CH106608A - Verfahren und Einrichtung zum Betrieb von Pumpenanlagen mit mehreren Pumpen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Betrieb von Pumpenanlagen mit mehreren Pumpen.

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CH106608A
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Vogel Ernst
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  • Control Of Positive-Displacement Pumps (AREA)

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  Verfahren und Einrichtung zum Betrieb von Pumpenanlagen mit mehreren Pumpen.    Selbsttätige, ohne Hochbehälter arbeitende       Pumpenwerke    wurden bisher derart ausgeführt,  dass dein veränderlichen Wasserbedarf ent  sprechend eine Anzahl meist gleich grosser  Pumpen vorgesehen wurde, die das zu spei  sende     Rohrnetzbei    beliebigem Wasserverbrauch  unter annähernd     konstantem    hohen Drucke hiel  ten.

   Beim Fallen des Druckes im     Druckluftbe-          hälter,    der zum Ausgleich der Schwankungen  in die Druckleitung geschaltet wird, unter  einen bestimmten Wert wird durch einen  Druckschalter die erste Pumpe eingeschaltet,  bei weiter sinkendem Druck die zweite Pumpe       dazugeschaltet,    bei noch grösserer Wasser  entnahme und noch weiterem Sinken des  Druckes tritt die dritte und schliesslich die  vierte Pumpe dazu, derart, dass bei der grössten  Wasserentnahme im     Verbrauchsrohrnetz    der  niedrigste Druck von den Pumpen erzeugt  wird, bei dem geringsten Wasserverbrauch  hingegen der höchste     Druck.     



  Dieses bisher übliche Verfahren besitzt  den grossen Nachteil, dass die Drücke gerade  in umgekehrter Weise hergestellt werden,  als es dem Bedürfnis entspricht. Bei einer    Wasserversorgungsanlage muss man fast stets  damit rechnen, dass von der Pumpenanlage  eine     Hauptrohrleitung    bis zum Verteilungs  netz führt. In der     Hauptrobrleitung    und im  Verteilungsnetz sind die Reibungswiderstände  zu überwinden; die bekanntlich mit dein  Quadrate der Liefermenge wachsen.  



  Während daher bei geringem Wasserver  brauch, etwa in der Nacht, die Reibungs  widerstände entsprechend klein sind, werden  sie zu einem Höchstwert beim grössten Was  serverbrauch. Die ermittelte Höchstleistung  muss einen     Höchstbetriebsdruck    ergeben, auf  den alle Pumpen drücken müssen, so dass  also bei normalem oder durchschnittlichem  Wasserverbrauch ein viel zu hoher Druck  unter entsprechender Arbeitsvergeudung er  zeugt wird.

   Anderseits wird man zur Ver  meidung zu hoher Betriebskosten die Rohr  leitungen hauptsächlich unter Berücksichtigung  der maximalen Durch     flussmenge    mit verhält  nismässig grosser Lichtweite bemessen müssen,  um für den Betriebsfall des Auftretens der  grössten Widerstandshöhe den beabsichtigten       effektiven    Druck an der Verbrauchsstelle zu      erhalten.

   Man macht also hierbei den Fehler,  die Rohrleitung für einen     mir    ganz kurze  Zeit vorkommenden     Ausnahme-Betriebszustand     zu bemessen, so dass sie für den am meisten  vorkommenden Durchschnittswasserverbrauch,  dem mit Rücksicht auf die weit grössere       Betriebsstundenzahl    auch die entsprechend  grössere Bedeutung zukommt, in ihren Ab  messungen zu gross ist, und die Anschaffungs  kosten und damit auch die Kosten für die  Verzinsung und Amortisation des Anlagekapi  tals, also die Betriebskosten zu hoch werden.  



  Diese Nachteile können durch das vor  liegende Verfahren zum Betrieb von Pumpen  anlagen mit mindestens zwei Pumpen mit  verschiedenen Liefermengen und Widerstands  höhen vermieden werden. Dieses Verfahren  besteht darin, dass die Eierschaltung einer  dem jeweiligen Wasserverbrauch und der zu  gehörigen     Widerstandshöhe    entsprechenden  Pumpe und die Ausschaltung der in Betrieb  befindlichen,     für    einen geringeren oder     grösseren     Wasserverbrauch und eine entsprechende  Widerstandshöhe bestimmten Pumpe in Ab  hängigkeit von der in das Verbrauchsnetz  abfliessenden Wassermenge erfolgt.  



