Zellen-Luftschlauch für Radluftreifen. Die Erfindum, betrifft einen Zellenluft- Schlauch für Radluftreifen, bei dem die ein zelnen Abteile oder Zellen so angeordnet und beschaffen sind, dass bei der Beschädigung einer Zelle der -Reifen als Ganzes in seinem 'Wirkungsgrade nicht wesentlich herabge setzt ist.
Tn den schweizerischen Pafentschriften Nr. 94345, 94590 und 100341 sind Luft- Schläuche dieser Art, sowie auGli Formen zur Herstellung solcher Schläuche beschrieben, bei denen am innern Umfange ein umlaufen der Kanal, der Aufpumpkanal, vorgesehen ist, der mit jeder einzelnen Zelle des Schlau- ehes durch ein besonderes Giimmiröhrchen in Verbindung sieht..
In der Patentschrift Nr. 100341 ist eine Ausführungsart der in den Patentschriften Nr. 94345 und 94590 dargestellten Erfindung beschrieben, bei der eine den Aufpumpkanal bildende selilauellförmige. Auflage Schlitze oder Öffnungen am innern Umfange des ei"ent-lic'hen Luffselilauches abdeckt, wäh rend die mit ihr aus einem Stück bestehenden Guinmiröhrehen durch jene Schlitze oder Öffnungen in die einzelnen Zellen des Luft schlauches -,eführt sind.
Nach einer wei teren, in der Patentschrift Nr. 100341 be- soliriebenen Ausfüllrunggsform werden die gesondert hergestellten, aus Rohgumini be stehenden Schläuche und die ebenfalls aus Rohgummi gesondert hergestellten, mit den Luftröhrchen in etwas vorvulkanisiertem Zustande bevehrten, den Aufblaskanal bil denden Auflagen durch eine Gummilösung miteinander vereinigt und darnach<B>je</B> als eine Einheit vulkanisiert.
In der schweizerischen Patents#hrift Nr. 101746 sind verschiedene Formen von Hohlzapfen mit und ohne Kopf beschrieben, die in die den Aufblasekanal mit den Schlauchzellen verbindenden Luftröhrchen eino-esetzt werden und einen eDo-en Luftwe- besitzen, der in einen oder mehrere, quer dem im Aufpumpkanal des fertigen Schlauches liegenden Fussende des Za-pfens vorgesehene Luftwege übergeht.
Die vorliegende Erfin- clung bezweckt eine Vervollkommnung dieser Verbindungszapfen, sowie der Herstellung jener schlauchförmigen Auflage für den Luftschlauch der genannten schweizerischen Patentschrift -Nr. 100341.
Demgemäss besteht cler neue Zapfen aus zwei Hauptteilen, dem Kopf- und Halsteil mit achsialem Luftwege und dem Fussstück mit einem oder mehreren quer verlaufenden Luftwegen, die mit dem Luftwege des Kopf teils in Verbindung stehen und am Umfange des mit dem Hals des andern Teils zu ver einigenden Fussstückes ausmünden.
Der zweckmässig kegelartig geformte Kopf des Zapfens wird bei der Herstellung der den Aufpumpkanal bildenden, schlauch- förmigen Auflage in das eine Ende des aus Roligummi bestehenden, ventillosen Luftröhr- eheps eingesetzt, so dass der Rand des Röhr- ehens bis an den Hals des Zapfens greift, und dann -wird das Röhrchen etwas vorvulkani- siert,
wobei sich das über den Kopf an den Hals greifende Ende des Luftröhrehens züi- sammenzieht und unter dem Kopf einbettet. Der Hals des soweit fertioen Gebildes wird darnach durch eine Üffnung eines Roligummi- streifens gesteckt, der zweckmässig vorher mit einem Fleck oder Streifen aus Leinwand oder sonstigem geeigneten Fasergewebe be kleidet worden ist, durch das auch jene Off- nUng geht.
Der Hals wird von der unbeklei deten Seite desGummistreifens aus eimesetzt, bis das untere Ende des voivulli-,anisiei-ten LUffrührehens, mit dein Rohgummistreifen in inniger Berührung ist, worauf dann der Fuss teil an<B>das</B> durch den Gummistreifen und dessen Gewebebekleidun-# hindureUgetretene Halsende angesetzt-.
wird und die Teile so miteinander verbunden werden, dass das un tere Ende des vorvulhanisierten Luftröhr- vlielis und der Roh-ummistreifen zwischen den Kopf und dem Fussteil des Zapfens fest zusammengefasst liegen, wobei der Leinwand streifen oder eine andersartige Gewebebeklei dung jedes Ausrecken,des Gummistreifens um die Offnung, in die der Zapfen eingesetzt ist, verhütet.
