CH103009A - Messvorrichtung für feuergefährliche, unter Druckschutzgas lagernde Flüssigkeiten. - Google Patents

Messvorrichtung für feuergefährliche, unter Druckschutzgas lagernde Flüssigkeiten.

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CH103009A
CH103009A CH103009DA CH103009A CH 103009 A CH103009 A CH 103009A CH 103009D A CH103009D A CH 103009DA CH 103009 A CH103009 A CH 103009A
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Inventor
Maschinenbau-Aktien-Ge Hueneke
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Martini & Hueneke Maschinenbau
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  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description


      Messvorrichtung    für     feuergefährliche,    unter     Druckschutzgas    lagernde Flüssigkeiten.    Es sind Vorrichtungen     zuni        Abfüllen,    ab  gemessener     Mengen    feuergefährlicher Flüssig  keiten mit zwei     Messgefässen        bekannt,    von  denen sich unter Verwendung zweier zwang  läufig miteinander verbundener     Steuerorgane     für die an die Gefässe angeschlossenen Lei  tungen das eine Gefäss beim Entleeren des  andern füllt.

   Diese Vorrichtungen haben den  Vorteil, dass die für die Entnahme der- ab  gemessenen     Flüssigkeiten    erforderliche Zeit  kurz ist, weil beim Entleeren des     einen    Ge  fässes das zweite gefüllt wird und infolge  dessen sofort nach dem Leerlaufen des ersten  Gefässes     seinerseitsdiegenaubemesseneFlüssig-          keitesmenge    abgehen     kann.    Sie weisen aber  ebenso wie die bisher sonst noch     bekannt     gewordene     lllessvorrichtungen    für feuergefähr  liche Flüssigkeiten den Übelstand auf, dass  sie gegen Explosionsgefahr nicht     gesichert     sind.  



  Bei der Vorrichtung nach     vorliegender          Erfindung    ist die     SicherLrig    gegen     Explo-          sionsgefalir    dadurch erreicht, dass die     Mess-          gefässe    an die Schutzgasleitung des Lagerbe-         hälters    angeschlossen sind und die Förderung  der Flüssigkeit aus dem Lagerbehälter in die       Messgefässe    durch den     Schatzgasdruck    bewirkt  wird, was auch die Bedienung der     :ilZessvor-          richtung    wesentlich erleichtert.  



  Auf der Zeichnung sind verschiedene Aus  führungsbeispiele der     11'Iessvorrichtung    nach  der Erfindung veranschaulicht. Vom einen  Beispiel der Vorrichtung zeigt     Fig.    1 eine  Ansicht in Verbindung mit einem Lagerbe  hälter im Schnitt, während die     Fig.    2 bis 5  die Vorrichtung in verschiedenen Stellungen  im Schnitt darstellen.     Fig.    G zeigt eine An  sicht eines andern Ausführungsbeispiels, wäh  rend die     Fig.    7 und 8 eine Einzelheit dieses  Beispiels in verschiedenen Stellungen zeigen.       Fig.    9 zeigt von einem w eitern Ausführungs  beispiel der Vorrichtung eine Einzelheit.

   Von  einem weiteren Ausführungsbeispiel der Vor  richtung zeigt     Fig.    10 einen Längsmittel  schnitt, während     Fig.    11 die zweite Stellung  des     Flüssigkeitssteuerorgans    dieser Vorrich  tung und     Fig.    12 den Schnitt nach der Linie       A-B    der     Fig.    10 zeigen;     Fig.    13 zeigt in      einer der     Fig.    12 entsprechenden Darstellung  die Steuerorgane eines weiteren Ausführungs  beispiels;

       Fig.    14 zeigt ein weiteres Ausfüh  rungsbeispiel der Vorrichtung teilweise ge  schnitten in Vorderansicht und     Fig.    15 eine  Einzelheit desselben in einer andern Stellung.  



  Bei der in     Fig.    1 bis 5 veranschaulichten  Vorrichtung taucht das Steigrohr 6 bis nahe  an den Boden 2 in den Lagerbehälter 1 ein.  Das Steigrohr 6 geht durch den Behälter  mantel 4     zii    der     Messvorrichtung.    In die  Steigleitung 6 ist eine     Erweiterung    7 einge  baut, in der ein sich nach der     Messvorrichtung     zu     öffnendes        Rückschlagsventil    8 liegt.

