CH105789A - Zentrifugalanlasser für Elektromotoren. - Google Patents

Zentrifugalanlasser für Elektromotoren.

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CH105789A
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Inventor
Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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      Zentrifugalanlasser    für Elektromotoren.    Für Elektromotoren, welche selbsttätig  angelassen werden sollen; verwendet man viel  fach     Anlasswiderstände,    welche mit dem Ro  tor des Motors umlaufen und durch einen       Zentrifugalschalter    kurzgeschlossen werden.

    Es sind auch Anordnungen bekannt, bei wel  chen der     Anlasswiderstand    in mehreren Stufen  unterteilt ist und bei welchen diese Stufen  bei verschiedenen Drehzahlen kurzgeschlossen  oder abgeschaltet werden entweder durch eine  Schaltvorrichtung, welche unter dem Einfluss  der Zentrifugalkraft bei jeder Drehzahl eine  andere Stellung einnimmt oder durch mehrere  Schaltvorrichtungen, von denen jede bei einer  andern Drehzahl durch die Zentrifugalkraft  aus ihrer Ruhestellung in eine Arbeitsstellung  umgelegt wird.  



  Bei dieser letzteren Art von     Zentrifugal-          schaltern    kommt es darauf an, folgende Be  dingungen zu erfüllen  1. Die Bewegung der Kontaktvorrichtung  aus der Ruhestellung in die Arbeitsstellung  muss ruckweise vor sich gehen, damit eine  möglichst geringe Funkenbildung an den Kon  takten auftritt.  



  2. Sofort nach dem Einschalten muss ein    genügender Kontaktdruck entwickelt werden,  um den Übergangswiderstand- so klein als  möglich zu halten.  



  3. Der Übergang aus der Ruhestellung in  die Arbeitsstellung (Einschalten der Kontakt  vorrichtung) soll bei einer höheren Drehzahl  erfolgen als die Rückkehr in die Ruhestel  lung (Ausschalten der Kontaktvorrichtung),  damit bei vorübergehenden Belastungsstössen  und dadurch bewirktem     Drebzahlabfall    der       Anlasswiderstand    nicht vorgeschaltet wird.  



  4. Die sämtlichen zu einer Schaltstufe  gehörenden Kontakte, deren Anzahl der Pha  senzahl der     Rotorwicklung    entspricht, müssen  gleichzeitig verbunden werden und mit glei  chem Kontaktdruck anliegen, damit der Mo  tor auch nicht vorübergehend mit einachsiger       Rotorwicklung    läuft.  



  5. An den Kontakten darf eine eventuelle       Funkenbildung    keine schädlichen Perlen her  vorrufen.  



  Verwendet man Kontaktvorrichtungen,  welche bei bestimmter Drehzahl durch die  Zentrifugalkraft gegen die Kraft einer ge  wundenen, axial belasteten Feder um eine  Drehachse bewegt werden, so können die      ersten drei Bedingungen nach der Erfindung  dadurch erfüllt werden, dass bei der Bewe  gung der Kontaktvorrichtung aus der Ruhe  stellung in die Arbeitsstellung, also im Sinne  der Zentrifugalkraft, wobei die     Entfernung     des Massenschwerpunktes der beweglichen  Teile von der Drehachse des Motors wächst,  gleichzeitig der Abstand der     Federachse    von  der Drehachse der Kontaktvorrichtung ab  nimmt.

   Während der Bewegung aus der Ruhe  stellung in die Arbeitsstellung nimmt     darin     die Zentrifugalkraft zu, das Moment der Fe  derkraft oder die Komponente der Federkraft,       welche    der Zentrifugalkraft     entgegenwirkt,     nimmt dagegen ab.  



  Während in der Ruhestellung der Kon  taktvorrichtung bei Beginn der Schaltbewe  gung die Zentrifugalkraft der Gegenkraft der  Feder     gerade    das Gleichgewicht hält     bezw.     dieselbe nur um einen geringen Betrag über  schreitet, der eben ausreicht, um die Bewe  gung einzuleiten, entwickelt sich während  der Bewegung gegen die Arbeitsstellung ein  immer grösserer     Uberschuss    der Zentrifugal  kraft über die     entgegenwirkende    Komponente  der Federkraft, wodurch die Bewegung immer       stärker    beschleunigt wird. Das Einschalten  geschieht also ruckweise.

   In der Arbeitsstel  lung wird die Zentrifugalkraft ganz beträcht  lich     grösser    sein als die ihr entgegenwirkende  Komponente der Federkraft. Es ist also sofort  ein genügender Kontaktdruck vorhanden. Die       Rückbewegung    der Kontaktvorrichtung in die  Ruhestellung tritt erst bei einer niedrigeren  Drehzahl ein, nämlich wenn in der Arbeits  stellung die Zentrifugalkraft so weit gesunken  ist, dass sie der Gegenkraft der Feder nicht  mehr das Gleichgewicht halten kann. Die Dreh  zahlen, bei denen das Einschalten und das Aus  schalten eintritt, können vorausberechnet und  durch entsprechende Bemessung der Kontakt  vorrichtung auf beliebige gewünschte Werte  gebracht werden.  



