CH104574A - Tiegeldruckpresse. - Google Patents
Tiegeldruckpresse.Info
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Description
Tiegeldruekpresse. Vorliegende Erfindung betrifft eine Tie- geldruckpresse, die für indirekten und direk ten Druck verwendbar ist. Der indirekte oder Gummidruck war bisher nur .an lithographi schen Rotationsm.asehinen und .Schnellpressen bekannt. Durch vorliegende Erfindung wird derselbe auch in Buchdruckereien verwende ten Tiegeldruckpressen zum Druck von ge setzten Typen und Klischees dienstbar be- maüht.
Mit den bisher bekannten \fiegeldruel#.- pressen wird der Druck dadurch erzielt, dass das Arbeitsstück mittelst der harten Fläche des Tiegels -direkt auf die harte Fläche der meist aus Metall bestehenden Druclzform ge presst wird. Dies erfordert einen hohen Druck. was den Bau stark gebauter 11la.schinen vor- aussetzt.
Nach vorliegender Erfindung wird die Druckkraft erheblich vermindert, so dass selbst bei grossen Arbeitsstücken nur ein ge ringer Druck nötig ist. Die Tiegeldruckpresse vorliegender Erfindung, die für direkten und indirekten Druck verwendbar ist, .
zeichnet sich dadurch aus, dass für indirekten Druck eine das Druckbild enthaltende Druckform und eine glatte elastische Flachform am Pres- senkörper angeordnet sind, über welche For men mit den Farbauftragwalzen eine Über tragungswalze geführt wird, von denen er stere die Druckform einfärben und abgeho ben über die Flachform geführt werden, wäh rend letztere das Farbbild von der Druckform abnimmt und auf die Flachform überträgt.
von der es vermittelst des Tiegels auf das Ar- beitsstück gedruckt wird, und dass. ferner für direkten Druck die Flachform nebst Über tra.gungswatze wegnehmbar ist und an Stelle der Flachform die Druckform eingesetzt wer den kann, um von dieser vermittelst des- Tie gels direkt auf das Arbeitsstück. drucken zu können.
Die beiliegenden Zeichnungen zeigen ver schiedene Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch die erste Ausführungsform mit um den Mittelkörper der Presse bewegten Auftraga- und Übertra- gungswalzen, , Fig. 2 eine Teilansieht der Walzenwägen führung;
-- Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform für Zweifarbendruck mit doppelten I?arbwerken, die ausserhalb der liitrli@iuftra,-wiilzenli.ahn stehen; Fig. 4 zeigt die Druckform für Z-veifar- bendruck in einer Teilansielit; Fig. 5 zeigt eine dritte A.usfü hrungsforin mit. pendelnd bewegten Auftrag- und Über tragungswalzen;
Fig. 6 zeigt Teile einer Knieliebeltiegel- druckpresse; Fi:g, 7 ist die schematische Ansicht. von Teilen einer Kniehebelpresse mit Walzen ge- inäss Fig. 1.
Fig. 1 zeigt eine Tiegeldruckpresse, bei welcher die Fa.rba.uftrag,#valze und Bildüber- tragungswalze ständig in einer Richtung um den Mittelteil der Presse herumbewegt wer den, wodurch eine gleichmässige, ruhige und stossfreie Bewegung erzielt wird. Dabei ist 1 das Gestell der Druckmaschine, 2 und 3 sind die Bandscheiben oder Kettenräder, die an jeder Seite am obern und untern Teil der Druckmaschine gelagert sind,
und tim welche ein endloses Metallband oder eine Kette 1 herumläuft. Die im Wa,lzenv"agen 18 'geht- gerten Farbauftragwalzen 5, sowie die Über- tragungswa.lzen 6 sind an den Metallbändern oder Ketten 4 angeschlossen und werden durch dieselben um den Mittelteil der Presse. der freischwebend zwischen den Gestellwän- den hängt, herumgeführt.
Die Bandscheiben #) werden durch die Stirnräder 7 und 8 ange trieben, von welchen das letztere auf der Hauptwelle 9 der Druckmaschine gelagert ist. Die genannte Hauptwelle trägt: an beiden Seiten die Kurbeln 111, die vermittelst Zug stangen mit dein Tiegel 11 verbunden sind und eine hin- und hergehende Bewegung des Tiegels 11 veranlassen.
