CH103000A - Verfahren zur Herstellung von Saiteninstrumenten mit guter Klangfarbe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Saiteninstrumenten mit guter Klangfarbe.

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CH103000A
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  Verfahren zur Herstellung von Saiteninstrumenten mit guter     Klangfarbe.       Es sind verschiedene Verfahren     bekannt,     durch welche der Ton von Saiteninstrumenten,  insbesondere bei Geigen, verbessert     werden     soll. Nach diesen     bekannten    Verfahren werden  die Instrumente teils von     aussen    mit beson  deren Stoffen behandelt, teils von innen  mechanisch verändert oder an Decken     'und     Böden mit besonderen Massen überzogen.  



  Die Verbesserung des Tones beruht darauf,  dass sich über den Poren des Holzes feine  elastische Membranen bilden, welche die Re  sonanz des Holzes erhöhen. Diese elastischen       Membranen    wurden nach den bisher bekann  ten Verfahren mittelst Lösungen, mit welchen  das Holz bestrichen wurde, hergestellt. Bei  allen bisher bekannt gewordenen Verfahren  verloren diese Überzüge nach längerer oder       kürzerer    Zeit ihre Elastizität und die Wir  kung war vorüber. Meistens trat dann das       Gegenteil    des gewünschten Erfolges ein. Die  verhärteten Massen ergaben unangenehme       1@Tisstöne.     



       Gegenstand    der vorliegenden Erfindung       ixt        ein        Verfahren    zur Herstellung von Saiten  instrumenten von guter Klangfarbe. bei-wel-         chem    die schwingenden Teile der Resonanz  körper     mindestens    teilweise mit einem feinen  Gewebe mittelst     Klebstoffen    überzogen werden.  Alls Gewebe kann vorteilhaft ein solches aus  feinen Seidenfäden verwendet werden. Zum  Überzug kann ein Klebstoff tierischer, pflanz  licher oder auch anorganischer Art verwendet  werden.  



  Zur Erklärung der Wirkung des Gewebes  auf die Klangfarbe kann folgendes gesagt  werden : Die- Gewebehaut überspannt zu  sammen mit dem Klebstoff die Poren und  bildet so mikroskopisch feine     Membranen.          Cxleichzeitig    aber verbleiben in den Fasern  des Gewebes unendlich viele feine Luftbläs  chen, welche ihrerseits als Resonanzkörper  chen wirken.  



  Die Klangfarbe des behandelten Instru  mentes richtet sich nach der Stärke des ver  wendeten Gewebes und nach der Wahl des  Klebstoffes. Sehr feine Seidengewebe mit  einem nach dein Trocknen geringe Härte be  sitzenden Klebstoff aufgeklebt, ergeben einen  weichen Ton. Festere Gewebe mit nach dem      Trocknen harten Klebstoffen aufgeklebt, er  geben     markige        Tüne.     



  Vielfach ist es notwendig, der     G-    und       D-Saite    auf Geigen eine besondere Behand  lung zuteil  erden zu lassen. Bei     Anwendung          des        vorliegenden    Verfahrens     kann    der Ton  der G- und     D-Saite    besonders     verstärkt    werden,  wenn der äussere Rand der     Deckeninnenseite          eilte    doppelte Auflage     von        Gewebestoff,        vor-          zugsweise    Seidenstoff,

   erhält oder der Ge  webestoff - mittelst eines nach der Trocknung  grosse Härte besitzenden     Klebstoffes    mit der  Decke in Verbindung gebracht wird.  



  Die hohen     Töne    klingen besonders weich,       wenn    die mittleren Teile der Decke mit sehr  feinem Seidenstoff mittelst eines     Klebstoffes          überzogen    werden, der nach dem Trocknen  geringe Härte besitzt und elastisch bleibt.       Wünscht    man die für den     Seidenstoff    ver  wendeten Klebstoffe gegen die     Einwirkung          von    feuchter Luft zu schützen, so kann man  die überzogenen Flächen     reit        einem    dünner.  Anstrich von     Harzlösungen    oder verharzenden       ÜIPn    überziehen.  



  Es ist bekannt, schadhafte     Geigendecken.          u..w.    mit     Gewebestreifen    zu reparieren, ohne       clar    hierdurch die Klangschönheit der Instru  mente Einbure erleidet.     Neuartig    aber ist  die dem vorliegenden Verfahren zugrunde  liegende Idee, durch teilweises oder     voll-          stündiges        ÜTberziehen    der     schwingenden    Teile  der     Resonanzkörper        Saiteninstrumente    mit       guter-    Klangfarbe     herzustellen.     



  Ein     Ausffihrungsbeispiel    des Verfahrens  ist folgendes  Die Unterseite einer Geigendecke     wird     mit     Klebstoff    bestrichen, und das Gewebe in  den frischen     Klebstoff    fest hineingedrückt.  Der überschüssige     Klebstoff;    der durch das       (-T'ewebe        h.ndnrchtr.tt,    wird teilweise in die  Fasern gerieben und teilweise durch     Ab-          wischen    entfernt. Nach dem     Troclu.er.    des  Klebstoffes erfolgt ein Überzug mit Harz  lösung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Saiten instrumenten mit guter Klangfarbe, dadurch gekennzeichnet; dar die schwingenden Teile der Resonanzkörper mindestens teilweise mit feinem Gewebe mittelst Klebstoffen überzogen werden. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Überzüge verwendeten Gewebe durch Bedecken durch einen Harzüberzug gegen Einwirkung feuchter Luft gescl.fitzt werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter- anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Harzüberzug eine Harzlösung verwen- det wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und TTnter- anspruch 1, dadurch gekennzeichnet; dar als Harzüberzug ein trocknendes 01 ver wendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile der Reso nanzUrper, deren Schwingungen verstärkt werden sollen, rnrt doppeltem Gewebe belegt werden.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dar die Teile der Reso nanzkörper, deren Schwingungen verstärkt werden sollen, mit dickerem Gewebe be legt werden als andere Stellen. G. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dar man zur Erzielung eines weichen Tones ein feines Gewebe mittelst eines nach dem Trocknen geringe Härte besitzenden Klebstoffes aufklebt. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Erzielung eines kräftigen Tones ein festes Gewebe mittelst eines nach dem Trocknen harten Klebstoffes aufklebt.
CH103000D 1921-08-19 1922-08-14 Verfahren zur Herstellung von Saiteninstrumenten mit guter Klangfarbe. CH103000A (de)

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