   In  dem Ventilsteller dieses     Rückschlagsventils     befindet sich eine     kleine        Öffnung    9. Über  die Flüssigkeit im Behälter 1 kann unter  Druck stehendes Schutzgas aus einer Flasche  10 durch den die Steigleitung umgehender       lIantel   <B>11</B> eingelassen werden. An die Gas  zuleitung 12 zum Mantel 11 ist ein Absperr  ventil 13 und ein     Druckininderventil    14 ein  geschaltet. Am Ende des Mantels 11 ist in  die Steigleitung 6 ein Absperrorgan 15 ein  geschaltet, durch das die Steigleitung gegen  die     Messgefässe    abgeschlossen werden kann.  



  Die Steigleitung 6 führt zu einem Hahn  17, an den zwei Leitungen 18, 19 ange  schlossen sind, die unten in die     Messgefässe     20, 21 führen. Über dem Hahn 17 liegt ein  Hahn 22, an den die von den     blessgefässen     20, 21     kommenden    Ablaufleitung 23, 24 und  die     Abzapfleitung    25 angeschlossen sind. Ober  halb des Hahnes 22 befindet sich ein dritter  Hahn 26, au den zwei     Gasleitungen    27, 28  angeschlossen sind. Die Leitung 27 ist mit  dem Mantel 11 der Steigleitung 6 verbunden,  während die Leitung 28 zu einer die beiden       Messgefässe    20, 21 an deren obern Enden       verbindenden    Leitung 29 führt.

   Auf den  Achsen der Hähne 17, 22, 26 sind     Stirnräder     30, 31, 32 befestigt, die miteinander in Ein  griff stehen, so dass alle drei Hähne durch  die Bewegung des auf der Achse des Hah  nes 17 sitzenden Bedienungshebels 33 gemein  sam gesteuert werden. Dieser     Bedienungs-          liebel    ist an seinem freien Ende mit einem  Gewicht 34 versehen.    Die     ilIessvorrichtung    ist auf einer Säule 35  befestigt, die auf jeder Seite einen Anschlag  36     resp.    37 hat. Gegen einen dieser An  schläge liegt der Hebel 33 in einer der bei  den     Ausserbetriebslagen    an     (Fig.    1, 4 und 5).

    Au der Säule 35 ist ferner eine mit zwei       Zählwerken    38, 39 versehene Zählvorrichtung  gelagert, deren Antriebsglied 40 in die Bahn  eines auf die Achse des Hahnes 17 sitzenden  Anschlages 41 ragt     (Fig.    2 bis 5).  



  Das     Kücken        -1',3    des Hahnes 17 ist mit  einer     Öffnung    45 versehen, die ebenso wie  der Anschluss der Steigleitung 6 am Gehäuse  des Hahnes 17 in einer andern Querebene  durch den     Hahn    liegt wie die Enden der  Leitungen 18, 19. Die     Küchen    44, 43 der  Hähne 22, 26 sind so ausgebildet,     daf.;    sie  immer nur     zwei    der an die Gehäuse dieser  Hähne angeschlossenen Leitungen miteinan  der verbinden oder diese Leitungen gegen  einander abschliessen.  



  In den     hlessgefi(f en    20, 21 befinden sich  Schwimmer 46, 47, die an Stangen 48, 49  am untern Ende der Gefässe 20, 21 liegende  Ventile 50, 51 tragen.  



  Soll     Flüssigkeit    aus der Anlage in abge  messenen     Mengen    entnommen werden. so  wird zunächst der     Halin    1:5 aus der in     Fig.    1  ersichtlichen Stellung so gedreht, dass die  Steigleitung 6 offen ist.

   Dann wird der Be  dienungshebel 33 aus seiner in     Fig.    1 ange  gebenen Lage in die. aus     Fig.    2 ersichtlichen  Stellung     überführt.        Unter    dem Druck des  über der Flüssigkeit in dem Lagerbehälter 1  befindlichen Schutzgases tritt nunmehr Flüs  sigkeit durch die Leitung 6, den Hahn<B>17</B>  und die Leitung 19 von unten in das     11e@i-          gefäss    21 ein. Die     Messgefässe    werden in der       Ausserbetriebslage,    wie später     erklärt-wird,     mit     Schutzgas    gefüllt.