Die Anordnung ist so getroffen, dass wäh rend jeder Hin- und Herbewegung des Tie gels 11 das Stirnrad 8 eine Umdrehung vol lendet. Da das Stirnrad 8 in Eingriff mit dem Stirnrad 7 steht und dieses halb so gross ist wie das erstgenannte und ausserdem auf der Welle 12 der Scheibe 2 ruht, welche das Metallband 4 trägt, so vollführen das Stirn- rad 7 und die Scheibe 2 während ,jeder Um drehung des Stirnrades 8 und jeder Ilin- und Herbewegung des Tiegels 11 zwei Umdre hungen, so dass das endlose Metallband -1 -,
welches zweimal so lang ist'wie der Umkreis der Scheibe 2, einmal um den Mittelkörper der Presse bewegt wird, während sich auch der Tiegel 1.1. einmal -liin- und lierhewegt, was auf die Verschiedenheit in der Grösse der Stirnräder 7 und 8 zurückzuführen ist.
Da, die Farbauftragwalzen 7 und die Übertragungswalzen 6 an genanntem Metall bande befestigt sind, so werden dieselben ebenfalls einmal um die 1)rucli:presse lieruin- geführt, während sieh der Tiegel einmal hin und herbewegt.
13 ist die Satzform, 14 die Flachform. 15 ist der Farbzylinder, welcher im entgegen gesetzten Sinne rotiert wie die Farbauftrag- walzen, damit letztere reichlich und gilt Ver riebene Farbe aufnehmen können, die sie dann zu der Satzform 13 bringen. 1 h sind Za.hnrä,der, die an der @bertra.gu ii@:
#walze an geordnet sind und die in Eingriff mit der Zahnstange 1.7 stehen, die rings um den Mit telkörper der Druckpresse liegt.
18 sind bewegliche @@'alzenwa;t>n, in wel chen die Farbauftragwalzen 5 und die Mer- tragungswalzen 6 drehbar gelagert .sind. Die genannten Walzen wagen 18 werden mittelst einer Schiene, aul' welcher dieselben mittelst kleiner Röllchen 2Q und 21 (Fig. -ll laufen, geführt.
Auch können zii dein Zwecke Steine vorgesehen werden, die in rings urn die 31a- schine eingefrästen Nuten gleiten.
Das Farbwerk, welches die Farbauftrag- walzen 5 niit der Farbe @-orsieht, besteht aus dem Farbzylinder <B>15.</B> welcher durch da Stirnrad 22 angetrieben wird, das seinen An trieb wieder durch ein @'erhin(lerungsrad 21 von dem Stirnrad 8 erhält:.
Die -'erreibwalzen 24, 25, 26 und 2 7 erhalten ihren Antriel, durch Reibuno', @-oin Farbzylinder 1J, und verreiben mit diesem clie durch den pendeln den Heber 28 vom Duktor 29 aus dem Farb- behälter entnommene Farbe.
Die Druckmaschine kann mich reit einem Farbwerk versehen werden, (las ausserhalb der Bahn der Farbatiftra.gwa.lzen gelegen ist, wie das. zum Beispiel bei der Ausführungsform gemäss Fig. 3 ersichtlich ist.
Die oben beschriebene Maschine -arbeitet wie folgt: Die Satzform 13 steht gemäss F ig. 1 an der Hinterwand .der Maschine, während die Flachform 14 beim Tiegel sich befindet. Der Tiegel selbst ist in Dru:ckstelltiizg dargestellt.
Der Tiegel wird derart be-#vegt, da,ss er ,sich bald in die Diuckstellung, bald in die Anlagestellung bewegt. In der Druckstellung findet die Druckübertragung des Farbbildes von der Flachform 14 auf das Werkstück statt, in der Anlegestellung wird das Werk stück auf die Tiegelfhiehe angelegt.
Während der Tiagel abwechselnd in die: Druck- oder die Anlegestellung pendelt, be wegen sich die Auftragwalzen 5 nebst der Übertragungswalze 6, geführt vom Stahlband 4, ständig um den Mittelkörper der Presse herum, über den Farbzylinder 15 hinweg, von dem die Auftragwalzen finit Farbe gespeist werden, während .die Übertragungswalze 6 abgehoben über den Farbzylinder geführt: wird, damit sie von diesem keine Farbe emp fängt.
Bei Fortsetzung der Bewegung laufen die mit Farbe versehenen Auftragwalzen 5 über die Satzform 13 hin\veg und färben diese ein. Nach ihnen läuft die Übertragungswalze 6 gleichfalls über die eingefärbte Form 13 und nimmt von dieser das Farbebild ab.
