CH107077A - Verfahren zum Synchronisieren und zur Verhütung des Pendelus von ein- und mehrphasigen Wechselstrom-Synchronmaschinen. - Google Patents

Verfahren zum Synchronisieren und zur Verhütung des Pendelus von ein- und mehrphasigen Wechselstrom-Synchronmaschinen.

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CH107077A
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synchronous
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Michl Robert
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Michl Robert
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K7/00Arrangements for handling mechanical energy structurally associated with dynamo-electric machines, e.g. structural association with mechanical driving motors or auxiliary dynamo-electric machines
    • H02K7/10Structural association with clutches, brakes, gears, pulleys or mechanical starters
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Description


  Verfahren zum Synchronisieren und zur Verhütung des Pendelns von ein- und  mehrphasigen Wechselstrom-Synchronmaschinen.    Bekanntlich können kleinere elektrische  Wechselstrom-Synchronmotore einfach dadurch  synchronisiert werden, dass dieselben im er  regten Zustand unter dem Betriebsstrom von  hand so lange in eine der synchronen Dreh  zahl möglichst angenäherte Umlaufsgeschwin  digkeit versetzt werden, bis der Synchronis  mus erreicht, beziehungsweise der Motor mit  dem Betriebsstrom in Phase gekommen ist.  Dieses Verfahren ist jedoch unbequem und  unsicher, weil man den Versuch meist öfter  wiederholen muss, bis er gelingt. Erwünscht  ist daher ein Verfahren, welches sofort ein  sicheres Synchronisieren sowohl von Hand, als  auch selbsttätig ermöglicht.  



  Ein solches Verfahren bildet den Gegen  stand der vorliegenden Erfindung. Es ist da  durch gekennzeichnet, dass das Trägheitsmo  ment der rotierenden Massen mit der Dreh  zahl verändert wird.  



  Auf der Zeichnung sind Ausführungsbei  spiele der Synchronmaschine zur Ausführung  des Verfahrens unter Weglassung des mag  netischen Aufbaues der Synchronmaschine    veranschaulicht, und zwar beispielsweise kleine  Synchronmotoren, die zum elektrischen An  trieb von Uhrwerken oder dergleichen dienen  können. Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt  durch ein Ausführungsbeispiel und Fig. 2  ein wagrechter Schnitt nach Linie 2-2 in  Fig. 1. Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt  durch ein zweites Ausführungsbeispiel und  Fig. 4 die Unteransicht der dabei angewen  deten Pendel und ihrer Führung. In diesen  beiden Fällen erfolgt das Anschnellen des  Synchronmotors von Hand. Fig. 5 und 6 zeigen  ein Beispiel im senkrechten und wagrechten  Teilschnitt, bei dein die Synchronisierpendel  zum Selbstanlassen den Anlassschalter und  zugleich ein Uhrwerk steuern.

   Fig. 7 und 8  zeigen ein viertes Beispiel im senkrechten  Teilschnitt und in Unteransicht auf die Pen  del, zum Anlassen von Hand, während Fig. 9  und 10 eine andere Ausbildung des     Anschnell-          Elektromagneten    im senkrechten Teilschnitt  und in Oberansicht darstellen.  



  Zur Ausführung des Verfahrens können  zum Beispiel     Fliehkraftpendel    dienen, wie bei      Geschwindigkeitsreglern allgemein im Ge  brauch. Diese Pendel, im folgenden als     Syn-          chronisierpendel    bezeichnet, können zugleich  für andere Arbeitsvorgänge Anwendung finden,  z. B. zum Selbstanlassen, zur Steuerung des  Schalters vom Anlassmotor usw.  



  Die Synchronisierpendel a in Fig. 1 und  5 bewegen sich unter dem Einfluss der Flieh  kraft um die Lagerzapfen b in einer durch  die Drehachse gehenden Ebene; die Pendel a'  nach Fig. 3 und 4 besitzen nicht, wie bei  Fig. 1 und 5 Kugelform, sondern stellen  wegen Raumersparnis Ausschnitte aus einer  Kreisscheibe dar, die aus demselben Grunde  ohne einen Schaft sich nur auf Gleitflächen  senkrecht zur Achse bewegen und sich nicht  wie bei Fig. 1 und 5 durch ihr Eigengewicht,  sondern durch Federkraft mit der Fliehkraft  im Gleichgewicht halten.  



