CH104719A - Hydraulisches Kupplungs- und Wechselgetriebe. - Google Patents

Hydraulisches Kupplungs- und Wechselgetriebe.

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CH104719A
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Gustaf Wingquist Sven
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Gustaf Wingquist Sven
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  Hydraulisches     Kupplungs-    und Wechselgetriebe.         Vorliegende    Erfindung bezieht sich auf  ein hydraulisches     Kupplungs-    und Wechsel  getriebe gemäss dem Patentanspruch des Haupt  patentes, welches aus einem oder mehreren       Pumpenelementen    oder Systemen von Pumpen  elementen besteht und mit mindestens einer  Regelungsvorrichtung versehen ist, welche  unter dem (direkten oder indirekten) Einfluss  teils von dem im Druckraum der Vorrichtung  herrschenden Flüssigkeitsdruck, teils von der  Fliehkraft stehen, so dass die Kupplungsstufen  teils von dem Drehmoment des getriebenen  Teils des Getriebes, teils von der Umdreh  ungszahl des treibenden oder des getriebenen  Teils des Getriebes abhängig und mit diesen  verändert werden.  



  Um bei derartigen     Kupplungs-    und Wech  selgetrieben die erforderliche Ausbalancierung  des Druckes und der     Fliehkraft    zu ermög  lichen, ist es bisher     notwendig    gewesen, dem  von den erwähnten Kräften betätigter) Teil  der Regelungsvorrichtung eine grosse Masse  zu geben, was von konstruktivem Gesichts  punkte aus unzweckmässig ist und in gewissen  Fällen auf grosse praktische Schwierigkeiten    stossen kann. Ausserdem sind Schwierigkeiten  entstanden, um eine zuverlässige Wirkung der  Regelungsvorrichtung     herbeizuführen.     



  Die vorliegende     Erfindung    bezweckt, die  erwähnten Übelstände zu beseitigen. Die Er  findung besteht     irn    wesentlichen darin, dass  die Regelungsvorrichtung unter dem Einfuss  einer von dem Flüssigkeitsdruck und der  Fliehkraft betätigten     Hilfsventilvorrichtung     steht, welche bei einer gewissen Umdrehungs  zahl und unter einem gewissen Drehmoment  des getriebenen Teils des Getriebes die Rege  lungsvorrichtung von dem Flüssigkeitsdruck  selbsttätig entlastet und welche beim Über  steigen des erwähnten Drehmomentes die  Regelungsvorrichtung einem einseitigen Flüs  sigkeitsdruck aussetzt.

   Die Regelungsvorrich  tung wird also entweder vom Druck ganz  entlastet, d. h. die Fliehkraft hat keinen  Druck, sondern nur den Reibungswiderstand  zu überwinden, wodurch die Masse der Vor  richtung klein gemacht werden kann, oder  die Regelungsvorrichtung wird einem grösseren,  einseitigen Druck ausgesetzt, welcher die  Fliehkraft und die Reibungswiderstände zu      überwinden vermag und dadurch die Um  stellung der Regelungsvorrichtung herbeiführt.  



  Auf der. beigefügten     Zeichnung    ist eine  beispielsweise Ausführungsform eines gemäss  dein     Differentialprinzipe    arbeitenden hydrau  lischen     hupplungs-    und Wechselgetriebe dieser  Erfindung veranschaulicht.  



       Fig.    1 ist eine Seitenansicht der Vorrich  tung ohne Seitendeckel;       Fig.    2 ist ein     Achsialschnitt    nach der  Linie     A.-B    der     Fig.    1;  F i-. 3 ist ein Schnitt der     Regelungsvor-          ric-btung    in     grösserem        Massstabe.     



  Bei der auf der Zeichnung gezeigten Aus  führungsform bezeichnet 1 eine treibende  Welle, welche mit einem treibenden Rotor 2  fest     verbunden    ist, der mit radial beweglichen  Kolben 3     versehen    ist, welche mit einer Ar  beitsfläche 4 und einem     Widerlager    5 in  einem zu einer     äussern    Hülle ausgebildeten,       getriebenen    Rotor 6     zusammenwirken,    mit  welchem die getriebene Welle 7 fest verbun  den ist.