Hiernach werden die Walzen um den un tern Teil der Druckmaschine herumgeführt und laufen über die Flachform 1.1, während sich der Tiegel in seiner äussern Anlegestel lung befindet. Während dieses Überganges werden die Farbauftragwalzen 5 durch hoch stehende Laufschienen abgehoben, damit sie die Flachform nicht berühren.
Die Übertra- oZungswalze 6 dagegen wird, geführt durch die Zahnstangen 17, scharf über die Flach- frm hinweggeleitet, wobei sie .(las Bilc1, wel ches sich auf der Satzform 13 aufgenommen hat, an die Flachfarm abgibt.
Dann bewegen sich die Auftragwalzen 5 weiter um die Band scheibe 3 und. über den Farbzylinder - -15, über- den die Übertragungswalze 6 abgehoben hinweggeführt wird, während der Tiegel 11 erneut in seine Druckstellung -übergeht, wo durch er Druck von der Flachform 14 auf das Werkstück, welches auf der Tiegelfläche 11 liegt, aufgedruckt wird.
Der Druckgang ist wie folgt: Die Übertragungswalze 6 nimmt das Bild von der negativen Satzförm 13 auf,- Kelche vorher mit Farbe versehen worden war. Durch diesen Überdruck -wird das Bild um gekehrt und erscheint demzufolge auf der Walze 6 positiv. Hierauf überträgt die Walze 6 dieses positive Bild :auf die elastische Flach form 14, wobei es als .ein negatives Bild er scheint, um von der Flaehform 1-4 auf das Arbeitsstück, welches .auf .dem Tiegel 11 liegt, positiv übergedruckt zu werden.
Die Auftragwalzen 5, sowie die Übertra gungswalze 6 können auch in .doppelter- An zahl derart angeordnet werden, dass sie am Metallband genau gegenüber angeschlossen sind. Dann ist am Zahnrad 7 eine Überset zung einzuhalten, welche bei jeder Umdre hung des Stirnrades 8 auch nur eine Umdre hung der Bandscheiben \2 bewirkt.
Da, tlie Länge des Bandes 4 gleich dem doppelten Umfang der .Scheibe 2 ist, so bewegen -sich bei dieser Anordnung während jedem Ilin- und Hergang des Tiegels die Walzen 5 und 6 -nur eine halbe Bandlänge-fort, die gegen über angeordneten Walzen treten also ab- wechselnd zwischen Tiegel und Druckform hindurch und es findet bei schneller Tiegel bewegung ein langsamer Gang der Atiftra.g- und Übertragungswalzen statt.
An Stelle des Metallbandes 4 können auch Ketten .oder andere Transportmittel angewen- clet werden, z. B. Zahnführungen, wie Fig; 3 zeigt.
Der Schnitt, Fi,g. 3, zeigt eine Tiegel druckpresse, welche für Zweifarbendruck und andere Druckarten verwendet werden kann, bei welchen zweierlei Farben gebraucht wer den. Zu diesem Zweck hat die Druckmaschin t@ gemäss Fig. 3 zwei Farbwerke, von welchen ,das-eine oben, das andere unten, je in Verbin- dung mit den betreffenden Farbauftragwal- zen angeordnet ist.
Bei dieser Ausführungsform bezeichnen die gleichen Bezugszeichen gleiche Teile. 1 ist das Cxestell der Maschine; 2, 3, 45 und 4G sind die Stirnräder, welche die Walzenstühle. auf denen ,die verschiedenen -\Va.lzen angeord net sind, vermittelst Eingriff in die an den Walzenstühlen angebrachten Zahnungen -1.7 rund um den Mittelteil der Presse führen.
Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, sind zwei Auftragwalzengruppen 5, 32 vorgesehen, die herumbewegt werden, während im Gegen. satt zu der ersten Ausführungsform, Fig. 1, das obere und untere Farbwerk ausserhalb der herumgeführten Auftragwalzen angeordnet ist. Das obere Farbwerk ist. mit 34 bezeichnet, das untere Farbwerk mit 33.
32 sind Reiter, welche zwischen den Farb- auftra.g-,#valzen 5 und deren entsprechendem Farbwerk angeordnet sind, um Farbe vom Farbwerk zu dem Farbauftragwalzenwagen zu leiten. 35 sind Massewalzen < im untern \Valzensystem 33.