  Die Pumpenanlage zur selbsttätigen Durch  führung dieses Verfahrens besteht erfindungs  gemäss aus mindestens zwei, dasselbe Lei  tungsnetz     speisenden    Pumpen mit verschiedenen  Liefermengen und Widerstandshöhen und  einem zu deren Ein- und Ausschaltung die  nenden, von der in das Verbrauchsnetz ab  fliessenden Wassermenge abhängig arbeitenden       elektrisch-hydraulischen    Schalter.  



  Die Umschaltung von einer Pumpe auf  die andere kann natürlich auch von Hand  erfolgen, wenn besondere Umstünde dies  wünschenswert erscheinen lassen.  



  In den Zeichnungen ist die Erfindung  beispielsweise dargestellt. In     Abb.    1 ist in       einem    Diagramm die Wirkungsweise der ge  samten Pumpenanlage sowohl nach dem     bis-          lierigen        Druckschaltungssystem,    wie auch  nach dem vorliegenden Verfahren gezeigt.  Als Abszissen sind die     Liefermengen        Q    und  als Ordinaten die     Förderhöhen    H aufgetragen.

      Die     Wagrechte        _1    stellt den     Saugwasserspie-          gel,    die Gerade B den     Aufstellungsort    der  Pumpen, die Höhe     A-B    daher die Saughöhe,       B-C    die Druckhöhe bis zur höchstgelegenen       Ausflussstelle    und     C-D    den dort für erfor  derlich     erachteten    Überdruck dar, der zur  Erzielung der nötigen     Ausflussgeschwindigkeit     dient.

   Die Höhe     A-D    ist somit die geo  metrische G     esamtförderhöhe.    Hierzu kommen  noch die Reibungswiderstände, die durch die  Kurve     D.-B    dargestellt sind. Die Liefer  menge     QT    ist die kleinste, bei der Anlage  überhaupt vorkommende Liefermenge, die  Liefermenge     Qa    die grösste, nur in seltenen  Fällen auftretende Verbrauchsmenge.  



  Bei dem bisherigen     Druckschaltungssystein          verwendete    man beispielsweise vier gleiche  Pumpen, die zusammen die     Höchstliefermenge          Q,        ergaben    und     Drücke    erzeugten, die in den  Kurven     Di,        D=,        Dr,        D.i    dargestellt sind.

   Bei       Anwendung    der neuen Schaltung in Abhängig  keit von der     Liefermenge    werden bei dem  vorliegenden Beispiel vier Pumpen I,     II,        III,     IV verwendet, mit den zugehörigen     Höchst-          lieferinengen        Qi,        QLz,        Q3,        Qi,    welche     mano-          metrische        Förderhöhen    erzeugen, die durch die  Kurven     Li,        L-,   <I>La,</I>     Li    dargestellt sind.

   Diese  Pumpen fördern also nicht wesentlich höher,  als es     gemäss    der Kurve     D"-.B    der     rnano-          metrischen        Gesamtförderhölie    erforderlich ist.       Steigt    die Liefermenge von     Q"    bis     Q,    beim  Betriebe mit der Pumpe I, so wird durch  einen     Liefermengensclialter    die Pumpe I     aus-          und    gleichzeitig die Pumpe     II    eingeschaltet.  Steigt die Liefermenge weiter bis     Q2,    so wird  die Pumpe H aus- und die Pumpe HI ein  geschaltet und so fort.

   Bei Verminderung  des Abflusses in das Rohrnetz werden in  gleicher Weise die     nächst    kleineren Pumpen  ein- und die zu grossen selbsttätig ausgeschaltet.  Wenn daher die am häufigsten vorkommende  Liefermenge etwa die der, Pumpe     II    ist, so  ist die Ersparnis an Druckhübe, also auch  an Stromverbrauch durch die schraffierte Ar  beitsfläche zwischen den Kurven<I>D</I> und<I>L</I>  dargestellt. - Sie beträgt in dem gewählten  Beispiel ungefähr 40 von Hundert. Wie aus  den Wirkungsgradkurven     i1,        il,        i3    und     ji         ersichtlich, arbeiten die Pumpen nahezu mit  konstantem maximalen Wirkungsgrad.  