  Ein weiteres Beispiel zeigen Fig. 7 und B.  Die Synchronisierpendel a2 sind in Fig. 8 in  Ansicht von unten dargestellt und an der  untern Fläche des scheibenförmigen Läufers c  des Synchronmotors um die Lagerzapfen be  ziehungsweise Schraubenbolzen d drehbar an  geordnet. Zufolge der dargestellten Anordnung  bewegen sie sich unter der Einwirkung der  Kräfte in einer zur Drehachse senkrechten  Ebene. Durch diese Anordnung kommen nicht  nur die durch die Drehung bedingten Flieh  kräfte, sondern auch die aus der Bewegung  und der Trägheit der Synchronisierpendel a2  resultierenden Kräfte in derselben Richtung  wie die Fliehkräfte zur Wirkung, die dem  gemäss vergrössert wird.  



  Wird der Läufer eines ein- oder     mehr-          phasigen    Synchronmotors oder Generators mit  einem der in Fig. 1, 3, 4, 5, 7 und 8 dar  gestellten Synchronisierpendel a, a' und a2  versehen, so genügt es, ihn im erregten Zu  stand, sei es von Hand oder durch eine moto  rische Kraft, auf eine Drehzahl zu bringen,  die nicht kleiner als die synchrone ist. Das  Einspringen in die Phase erfolgt hierauf durch  die Wirkung der Synchronisierpendel von  selbst, ebenso wird durch sie zugleich ein Pen  deln und Aussertrittfallen verhindert. Bei  kleineren Synchronmotoren, z.

   B. solchen für    den Antrieb von Uhrwerken, kann das An  schnellen des Motors von Hand bequem durch  die in Fig. 1, 2 und 7 gekennzeichneten Vor  richtungen erfolgen, und zwar laut Fig. 1  und 2 dadurch, dass die Sperrklinke e samt  dem zugehörigen Beharrungs- und Fliehkraft  pendel f, die auf der Büchse g mit dem  Daumen h angeordnet sind, durch den zweiten  Daumen h' mittelst des geriffelten Knopfes i  gegen den ersten Daumen h so lange gedrückt  wird, bis die beiden Daumen infolge ihrer  Kreisbewegungen ausser Eingriff gelangen und  die Büchse g samt der Sperrklinke e und dem  Pendel f durch die gleichzeitig gespannte  Feder k zurückschnellt,

   wobei die Sperrklinke  e durch die Trägheit und die Fliehkraft des  Pendels f zum Eingriff in das mit dem Läu  fer c fest verbundene Sperrad l gezwungen  und der letztere samt den     Synchronisierpen-          deln    a in Drehung versetzt wird. Die Sperr  klinke wird durch die Trägheit des Pendels  f' in dem Augenblick mit dem Sperrad l ausser  Eingriff gebracht, wo der Daumen h beim  Zurückschnellen der Feder k gegen den An  schlagstift m stösst. Bei der Handanwurfvor  richtung laut Fig. 7 wird die Drehung des  geriffelten Knopfes i' von Hand durch die bei  den Zahnräder n und n' unmittelbar über die  Klinke e mit dem nicht sichtbaren Pendel f  auf den Läufer c übertragen.  



  Zum Zweck des Selbstanlassens eines  Synchronmotors können die     Synchronisierpen-          del    a gemäss Fig. 5 mit einer Gleithülse o  verbunden sein, durch die mittelst des Kon  takthebels p der Schalter für eine elektro  magnetische Anwurfvorrichtung und andere  Einrichtungen gesteuert werden können, in  dem zum Beispiel nach Fig. 5 die Unruhe z  eines Uhrwerkes gesperrt und freigegeben  wird, das bei einem elektrischen Uhrenantrieb  für die Zeit einer Störung im elektrischen  Antrieb den Betrieb des Zeigerwerkes über  nimmt. Im Schaltschema Fig. 5 sind die An  schlussklemmen des Betriebswechselstromes  mit     iv    und     iv    und die Wicklung des Syn  chronmotors mit<I>x</I> bezeichnet, während<I>y</I> und  y' Schmelzeinsätze bezeichnen.