Die Farbwalzen des obern und untern #N'alzensystems sind je mit Zähnen versehen und werden durch die Stirnräder 30, 31 ange trieben, 8 ist das Kurbelrad und 39 das An triebsrad, welche mit den Stirnrädern 30, 31 zusammenarbeiten.
Die übrigen verschiedenen Walzen ma chen die Drehbewegung .des Farbwerkes durch Reibung mit. Die Heberwalzen 28 er halten eine hin- und herpendelnde Bewegung zwischen den Duktorwalzen 29 und den Verreibwalzen 26, wodurch die Walzen 28 gegen die Walzen 29 , gepresst werden und Farbe aufnehmen, die sie wieder an die Wal zen 26 abgeben, von denen sie auf die übrigen Walzen behufs der Verreibung gelangen.
Die werden durch die Zahnräder .1.3, 44, 45 und 46 angetrieben. Diese Zahnräder, welche mit Hilfe entspre- ehender Stirnräder in Eingriff stehen, wer den alle in einer Richtung bewegt. Sie grei fen mit ihren Zähnen in die Zahnstange 47 der Walzenwagen ein und bewegen dieselben von Zahnrad zu Zahnrad uni den mittleren Teil der Presse herum. wobei die Walzen wagen durch entsprechende Rollen in Füh rungen gehalten werden.
Die beschriebene Druckmaschine < irl)eitet in folgender Weise.
Die Form 13 (Fig. 3 und 4) bildet eine Doppelform, welche in ihrer obern Hälfte die Satzform für die eine Farbe, und in -ihrer untern die Satzform für die andere ztt be- nutzende Farbe aufnimmt.
Angenommen, dat , ein Druckbild hergestellt werden soll, von T welchem der eine Teil in roten, der andere in schwarzen Buchstaben zu erscheinen hat, so wird der rote Teil als besondere Form gesetzt:
und der schwarze desgleichen. Die schwarz zu druckenden Buchstaben sind zum Beispiel in dem obern Teil der Form bei 48 (Fig. 4) untergebracht,- die rot zu druckenden im un tern Teil bei 49. Dementsprechend wird die untere Form mit roter Farbe einzufärben sein, die obere mit: schwarzer Farbe.
Irin das zu ermöglichen, sind seitlich a.ii den Formen Führungsleisten 50, 5 1 ange- bracht., auf denen sielt die Laufrollen der Auftragwalzen abrollen.
Die Führungsleisten 50 stehen in Abmessung der Form 49 so liocli über die Ebene hervor, dass die mit ihre- Laufrollen darauf rollenden Auftragwalzen abgehoben über die Form hinweggetragen werden, so da.ss sie die Form nicht berühren.
also auch nicht. einfärben können. In dersel ben Art stehen die Führungsleisten 51. in Mb- inessung der Form -18 hervor.
Rollen nun die Auftragwalzen, welche die rote. Farbe tragen, von oben fier über die For nien 48, 49, so werden sie von den Führungs leisten 51 von der Form -18 abgehoben, färben diese .also nicht ein;
sie laufen jedoch, sobald sie in die Abmessungen der Form 49 gelangen, von den Leisten 51 ab, senken sich auf die Form 49 nieder und färben diesemit roterFarbe ein. Die :Auftragiva:lzen hingegen, welche die schwarze Farbe tragen, senken sich atif die Form 48 nieder, färben diese schwarz ein und werden dann clurah die Führungsleisten 50 von der roten Form 49 abgehoben.
Derart wird die Teilform 48 mit schwarzer, die Teil form 49 mit: roter F;ii#lie oin_gefä.rbt. Die mit Gummituch überzogene Übertra gungswalze 6 wird mit ihren Zahnrädern 16 in,den Zahnstangen 52 geführt. Der Umfang der Übertragungswalze entspricht genau der flöhe je einer Formhälfte 48 oder 49, so dass sie sich auf der Formhälfte 48 einanal abrollt, und ebenso :auf der Formhälfte 49 ein zweites mal.
