CH104714A - Verfahren zur Entsäuerung von fetten Ölen. - Google Patents
Verfahren zur Entsäuerung von fetten Ölen.Info
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Verfahren zur Entsäuerung von fetten Ölen. In dem Hauptpatent .ist ein Verfahren zur Entsäuerung von Fetten durch Neutralisa tion der freien Säuren mit wässerigen Lösun gen oder Suspensionen derartiger Basen be schrieben, welehe zeit den Fettsäuren eine wasserunlösliche Seife bilden, dadurch ge kennzeichnet, dass man ,der Lösung oder Sus pension dieser Basen eine derartige Menge eines wasserlöslichen Salzes zusetzt, dass das Wasser, worin die Base sich befindet, damit wenigstens nahezu gesättigt ist, und sich eine grobkörnige, wasserunlösliche, fettarme .Seife abscheidet,
woraus das Neutralfett bis auf geringe Spuren entfernt werden kann. Es hat sich herausgestellt, da.ss dieses Verfahren sich mit Erfolg nur auf Fette, deren beigemischte Fettsäuren ohne weiteres eine harte Kalk seife bilden, jedoch nicht ,auf flüssige Öle, wie zum Beisspiel Leinöl, Rüböl, Baumwoll- samenöl, Sesamöl und dergleichen, anwenden lä.sst. Diese Öle erzeugen bei,der Entsäuerung Erdalkali- oder sonstige Metallseifen,
welche je nachdem ziemlich weich, zäh oder flüssig sind, wodurch sie nur schwer durch Abpres sen entfernt werden können. Es wurde nun gefunden, dass beim Zusatz höherer Fett- säuren zu den flüssigen Ölen sich bei der Neutralisation miit Kalk oder anderen D4rd- ,alkalien Verbindungen bilden, welche genü gend leicht durch Abpressen entfernt werden können. Dieser Zusatz höherer Fettsäuren war bis jetzt unbekannt. Trotz .aller Ver suche, welche man bis jetzt in der Praxis an gestellt hat, waren ohne diesen Zusatz gute Erfolge nicht zu erreichen.
Die Neutralisation des Gemisches der flüssigen Öle und Fettsäuren mit den Basen -unter Zusatz der wasserlöslichen Salze und der höheren Fettsäuren wird vorzugsweise. im Vakuumausgeführt, um zu verhüten, d.ass die Masse eine Temperatur von über<B>90'</B> C annimmt. Dabei wird das Ganze :gleichzeitig entwässert.
Man erhält zum Beispiel eine g ro; 'bkörnige, nicht zusammeng-eschmolzene, leicht filtrierbare Kalkseife. Bei Apparaten, yvorin eine Evakuierung nicht möglich ist, wird die Wasserentziehung .am besten durch Zusatz von Chlorcalcium oder gleichartiger Stoffe bewerkstelligt.
<I>Beispiel I:</I> 10,000 kg Baumwollsamenöl mit 5 freien Fettsäuren werden mit 50 kg Talgfett- >:äugen, 160<B>kg</B> Kallimilcll mit 67 % Ca0 unrl 20 kg Kochsalz gemischt. Die Mischung wird fortwährend berfihrt, bis .alle freien Fett säuren durch den Kalk neutralisiert worden sind.
Die Temperatur wird in übereinstim- munb mit. dem Vakuum gerebelt und bis auf 81 bis<B>90'</B> C gesteigert; daraufhin wird die ?,lasse filtriert, zentrifugiert, oder auf eine andere Art getrennt
EMI0002.0017
<I>Beispiel <SEP> 11:
</I>
<tb> 10,000 <SEP> <B>kg</B> <SEP> Sesamöl <SEP> mit <SEP> d <SEP> %a <SEP> freien <SEP> Fett säuren <SEP> werden <SEP> mit <SEP> <B>50 <SEP> kg</B> <SEP> Palmöl-, <SEP> Tal,--, <SEP> oder
<tb> Stearinfettsäuren <SEP> gemischt. <SEP> Diese <SEP> llisehun@o wird <SEP> unter <SEP> fortwährendem <SEP> Rühren <SEP> mit <SEP> 150
<tb> <B>kg,</B> <SEP> Kalkmilch <SEP> mit <SEP> 60 <SEP> % <SEP> Ca0 <SEP> und <SEP> 50 <SEP> <B>kg</B> <SEP> Ko'ch salz <SEP> behandelt.
EMI0002.0018
<I>Beispiel <SEP> III:</I>
EMI0002.0019
10,000 <SEP> kg <SEP> Sojabohnenöl <SEP> mit <SEP> 3 <SEP> %9 <SEP> freien
<tb> Fettsäuren <SEP> und <SEP> 50 <SEP> kg <SEP> Talgfettsäuren <SEP> werden
<tb> mit <SEP> 118 <SEP> kb <SEP> tltzbaryt <SEP> (Ba(OH)2) <SEP> und <SEP> unter
EMI0002.0020
gleichmässigem <SEP> Führen <SEP> mit <SEP> 1?0 <SEP> lib <SEP> warmem
<tb> Wasser <SEP> gemischt <SEP> unter <SEP> Zusatz <SEP> von <SEP> 1.5 <SEP> <B>kg</B> <SEP> Ka liurnchlori:l <SEP> oder <SEP> Ka <SEP> liumsulfat, <SEP> bis <SEP> alle <SEP> freien
<tb> Fettsä <SEP> .uren <SEP> vom <SEP> Barvi <SEP> @-ebunden <SEP> worden <SEP> sind.
<tb> Die <SEP> Temperatur <SEP> wird <SEP> auf <SEP> 80 <SEP> bis <SEP> 130 <SEP> <SEP> C <SEP> ge steibert.
<tb>
Die <SEP> gemäss <SEP> vorliegendem <SEP> Verfahren <SEP> ent sä.n.erten, <SEP> fetten <SEP> C)le <SEP> werden <SEP> zu <SEP> technischen
<tb> Zwecken <SEP> verwendet.
Claims (1)
- EMI0002.0021 <B>PATENTANSPRUCH:</B> EMI0002.0022 Verfahren. <SEP> znr <SEP> Entsäuerun; <SEP> von <SEP> fetten <tb> Olen <SEP> durch <SEP> Neut_ra.lisa.tion <SEP> der <SEP> freien <SEP> Fett. <tb> sii,uren <SEP> mit <SEP> derartigen <SEP> Basen, <SEP> welche <SEP> mit <SEP> den <tb> Fettsäuren <SEP> ivaserunlösliche <SEP> Seifen <SEP> bilden <tb> unter <SEP> Zusatz <SEP> eines <SEP> zvaserlöslichenalzes, <SEP> da durch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> da.ss <SEP> eine <SEP> höhere <SEP> Fett säure <SEP> zugesetzt <SEP> wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL104714X | 1920-08-03 | ||
| CH103433T | 1921-06-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH104714A true CH104714A (de) | 1924-05-01 |
Family
ID=25706483
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH104714D CH104714A (de) | 1920-08-03 | 1921-06-22 | Verfahren zur Entsäuerung von fetten Ölen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH104714A (de) |
-
1921
- 1921-06-22 CH CH104714D patent/CH104714A/de unknown
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