   Im Rotor 6 ist ferner in     bekannter     Weise ein normalerweise feststehender     Stator     8 angeordnet, der mit radial beweglichen  Kolben 9 versehen ist, welche, wie die     Kol-          ben    3, mit in     dein    getriebenen Rotor 6 aus  gebildeten Arbeitsflächen und     Widerlagern     (nicht gezeigt)

       zusammenwirken.    Die beiden  Rotoren 2 und 6 bilden hierbei normalerweise  ein als Generator     wirkendes        Pumpenwerk          und    der     Stator    8 nebst dein getriebenen Ro  tor 6 normalerweise ein als Motor     wirkendes          d'umpenwerk.    Zwischen den     Druckräumen    10  und 11 der erwähnten beiden     Punrpenwerke     ist.

   gemäss     dein    Hauptpatent, ein von dein       Flüssigkeitsdruck    und der     Fliehkraft    betätig  tes Kolbenventil 12 angebracht, welches, je  nachdem der Flüssigkeitsdruck im Raum 10  die Fliehkraft überwindet oder umgekehrt,  die     Verbindung    zwischen den beiden Pumpen  werker selbsttätig herstellt     bezw.    absperrt.  Das Kolbenventil 12 wird bei der vorliegen  Ausführungsform teils auswendig in einer im  Rotor     G    gemachten     Aussparung    13, teils in  wendig von einem Zapfen 14     geführt,    welcher  eine Fortsetzung eines im Rotor oder der  Hülle 6 eingeschraubten Deckels 15 bildet.

      Die     äussere    Seite des     Kolbenventils    12 steht  durch einen     Kanal    16     unter    stetigem     Einfluh     der     Druckflüssigkeit    im Raum 10. Der  Zapfen 14 ist bei der gezeigten Ausführungs  form hohl und bildet einen Sitz für     einen     radial     beweglichen    Ventilkörper 17, der au  dem äussern Eide mit einer verhältnismässig  dünnen Spindel 18 versehen ist, welche in  einer     Ausbohrung    des Deckels 1 5 geführt  wird.

   Das Ventil 17. 18 ist mit einem zen  tralen     Kanal    19 versehen, der durch einen  im Deckel 1:5 ausgebildeten Kanal 20 und  den Kanal 16 in stetiger Verbindung reit  dem     Druckraum    10 steht. Der Kanal 19  steht ferner durch einen querlaufenden Kanal  21, eineu ringförmigen Kanal 22 und eine  Öffnung 23 in dem bohlen Zapfen 14 in  Verbindung mit     einem    zwischen dein Zapfen  14 und denn     Regelungsventil    12 befindlichen  ringförmigen Raum 24,

   welcher seinerseits  durch einen Kanal 25 im Ventil 12 mit dem  Raum 13 an der     innern    Seite des Ventils 12       kommuniziert.    Bei der in     Fig.    2 und 3 ge  zeigten     Stellung    des     Hilfsventils    17, 18 ist  also eine direkte     Verbindung        zwischen    dem  Druckraum 10 und dem     Räurzr    13 hergestellt,  und das Regelungsventil 12 ist von     dein          Druck    völlig entlastet.

       Irn    Ventilkörper 17  ist ferner ein durchgehender Kanal 26 ge  macht, welcher durch einen Kanal 27 für  Rotor 6     rnit    dem     Saugraum    des Getriebes in       stetiger    Verbindung steht und welcher bei  der innern     Endlage    des Ventils 17 durch  einen ringförmigen Kanal 28 und eine Öff  nung 29 im Zapfen 14 den     Raum    13 in Ver  bindung mit dein erwähnten Saugraum setzt.  



  Gemäss     Fig.    2 und 3 wird angenommen,       dar    die Ventile 12 und 17, 18 durch die       Wirkung    der Fliehkraft (gegebenenfalls mit  Hilfe von     Federkrlä.ften)    in ihre     äussern    Lagen  geführt worden sind, bei welchen teils die       Verbindung        zwischen,    den     Druckräumen    10  und 11 der     beiden        Pumpenwerke    abgesperrt,  teils eine Verbindung zwischen dem Druck  raum 10 und denn Raum 13 durch die Ka  i<B>,</B> 20, 19, 21, 2', 23,

   24 und 25     her-          n        *tle   <B>16</B>  gestellt ist. In dieser Lage, welche direkte  Kupplung darstellt, und einem gewissen Dreh-           moment    der getriebenen Welle 7 entspricht,  ist also das Regelungsventil 12 vom Druck  ganz entlastet und wird nur von der Flieh  kraft betätigt. Steigt hiernach das Drehmo  ment der Welle 7 und hiermit der Druck im  Raum 10; so hat dies anfangs keinen Einfluss       auf    das entlastete Ventil 12, sondern die     vor-          handeneKupplungsstufe    wird aufrechterhalten.

    Dagegen wird, vorausgesetzt, dass der Druck  hinreichend gross ist, das Hilfsventil 17, 18  betätigt, indem der Druck, der auf diejenige  kleine Fläche wirkt, die durch den Quer  schnitt der Ventilspindel 18 dargestellt wird,  die Fliehkraft überwindet. Das Hilfsventil  17, 18 wird hierdurch dazu gebracht, seine  innere Endlage einzunehmen, in welcher die  Verbindung zwischen dem Raum 13 an der  Innenseite des Regelungsventils 12 und dem  Druckraum 10 unterbrochen und anstatt dessen  eine Verbindung zwischen dem erwähnten  Raum 13 und dem Saugraum des Getriebes  durch die Kanäle 27, 26, 28 und 29 herge  stellt ist.