Wird sie über die Form 48 geführt, so nimmt sie bei ihrem ersten Abrollen das @chwa.rze Farbenbild der Formhälfte 48 auf eire Oberfläche auf, dann rollt sie über die Vorm 49 und nimmt bei ihrer zweiten Um drehung das rote Farbenbild auf dieselbe Oberfläche auf. Beide Teilfarbenbilder grup pieren sich auf der Übertragungswalze zu einem zweifarbigen Gesamtbild ineinander: Dieses zweifarbige Bild wird von der Über tragungswalze 6 auf die elastische Flachform 14 übertragen und dann vermittelst des Tie gels 11 auf das Arbeitsstück gedruckt, so dass also zweifarbige Drucksachen in einem Ar beitsgang ausgeführt werden.
Im Falle die soeben beschriebene Tiegel druckpresse zur Herstellung von Drucksachen in nur einer Farbe gebraucht werden soll, kann man sie unter gleichzeitiger Benutzung .wider Farbwerlie verwenden. Uni zu verhü ten, dass man im letzteren Falle beide Farb kästen anzufüllen hat, kann folgende Anord nung vorgesehen werden. An den Walzen 28 ist mittelst eines Doppelarmes eine zweite Walze 55 vorgesehen, welche letztere mit der Walze 28 abwechselnd um den zwischen bei den liegenden Dreh .punkt schwingt.
Wenn die Walze 28 von der Walze 29 Farbe aufgenom men hat und in Berührung mit der Walze 26 tritt, gelangt die kleine Farbwalze 55. in Kon takt mit der Duktorwalze 29 und nimmt Farbe von derselben auf. Die ganze Anord nung steht unter Faderwirkung.
An dem Walzenwagen 56 ist ein unter Federwirkung stehender Farbtisch 36 ange ordnet. Dieser ist so breit, dass die kleine Walze 55 einmal über denselben hinweg rollen kann. Der Farbtisch 36 wird mit dem Walzenwagen zusammen unter der Walze 55 fortbewegt und nimmt dabei Farbe von der- selben auf, die er zudem untern Farbwerk leitet und dort an die Verreibwalzen abgibt. Diese verteilen die Farbe und versehen die Farbauftragwalzen 5 und Walze 32 mit Farbe, so dass auf .diese .Weise beide Farb werke von dem obern Farbbehälter aus ge speist werden.
Sowohl die Maschine gemäss Fig. 1, :als auch,die .gemäss Fig. 3 kann auch für direk ten Druckbenutzt werden. Zu diesem Zwecke muss die elastische Flachform 14 entfernt und durch eine Satzform 13 ersetzt werden, so dass der Druck des Tiegels<B>11</B> dann direkt auf die .Satzform wirkt.
Es ist deshalb selbst verständlich, da.ss in diesem. Fälle die Über tragungswalze 6 fortfällt und durch -eine Farbauftragwalze ersetzt werden kann. In dieser Weise wirkt die Druckpresse mit drei Farbauftragwalzen, welche dauernd um den mittleren Teil der Druckmaschine, herum rotieren, wobei die Druckplatte nur einmal mit frischer Farbe versehen wird.. Dies .ge schieht durch Glas Überrollen der Farbauf- tragwalzen über die Satzform 13, die an der Stelle der Form 14 angebracht ist.
Nach dem Einfärben wird der Tiegel 11 gegen die Satz form 13 gepresst, so da.ss der ganze Druck in derselben Weise stattfindet, wie in den bis herigen Tiegeldruckpressen. Bei der Presse (Fig. 5) ist die Satzform 13 oberhalb des Tiegelweges angeordnet;
die elastische Form 14 befindet sich in der Druck ebene des Tiegels 11, so dass letzterer, wenn er in die Diuickstellung tritt, gegen sie an drückt. Eingefärbt wird die .Satzfoim 13 durch die hin- und herpendelnden Auftrag walzen 5, welche durch die :pendelnde Hebel anordnung 60, 61, 62 bewegt werden.
Die Übertragung des Farbbildes von der Satz form 13 auf die Flachform 14 erfolgt durch die Übertragungswalze 6, welche durüh die Hebelanordnung 63, 64, 65 über beide Formen hin- und hergeführt wird.
Walze 6 ist ebenso wie die Flachform 14 mit elastischem Stoff überzogen, am zweckmässigsten mit < Gummi, und besitzt bei 66 einen halbrunden vertieften Ausschnitt, der beim Hin- und Herrollen die Farbenwalze 67 überspannt, ohne dieselbe zii berühren.
