CH105378A - Differentialgetriebe mit verminderter Ausgleichsfähigkeit für Kraftfahrzeuge. - Google Patents

Differentialgetriebe mit verminderter Ausgleichsfähigkeit für Kraftfahrzeuge.

Info

Publication number
CH105378A
CH105378A CH105378DA CH105378A CH 105378 A CH105378 A CH 105378A CH 105378D A CH105378D A CH 105378DA CH 105378 A CH105378 A CH 105378A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
tooth
differential gear
motor vehicles
compensating ability
gears
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Boettcher Paul
Original Assignee
Boettcher Paul
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Boettcher Paul filed Critical Boettcher Paul
Publication of CH105378A publication Critical patent/CH105378A/de

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H48/00Differential gearings
    • F16H48/20Arrangements for suppressing or influencing the differential action, e.g. locking devices
    • F16H48/28Arrangements for suppressing or influencing the differential action, e.g. locking devices using self-locking gears or self-braking gears

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Retarders (AREA)

Description


  Differentialgetriebe mit verminderter Ausgleichsfähigkeit für Kraftfahrzeuge.    Um die übermässige Empfindlichkeit der  allgemein gebräuchlichen Differentialgetriebe  mit Stirn- oder Kegelrädern zu vermeiden,  hat man diese durch Schneckenverzahnungen,  Bremsvorrichtungen oder auch vollkommene  Verriegelungen zu ergänzen oder zu ersetzen  versucht. Derartige Konstruktionen kompli  zieren und verteuern jedoch die normale Aus  führungsform, sind zum Teil schnellem Ver  schleiss unterworfen und bedingen meist kon  struktive Änderungen beim Einbau in das  Achsgehäuse.  



  Vorliegende Erfindung erreicht die ange  strebte grössere Unempfindlichkeit gegen äu  ssere Einflüsse der Strasse beim Fahren in  gerader Richtung allein durch eine neue  Zahnform der in normalem Differential ver  wandten Zahnräder. Die Zähne dieser Zahn  räder erhalten nämlich konkaves Kopf- und  konvexes Fussprofil.  



  Beim Zusammenarbeiten zweier Zahn  räder der üblichen Evolventen-Verzahnung  tritt je nach dem Evolventenwinkel oder der  Neigung der Zahndruckrichtung zum Rad  umfang eine Kraftkomponente .auf, welche  die Räder auseinander zu treiben sucht.  Wählt man ganz ausserordentlich grosse Evol-    ventenwinkel, so lässt sich diese Druckkom  ponente entsprechend gross gestalten. Sie kann  auch zur Erzielung einer starken Reibung in  Stirnlagern des Radkörpers benutzt werden.

    Anderseits tritt bei der     Evolventen-Verzah-          nung    zwischen zwei aufeinander arbeitenden  Zahnflanken stets ein Gleiten ein, welches  mit der Entfernung vom Teilkreise schnell  anwächst, da bei gleicher Umfangsgeschwin  digkeit im Teilkreise die einzelnen Punkte  zusammenarbeitender Kopf- und Fussprofile  verschiedener Räder mit ihren Abständen  vom Teilkreis an Umfangsgeschwindigkeit  zu- resp. abnehmen. Flankenstücke in genü  gender Entfernung vom Teilkreis arbeiten  daher stets unter grossem Gleiten, und bei  Wahl sehr grosser Druckwinkel auch unter  entsprechend vergrössertem Druck, im Resul  tat also mit beliebig gross zu bemessender  Reibung aufeinander.

   Grosse Druckwinkel er  geben daher zwischen den Zahnflanken und  in den Lagerungen bei entsprechender Wahl  aller Verhältnisse äusserst grosse Gesamtrei  bung bis zur vollkommenen Selbsthemmung.  



  Trotzdem lässt sich der angestrebte Zweck  nicht ohne weiteres mit der üblichen     Evol-          venten-Verzahnung    durch einfaches Vergrö-      Bern des Druckwinkels erreichen, da es nicht  möglich ist, die zu jedem korrekten Arbeiten  bei Vermeidung von Stössen und stellenwei  sem grossen Spielraum zwischen den Zahn  flanken unbedingt erforderliche Länge der  Eingriffsdauer bei Anwendung sehr grosser  Druckwinkel zu erzielen. Soll der Eingriff  bei einer Zahnflanke in korrekter Weise all  mählich fortschreiten und nicht aufhören, be  vor er auf der benachbarten Zahnflanke wie  der begonnen hat, so wird die Konstruktion  einer gänzlich neuartigen Zahnform erforder  lich.

