CH106893A - Verfahren und Vorrichtung zum Festlöten der Stromzuführungsdrähte elektrischer Lampen am Sockel. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Festlöten der Stromzuführungsdrähte elektrischer Lampen am Sockel.

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CH106893A
CH106893A CH106893DA CH106893A CH 106893 A CH106893 A CH 106893A CH 106893D A CH106893D A CH 106893DA CH 106893 A CH106893 A CH 106893A
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  Verfahren und Vorrichtung zum     Festlöten    der     Stromzuführungsdräh-te     elektrischer     Lampen        am    Sockel.    Bei elektrischen Lampen erfolgt das Fest  löten der     Stromzuführungsdrähte    am Sockel  bisher fast ausschliesslich mittelst kleiner  Lötkolben von Hand.

   Gemäss vorliegendem  Verfahren lässt sich in einfacherer und gleich  zeitig auch vollkommen selbsttätiger Weise  ein     Festlöten    dieser Zuführungsdrähte am  Sockel unter Fortfall besonderer Lötkolben  dadurch bewirken, dass die dem Sockel beim  Kittvorgang zum Erhärten der eingestriche  nen Kittmasse mitgeteilte Wärme dazu aus  genutzt wird, um an den Sockel heran  gebrachte     Lotdrähte    zum Schmelzen zu brin  gen und so die Lötstellen zu bilden.

   Damit  durch den heissen Sockel ein gleichmässiges  Schmelzen des an die Sockelhülse einerseits  und die Bodenplatte des Sockels anderseits  herangebrachten     Lotmaterials    eintritt, wird       zweckmässigerweise    bei der Erhitzung des  Sockels ein guter Wärmeausgleich zwischen  Sockelhülse und Bodenplatte hergestellt.  Dies kann etwa durch eine über den Sockel  geschobene Hülse aus gut wärmeleitendem       1Vlaterial    bewirkt werden, die die Isolations-    masse zwischen Sockelhülse und Bodenplatte  überbrückt.

   Zur Ausführung des Verfahrens  wird vorzugsweise eine Vorrichtung benutzt,  die eine stets gleiche Menge     drahtförmigen          Lotmaterials    durch gegebenenfalls seitlich  von der Sockelhülse und senkrecht zur Bo  denplatte angeordnete     Zuführeinrichtungen     zwangsläufig heranführt.

   Das     Lotmaterial     wird dabei in jeder     Zuführeinrichtung    durch  federnd     aneinandergepresste    und mittelst       Klinkenradgetriebes    bewegte Rollen hin  durchgeführt, die zwecks     Fortschaltung    des       Lotmaterials    mit ihren     Klinkenradgetrieben     beweglich gelagert sind und entweder me  chanisch oder von der Bedienungsperson  mittelst Fusstrittes, Handhebels oder der  gleichen gemeinsam vor- und zurückbewegt  werden. ,  Eine zur Ausführung des Verfahrens ge  eignete Vorrichtung ist auf der Zeichnung  in beispielsweiser     Ausführungsform    darge  stellt.     :

  ..f    i       Fig.    1 und 2 zeigen zwei verschiedene  Stellungen der neuen     Lötvorrichtung    im Auf-      rill;     Fig.    3 zeit eine Seitenansicht der seit  lichen     Lotmaterialzuführun-    in     grösserem          31lassstabe;        Ei--.    4 ist ein senkrechter Schnitt  durch eine über den     Sockel    der Lampe ge  schobene, den Wärmeausgleich     bewirkende     Hülse;     Fig.    5 und 6 zeigen den     Sockel    der  Lampe im Schnitt und in Oberansicht.  



  Die dargestellte Lötvorrichtung wird zweck  mässig an eine drehbare     Sockelkittinaschine          angebaut,    in     welcher    fortlaufend eine grössere  Anzahl von Lampen     besockelt        werden.    Auf  der Zeichnung ist von dieser     Sockelkitt-          niaschine    nur ein Teil des die Lampensockel  aufnehmenden Ringes 1, sowie einer von den  die einzelnen Lampenglocken 2     stützenden     federnden Bolzen 3 dargestellt.

   Jeder Lam  pensockel ist in je eine taschenförmige Ver  tiefung     -1    des Ringes 1 eingesetzt und je mit  einer eingebauten, ihn umgreifenden     Heiz-          wicklung    5 versehen. Unmittelbar auf den  Lampensockel jeder Lampe ist je eine (zweck  mässig etwas federnde)     111etallhüls-    6     (Fig.4)     aufgesetzt, die die     Isolationsmasse    7 zwischen  Sockelhülse 8 und Bodenplatte 9     (Zig.    5  und 6) überbrückt. Durch Einwirkung der  Heizwicklung 5 wird die Hülse 6, der Sockel  und das in letzteren einbestrichene frische       Kittmaterial    stark erhitzt,     wobei    letzteres er  härtet.