In der Anlegestellung, in welcher Fig. 5 die Presse zeit, befindet sich die Walze 6 unterhalb der Fla.cliform 14, clie Auftrag walzen 5 liegen auf der Farbenwalze<B>67.</B> So bald der Tiegel 11 in Druckstellung übergeht, rollen die Walzen über die Formen hinweg in-die punktierte Stellung 6A, 5A. Die Auf tragwalzen 5 liegen nun auf den Farbwalzen 33 des Farbwerkes und werden .mit Farbe ge speist.
Hat der Tiegel den Druch beendet, so rollt Walze 6 aus -der Stellung gemäss 6A naüli unten über die Satzform 13 hinweg und nimmt von dieser die vorher von den Auf tragwalzen aufgetragene Farbe in Form des Satzbildes ab, überdrücli:t mit ihrem Aus schnitt 66 die Farbwalze 67, tritt dann auf die elastische Form 14 und gibt, ihr Farben bild an diese ab, bis sie in die Stellung ge- inäss 6 anlangt, wo sie zuni entgegengesetz ten Weg umkehrt.
Durch diesen Umdruck erscheint das 8atv- bild auf der Flachfarin 11 genau wie auf der Satzform im Spiegelbild, ergibt, also beim nochmaligen Druck auf dein Arbeitsstück das richtige Bild.
Gleichzeitig mit der Walze 6 rollen auch die Auftragwalzen 5 aus ihrer Stellung 5A über die Form 13 hinweg. färben diese ein und laufen dann auf die Farbwalze 6 7 auf. Hier bleiben sie kurze Zeit liegen, drehen sich durch Reibung mit der Farbwalze 67 und werden von dieser mit neuer Farbe gespeist. Mit,der neu aufgenommenen Farbe färben sie auf ihrem Rückweg nach de.ni Farbwerk 33, 34 die Form 13 abermals ein.
Der Umfang der Auftragwalze ist so gross, dass er der vollen Breite der Form 13 entspricht. wodurch die Einfärbung gleichmässig und ohne Strei fenbildung erfolgt.
Behufs Fa.rbeaufnahine stehen die Auf tragwalzen 5 über den Farbwalzen 38, 3-1 und 67 je eine kurze Zeit still. Die Pendel bewegung der Hebelanordnung 60, 61, 62 rerliarrt bei der Kurbelumkehr ebenso lange in Ruhe. Dies wird bewirkt durch das Stirn- rad 8, welche; nur teilweise mit Zähnen ver sehen ist und dessen zahnlose Stellen beim Umlauf stets einen kurzen Stillstand des von ihm angetriebenen Zahnrades 63 bewirken.
Stirnrad 8 sitzt Leineinsam mit Stirnrad 38 auf der Hauptwelle 9, an deren beiderseitigen Enden Kurbeln aufgezogen sind, die mittelst der Pleuelstangen 10 die Bewegung des Tie gels 11- bewirken. Beide Stirnräder 8 und 38 machen also dieselbe Umdrehung wie die Pleuelst.aiigerikurbeln 10.
Stirnrad 8 greift in das Kurbelrad (38 ein, dessen Kurbel 69 die Schabstange<B>60</B> liebst Hebelarm 61 und Füh.- runsstange (>?, sowie den angelenkten Ma- gen 70 der Auftragwalzen 5 betätigt.
Da das Stirnrad 8 zwei geoeniiberliegende zahnfreie Stellen hat, so treibt. es das Kurbel- raid 68 nur an den gezalinten Stellen an.
Beine Vorübergang der ungezahnten Stellen steht das Kurbelrad 68 still, damit auch die Hebel ordnung 60, 61, 62, sowie der .angelenkte Wa gen 70 der Auftragwalzen 5. die im Augen- bliek des Stillsi-andes sl.ets die Stellung auf den Farbwalzen 3-1- oder der Farbwalze (i 7 einnehmen.
Das Stirnrad 38 greift in das gleich grosse Kurbelrad 71 ein und betätigt vermittelst Kurbel 79 ,die Hebelanordnung 63, 64, 65. sowie den angelenkten Waben der Walze () derart, dass Walze 6 bei jeder Radumdrehung; einmal über die Formen 13 und 14 hin- und zurückgeführt wird. Den Rückweg muss Wälze 6 abgehoben von den Formen zurück- legen, da eine zweim-,ilige Farbübertragung nicht erwünscht. ist.
Als Abliebevorrichtung dient ein Keil 7 2 (Feg.<B>6),</B> der unter deni federnden Gleitlager der Walze (; angeordnet ist, und dessen Verschieben nach rechts oder links ein Hebeei oder Senken der Walze be wirkt (Feg. 5 und 6<B>)</B>.