   Die Eigenarten dieser Zahnform beste  hen im wesentlichen aus einer in ihrem mitt  leren Teil aussergewöhnlich stark geneigt  liegenden flachen Zahnflanke, welche nach  den Zahnkopf- und Fussenden hin stark an  Krümmung zunimmt. Diese Krümmung nach  den Kopf- und Fussenden des Zahnes hin er  folgt in dem Sinne, dass sie von einer ent  sprechenden Abnahme des Druckwinkels be  gleitet wird. Im Resultat entsteht daher, wie  oben erwähnt, ein Zahn mit konkaven     Kopf-          und    konvexen Fussprofilen.

   Ein derartiger  Zahn arbeitet im mittleren Teil infolge seines  eigenartig grossen Druckwinkels mit entspre  chend grosser Reibung zwischen den Zähnen  und auch an den Flächen zwischen den Na  ben der Radkörper und den entsprechenden  Aufnahmeflächen im Lagergehäuse, während  die konkaven resp. konvexen Kopf- und Fuss  enden mit geringerem Druckwinkel, haupt  sächlich zur Sicherung eines genügend langen  Eingriffes dienen.

   Ähnlich wie bei der     Cy-          cloiden-Verzahnung    kämmt beim     Zusammen-          mit        derartiger        Verzahnung        versehenen     arbeiten derartiger Zahnflanken stets ein er  haben gekrümmtes mit einem hohlgekrümm  ten Flankenstück zusammen, jedoch arbeitet  nicht wie bei der Cycloiden-Verzahnung ein  konvexes Kopf- mit konkavem. Fussprofil.  sondern gerade umgekehrt, immer ein kon  kaves Kopf- mit konvexem Fussprofil zu  sammen.  



  Eine nach diesem Gesichtspunkt entwor  fene Verzahnung ist in den Zeichnungen in  einem Ausführungsbeispiel dargestellt.  



  Die Fig. 1 bis 4 zeigen die Zähne eines    in vier beim  nach  einander eintretenden Stellungen zueinander;  Fig. 5 zeigt schematisch die Anwenden  der Verzahnung an einem. Differential  getriebe. Der Einfachheit halber ist die Ab  wicklung der Verzahnung anstatt .auf einer  Kegelfläche in einer entsprechenden. Ebene  ausgeführt, wodurch die Ränder der flachen  Kegelräder als Zahnstange erscheinen.  



  Fig. 6 zeigt einen Längsschnitt durch ein  Kegelraddifferential,  Fig. 7 eine schaubildliche Darstellung  desselben.  



  Fig. 1. zeigt den Augenblick, wo die be  trachtete Vorwärtsflanke des Zahnes 1 des  kleinen Rades in Berührung mit der entspre  chenden Flanke des Zahnes 2 des grossen Ra  des tritt, der Eingriff beginnt gerade in die  sem Augenblick im. Anfangspunkt E1 der  punktiert gezeichneten Eingriffslinie. In die  ser Stellung schneidet die Zahndrucklinie die  Räderzentrale im Punkte I.  



  Beim Weiterdrehen der Rüder wälzen sich  die Flanken aufeinander ab, der Eingriff  schreitet allmählich auf der Eingriffslinie  von rechts nach links vorwärts und findet in  der in Fig. 2 gezeigten Stelleng im Punkt  E2 statt. In diesem Augenblick befindet sich  der Zahn 2 des grossen Rades in Mittelstel  lung gegenüber der Räderzentralen. Der  Schnittpunkt zwischen Zalndrucklinie und  Räderzentrale ist bis zum Punkt II hinauf  geklettert.  



  Beim weitern Vorwärtsdrehen wird die in  Fig. 3 gezeigte Stellung erreicht, in welcher  der Zahn 1 des kleinen Rades sich in genauer  Mittelstellung gegenüber der Räderzentrale  befindet. Der Eingriff findet jetzt in. E3 statt.  während die Zahndrucklinie der Räderzen  trale in III schneidet.  



  Verdreht man die Räder noch weiter, so  ergibt sich die Stellung der Fig. 4 mit dem  ergibt sich die Stellung der Fig. 4 mit dem  Eingriff in E4. Der Schnittpunkt zwischen  Zahndrucklinie und Räderzentrale hat sich  bereits wieder bis IV gehoben. Der folgende  Zahn ist inzwischen bereits in Eingriff ge  treten und wird sich     bei        fortschreitenjer    Dre  hung in ,genau der     ,gleichen    Weise auf     der         Gegenflanke abwälzen, wie der eben be  schriebene Zahn.  