Ist der Rohgummistreifen auf diese Weise mit einer gehörigen,<B>d.</B> h. der Zellenanzahl entsprechenden Zahl von vor- vulkanisierten Luftröhrchen und Zapfen ver sehen -worden, so findet er dann weiter Ver wendung als -#Ä"aiiflung bei der Herstellung der schlauchförmigen Auflage, die in der schweizerischen Patentsehrift Nr. 100341 be schrieben ist.
Man kann aber auch die Lein wand- oder sonstige Gewebebekleidung in Form eines Streifens, Fleckes oder derglei- elten unmittelbar auf die Wandung eines Zellenabsehnittes des Luftschlauehes selbst anbringen und,clann den Zapfen in eine Off- nung dieser Wandung einsetzen.
Der Hohlzapfen kann aus Metall bestehen. Beispielsweise lässt sieh der Kopf aus Blech in die gewünschte kegelartige Form drücken, dabei mit einer feinen Durchlassöffnung in der Spitze versehen und mit einer 'gelochten Einsatzscheibe bewehren, die zugleich mit einem den Hals bildenden Metallröhrelren in den breiten Bodenteil des Kopfes eingelegt wird. Die Vereiiii"uno, der Teile kann man in beliebi-er --eei-neter Weise durch Vernie- tun-, Lötun-, Umbördr-lun.- des Bodenrandes des Kopfes ausführen.
Dabei kann der aus- gebördelte Rand des den Hals bildenden Röhrchens durch und über die Einsatzseheibe greifen oder auch unter der Scheibe gegen den eingebördelten Rand des Kopfes an liegen.
Der ebenfalls aus Blech herstellbare Fuss teil des Hohlzapfens kann aus einer geloch- tep Scheibe mit einer Randrippe bestehen, die an beliebigen Stellen mit die quer ver laufenden Luftwege bildenden Unterbrechuil- gen versehen ist.
Der Rippe gibt man eine solche Dicke, oder Höhe, dass das anselilie- ssende Halsende tiefer liegt, d. h. nicht bis zur Rippenhöhe vorspringt, vielmehr so weit zurückliect. dass eine freie Verbindun- zwi- sehen dem Halse und dem Umfange des Fuss teils, also ein freier Luftdurchgang auch dann gewährleistet ist, wenn der scheiben- fbimi,#,
e Fussteil sieh an die Gegenwand der schlauchförmi-en Auflage anlegt.
Auf der Zeichnung ist der darstellbare Teil der Erfindun in einem Ausführungs beispiel veranschaulicht. Es sind: Fig. <B>1</B> ein senkrechter Mittelschnitt der vier Bestandteile des Hohlzapfens in getrenn ter Lage oder vor ihrer Vereinigung, <B>C</B> Fig. <B>92</B> ein ähnlicher, um 45<B>'</B> versetzter Schnitt, der den zusammengesetzten Hohl zapfen in Verbindung mit einem ventillosen Luftröhrchen auf der Guminiauflage dar stellt, und Fig. <B>3</B> ein Schnittbild,
das in kleinerem Massstabe den Zapfen mit dem Luftröhrchen in der Wandung einer der Zellen des Luft- sc'hla,uehes darstellt.
In den Fig. <B>1</B> und 2 besteht der Zapfen aus dünnem Blech, seinen<B>Kopf</B> bildet eine nach oben sich verjüngende, annähernd ke gelförmige Schale a mit einer feinen Of fnung <B>b</B> in der Spitze und mit Einern einsetzbaren bezw. eingesetzten, gelochten Scheibe<B>e.</B> Der Halsteil ödes Zapfens bildet eine sehwach konisehe Hülse oder Röhre<B>d</B><U>mit</U> ausgeweite ter Mündung e, die ebenfalls in die Schale a eingesetzt werden kann und in :der Fig. 2 in eingesetzter Lage veranschaulicht ist.
Den Fussteil des Zapfens bildet eine gedrückte Bleehscheibe <B>f,</B> deren zentrale Öffnung<B>g</B> das untere Halsende aufnimmt, und deren ein- warts zu einer Ringrippe umgebördelter Rand h an mehreren Stellen eingedrückt ist, die Luftwege j bilden, so dass die etwas kon- vexkonhav gestaltete Scheibe den Luftdurüh- gang durch den Hals oder die Röhre<B>d</B> nicht verhindert, selbst wenn sie mit ihrer Ring rippe li gegen eine ebene Fläche anliegt.
Die Schale a des Zapfenkopfes nimmt die Lochscheibe c und darnach das ausgeweitete Ende e des Halses auf, worauf ihr Rand<B>k</B> (Fig. 2) ein-,wärts und über die 'beiden ein- Ollselzten Teile, wie Fig. 2 deutlich erkennen hisst, umgebürdelt wird.