  Die vierte Bedingung kann bei     dreiphasi-          ger    Schaltung des Rotors, wobei zu jeder  Schaltstufe drei Kontakte gehören, dadurch  erfüllt werden, dass das Kontaktstück um  jede in der Kontaktebene liegende Achse in-         nert    gewisser Grenzen frei beweglich ist.  Beim Einschalten der Kontaktvorrichtung  wird dann, sobald das Kontaktstück zwei  der     ()'legenl@ontakte    berührt, eine solche Dre  hung eintreten, dass auch der dritte Kontakt  berührt wird. Liegt der Drehpunkt (Stütz  punkt des Kontaktstückes) in der Mitte zwi  schen den drei kurzzuschliessenden Gegenkon  takten, so wird sich auch der Druck gleich  mässig auf die drei     (-,,regenkontakte    verteilen.  



  Durch das rasche Einschalten aller drei  Kontakte ist auch die Funkenbildung an den  Kontakten auf ein     Mindestmass    verringert.  Damit aber auch die kleinen Funken, die  trotzdem vielleicht noch auftreten, auf keinen  Fall schädliche Perlen am Kontaktstück her  vorrufen können (Bedingung 5), soll das Kon  taktstück in der Kontaktebene, also um eine  zur Kontaktebene senkrechte Achse, frei dreh  bar sein. Es wird sich dann durch das Vi  brieren des Motors immer wieder in andere  Stellungen drehen, so dass die Funken, wenn  überhaupt, dann immer an anderer Stelle des       Kontaktstückes    entstehen.  



  Die     Fig.    1 zeigt ein Ausführungsbeispiel  der Erfindung im Schnitt. 1 ist die Welle des  Motors, 2 ein auf der Welle des Motors be  festigtes     Gussstück,    welches den Kontakt  apparat trägt; 3 sind die Gegenkontakte, an  welche bestimmte Punkte des     Anlasswider-          standes    angeschlossen sind; 4 bis 8 ist die  Kontaktvorrichtung, bestehend aus dem im  Drehpunkt 5 gelagerten Hebel 4, der am  Ende zur Erhöhung seiner Masse das Ge  wichtsstück 6 trägt, 7 das     Kontaktstück,     welches in der Arbeitsstellung die Gegen  kontakte 3     verbindet,    8 eine nachgiebige  Unterlage, welche das Kontaktstück mit den  übrigen Teilen der Kontaktvorrichtung ver  bindet; 9 ist die Feder.

   Die Komponente der  Federkraft, welche der Zentrifugalkraft ent  gegenwirkt, ist angenähert proportional dem  Abstand zwischen der Achse der Feder und  dein Drehpunkt 5,  Die     Fig.    2 zeigt die Gegenkontakte 3  von innen (in der Richtung A,     Fig.    1) ge  sehen. Die Lage der Kontaktplatte 7 in der  eingeschalteten Stellung ist ebenfalls ange-      deutet. Die federnde Zwischenlage 8; auf  welche das     Kontaktstück    sich stützt, liegt  hier in der Mitte zwischen den drei Gegen  kontakten, so dass der Druck sich     gleich-          rnässig    auf diese Gegenkontakte verteilt.

   Die  Abstützung durch die nachgiebige Zwischen  lage 8 wirkt auf die Kontaktplatte ähnlich  wie eine     punktförmige    Abstützung. Die Platte  hat ausserdem freies Spiel, so dass sie sich  nach allen     Richtungen    in gewissen Grenzen  drehen kann. Sie wird aber immer auf allen  drei Kontakten gut aufliegen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zentrifugalanlasser für .Elektromotoren mit mitrotierendem dreiphasigem Anlasswiderstand, welcher Anlasser mindestens eine Kontakt vorrichtung aufweist, welche bei bestimmter Drehzahl durch die Zentrifugalkraft gegen die Kraft einer gewundenen, axial belasteten Feder um eine Drehachse bewegt wird, da durch gekennzeichnet, dass bei dieser Bewe gung der Abstand der Federachse von der Drehachse der Kontaktvorrichtung abnimmt und dass das Kontaktstück sowohl um jede in der Kontaktebene liegende Achse, als auch um eine dazu senkrechte Achse beweglich ist.
CH105789D 1922-09-11 1923-08-10 Zentrifugalanlasser für Elektromotoren. CH105789A (de)

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CH105789A true CH105789A (de) 1924-07-01

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