   Die Hülse 6     bewirkt    dabei einen     1-u-          ten        Wärmeausgleich    zwischen Sockelhülse 8  und Bodenplatte 9, so dass diese Platte 9  während des Umlaufes des Ringes 1 von     der     Aufgabe- zur Entnahmestellung so heiss wie  die Sockelhülse wird.  



  Jede in die     Sockelkittmaschine        eingesetzte     Lampe kommt am Ende des Umlaufes der  selben, also wenn der     Erliitzungsvorgang    und  damit die     Erhärtung    des     Kittmaterials    er  folgt ist, in den Bereich der neuen     Vorrich-          tung    zum     Festlöten    der im Sockel vorhande  nen Zuleitungsdrähte.

   Diese     Vorrichtung    be  steht aus zwei     Zuführeinrichtunben    für  drahtförmiges     Lotmaterial,    von denen die  eine Einrichtung seitlich von der Sockelhülse  und die andere     senkrecht    zur Bodenplatte an  beordnet ist. Die seitliche     Zuführeinrichtim-          besitzt    ein festes Gestell 10, in welchem eine       Vorratsrolle    11 für     drahtförmiges        Lotinaterial       15 belagert ist.

   Der     Lotdralit    ist zwischen  zwei     Bollen    12 und 13     hindurchgeführt,    die  durch     \@'irl.#ung    einer Feder 14 fest aneinander  gepresst     werden.    Die Rollen 12 und 13 be  sitzen am Umfange     zweckmässig,    wie     Ei-.    3  erkennen     lä.sst,    der Drahtstärke angepasste  Rillen, damit der     Lotdraht    15 fest erfasst  wird und stets seine richtige Lage in bezug  auf die Rollen 12, 13 beibehält.

       Ein    die       Führungsrollen    12, 13 umfassender     geliäus-,-          artiger    Rahmen 16 ist mittelst eines Bolzens  17 an einem     festen    Winkelrahmen 18 des Ge  stelles 10     längsverschiebbar    geführt. Durch       Wirkun-    einer Feder 19 werden die Rollen  <B>12</B> und 13 für gewöhnlich in der in     Fig.    1  gezeigten Stellung gehalten. Auf der Achse  der ungern Rolle 13 ist ein Schaltrad 20 und  ein kleiner     l\'inlkelrahrrieii    21 befestigt, an  welchem eine in das     Schaltrad    20 eingreifende  Klinke 2 2 sitzt.

   Der untere Teil des Rah  mens<B>2</B>1 wird von einer Gabel 23 behalten,  deren eine Zinke einen Schlitz 24     (Ei-,.    3)  zur     Aufnahme    eines am Rahmen 21 ange  brachten Führungsstiftes 25 aufweist.     Axial     zum Bolzen 17 ist an dem die Rollen 12, 13       umfasenden    Rahmen 16 eine Hülse 26 zur       Durchführung    des     Lotdrahtes    15     an;

  eordnet.     Die Hülse 26 wird     finit        genübendem        Spiel    im  festen     MTinki-lriilinten    18 geführt und ist am  vordern     Endc    zu einer den Draht mit etwas  Reibung     haltenden    Düse 27 ausgebildet.       Am        Winkelrahmen    18 ist eine Zugschnur 28  befestigt, die über eine kleinere Rolle 29 des  Bolzens<B>17</B> und über eine zweite kleine Rolle  30 des Rahmens 18 abwärts zu einem nicht  dargestellten Trittbrett,     Handliebe    oder     der-          gleichen    geführt ist.  



  Wird auf die     Schnur    28 ein Zug in Pfeil  richtung     aus-(-übt,    so werden der Bolzen<B>17</B>  und das mit     diesem    verbundene Gehäuse 16  nebst den Rollen 12, 13 und dem Schalt  betriebe 20, 22 entgegen der     Wirkun-    der  Feder 19 nach rechts in die     Stellum;    nach       Ei-.    2 gewebt. Bei dieser Bewegung wird der  fest zwischen den Rollen 12, 13 eingespannte       Lotdralit    15     initgenominen    und dieser von der  Vorratsrolle     etwas    abgewickelt.