   Wenn nun also Flüs  sigkeit in das     (;efäss    21 eindringt, so drängt  diese das Schutzgas durch die Verbindungs  leitung 29 in das     Melägefä    ss 20 und aus die  sem durch die Leitung 23, das     Halmkücken     44 und die     .Ablaufleitung    25 ins Freie.     flach     Einlauf der     Flüssigkeitsmenge,    die im     Mcss-          gefäss    21 abgemessen werden soll,     scliliel t     der Schwimmer 47     mittelst    eines Ventils 51      dieses Gefäss gegen die Leitung 19 ab, so  dass keine weitere Flüssigkeit in den Behäl  ter 21 eintreten kann.

   Nunmehr wird der  Hebel 33 in die aus     Fig.    3 ersichtliche Stel  lung umgelegt. In dieser Stellung ist die  Steigleitung 6 mit der zum     Messgefäss    20  führenden Leitung 18 verbunden, so dass  nunmehr die Flüssigkeit in dieses     Messgefäss     eintritt. Gleichzeitig ist infolge der Stirn  radverbindung 30, 31 das     Kücken    44 des  Hahnes 22 so gedreht worden, dass das     Mess-          gefäss    21 über die Leitung 24 mit der Ab  laufleitung 25 in Verbindung gekommen ist.  Infolgedessen läuft nunmehr der Inhalt des       Messgefässes    21 aus der Leitung 25 heraus.

    Während dieser Vorgänge ist die Leitung  28 durch den Hahn 26 gegen die Leitung  27 abgeschlossen und das sich in dem sich  füllenden Gefäss befindliche Gas wird durch  die Leitung 29 in das sich entleerende Ge  fäss     hinübergedriiekt    und übt dabei im Sinne  einer beschleunigten Entleerung auf die aus  laufende Flüssigkeit einen Druck aus und  da der Hebel 33 umgeschaltet wird, sobald  das sich entleerende     Messgefäss    entleert ist,  so bleibt die hin- und herpendelnde     Grasmenge     nahezu erhalten und es braucht den     Messge-          fässen    20, 21 kein frisches Gas zugeführt zu  werden.

   Nur bei Beginn des Entnahmevor  ganges tritt die dem Inhalt eines der beiden       Messgefässe    20, 21 entsprechende Schutzgas  menge ins Freie, weil dann wie unten er  klärt wird, beide     Messgefässe    mit Schutzgas  gefüllt sind. Dies ist aber der einzige Schutz  gasverbrauch während eines Entnahmevor  ganges. Das während derselben zwischen  den     Messbehältern    20 und 21 hin- und her  pendelnde Schutzgas wird vielmehr aus den  von der Flüssigkeit absorbierten Schutzmen  gen laufend ergänzt, da das absorbierte Gas  in den     Messbehältern    20. 21 zum Teil frei  werden kann, weil der Druck in diesen Be  hältern geringer ist, als im Lagerbehälter 1.  



  Soll keine Flüssigkeit mehr aus der An  lage entnommen werden, so wird der Hebel  33 einfach     losgelassen.        Mrenn    er sich in  diesem Augenblick in der Stellung nach     Fig.    2  befindet, so geht er     unter    der Wirkung sei-         nes    Gewichtes 34 in die in     Fig.    4     ängege-          bene    Lage über, während ihn dieses Gewicht  für den Fall, dass er beim Aufhören des  Zapfens gerade die in     Fig.    3 angegebene  Lage einnimmt, in die Stellung nach     Fig.    5  niederzieht.

   In beiden Stellungen nach     Fig.     4 und 5 sind die     Messgefässe    20, 21 durch  die Leitungen 18, 19 und die Öffnung 45  im     Hahnkücken    42 mit der Leitung 6 ver  bunden. Die obern Teile der     Messgefässe    20,  21 stehen durch die Leitungen 29, 28 und  das     Hahnkücken    43 mit der Schutzgasleitung  27 in Verbindung. Die Ablaufleitung 25 ist  durch das     Hahnkücken    44 abgeschlossen, so  dass sie mit keinem der     Messgefässe    20, 21  Verbindung hat.