   Die elektro  magnetische     Anwurfvorrichtungkarm    in diesem      Fall gemäss Fig. 5 und 6 aus einem Elektro  magneten q bestehen, dessen Anker r seine  Anziehungskraft über den Hebel s durch die  bei dem Handanwurf bereits beschriebene  Klinke e samt Pendel f und das Sperrad l  auf den Läufer c überträgt. Zur Inbetrieb  setzung des Synchronmotors genügt in der  Regel eine einmalige Bewegung des Ankers  r; sie kann jedoch durch Anbringung einer  vom letzteren gesteuerten Kontaktvorrichtung,  die beim angezogenen Anker unterbricht und  in der ausgeschwungenen Lage den Strom  wieder schliesst, in eine periodisch schwingende  umgewandelt werden, die so lange dauert,  als der Strom durch den Kontakthebel p ge  schlossen ist.  



  Ein anderes Beispiel der elektromagneti  schen Anwurfsvorrichtung zeigen Fig. 9 und  10. Auf einem um die Achse t symmetrisch  angeordneten zweiflügeligen Anker r' sind die  Klinke e und ein sie zum Beispiel durch seine  Trägheit steuerndes Pendel f' unmittelbar  angeordnet, wodurch nicht nur die mechani  schen Übertragungswiderstände zwischen dem  Elektromagnetanker r' und der Klinke e ver  mieden, sondern infolge des kurzen     magneti-          sehen    Kraftlinienflusses zwischen den beiden  Polen u und u' des Elektromagneten v durch  den Anker r' eine nur geringe magnetische  Streuung und demzufolge eine sehr kräftige  Wirkung des Magneten erzielt wird.  



  Bei grösseren Synchronmotoren, deren An  wurf nicht mehr durch eine der gezeichneten  elektromagnetischen Anwurfvorrichtungen be  wältigt werden kann, empfiehlt es sich, einen  der bekannten mit Belastung anlaufenden  Wechselstrommotore, z. B. einen Kommuta  tormotor mit Hauptstrom-Feldbewicklung, an  zuwenden.  



  Die erläuterten Synchronisierpendel kön  nen auch bei grösseren Synchrongeneratoren  und Motoren zur Verhütung des Pendelns  und Aussertrittfallens Anwendung finden, bei  denen man die Synchronisierung mit den    hierzu allgemein üblichen Mitteln, wie Pha  senvoltmeter, Phasenlampen usw., bewirken  will, wobei auch in diesem Falle die Pendel  beim Synchronisieren mitwirken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Synchronisieren und zur Verhütung des Pendelns von ein- und mehrphasigen Wechselstrom-Synchronma schinen, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägheitsmoment der rotierenden Massen mit der Drehzahl verändert wird. II. Synchronmaschine zur Ausführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Welle der selben mit Pendeln verbunden ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Synchronmotor nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Pendel mit einer auf der Triebwelle beweglichen Gleit- hülse verbunden sind. 2.
    Synchronmotor nach Patentanspruch II mit Anlasseinrichtung, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Sperrklinke unter der Einwirkung einer Hilfskraft durch ein Be- harrungs- und Fliehkraftpendel selbsttätig zum Eingriff gebracht und nach dem Auf hören dieser Einwirkung durch die Flieh kraft wieder selbsttätig ausgelöst wird. 3. Synchronmotor nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Erzielung des Anlaufs ein Elektromagnet dient. 4. Synchronmotor nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke für den Anwurf des Synchronmotors auf einem um seine Achse drehbaren Elektromagnetanker unmittelbar angeordnet ist.
CH107077D 1923-01-12 1923-12-31 Verfahren zum Synchronisieren und zur Verhütung des Pendelus von ein- und mehrphasigen Wechselstrom-Synchronmaschinen. CH107077A (de)

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