Das Verschieben des Keils 72 erfolgt durch verstellbare Anschläge 73, 74, die sieh an beiden Enden der Walzen- hahn befinden und an welche der Keil 72 bald finit dem rechten und bald mit dein linken ende ansehlä;gt-.
Zur Erzielung eines scharfen U nidru@ckes läuft die Walze 6 finit einem auf ihrer Welle befestigten Zahnrad in Zahnstangenführung. sowie beiderseits mit Laufrollen auf .Schmitz- leisten, die in ganzer Länge des Walzenwa gens angeordnet sind.
Der Walzenwagen 18 selbst läuft mit drei Rollen 20, 21 (Fig. 2) auf Schienen 75, die beiderseits am Maschinengestell angebracht sind. Zwei Rollen laufen auf, eine läuft unter der Schiene. Diese Anordnung ermöglicht den leichten Übertritt des Wagens über den Win kel (Fig. 2 und 5) und die Bogen der Schiene 75,An Stelle der Rollenführung kann auch eine Führung, vermittelst Steinen gewählt werden, die in vertieften Nuten beiderseits am Gestell .gleiten.
Fig. 6 zeigt eine Tiegeldruckpresse mit wagrecht angeordnetem Druckkopf und Tie gel; eine sogen:annte 1inieliebel-Tiegeldruck- presse mit Einrichtung zum indirekten Druck. Die Satzform 13 ist hier zwischen Tisch 11 und Farbwerk 34 eingesetzt, die Flachform 14 ist an dem Druckkopf 77 angehängt.
Der aus- und einfahrbare Tisch 11 befindet sich in Anlegestellung. Ifinter ihm liegt der gleichfalls ausgefahrene Walzenwagen 78. in welchem die -[Tbertragungsvv.alze 6 und die Auftragwalzen 5 gemeinsam angeordnet sind.
Fährt der Tisch 11 zum Druck unter den Presskopf 77, so rollen auch die Walzen 5 und 6 nach rechts in die Stellung 6A und<B>5A.</B> Die Auftragwalzen entnehmen hier vom Farb- werk, 34 Farbe und geben dieselbe bei ihrem Rin- und Hergang an die Satzform 13 ab.
Die Übertragungswalze 6, welche in Zahnstam- genführung läuft, wurde bei ihrem Rechts gang durch Ausstoss des Keils 72 an den An schlag 74 gesenkt, sie rollt bei ihrem Links gang auf die Satzform 13 auf, entnimmt von dieser das Farbenbild, rollt in ihre äusserste Linksstellung und wird dort durch Anstoss des Keils 72 an den Anschlag 73 soweit ge hoben, dass sie fest an der Flachform 1.1 an liegt und ihr Farbenbild beim Rückweg an diese .abgibt.
Damit das Reben und Senken der Walze 6 der Formenhöhe angep.asst. wer den kann, sind die Anschläge 73, 74 mit Stel- lenschrauben versehen, deren tieferes Ein schrauben je ein reichlicheres Heben und Sen ken der Walze bewirkt.. Die Auftragwalzen ä entnehmen ihre Farbe vom Farbwerk 34, geben sie an die Satzform 13 ab, treten dann mit ihren Lauf rollen von den hohen Laufschienen 78 ab, senken sich und rollen abgehoben über die Flachform hinweg, ohne diese zu berühren.
Die Übertragungswalze 6 nimmt das Farben bild von der Satzform 13 ab, überträgt es <B>,</B> a uf die F] aühf orm 14 und legt ihren Rückweg n vermöge der Keilstellung 72 abgehoben über die Formen 13 und 14 zurück.
Die Presse nasch Fig. 6 kann ebenfalls zu direktem Dru.ch verwendet werden. Dann wird die Übertragungswalze 6 aus dein Lager genommen und dafür eine Auftragwalze ein gesetzt. Die Flachform 13 wird vom Press- kopf entfernt und dafür die Satzform ange bracht. Nun arbeitet die Presse genau wie die bekannten - Eniehebelpressen mit drei Farb walzen. Die Keilanordnung an Walze 6 kann benutzt werden, um die Auftragwalze wäh rend des Rückganges von der Form abzuhe ben; was die Einfärbung verbessert.