   Die Folge hiervon ist, dass  die in einem     Messgefässe    20 oder 21 noch  befindliche Flüssigkeit durch die Leitung 6  in den Lagerbehälter 1 zurückfällt, wie dies  in     Fig.    4 angedeutet ist. Nach einiger Zeit  werden sämtliche Innenräume der     Messgefässe     20, 21 und der daran angeschlossenen Lei  tungen und Steuerorgane nur noch mit Schutz  gas gefüllt sein, so dass der in     Fig.    5 ange  gebene Zustand hergestellt ist.

   In diesem  Zustande ist die Explosionsgefahr ausgeschlos  sen, und wenn der Rohrmantel mit einer       Rohrbruchsicherung    versehen ist, so ist auch  die     Messvorrichtung    in diese Sicherung mit  eingezogen, weil im Falle eines Bruches in  einem der zur     Messvorrichtung    gehörigen Teile  das Schutzgas aus der Anlage abbläst und  die weitere Flüssigkeitsentnahme unmöglich  wird.  



  Das     Rückschlagsorgan    8, gibt für die  Flüssigkeitsförderung in die     Messgefässe    seinen  vollen Querschnitt frei, bietet dagegen der  zurückfallenden Flüssigkeit nur den     kleinen     Durchgang 9 dar.

   Infolgedessen kann die  Flüssigkeit nach dem Niedersinken des He  bels 33, in eine der     Ausserbetriebslagen    nur  langsam in den angeschlossenen Lagerbehälter  1 zurückfliessen, und man kann das Absperr  organ 15 schliessen, bevor die Flüssigkeits  steigleitung 6 in ihrem Hauptteil entleert ist:  Bestehen die     Messgefässe    aus Glas, so sieht  man an dem     Aufhöhren    der     Bewegung    des  Schwimmers 46 oder 47, wann das     Messgefäss              ?0    oder 21 vollgelaufen ist, so dass man so  fort nach beendeter Füllung den Hebel     33     umlegen kann.

   Die Ausführung der     33I.ess-          gefässe    aus einem so zerbrechlichen Werk  stoff wie Glas ist zulässig, trotzdem es sich  um die Lagerung und     Abzapfung    feuerge  fährlicher Flüssigkeiten handelt, weil in den       Ausserbetriebslagen    der Gasdruck der Anlage  die     Dichtigkeitskontrolle    in der     Messvorrich-          tung    ausübt, indem das Gas im Falle eines  Bruches entweicht und dabei das Weiterzapfen       unmöglich    macht.  



  Beim Beispiel nach     Fig.    6 bis 9 ist die  Gasleitung 27, die vom Mantel 11 abgezweigt,  aber auch, wie punktiert angedeutet, zum  Beispiel vom Lagerbehälter 1 kommen, oder  unmittelbar von der Gasquelle herkommen       könnte,    zu einem     Dreiweghahn    16 geführt,  der in der Steigleitung 6 liegt.

   In der in       Fig.    6 angegebenen     Ausserbetriebslage    schliesst  der Hahn die Steigleitung gegen die     Messge-          fässe    ab, verbindet aber das untere Ende der  Steigleitung 6 und die Gasleitung 27, wo  durch die unterhalb des Hahnes 16 in die  Leitung 16 befindliche Flüssigkeit in den  Lagerbehälter 1 zurückfällt, während die Bar  überstehende Flüssigkeit, in ihrer Lage ver  bleibt. Dies ist insbesondere die Flüssigkeit,  die in demjenigen der beiden     Messgefässe    20,  21 steht, das bei dem letzten     Zapfvorgang     zuletzt gefüllt wurde.  



  Hier findet also nach Beendigung des  Zapfens ein Rückfall der Flüssigkeit aus dem  gerade gefüllten     Messgefäss    in den Lagerbe  hälter 1 nicht statt, und die bei Beginn des  nächsten     Zapfvorganges    verloren gehende Gas  menge ist ausserordentlich gering, weil nur  die Gasmenge, die im untern Teil der Steig  leitung 6 über der aus diesem Leitungsteil  zurückgefallenen Flüssigkeit aufgespeichert  wurde, in die     Messvorrichtung    und ein ent  sprechender Teil des in den beiden Gefässen  vorhandenen Gases aus diesem ins Freie ge  schoben wird, bis     Flüssigkeit    nachdringt.