   Das Regelungsventil 12 wird hier  bei nur auf der Aussenseite dem Druck aus  gesetzt und gegen die Wirkung der Fliehkraft  in seine innere Endlage geführt, wo eine  Verbindung zwischen den beiden Pumpen  werken hergestellt und somit ein Übersetzungs  grad herbeigeführt wird, welcher in bekannter  Weise von dem Verhältnis zwischen den     volu-          metrischen    Kapazitäten der     Pumpenwerke     abhängig ist.

   Wird anderseits das Drehmo  ment der Welle 7 und der Druck im Raume  10 vermindert, so wird das Hilfsventil 17,  18 durch die Fliehkraft in seine äussere End  lage geführt und stellt wiederum eine Ver  bindung zwischen den Räumen 10 und 13  her, so dass das Regelungsventil 12 von Druck  entlastet und durch die Fliehkraft in seine  äussere in     Fig.    2 und 3 gezeigte Lage ge  führt wird. Es ist zu bemerken, dass das  Ventil 12 nur die Reibung gegen die Füh  rungen (13, 14), aber keinen Druck zu über  winden hat, und ausserdem bleibt es vom  Druck entlastet, solange das Ventil 17, 18  seine äussere Endlage einnimmt, wodurch er  möglicht wird, dem Ventil 12 eine kleine  Masse zu geben.

   Bezüglich des Hilfsventils    17, 18 ist zu bemerken, dass dasselbe, da es  nur die kleinen Öffnungen zwischen dem  Raum 13 und dem Druck- und Saugraum  des Getriebes zu regeln hat, mit einer sehr  kleinen, effektiven Druckfläche, entsprechend  dem Querschnitt der Spindel 18, ausgeführt  werden kann, wodurch auch das Ventil 17,  18 mit einer kleinen     -'lasse    ausgeführt wer  den kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Hydraulisches Kupplungs- und Wechsel getriebe nach dem Patentanspruch des Haupt patentes, bestehend aus einem oder mehreren Pumpenelementen oder Systemen von Pumpen elementen und mit mindestens einer Rege lungsvorrichtung für ein oder mehrere der erwähnten Pumpenelemente versehen, welche Regelungsvorrichtung unter dem Einfluss teils von dem irn Druckraum des Wechselgetriebes herrschenden Druck, teils von der Fliehkraft stehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Rege lungsvorrichtung unter dem Einfluss einer von dem Flüssigkeitsdruck und der Fliehkraft betätigten Hilfsventilvorrichtung steht,
    welche bei einer gewissen Umdrehungszahl und unter einem gewissen Drehmoment des getriebenen Teils des Getriebes die Regelungsvorrichtung von dem Flüssigkeitsdruck selbsttätig ent lastet und welche beim Überschreiten des erwähnten Drehmomentes die Regelungsvor richtung einem einseitigen Flüssigkeitsdi>uck selbsttätig aussetzt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Hydraulisches Kupplungs- und Wechsel getriebe nach dem Patentanspruch hievor mit der Regelungsvorrichtung als ein von dem Flüssigkeitsdruck und der Fliehkraft direkt betätigtes Kolbenventil ausgeführt, dadurch gekennzeichnet, - dass die Hilfs- ventilvorrichtung in der Weise ausgeführt ist, dass sie unter einem gewissen Dreh moment des getriebenen Teils des Wech selgetriebes einen das Kolbenventil (12) enthaltenden Raum (13), welcher derjeni gen Seite des Kolbenventils gegenüberliegt, die unter dem Einfluss des Flüssig keitsdruckes steht, selbsttätig in Verbin- dung mit dem Druckraum des Wechsel getriebes setzt,
    und welches beim Über schreiten des erwähnten Drehmomentes den das Kolbenventil (12) enthaltenden Raum (13) selbsttätig in Verbindung mit dem Saugraum des Wechselgetriebes setzt. 2. Hydraulisches Kupplungs- und Wechsel getriebe nach dem Patentanspruch hievor, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfs- ventilvorrichtung mit einer verhältnismässig kleinen, effektiven Druckfläche ausgeführt ist. 3.
    Hydraulisches Kupplungs- und Wechsel getriebe nach dem Patentanspruch hiev or, dadurch gekennzeiehnet, dass die Hilfs- ventilvorrichtung <B>(17, 18)</B> zentral innerhalb des Kolbenventils (12) angeordnet und mit Kanalanordnungen versehen ist, welche den das Kolbenventil enthaltenden Raum (13) abwechselnd in Verbindung mit dem Druck raum bezw. dem Saugraum des Wechsel getriebes setzen.
CH104719D 1922-03-23 1923-02-15 Hydraulisches Kupplungs- und Wechselgetriebe. CH104719A (de)

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