  Zu dem beschriebenen Arbeitsverfahren  ist bei selbsttätigem Betriebe ein Schalter  erforderlich, der bei bestimmten Verbrauchs  mengen, wie sie     durch    den     Hauptrohrstrang     fliessen, die zugehörige Pumpe mit der ent  sprechenden Liefermenge     einschaltetund    gleich  zeitig die in Betrieb befindliche Pumpe mit  der zu kleinen oder zu grossen Liefermenge  ausschaltet.  



  Ein solcher Schalter lässt sich auf vieler  lei Weise herstellen. Es gibt eine grosse  Zahl von Wassermessern, die eine veränder  liche Liefermenge anzeigen, und die veränder  liche Stellung eines     Anzeigeorganes    -kann  dann auf irgend eine Weise zur Einleitung  der Schaltung der einzelnen Pumpenmotoren  verwendet werden.  



  In den     Abb.    2, 3, 4 und 5 ist eine der  vielfachen Ausführungsmöglichkeiten eines  derartigen Schalters dargestellt. In     Abb.    2  ist der hydraulisch beeinflusste Teil des Schal  ters     AS    in einem lotrechten Schnitt dargestellt  Die Vorrichtung wird mit den Flanschen a  und b in die     Hauptabflussrohrleitung    eingebaut.

    Das Wasser     fliesst    durch das Gehäuse und  durchströmt dabei einen hohlkegelförmigen  Rohrstutzen c, dessen     Querschnitt    durch einen  Steuerkolben     d    von kleinerem Durchmesser  als die engste Stelle des Rohrstutzens derart  vermindert wird, dass zwischen Rohrstutzen  und Kolben nur eine ringförmige Durchgangs  fläche für den Durchtritt des Wassers übrig  bleibt, so dass das Wasser eine höhere Ge  schwindigkeit annehmen muss.  



  Hierdurch entsteht ein nach oben gerich  teter, auf den Kolben d wirkender Druck  unterschied, durch den das Gewicht des Kol  bengestänges überwunden wird, derart, dass  sich je nach der Grösse der     Durchflussmenge     die Kolbenstellungen 1, 2, 3     bezw.    4 ergeben.  Der Kolben d ist mit einer Kolbenstange     e     verbunden, die oben in einer Büchse f leicht  gehend geführt ist und am untern Ende einen  Kolben     y    trägt, der in einem Zylinder     lt    sich  bewegt.

   Beim Aufsteigen des Kolbens     g     saugt dieser das Wasser durch einen Kanal i    aus dem Gehäuse ab und durch eine einstell  bare Drosselschraube k kann die angesaugte  Wassermenge so geregelt werden, dass das  Kolbengestänge auf plötzliche Schwankungen  in der     Durchflussmenge    nicht sofort ausgiebig  anspricht, sondern sich nur ganz langsam  aufwärts oder abwärts bewegen kann. Das  obere Ende der Kolbenstange e versetzt  durch einen Hebel     d    eine Welle<I>m</I> in Dre  hung.  



  In     Abb.    3. ist diese Welle     m    in einem       wagrechten        Schnitt    der     Abb.    2 ersichtlich  gemacht. Sie ist in der ganz mit Wasser  erfüllten Kappe n gelagert und das eine Ende  derselben tritt, durch eine Stopfbüchse o abge  dichtet, aus dieser Kappe heraus. An dem  freien Ende der Welle     na    ist ein     Steuerungs-          bogenstück    p befestigt, das die elektrische  Umsteuerung der einzelnen Pumpenmotoren  in der bereits erwähnten Weise durchführt.