   Um  nach Überführung des Hahnes 16 in die in       Fig.    6     angegebene    Stellung den Inhalt des  zuletzt gefüllten     Messgefässes    noch abzapfen  zu können, ist das     Schnüffelventil    29 in der    Leitung 29 angeordnet, das dann geöffnet  wird, so dass durch dasselbe Luft in die     Mess-          gefässe    eindringt; die zwar natürlich das in  den     Messgefässen    befindliche Schutzgas ver  dünnt, immerhin aber nur in solchem Grade,  dass es noch als Schutzgas wirkt.

   Ausserdem  wird dann bei Beginn des nächsten     Zapfvor-          ganges    dieses durch Luft verdünnte Schutz  gas mit der in dem unteren Teil der Steig  leitung 6 vorhandenen Gasmenge, die in der  beschriebenen Weise zuerst in die     Messgefässe          übertritt,    vermischt und dadurch wieder ver  bessert. Dadurch, dass man den Hahn 16  auf kurze Zeit aus der in     Fig.    6 angegebenen  Lage in die Stellung nach     Fig.    7 umstellt,  hat man im übrigen in der Hand, geringe  Gasmengen in die     JIessgefässe    20, 21 einzu  lassen.

   Hierbei tritt dann die in den Lei  tungen 18, 19 und dem obern Teil der Lei  tung 6 etwa vorhandene Flüssigkeit ebenfalls  in die Lagerung zurück.  



  Wird der     Dreiwegliahn    16 in der Ausser  betriebslage nicht in die in     Fig.    6 angegebene  Stellung, sondern noch um<B>900</B> weiter, in  die     Stellung    nach     Fig.    8 gedreht, so fällt  sämtliche in den     Messgefässen    20, 21 und den  zugehörigen Leitungen     befindliche    Flüssig  keit in den Lagerbehälter     zurück,    während  gleichzeitig Schutzgas in die von Flüssigkeit  freigewordenen Räume übertritt. Diese gleiche  Wirkung kann erzielt werden, wenn statt  des Hahnes 16, in die den Schutzmantel 11  mit der Steigleitung 6 verbindende Gaslei  tung 27 ein einfacher Hahn 16, gemäss     Fig.    9  eingeschaltet wird.

    



  Beim Ausführungsbeispiel nach     Fig.    l0-12       sind    die Zu- und Ableitungen der     Messgefässe     20, 21 an einen     Vierweghahn    angeschlossen.  Das     Hahrikücken    53 hat zwei Kanäle 54,     55,     welche in einer Stellung     (Fig.    10) die Lei  tung 6 mit den Leitungen 18 und die Lei  tung 19 mit der Leitung 25, in der andern  Stellung     (Fig.    11) die Leitung 6 mit der  Leitung 19 und die Leitung 18 mit der Lei  tung 25 verbinden. Die Stellungen des     Kük-          kens    werden durch Anschläge 56, 57, die  in der Bahn des Hebels 33 liegen, bestimmt.

    Das     Kücken    53 ist in dem Gehäuse 52 längs-      verschiebbar und steht unter der     Wirkung     einer Feder 58. Das     Kücken   <B>53</B> trägt einen  Ventilkegel, der die Gasleitung 27 abschliessen  kann, die in der vom Kücken freigelassenen  Kammer 60 im     Kückengehäuse    52 mit einem  Ventilsitz endigt. Aus der Kammer 60 führt  die Gasleitung 28 zur Leitung 29. Die Ka  näle 54, 55 des Kückens 53 sind so lang,  dass eine Längsverschiebung des Kückens im  Gehäuse 52 die von ihnen hergestellten Ver  bindungen zwischen den Leitungen 6, 25, 18  und 19 nicht verändert werden. Der Hebel  33 ist auf dem durch eine Stopfbüchse 61  nach aussen geführten Zapfen 62 des     Kückens     53 befestigt.

   In der     Abzapfleitung    25 ist  ein Ventil 64 vorgesehen.  