  Bei dem Kegelraddifferentialgetriebe nach  den Fig. 5 bis 7 nehmen die im Gehäuse 1  gelagerten und mit ihm umlaufenden Ritzel  2, 3 beiderseits in bekannter Weise die auf  den getrennten Wellen 4 und 5 aufgekeilten  und daher je ein Hinterrad antreibenden gro  ssen Kegelräder 6 und 7 mit. Eine Drehbewe  gung der Ritzel 2, 3 um ihre eigene Achse  soll nur beim Fahren in der Kurve erfolgen  und ruft ein Vor- resp. Nacheilen zwischen  den beiden grossen Kegelrädern 6 und 7  hervor.  



  Die durch die beschriebenen, besonderen  Zahnformen erzielten eigentümlichen     Druck-          und    Reibungsverhältnisse bewirken bei ent  sprechender Wahl aller Verhältnisse jedes ge  wünschte Mass; von Unempfindlichkeit des Dif  ferentials gegen äussereunangenehme Einflüsse  der Strasse. Es lässt sich jeder Wirkungsgrad    für die Ausgleichsbewegung bis zur vollkom  menen Selbsthemmung für einen Kraftfluss  vom Motor zu den Hinterrädern ohne die ge  ringste Änderung der .allgemein üblichen Ge  samtanordnung durch einfaches     Auswechseln     der bisher verwendeten Zahnräder gegen sol  che mit Zahnformen gemäss vorliegender Er  findung erreichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Differentialgetriebe mit verminderter Aus gleichsfähigkeit für Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, d.ass diese Verminderung der Ausgleichsfähigkeit durch eine solche Ver zahnung der im Differential befindlichen Zahnräder erreicht wird, bei: der die Zahn flanken konkaves Kopf- und konvexes Fuss profil besitzen.
CH105378D 1923-06-21 1923-06-21 Differentialgetriebe mit verminderter Ausgleichsfähigkeit für Kraftfahrzeuge. CH105378A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH105378T 1923-06-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH105378A true CH105378A (de) 1924-06-16

Family

ID=4364273

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH105378D CH105378A (de) 1923-06-21 1923-06-21 Differentialgetriebe mit verminderter Ausgleichsfähigkeit für Kraftfahrzeuge.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH105378A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2350172C2 (de) Verteilergetriebe für allradgetriebene Kraftfahrzeuge
DE1194636B (de) Kreiskolbenmaschine
DE834799C (de) Geraeuschlos laufende Zahnraeder, insbesondere zum UEbertragen ungleichfoermiger Drehmomente
DE4023934C2 (de) Rückenlehnen-Verstellvorrichtung für einen Sitz
DE2355653A1 (de) Differentialgetriebe mit sperreinrichtung
DE2039265B2 (de)
DE4112291A1 (de) Zahnradsatz fuer hydraulische zwecke und verfahren zu seinem zusammenbau
CH105378A (de) Differentialgetriebe mit verminderter Ausgleichsfähigkeit für Kraftfahrzeuge.
AT97177B (de) Differentialgetriebe für Kraftfahrzeuge.
DE3034133C2 (de) Planetengetriebe
DE2253037C3 (de) Changiervorrichtung
DE929771C (de) Lenkgetriebe aller Art, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE402584C (de) Lenkgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE737667C (de) Selbstsperrendes Kegelrad-Ausgleichgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE389384C (de) Differentialgetriebe fuer Kraftfahrzeuge
DE937809C (de) Begrenzung des Lenkeinschlages in Kraftfahrzeuglenkungen
DE60307035T2 (de) Räderwerk eines Chronographes
CH121614A (de) Schraubenradgetriebe mit parallelen Achsen.
DE653760C (de) Fahrspielzeug mit Einrichtungen fuer die Laufraeder zum selbstaendigen Kurvenfahren
DE19601103A1 (de) Zahnrad-Getriebe mit trapez-förmigen Zähnen in niederer Elementenpaarung mit hydrodynamischer Schmierung
DE661894C (de) Zahnraederwechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge, mit mehreren dauernd in Eingriff befindlichen Paaren von schraeg verzahnten Radern
DE2110019C3 (de) Gleiskette für Kettenfahrzeuge
WO2019057397A1 (de) Gehäuseeinheit und achsendanordnung
DE427391C (de) Lenkvorrichtung mit Zahnradgetriebe fuer leichte Kraftfahrzeuge
DE374837C (de) Netzknuepfmaschine