    Wenn in     Abb.    2 der Kolben d je nach der  Grösse der     Durchflussmengen    in einer der  Stellungen 1, 2, 3 oder 4 steht, so nimmt  der Hebel     l    die bezügliche Stellung 11, 12,  13     bezw.    14 ein und das Steuerungsbogen  stück p     (Abb.    5) wird dabei so bewegt, dass  in der Hebelstellung 11 die Mittellinie 1 lot  recht steht.     Befindet    sich der     Flebel    l     (Abb.    2)  in Stellung 12, so steht die Mittellinie 2 des       Steuerungsbogenstückes    in     Abb.    5 lotrecht.

    Ebenso entspricht der Stellung 13 die .lot  rechte Lage der Mittellinie 3 und der Stel  lung 14 die lotrechte Lage der Mittellinie 4.  



  Am     Steuerungsbogenstückp        (Fig.    4 und 5)  sind Klemmen isoliert befestigt, von denen  isolierte, elektrische Leitungsdrähte     ar    und     a2     nach aussen geführt sind. Durch eine von  zwei Scheiben gebildete Steuerrolle     q    aus       Isolierstoff,    die am Umfange Kupferringe r  trägt, werden die beiden Drähte     ar    und     a2     kurz geschlossen. Die Steuerrolle     q    wird  durch eine Feder     v,    welche in einem mit dem  Gehäuse starr verbundenen Federhaus unter  gebracht ist, ständig abwärts gedrückt.

   Die  Drähte     ai    und a2 führen von dem     Steuerungs-          bogenstück        q    über die am Träger z befestig  ten Klemmen zu dem Schalters, des Motors  21 in     Abb.    6. Dieser Schalter ist in der      Weise ausgebildet, dass durch die Leitung     a::     der positive Strom eine Magnetspule t durch  fliesst, wodurch ein     Kurzschliesser        u    den     Notor     21 sofort unter Strom setzt und die Pumpe I,  die mit diesem     Motor    gekuppelt ist, in Tätig  keit gesetzt wird.  



       Bewegt        sich        nun        das     aus der gezeichneten Lage heraus, so  dass die Mittelachse ? in     Abb.    5 lotrecht zu  stehen kommt, so wird in einer bestimmten  Stellung     entgegen    der     Wirkung    der Feder     v     die Rolle     y    über eine isolierte Kappe wegge  hoben und auf die an die Leitungen     bi    und       b.        angeschlossenen    Bontakte gerollt.

   die durch  die Kupferringe     i-        kurzgeschlossen        werden,          während    gleichzeitig die     -Unterbrechung    des  über die     Kontakte        rri,        ((2    fliessenden Stromes  erfolgt. Infolgedessen gelangt der Motor 21  zum Stillstand und der     Motor    22, der mit  der nächst grösseren Pumpe     gekuppelt    ist,  wird in     Tätigkeit    gesetzt.  



  In gleicher Weise werden, je nach     Grösse     der     Durchflussmenge,    die Pumpenmotoren     213          bezw.        24    eingeschaltet, wobei stets nur eine  Pumpe arbeitet, da die vorher in Betrieb  gewesene gleichzeitig ausgeschaltet wird. In       Abb.        G    ist der einfacheren Darstellung wegen  die unmittelbare Einschaltung aller Motoren  ohne     Vorschaltwiderstand    angenommen, was  aber nur bei ganz kleinen     Drehstrom-Kurz-          schlussankermotoren    oder     Gleielistromserien-          motoren    zulässig ist.

   Bei grösseren 'Motor  leistungen müssen natürlich besondere Selbst  anlasser mit mehreren     Widerstandsstufen     zum Anlassen verwendet werden, wobei aber  die eigentliche Schaltung durch einen mittelst       Widerstand    gedrosselten wattlosen Strom  genau     in-der    vorstehend beschriebenen      reise     durchgeführt werden kann.  



  Uni den richtigen Zeitpunkt der     Umschal-          tung    bei dem fertig aufgestellten     Apparat          nachträglich    in Abhängigkeit von der für die  Umschaltung     gewählten    Liefermenge einstellen  zu     können,    wird     zweckmässig    die     Feder          ilachstellbar    gemacht,

   um ihren Einfluss auf  das     (Tewicht    der Rolle q     verändern    zu     kennen.          Gleichzeitig    wird das     Eigengewicht    des Kol-         bengestänges        n        (Abb.    2) uni die Wirkung des       Gewichtes    x     (Abb.        5)),    vermehrt,

   das     Vel#-          grössert    oder     verkleinert    werden     kann    und  durch einen     Arm    mit der Welle     in    fest     ver-          bunden    ist.  