  Beim Beginn des Zapfens wird nach       Öffnen    des Ventils 15 in der Steigleitung 6  das Ventil 64 geöffnet und gleichzeitig das  Kücken 53 durch Druck auf den Bedienungs  hebel 33 in der gerade von ihm eingenommenen  Drucklage in Richtung des in     Fig.    12 ange  gebenen     Pfeils    in das Gehäuse 52 hineinge  drückt. Hierdurch wird die Gasleitung 27  mittelst des Ventils 59 abgeschlossen, wäh  rend bei der in     Fig.    10 dargestellten Dreh  lage des Kückens 52 das in den     Messgefässen     20, 21 vorhandene Druckgas durch die Lei  tung 25 und das Ventil 64 abbläst, während  Flüssigkeit aus dem Lagerbehälter durch die  Steigleitungen 6 in das     Messgefäss    20 eintritt.

    Nach Füllung dieses     Messgefässes    wird der  Hebel 33 nach rechts gegen den Anschlag  57 gelegt     (Fig.    11). Dann läuft der Inhalt  des     Messgefässes    20 durch die Leitung 25 ab,  weil jetzt die Leitungen 18, 25 durch den  Kanal 54 miteinander verbunden sind, wäh  rend die Flüssigkeit aus der Steigleitung 6  durch den Kanal 55 in die Leitung 19 und  das     Messgefäss    21 gelangt.     Na(-,h    Vollaufen  dieses     Messgefässes    und     Entleeren    des Gefässes  20 wird der Hebel 33 wieder umgelegt, wo  rauf das Gefäss 21 leer läuft und das Gefäss  20 gefüllt wird.

   Bei jedem Umlegen des  Hebels 33 aus der einen der durch die An  schläge 56, 57 bedingten Stellungen in die  andere     trifft    der Anschlag 41 auf das An  triebsglied 40 der Zählvorrichtung 38, 39,    wo jedes Abzapfen eines gefüllten     Messge-          fässes    20 oder 21 im Zählwerk angezeigt wird.  



  Nach beendigter     Zapfung    wird der Hebel  33 von dem Wärter losgelassen. Dadurch  kehrt das Kücken 53 unter der Wirkung der  Feder 58 in seine in     Fig.    12 angegebene  Lage zurück, wobei sich der Kegel 59 von  seinem Ventilsitz abhebt und somit durch  die Leitung 27, die Kammer 60 und die  Leitungen 28, 29 Druckgas in die     Messgefässe     20, 21 übertritt, so dass die in dem eben ge  füllten     Messgefäss    befindliche Flüssigkeit durch  die Steigleitung 6 in den Lagerbehälter 1       zurückfliesst.    Sobald aus der Ablaufleitung  25 keine Flüssigkeit mehr austritt; wird das  Ventil 64 geschlossen.

           Fig.    13 stellt von einem Ausführungsbei  spiel der Vorrichtung, ähnlich demjenigen  nach     Fig.    10 bis 12 den     Vierweghahn    dar.  Dieser     Vierweghahn    hat zum Zweck einer  bessern Abdichtung ein kegelförmiges Kücken  53 mit einer Längsbohrung 65, in der die  Spindel 66 des Gasventils 59' geführt ist.  Das äussere Ende der Ventilspindel ist an  einem Hebel 67     angelenkt,    der am Bedienungs  hebel 33' drehbar gelagert ist und diesem  Hebel entlang liegt. Zwischen den Hebeln  33' und 67 liegt eine Feder 68, die diese  Hebel auseinander zu drücken und dadurch  das Ventil 59' offen zu halten sucht.

   Soll  Flüssigkeit in abgemessener Quantität ent  nommen werden, so werden die beiden Hebel  33', 67 gegen die Wirkung der Feder 68  zusammengedrückt, wodurch das Gasventil  59' geschlossen wird. Diese Lage ist in       Fig.    13 veranschaulicht. Dann werden die  beiden Hebel 33', 67 gemeinsam aus der  gerade von ihnen eingenommenen Lage, vom  Anschlag am einen bis zum Anschlag gegen  den andern der Anschläge 56, 57 herumge  legt, so dass das gefüllte Gefäss entleert und  das leere Gefäss gefüllt wird.  