Bei der Ausführung gemäss Fig, 7 ist der Presskopf in Rechteckform ausgebildet, die Satzform 13 oben, die Flachform 14 unten eingesetzt und das Kettenrad 30 rechts, das Kettenrad 31 links .angeordnet. Das Farb- @verk 34 erhält seinen Platz rechts vom Ket tenrad 30. Im übrigen ist Einrichtung und Arbeitsvorgang wie bei Fig. 1.
Die Presse .gemäss Fig. 1 kann auch zu Steindruck eingerichtet werden. Dann wird an Stelle der Satzform 13 ein (Lithographi scher) Lithographiestein eingesetzt. Die Auf tragwalzen 5 müssen durch Lederwalzen er setzt werden und neben den Auftragwalzen 5 ist noch eine mit Flanell überzogene Feucht- walze anzuordnen, die den - Auftragw alzeii voranläuft und ihre Feuchtung von einem ini Unterteil der - Maschine anzuordnendem Feuehtwerk erhält.
Die Feuehtwalzen feuch ten den bei 13 eingesetzten Lithographiestein, dann färben ihn die Auftragwalzen 5 mit Farbe ein, hierauf nimmt die Übertragungs walze 6 das Farbenbild vom Lithographie stein ab und überträgt .es auf die Flachform 1.4, con der es vermittelst des Tiegels 11 auf das Arbeitsstück gedruckt. wird.
Claims (1)
1'ATENTANSPRUCII Tiegeldruckpresse für direkten und indi-. ruhten Drirck, dadurch gekennzeichnet, dass für indirekten Druck eine das Druckbild ent haltende Druckform und eine glatte elastische Flacliforin am Pressenkörper angeordnet sind, über welche Formen mit den Farbauftrag walzen eine Übei¯tragungswa.lze geführt wird.
von denen erstere die Druckforen einfärben und abgehoben über die Flachform geführt werden, während letztere das Farbbild vorn der Druckform abnimmt und auf die Flach form überträgt, von der es vermittelst des Tiegels auf das Arbeitsstück gedruckt wird, und dass ferner für direkten Druck die Flach ford nebst Übertragungswalze wegnnehmbar ist und an Stelle der Fla@eliforin die Druck form eingesetzt werden kann,
uni von dieser vermittelst des Tiegels direkt rauf das Arbeitc- stüch drucken zu können. - UNTERANSPRüCHE 1.
Tiegeldruckpresse, dadurch gekennzeich- net, dass die das Druckbild enthaltende Druckform an der Rückseite der Presse und die glatte elastische Flaehforin an der Tiegelseite der Presse angeordnet sind, wo bei die Auftragwalzen mit der Ü bertra- gtingswalze ständig in einer Richtung um den Mittelteil der Presse herumgeführt wird.
?. Tiegeldruel#-presse nach Patentanspru(-h. dadurch gekennzeichnet, da-ss die Druck form und die Flacliforni an der Tiegelseite der Presse angeordnet sind, wobei die Druckform durch hin- und herbewegte Farl)a.uftragwalzeit cingefiirbt und das Farbbild von der Druckform durch die ebenfalls hin- und herbewegte, auf ihrem Rücl@gang abgehobene Vbertragungswalze abgenommen und aus' die Fla:
eliform über tragen wird. 3. Tiegeldruckpresse nach Patenta-nsprucb, dadurch gekennzeichnet, dass die Drttek- form aus zwei Einzelformen besteht, die zusammen eiere Doppelform bilden, wobei sieh die T;bertragungswalze auf jeder Teil form einmal abrollt, das vorher eingefiirbte Teilbild abnimmt und beide Teilbilder auf seiner 0lnerflii:
che zu einem zweifarbigen Gesamtbild vereinigt. und dieses dann auf die Flachform unidrurkt. 1. Tieg elcli,uekpressfe nach P.tt;
eiitanspruch, mit auf- und niederbewegtem Tiegel, da- durch gekennzeichnet, da.ss die Fla@cliforirt arn Druckkopf und die Satzform in rück- seitiger Lage zwischen Druckkopf und Farbwerk angeordnet ist..
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH104574T | 1921-04-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH104574A true CH104574A (de) | 1924-05-01 |
Family
ID=4363426
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH104574D CH104574A (de) | 1921-04-16 | 1921-04-16 | Tiegeldruckpresse. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH104574A (de) |
-
1921
- 1921-04-16 CH CH104574D patent/CH104574A/de unknown
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