   Gleichzeitig  tritt dabei     aticb,    wie     Ei < ".    2     erkennen    lässt,      ein Ausschwenken des in die Gabel 23 ein  greifenden, auf der Achse der untern Rolle  13 befestigten kleinen Winkelrahmens 21 ein.  Die an diesem befestigte Klinke 22 bewegt  sich etwas aufwärts und schaltet das Rad 20  um ein bei jeder     Ausschwenkung    des Rah  mens stets gleiches Mass in Pfeilrichtung wei  ter. Hierdurch wird eine Drehung der Rollen  12,13 und ein zusätzliches     Vorwärtsschieben     des der Sockelhülse 8 genäherten     Lotdrahtes     15 bewirkt.

   Letzterer wird dadurch bei jeder       Vorwärtsbewegung    des die Rollen 12, 13 tra  genden Gehäuses 16 um ein stets gleiches  Mass aus der Düse 27     herausbewegt    und in  Anlage an die gerade in Stellung befindliche  heisse Sockelhülse gebracht. Durch die Wärme  der letzteren kommt der     Lotdraht    sofort zum  Schmelzen und bildet an der     Auftreffstelle     einen die Lötstelle der Sockelhülse 8 über  deckenden Tropfen.  



  Die senkrecht über der Bodenplatte 9 des  Sockels angeordnete     Zuführeinrichtung    für  den     Lotdraht    ist in     ähnlicher    Weise aus  gebildet. Sie besitzt ebenfalls zwei durch  Wirkung einer Feder 31 aneinander gehal  tene Rollen 32 und 33, durch die ein von  einer Vorratsrolle 34 kommender     Lotdraht     35 hindurchgeführt ist. An der Achse der  einen Rolle 32 ist ebenfalls ein in eine Gabel  36 eingreifender schwingbarer Winkelrahmen  37 gelagert, der eine in ein Klinkenrad 38  eingreifende Klinke 39 aufweist.

   Der die  Rollen 32, 33 -nebst     Klinkenradgetriebe    38,  39 tragende Gehäusekasten 40 wird in die  sem Falle mittelst eines zweiarmigen,     ain     festen Gestell 41 gelagerten Hebels 42 be  wegt, der durch eine Stange 43 mit dein  gleichen Trittbrett, Handhebel oder     derglei-          ehen    verbunden ist, der zur     Vorbewegung     des     Lotdrahtes    15 der seitlichen     Zuführein-          richtung    dient.

   Während jedoch zwecks     Vor-          seliaItung    des     Lotdrahtes    15 die Zugschnur  28 abwärts gezogen wird, wird zwecks Ab  wärtsbewegung des     Lotdrahtes    35 die die  Bewegung einleitende     Stange    43 aufwärts       gestossen.    Die ebenfalls düsenartig zulaufende  Führungshülse 44 für den     Lotdraht    35 wird    bei der Auf- und     Abbewegung    in einer festen  Hülse 45 des Gestelles 41 geführt.

   Auch in  diesem Falle wird durch Bewegung des die  Rollen 32, 33 tragenden Gehäuses 40     ein     Anziehendes     Lotdrahtes    35 von der Vorrats  rolle 34 und ein zusätzliches     Weiterschalten     desselben um ein solches Mass bewirkt, dass der       Lotdraht    auf die Lötstelle der Bodenplatte 9  auftrifft     und:    an dieser zum Schmelzen und       Auftropfen    kommt.

   Die Rückführung des  die Rollen 32, 33 tragenden Gehäuses 40  in die Anfangsstellung nach     Fig.    1 kann  durch das     Gewicht    der mit dem (nicht dar  gestellten)     Trittbrett    verbundenen Stange 43  erfolgen.     Gegebenenfalls    kann jedoch, ähn  lich wie bei der seitlich     angeordneten    Zu  führeinrichtung, auch bei der obern     Zuführ-          einrichtung    noch eine Feder vorgesehen sein,  die die selbsttätige Aufwärtsbewegung des  Gehäuses 40 mit den Rollen 32, 33 unter  stützt     bezw.    veranlasst.

   Die     Vorbewegung    der  die Rollen 12, 13 und 32, 33 beider     Zuführ-          einrichtungen    tragenden Gehäuseteile und da  mit der beiden     Lotdrähte    15 und 35 wird  zweckmässig durch feste Anschläge 46 und 47  begrenzt.  



  Damit     die    Lotung stets richtig vollzogen  wird, beziehungsweise das     Lotmaterial    stets  genau auf die vom Sockel nach aussen treten  den Enden der     Stromzuführungsdrähte    48  und 49 der Lampe     auftropft,    wird vor dem  Einsetzen der Lampen in die Sockelkitt  maschine der eine     Stromzuführungsdraht    48  in eine kleine Nut 50 der Sockelhülse     (Fig.    5)  und der andere     Stromzuführungsdraht    49 in  eine kleine Rille oder Vertiefung 51 der Bo  denplatte     (Fig.    6) hineingebogen, die genau  in Richtung zur Nut 50 verläuft.

