium  platte ein,     trocknet    sie soweit wie möglich  nach und legt dann ein finit     ammoniakalischer     Tinte beschriebenes, gezeichnetes oder ge  drucktes Original auf. Nach dem Abheben  wird die Platte mit der Fettfarbe eingewalzt       bezw.    eingerieben. Die so erzielte     Druckform     ist dann zum Drucke reif.

    



  <I>Beispiel 2:</I>  Eine     Dressing-    oder Kupferplatte wird  genügend     versilbert,    darauf mit stark ver-         dünnter    Salpetersäure überstrichen, die ge  eignet ist, die Metalloberschicht zu lösen.  Auf diese Platte wird nach Trockenreibung  das mit     alkalischer    Tinte hergestellte Original       aufgeprel,t    und nach Abheben der Platte  mit Fettfarbe eingewalzt     bezw.    eingerieben,  wodurch sie     druckfertig    ist.  



       Beispiel   <I>3:</I>  Eine geschliffene und mattierte Platte  möglichst reinen Eisens wird mit einer Prä  parationsflüssigkeit eingerieben, welche eine       geringe    Konzentration an Salz- und Schwefel  säure und etwas     Salpetersäure    enthält; dann  wird mit dieser Platte verfahren wie bei  dem Beispiel 1 und 2.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI Verfahren zur Erzeugung einer an den Druckstellen Fettfarbe annehmenden, an den übrigen Stellen Fettfarbe abstossenden Druck form für Vervielfältigungszwecke, dadurch gekennzeichnet, dass eine Metallplatte mit einer die Metalloberschicht in Lösung bringen den Flüssigkeit eingerieben wird, worauf dann ein mit einer die Aletallösung fällenden Tinte angefertigtes Original auf der Platte abge zogen, und mit der Fettfarbe eingefärbt wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Fettfarbe nicht alkalisch reagierende Salzlösungen zugesetzt werden.
CH102550D 1921-08-20 1922-08-03 Verfahren zur Erzeugung einer Druckform für Vervielfältigungszwecke. CH102550A (de)

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