  Beim Ausführungsbeispiel der Vorrichtung  nach     Fig.    14 und 15 ist in die Ablaufleitung  25 ein     Dreiweghahn    69 eingeschaltet an den  die vom Gasmantel 11 abgezweigte Gaslei  tung 27     angesehlossen    ist.      Ist beispielsweise das     AIessgefäss    20 gerade  mit der Steigleitung 16 verbunden, während  das     Messgefäss    21 auf Ablauf eingestellt ist  und infolgedessen mit der Leitung 25 in Ver  bindung steht, wobei der Hahn 69 die in       Fig.    15 angegebene     Zapflage    einnimmt und  soll der Ablauf des Gefässes 21 unterbrochen  werden, so wird der Hahn 69 in die in     Fig.    14  angegebene. Lage überführt.

   In dieser Stel  lung des Hahnes 69 tritt Schutzgas aus der  Leitung<B>27</B> in die Ablaufleitung 25 und über  das Steuerorgan 22 durch die Leitung 24 in  das     Messgefäss    21 und zwar tritt das Schutz  gas durch die in den Leitungen 25, 24 und  dem Gefäss 21 bis zu einer gewissen Höhe  stehenden Flüssigkeit hindurch, während die  Flüssigkeit selbst in diesem Teil der Vorrich  tung stehen bleibt.     Dagegen    wird die in das  Gefäss inzwischen eingetretene Flüssigkeit  von dem durch die Verbindungsleitung 29  aus dem Gefäss 21 in das Gefäss 20 über  tretende Druckgas durch die Steigleitung 6  in den Lagerbehälter zurückgedrückt.  