       Während    der Umschaltung wird das Was  ser in das     '-Netz    aus dem     Druckwindkessel    11'       gedrückt,    der in     Abb.    1 schematisch darge  stellt ist.

   Ton hier gelangt das Wasser  durch den     Lieferrnengenschalter   <B><I>S</I></B> in die       Druckleitung.    Die     Grüsse    des     Windkessels    ZU  ist somit nur für den zugelassenen     Druckab-          fall    während der     An1a        Pdauer    der     AIotore    zu  bemessen und ergibt sich viel kleiner als bei       Druckschaltungsanlagen,    so dass auch hier  durch eine     Kostenverminderung    erzielt wird.  



       -Um    für     grül)ere    Anlagen eine     grössere          Steuerkraft    für den     Liefermengenschalter    zu  erhalten, kann     nian    diesen in einer     Ausfüh-          rung    herstellen, die in den     Abb.    7 und 8  beispielsweise in doppelter Anordnung dar  gestellt ist.

   Bei diesem Ausführung bewegt  sich in     einem    zylindrischen Rohre c, das  zum Teil konisch sein     kann,    ein     Steuerkolben     (l     niit        Spielraum,    indem er für den Wasser  durchgang nur einen Ringspalt frei     lässt.    Das  Wasser tritt bei     ((.    ein, strömt bei G aus und  passiert dabei beide     Steuerkolben    (l, in deren  Ringspalt eine     erliiihte        (Teschwindigkeit    ein  tritt.

       Entspreebend    dieser erhöhten     (.Te-          scliwindigkeit    ist vor jedem Kolben, in der       Bewegung5riclituiig    des Wassers betrachtet,       ein        höherer    Druck als hinter dem Kolben       wirksam,    der durch Lenker e' und den dop  pelarmigen Hebel     l    auf die Steuerwelle<B>in</B>       übertragen    wird. Dabei werden die     Steuer-          kolben   <I>(l</I> durch Stanen     h    in ihrer zentrischen  Lage     innerhalb    der' Rohre c geführt.

   Die  Steuerwelle ist durch eine Stopfbüchse o nach  aussen geführt und trägt     am    freien Ende  einen     (Tewiclitsliebel        .i ,    der in der Stellung I       (I'ig.    7), also bei der kleinsten     Durchflussmenge,     ungefähr     senkrecht    stellt und sich mit der       Zunallcne    der     Durchflussmenge    nacheinander  in die Stellungen     II,        III        und    IV einstellt,

    in welchen er deal     anwachsenden    Druck vor  den     Steuerkolben    ein entsprechendes Gegen  drehmoment entgegenstellt. Den     Stellungen              1-1V    des     Gcwichtshebels    x entsprechen die  Stellungen     I-IV    der Steuerkolben d.  



  Auf der Steuerwelle sitzt der     Steuerhebell),     der die Umsteuerung von einer zur andern  Pumpe durchzuführen hat.  



  Die Art der Umsteuerung ist in     Abb.    9  schematisch dargestellt. Der Steuerhebel p  bewegt ein Kontaktorgan     qi,    das je nach  seiner Stellung die Kontakte     a1,        a2    oder     bi,          b2    oder<B>ei,</B>     c2    oder     di,   <I>da</I> miteinander kurz  schliesst. In der gezeigten Stellung sind  zum Beispiel die Kontakte<B>ei,</B>     c2    kurz ge  schlossen, was der Stellung HI des Gewichts  hebels x und des Steuerkolbens d in     Fig.    7  entspricht.

   Die Kontakte sind' in Isolierma  terial eingebettet und gemäss der Darstellung  in     Fig.    6 durch Kabel mit den zugehörigen  Elektromotoren     bezw.        Anlassapparaten    ver  bunden.  



