CH103328A - Elektrischer Kondensator. - Google Patents

Elektrischer Kondensator.

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CH103328A
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  Elektrischer Kondensator.    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  einen elektrischen Kondensator mit aufeinan  der     geschichteten,    parallel geschalteten     Teil-          kondensatoren.    Die     Erfindung    besteht darin,  dass die Beläge gleicher Polarität zumindest  an den Rändern einen das elektrische Feld  zwischen den Teilkondensatoren schwächenden  Abstand erhalten.  



  Es ist bekannt, dass der Metallbelag von  elektrischen Kondensatoren mit der Oberfläche  des     Dielektrikums.    in inniger Berührung unter  Ausschluss jeglicher Zwischenschicht, möge  diese mit Luft oder einem andern Material  geringerer Durchschlagsfestigkeit und im all  gemeinen auch geringerer     dielektrischer    Leit  fähigkeit erfüllt sein, stehen muss. Ist nun  diese Bedingung für die einzelnen Platten  eines Kondensators auch erfüllt, dadurch, dass  zum Beispiel die     Metallbelegungen    durch  hohen Druck,. durch chemischen Niederschlag  oder durch andere Mittel in innige Berührung  mit den einzelnen Isolierplatten gebracht sind,  so kann das Resultat dieser Vorkehrungen  dennoch durch die Bedingungen am Rande  der Belegungen gestört werden.

   Dies     trifft     insbesondere bei dünnen Isolierschichten zu.    In der Zeichnung sind in     Fig.    2 und 4  Ausführungsbeispiele der Erfindung in sche  matischen, stark vergrösserten Schnitten dar  gestellt, während     Fig.    1 und 3 übliche Aus  führungen zeigen. In allen Figuren sind die  gleichpoligen, miteinander leitend verbundenen  Belegungen mit     +,        bezw.    mit - bezeichnet.  



       Fig.    1 zeigt die elektrische Feldentwick  lung am Rande der Belegungen, wenn die  untere Belegung an der Isolierplatte 2 infolge  Herstellungsungenauigkeiten gegenüber der  obern Belegung etwas vorsteht. Das Feld  verläuft an dieser Stelle zwischen der untern  Belegung der Isolierplatte 1 und der untern  Belegung der Isolierplatte 2. Die Belegung  der Platte 1 steht aber in keinem innigen  Kontakt mit 2, und der schraffierte Zwischen  raum 3 ist entweder mit Luft oder einer  isolierenden     Ausgussmasse    erfüllt.

   Besitzen  die Platten 1 und 2 nun hohe     Dielektrizitäts-          konstante,    das Medium in 4 aber geringere       Dielektrizitätskonstante    und ausserdem -gerin  gere Durchschlagsfestigkeit, wie das im all  gemeinen der Fall ist, so wird die Schicht 4  leicht durchbrochen, und es entstehen an der  Oberfläche von 2 an dieser Stelle Funken,      welche das Gefüge des Isoliermaterials von  2 allmählich erwärmen und zerstören, bis  der Durchbruch zwischen den untern     -+--    und  - Belegungen einsetzt und der     Kondensator     damit durchschlägt.  



  Wird dagegen ein     niit    geeigneter Isolier  masse erfüllter Raum, der einen bestimmten  Abstand der Ränder von 1 und 2 schafft,  oder eine isolierende Platte 5 nach     Fig.    2  zwischen die beiden Metallbelegungen der  selben Polarität eingeschoben, so wird der  Weg der     elektrischen    Feldlinien vergrössert,  das Feld somit geschwächt, und zwar     uni    so  mehr, als die     Dielektrizitätskonstante    der  eingebrachten Masse oder Platte 4 klein ist.  Die erforderliche Dicke der Zwischenschicht 5  kann leicht rechnerisch bestimmt werden.  



       Fig.    3 stellt denselben Fall bei gegenseitig  verschobenen Plattenrändern oder ungleich  breitem Isolierrand dar. Hier tritt das Durch  schlagen zwischen dem untern Belag der  Platte 1 und dem obern Belag der Platte 3  ein.     Fig.4    zeigt die Abhilfe durch die Ein  lage der Isolierplatte 5.  



  An Stelle einer eigentlichen Isolierplatte 5  kann auch ein Distanzhalter 6 verwendet  werden, der aus leitendem Material bestehen  kann, wenn er nicht über die Belegungen  heraustritt, -oder aus Isoliermaterial, wenn er  über den Rand hinausgeht, wobei im übrigen  die     Ausgussmasse    den Raum an Stelle der  Platte 5 erfüllt.  



  Die beschriebene Ausführung ist für aus  mehreren Schichten bestehende     Kondensatoren     in beliebiger Anordnung, zum Beispiel eben  oder gerollt, gefaltet usw. anwendbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrischer Kondensator mit aufeinander geschichteten, parallel geschalteten Teilkon densatoren, deren Metallbelag in inniger Be rührung mit dem Dielektrikum steht, dadurch gekennzeichnet; dass die Beläge gleicher Polari tät zumindest an den Rändern einen das elektrische Feld zwischen den Teilkondensa toren schwächenden Abstand erhalten. UNTERANSPRtrCHE 1. Elektrischer Kondensator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwi schen einander zugekehrten und miteinander leitend verbundenen Metallbelägen gleicher Polarität isolierende Schichten 5 eingelegt sind, welche die sich nicht genau decken den Ränder der Beläge abschirmen. 2.
    Elektrischer Kondensator nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die isolierende Schicht zwischen den Metallbehigen gleicher Polari tät aus Material kleinerer Dielektrizitä.ts- konstante als derjenigen des Kondensator- dielektrikuins besteht. 3. Elektrischer Kondensator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwi schen die belegten Isolierplatten des Kon densators Distanzstücke (6) derart eingelegt sind, dass die Zwischenräume an den Be- lagrä ndern mit Isoliermasse ausgefüllt werden können.
CH103328D 1922-02-10 1923-02-09 Elektrischer Kondensator. CH103328A (de)

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