   In den zur  Aufnahme der Sockel dienenden Taschen 4  des Ringes 1 werden zweckmässig kleine; auf  der Zeichnung nicht dargestellte Marken .an  gebracht, die der Bedienungsperson ein stets  genau winkelrechtes Einsetzen der Lampen  erleichtern, da die Person nur darauf zu  achten hat, dass die Nut 50 der Sockelhülse 8  und damit auch die Rille 51 der Bodenplatte 9  in der Richtung zur festen Marke der Ring  tasche 4 steht.      Die zwangsläufige und gleichzeitige Vor  bewegung der beiden     Lotdrähte    15 und 35       ha.nn    auch auf andere Weise bewirkt wer  den.

   An Stelle der Führungsrollen könnten  beispielsweise auch schwingbar gelagerte  Zangen treten, die für gewöhnlich geöffnet  sind und nur bei der     Vorbewegung    des Lot  drahtes zwecks Erfassung     desselben    ge  schlossen werden. Auch können die Rollen  und Schaltgetriebe statt durch Fussantrieb  durch Handhebel oder dergleichen oder auch  durch ein selbsttätiges Schaltorgan gemein  sam     bewegt    werden.  



  Die Anordnung der beiden     Zuführeinrich-          tungen    für das     Lotmaterial    kann je     mich    der  Art der mit Lötstellen zu     versehenen    Sockel  eine verschiedene sein. Bei Lampen mit     Swan-          sockel,    bei denen bekanntlich beide Lötstellen  nebeneinander am Boden des Sockels liegen,  wären daher zweckmässig beide     Zuführein-          richtungen    nebeneinander oberhalb des     Sok-          kels    anzubringen.  



  Die Erfindung lässt sich ausser bei elek  trischen Lampen überall dort anwenden, wo  Zuleitungsdrähte an ein Halteorgan (Sockel  oder dergleichen) festgelötet     werden    müssen,  beispielsweise bei elektrischen Entladungs  röhren, Röntgenröhren,     Verstänzern,    Gleich  richtern,     R.heostaten    und dergleichen mehr.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH h Verfahren zum Festlöten der Stromzu- führungsdrähte elektrischer Lampen am Sockel, dadurch gekennzeichnet, dass durch die dem Sockel zum Erhärten der einge- striehenen Kittmasse mitgeteilte Wärme gleichzeitig Stückchen der an den Sockel herangeführten Lotdrähte abgeschmolzen und auf diese Weise die Lötstellen für die aus dem Sockel hervortretenden Enden der Stromzuführungsdrähte gebildet werden.
    UNTERANSPRUCH 1: Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass bei der Erhitzung des Sockels ein Wärmeausgleich zwischen SOeläelhülse und Bodenplatte durch Auf schieben einer die Isolationsmasse zwischen Seckelhülse und Bodenplatte überbrücl,:enclen Hülse geschaffen wird.
    PATENTANSPRUCH Il. Vorriehtun r; zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeiehnet, dass seitlich von der Sockel hülse und senkrecht zur Bodenplatte des Sockels je eine Einrichtung zur zwangs läufigen Zuführung einer bei fortlaufendem Betrieb stets gleichen Menge drahtförmigen Lotmaterials vorgesehen ist. UNTERANSPRÜCHE: 2. Vorrichtung nach Patentanspruch TI, gekennzeichnet durch je zwei federnd aneinandergepresste und mittelst Klinken rades bewegte Rollen, durch welche je ein Lotdraht hindurchgeführt wird. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Rollen und Klinken räder beweglich in zugehörigen Rahmen gelagert sind und von einer Bedienungs person gemeinsam vor- und zurückbewegt werden können. . Vorrichtung nach Patentanspruch Il.
    zum- Festlöten der Stromzuführungs- drä.hte an Sockeln, bei denen die Boden platte mit einer Vertiefung zum Ein legen des einen Zuführungsdrahtes und die Sockelhülse mit einer Ausnehmung zum Festlegen des andern Zuführungsdrahtes versehen ist und bei der für fortlaufen den Betrieb ein die Lampensockel auf nehmender Ring vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung und zugleich auch die Vertiefung in einer bestimmten Richtung zu dem Ringe liegen.
CH106893D 1923-01-05 1923-12-04 Verfahren und Vorrichtung zum Festlöten der Stromzuführungsdrähte elektrischer Lampen am Sockel. CH106893A (de)

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