  Die praktische Ausführung dieser Ein  richtung ist aus den     Abb.    10-12 in Seiten  ansicht, Draufsicht und Querschnitt ersichtlich.  Der Steuerhebel     p    fasst nicht direkt am Kon  taktwagen     wi    an, sondern mittelst Rolle     v2     an einer Kulisse     ki,    die zwei am Wagen bei       g1    und     gs    geführte und gegen Drehung ge  sicherte Stangen     si    und     s2    (siehe auch     Abb.    13)  verbindet.

   Die Stangen stehen unter der       Wirkung    von Druckfedern     fi    und     f2,    die  bestrebt sind, die Kulisse     ki    in einer mittleren  Stellung zum Wagen     wi    zu erhalten. Der  Wagen besitzt vier Räder     ri,        r2,        r3    und     r4,     die in Führungen laufen.

   Am Wagengestell  sind Bürstenhalter     ii    und     i2    angebracht, in  denen Kontaktbürsten     nal    und     7n2    vorgesehen  sind, die durch besondere, in der Zeichnung  nicht dargestellte Kabel miteinander verbun  den sind. Diese Kontaktbürsten sind durch  Gewichte     G1    und     G2    belastet, um einen ge  nügenden Kontakt zwischen den Bürsten       mi,        ?fa,-    und den Kontakten     ai,        a2    usw. her  zustellen.  



  Um eine Funkenbildung beim Übergang  von den     Kontakten        a1,        a2    auf die Kontakte       bi,        b2    usw. zu vermeiden, erfolgt bei lang  samer Bewegung des Steuerhebels p eine  schnellere Bewegung des Wagens. Dies wird  dadurch erreicht, dass am Wagen noch ein    fünftes Rad     7-5    vorgesehen ist; dieses Rad  ist in einem einarmigen Hebel     h5    gelagert,  der um die Wagenachse     as    schwingen kann  und am andern Ende durch ein Gewicht     Gs     belastet ist.  



  In der Darstellung der     Abb.    10-12 hat  der Steuerhebel p das Bestreben, von der  Stellung I auf die Stellung     II    in     Abb.    7  überzugehen; der Kontaktwagen wird aber  daran durch die Schraube     a5        (Fig.   <B>10)</B> ver  hindert, gegen die die Rolle     r5    stösst. Da  durch wird die Feder     f2    zusammengedrückt,  bis die     Federspannung    den Widerstand der       Schraube        s5    überwindet.

   In diesem Augen  blicke springt die Rolle     r5    über die Schraube       s5    hinweg und der Kontaktwagen rollt plötz  lich um ein solches Stück vorwärts, dass die  Verbindung der Kontakte     ai,        a2    plötzlich  unterbrochen und jene der Kontakte     bi,        b2          (Abb.    9) hergestellt wird. Hierdurch kommt  in     Abb.    6 die Pumpe 21 zum Stillstand und  die Pumpe 22 in Betrieb.  



  Gleichzeitig haben sich in     Abb.    7 die  Steuerkolben d von der Stellung I in die  Stellung     II    bewegt; auch der Gewichtshebel x  hat sich entsprechend der bewirkten Verdre  hung der Welle     in    bis in die Stellung Il  gehoben. Durch Verschiebung des Gewichtes x  auf dem zugehörigen Hebel kann die Grösse  der     Durchflussmenge    an einer bestimmten  festgelegten Stelle (bei den Kolben d) verän  derlich einreguliert werden.  



  Bei einer grösseren     Durchflussmenge    ent  steht in den Rohren c an dem durch die  Steuerkolben d freigelassenen Spalt auch eine  grössere Geschwindigkeit und entsprechend  dieser ein grösserer Druckunterschied vor und  hinter dem Steuerkolben, wodurch dem grösser  werdenden Moment des Gewichtes     ;x    das  Gleichgewicht gehalten wird.  