  Die Einschaltung des Hahnes 69 bietet  also in der beschriebenen Weise die Möglich  keit, jedes der beiden     Messgefässe    20, 21 in       Absätzen    zu entleeren und den     Messgefässen     <B><U>'</U></B>0, 21 in der     Ausserbetriebslage    Schutzgas  zuzuführen und diese M     essgefässe    dadurch zu  sichern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Messvorrichtung für feuergefährliche, unter Druckschutzgas lagernde Flüssigkeiten, mit zwei sieh wechselseitig füllenden und ent- leerendenllessgefässen,dadurch gekennzeichnet, dass die Messgefässe mit der SchLitzgaszulei- tung des Lagerbehälters in Verbindung ste hen und alle Zu- und Ableitungen zu den Messgefässen mit zwangläufig miteinander verbundenen Steuerorganen versehen sind.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Messvorrichtung für feuergefährliche, unter Druckschutzgas lagernde Flüssigkeiten nach dem Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Flüssigkeitszulei tung, die Flüssigkeitsableitung und die Drucksehutzgasleitung der Messgefässe je mit einem Steuerorgan versehen sind, und alle drei Steuerorgane so zwangläu- fig miteinander verbunden sind,
    dass in der Ausserbetriebslage die Verbindung der Messgefässe rnit der Druckschutzgas- leitung offen steht. 2. Messvorrichtung für feuergefährliche, unter Dr uckschutzgas lagernde Flüssigkeiten nach dem Patentanspruch und UntAran- spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Betätigung der Steuerorgane die nende Hebel so unter der Wirkung einer Liraft steht, dass, wenn er in einer der beiden Entnahmestellungen sich selbst überlassen wird, er selbsttätig in die Ausser betriebslage übergeht.
    3. Messvorrichtung für feuergefährliche, unter Druckschutzgas lagernde Flüssigkeiten nach dem Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass in die Flüssigkeitssteigleitung ein nach den Messgefässen sich öffnendes Rückschlagventil eingeschaltet ist, das aber in seiner Schliessstellung eine Öff nung von geringem Querschnitt offen lässt, so dass Flüssigkeit, die sieh in den Mess- gefässen und der Steigleitung befindet, nachdem die Vorrichtung ausser Betrieb gesetzt worden ist, langsam in den La gerbehälter zurückfliessen kann.
    4. Messvorrichtung für feuergefährliche, unter Druckschutzgas lagernde Flüssigkeiten nach dem Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 und 2 mit einer die Entlee rungen zählenden Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass an den Steuerorganen ein Antriebsorgan für die Zählvorrichtung so angeordnet ist, dass es nur bei der Überführung des zurBetätigungderSteuer- organe dienenden Hebels aus einer Ent nahmestellung in die andere eine Schal tung der Zählvorrichtung bewirkt.
    5. Messvorrichtung für feuergefährliche, unter Druckschutzgas lagernde Flüssigkeiten nach dem Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Teil der Flüssig- keitssteigleitung einen Teil der Schutz gaszuleitung zu den Messgefässen bildet und an der Einmündung der Schutzgas leitung in die Flüssigkeitssteigleitung ein Dreiweghahn angeordnet ist, der in einer Stellung die Flüssigkeitszuleitung zu den Messgefässen offen, die Schutzgaszuleitung geschlossen hält,
    in einer andern Stellung die Flüssigkeitszuleitung zu den Messge- fässen geschlossen hält und die Schutz gasleitung mit dem an den Lagerbehälter angeschlossenen Teil der Flüssigkeitssteig leitung verbindet, in einer dritten Stel lung die Flüssigkeitssteigleitung, ohne sie zu unterbrechen, mit der Schutzgas leitung verbindet.
    6. Messvorrichtung für feuergefährliche, unter Druckschutzgas lagernde Flüssigkeiten nach dem Paterrtansprueh, dadurch ge kennzeichnet, dass das Steuerorgan für den Gaszutritt mit dem Steuerorgan für den Flüssigkeitszutritt in die Messgefässe derart verbunden ist, dass bei Betätigung des Flüssigkeitssteuerorganes behufs Vor nahme einer Zapfung das Gaszutrittorgan geschlossen gehalten werden kann, wäh rend es sich selbsttätig öffnet, wenn das Flüssigkeitssteuerorgan freigelassen wird, wobei die.
    bei der Zapfung zuletzt vor handenen Verbindungen der Messgefässe mit der Ablaufleitung und der Flüssig keitssteigleitung aufrechterhalten bleiben. 7. Messvorriehtung für feuergefährliche, unter Druckschutzgas lagernde Flüssigkeiten nach dem Patentanspruch und Unteran spruch 6, gekennzeichnet durch ein mit dem Flüssigkeitssteuerorgan verbundenes Ventil, das den Gaszutritt zu den Mess- gefässen steuert und dessen Kegel unter der Wirkung einer Feder steht, die das Ventil offen zu halten sucht,
    aber bei Betätigung des Flüssigkeitssteuerorganes entgegen der Wirkung der Feder geschlos sen gehalten werden kann. $. Messvorrichtung für feuergefährliche, unter Druckschutzgas lagernde Flüssigkeiten nach dem Patentanspruch und den Un teransprüchen 6 und 7, gekennzeichnet durch einen die Flüssigkeitszu- und -ab- leitung zu den Messgefässen steuernden Vierweghahn mit zylindrischem, axial verschiebbaren Kücken, dessen eines Ende den Kegel des Gassteuerorganes trägt und dessen Bohrungen so angeordnet sind,
    dass durch eine axiale Verschiebung die Verbindungen, auf die der Hahn einge stellt ist, nicht verändert werden. 9. Messvorrichtung für feuergefährliche, unter Druckschutzgas n lagernde Flüssigkeiten nach dem Patentanspruch und Unteran sprüchen 6 und 7, gekennzeichnet durch einen die Flüssigkeitszu- und -ableitungen zu den Messgefässen steuernden Vierweg hahn, in dessen Kücken eine den Ven tilkegel des Gassteuerorganes tragende Spindel axial geführt und längs verschieb bar ist, welche Spindel mit einem am Bedienungshebel des Hahnes drehbar ge lagerten Hebel verbunden ist, auf den eine Feder so einwirkt,
    dass sie das Gas steuerventil offen hält, wenn der Hahn freigelassen ist. 10. Messvorrichtung für feuergefährliche, unter Druckschutzgas lagernde Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Schutzgaszuleitung zu den Messge- fässen die Flüssigkeitsableitung bildet, und die Verbindung zwischen der Gaszu leitung und der Flüssigkeitsableitung ein Dreiweghahn bildet, der bei offener Flüs sigkeitsableitung die Gaszuleitung schliesst und bei geschlossener Flüssigkeitsablei tung die Gaszuleitung zu den Messgefässen offen hält.
CH103009D 1921-11-29 1922-08-25 Messvorrichtung für feuergefährliche, unter Druckschutzgas lagernde Flüssigkeiten. CH103009A (de)

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