Über den Kopf -wird litin ein Gummiröhrehen m so weit aufge streift, dass der eingebördelte Rand<B>k</B> über- derkt ist-, wonach dann das Röhrchen in etwas z -iiivull#- anisiert wird. Dies hat unter anderem die Wirkung,
dass das aufgesetzte und iitber den Sehalenrand <B>k</B> reichende Ende des Gummiröhrehens git sieh zusammenzieht und, wie bei n (Fig. 2) gezeigt, unter den Scha- lenrana k greift.
Der Hals<B><I>d</I></B> des Hohlzapfens wird nun mehr durch ein Loch eines Stückes Roh gummi o, das ein einfacher Streifen sein, oder auch die Wandung einer Zelle des Luft schlauches bilden kann, gesteckt und fest gegen das eingezogene Ende n des vorvul- kanisierten Gummiröhrchens m angelegt.
Um jede Ausreckung des Gummis in der.Um- gegend des Durchsteckloches zu verhüten, -wird vorsorglich ein Leinwandflech oder Streifen<B>p</B> vorher an der Loelistelle unter gelegt und Idas Durchsteckloch durch Gummi und Leinwand zugleich durchgesfanzt oder ausgestochen. Der Zapfenhals<B>d</B> wird dann von der mit Leinwand nicht bewehrten Seite des Gummis eingesetzt.
Ist dies geseliellen, so wird der Zapfen fuss mit seiner Öffnung<B>g</B> über das vor stehende Halsende gelegt und letztere ausge weitet oder nach auswärts umgebördelt, wo bei der Kopf und der Fuss des Zapfens etwas zusammengezogen werden, um die zwischen- liegen-den Teile, den Rand n des Luftröhr chens in und die Gummiwand o mit der Lein- wandunterla,ge <B>p</B> zusammenzupressen und fest zu<B>f</B> assen.
Wie die Fig. 2 erkennen lässt, wird dabei das 'umgebördelte Ende<B>g</B> des' Zapfenhalses<B>d.</B> derart ausgeweitet, dass es reichlich weit unter oder.
von der Kuppen- ebene der Ringrippe<B>h</B> entfernt zu liegen kommt, damit dieses Halsende<B>g</B> beim Auf liegen der Rippe auf einer Gegenfläche mit letzterer nicht in Berührung kommen kann und ein freier Durchgang für die LuftJurch das Gummiröhrehen m (Öffnung<B>b),</B> den Kopf, Hals und Fuss des Zapfens und die Durchtrittswege <B>i</B> der- Ringrippe h stets ge- w# ,ihrleistet -wird.
Die Fertigstellung des Luftschlauches er folgt alsdann in der in der Patentschrift Nr. 100341 beschriebenen Weise.
Die Fig. <B>3</B> zeigt die Anordnung unmittel bar bei einer der Zellen, aus denen der Luft-- sehlauch zusammengesetzt wird. Dabei kann man das freie Ende des Luftröhrchens tit dureh Gunimilösung oder in sonstwie geei(r- t3 <B>C</B> nrier Weise, #vie bei r, mit der Zellen-,?#,
aild #-ereinigen. Wird die Zelle bei luftgespann- ir#in Reifen verletzt und dehnen sieh dabei die meinbranartigeii Endwände der Zelle n##c11 einwärts aus# <B>so</B> liegt<B>das</B> Ende des Luftröhrehens i;
i- zwischen den zuerst aufein ander treffenden Teilen der beiden Wände und wird sofort zusammengepresst, wodurch der durch die R.eifenverletzun,(,r geöffnete, fremeinsarne Aufpumpkanal, der in der Zeich- nurig nicht weiter daro-estellt und aus den bekannten Zellenreifen bekannt ist, wieder geschlossen wird.
'Nfan kann auch iid Zapfenfuss radiale, zu Of fnungen im Zapfenhalse<B>d</B> führende Luft wege vorsehen. Beispielsweise kann man am freien Ende des Zapfenhalses in rechtwinklig sieh schneidender a;chsialer Ebene Kreu7- Schnitte anbringen und den Zapfenfuss aus zwei Metallscheiben bilden, Degen eine oder beide mit einer zentralen. Loehung und mit radialen Nuten versehen werden, die zu einer Kreisnut am innern Rande führen.
Diese beiden Scheiben werden flach aufeinander gelegt. so dass die Nuten, falls beide genutet sind. gegeneinander liegen, und auf den Zap fenhals aufgesetzt, worauf dann die zwischen den Xreuzschnitten befindliehen Teile des Zapfenhalses nach auswärts umgebördelt und gegen die anliegende Scheibe gepresst werden.
Selbst wenn dann das offene Ende des Zap fenhalses<B>d</B> durch Anpressen an die sohlaueli- förmige Aiiflage geschlossen wird. vermit- feln die Kreuzschnitte oder Schlitze im Zap fenhalse immer noch eine Durchgangsverbin- duno, für die Luft mit den Nuten am innern Rande des Zapfenfi--isses und vermöge der ra dialen Nuten auch mit dem äussern Umfange des Za-Pfenfusses.