  Sowohl bei der in     Abb.    5 als auch 10  dargestellten Schaltvorrichtung wird durch  die Steuerwelle     in    ein Kontaktorgan (Bogen  p     bezw.    Wagen     zvi)    in der Weise bewegt,  dass unter dem Einfluss eines Hindernisses  (Rasthöcker     bezw.    Schraube sä) eine Feder  (v     bezw.   <B>f2)</B> gespannt wird, während nach  Überwinden dieses Hindernisses durch die      gespannte Feder ein plötzliches     Vorschnellen     des     Kontaktorganes    bis zur nächsten     Kontakt-          bildung    erfolgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zurr Betrieb von Pumpenan lagen mit mindestens zwei Pumpen mit verschiedenen Liefermengen und Wider- standshülien, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschaltung einer dein jeweiligen Wasserverbrauch und der zugehiiriuerr Widerstandshöhe entsprechenden Pumpe und die Ausschaltung der in Betrieb be findlichen, für einen geringeren oder grö- 1,
    eren Wasserverbrauch und eine entspre- chendeWiderstandshöhebestimmtenPumpe in Abhängigkeit von der in das Verbrauchs netz abfliessenden Wassermenge erfolgt. Il.
    Pumpenanlage zur selbsttätigen Durch führung des Verfahrens nach Patentan spruch 1, gekennzeichnet durch mindestens zwei, dasselbe Leitungsnetz speisende Pumpen rnit verschiedenen Liefermengen und Tiderstandslüilren und einen zu deren Ein- und Ausschaltung dienenden, von der in das Verbrauchsnetz abfliessenden Wassermenge abhängig arbeitenden elek- triscll-hydraulischen Schalter. UNTERANSPRtfCHE: 1.
    Pumpenanlage nach Patentanspruch II, deren Pumpen mit je einem Motor gekup pelt sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein hydraulischer Steuerkolben des elek- trisch-hydraulischen Schalters auf eine Steuerwelle verdrehend einwirken kann, auf der ein 8teuerungsbogenstilck sitzt, mit dem eine Kontaktrolle in stetiger Be rührung ist,
    so dass die Kontaktrolle beirr L bergarg des Steuerkolbens in andere Stellungen diesen Stellungen entsprechende Kontakte zwischen je zwei kurzschliessen den Leitungen schliesst, wodurch der der betreffenden Stellung entsprechende Motor und damit die mit diesem gekuppelte Pumpe in Betrieb gesetzt wird. 2.
    Pumpenanlage nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch mindestens einen, in einem zylindrielif-n PAr des elektrisch- hydraulischen Schalters mit Spielraum ge führten Steuerkolben, der auf eine StLuer- welle drehend einwirken kann, auf welche ein mit dein Nahe der V erdrellung wach sendes Gegendrehmoment einwirkt,
    so dass der Steuerkolben entsprechend der durch- fliessenden 1\'assermenge verstellt wird und diese Verstellung mittelst der Welle auf den elektrischen Teil des Schalters weiterleitet. 3.
    Pumpenanlage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Steuerwelle ein Kontakt- organ bewegen kann, das unter dem Ein fluss eines Hindernisses und einer Feder steht,
    bei welcher Bewegung die Feder gespannt und durch die gespannte Feder das Hindernis überwunden und damit ein plötzliches Vorschnellen des Kontaktor- ganes bis zur nächsten Kontaktbildung bewirkt wird. 4.
    Pumpenanlage nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 2 und 3, da durch gelzennzeichnet, dass die Steuerwelle mittelst einer liulisse (ki) auf eine Stange (si, s@) einwirkt, die auf einem Kontakt wagen gelagert ist und unter der Wir- kung der erwähnten Feder stellt.
    5. Punrpenanlage nach Patentanspruch II und den L nteransprüchen \?, 3 und .I, da durch gekennzeichnet, dass das Hindernis durch einen Anschlag (s;) und eine be lastete Rolle gebildet wird.
    h. Pumpenanlage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass das Steuerungsbogenstück die rnit den einzelnen Motoren verbundenen Kontakte in Rasten aufweist,
    so dass die Kontaktrolle bei einer Versclrwenkung des Boo-enstückes durch Verlassen der einen <B>I</B> Rast den den einen Motor einschaltenden Kontakt untei>bricht und durch rasches Ein setzen in die -Nachbarrast den den nächsten Motor einschaltenden Kontakt schliesst.
CH106608D 1922-05-23 1923-05-17 Verfahren und Einrichtung zum Betrieb von Pumpenanlagen mit mehreren Pumpen. CH106608A (de)

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