CH107656A - Einrichtung zum Messen des Scheinverbrauchs für Einphasen- und Mehrphasen-Wechselstrom-Anlagen. - Google Patents

Einrichtung zum Messen des Scheinverbrauchs für Einphasen- und Mehrphasen-Wechselstrom-Anlagen.

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CH107656A
CH107656A CH107656DA CH107656A CH 107656 A CH107656 A CH 107656A CH 107656D A CH107656D A CH 107656DA CH 107656 A CH107656 A CH 107656A
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A-G Landis Gyr
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Description


  Einrichtung zum Messen des Scheinverbrauchs für Einphasen- und     Mehrphasen-          Wechselstrom-Anlagen.       Gegenstand vorliegender Erfindung ist  eine Einrichtung zum Messen des Schein  verbrauchs für Einphasen- und     Mehrphasen-          Wechselstrom-Anlagen.     



  Die Erfindung beruht auf der Anwendung  von zwei Wechselstromzählern, deren Phasen  winkel zwischen den wirksamen Strom- und  Spannungsfeldern ungleich ist. Die folgenden  Betrachtungen beschränken sich auf     Induk-          tions-Wechselstromzählei,        (Ferrarissystem).    Es  könnten aber auch dynamometrische     Zähler-          systecne    verwendet werden.  



  Wie man mit zwei Induktionszählern den       Scheinverbrauch    messen kann, geht aus fol  gender Betrachtung hervor:  Sind J und     .E    die     Effektivwerte    von Strom  und Spannung,     cP    der Phasenwinkel zwischen  Strom- und Spannungsvektor,     vi    und     #,2    die  Phasenwinkel zwischen den wirksamen     Strom-          und    Spannungsfeldern in den Zählern bei       cp        _-_   <I>0,</I> so sind die Geschwindigkeiten     Vi    und  V2 der beiden Zähler sehr angenähert durch  folgende Beziehungen bestimmt:

         Vi   <I>=</I>     Ici   <I>. J.</I>     E   <I>.</I>     sin        (i   <I>-</I>     cp)          V2        =   <I>k2 . J . F .</I>     sin    (2 -     cp)    (1)         ki    und k2 sind Konstanten, in welchen  die Dimensionen des Zählers, sowie andere  Grüssen; wie z. B. die elektrische Leitfähig  keit der Triebscheibe, enthalten sind.

   Bezeich  nen wir mit     Vi    und V2 nicht die Geschwin  digkeiten der eigentlichen Triebsysteme, son  dern zum Beispiel die Geschwindigkeiten be  stimmter Wellen der Zählwerke, so sind in       Ici    und k2 auch die Übersetzungsverhältnisse  von Übersetzungsrädern enthalten.    Wie aus den Gleichungen (1) hervorgeht,  ändern sich     Vi    und     V2    periodisch mit     cp    und  stellen     Sinuskurven    dar, die um den Winkel       (Y'1-2)    in der Phase verschoben sind.  



  Lässt man nun die Zähler durch besondere       Transmissionsmittel    derart wirken, dass sich  die Geschwindigkeiten     Vi    und     V2    addieren  oder     subtrahiei#en,    so dass an einer Welle die       Summe    oder     Differenz    dieser Geschwindig  keiten entsteht, so ergibt sich     für    die resul  tierende Geschwindigkeit folgende Beziehung:

    <I>V =</I>     Vi        -[-   <I>V2 =</I>     _T.   <I>E</I>     [ki        sin        (#,i    -     So)        +    k2       sin        (@2   <I>.T E</I>     [(ki        sin        #,i        +    k2     sin        @2)

            cos        50   <I>-</I>     (k1        cos        @7.        -I--    k2     cos        ?L2)        Sln        q]   <I>- (2</I>      Soll nun diese Welle     bezw.    ein mit ihr  gekuppeltes Zählwerk den Scheinverbrauch  <I>J .</I>     E.   <I>t</I> anzeigen, so muss     V    von     cr    unabhän  gig sein.

   Dann ist nämlich, wenn p eine Kon  stante, t die Zeit bedeutet, die Zahl der Um  drehungen der Welle       Z=p.        V.t=p.T.E.t   <I>(3)</I>  Das wird erreicht, wenn man     lci    und     k2     so wählt,

   dass       Ici        sin        cpi   <I>-1- k 2</I>     sin        cos        #o        ki        cos        vi        +        k2        cosP    _ -     sin     da bekanntlich     cos    2     cP        -f-    sing     cp   <I>=</I> 1 ist. Hier  aus folgt für  
EMI0002.0026     
    In den Gleichungen (1) waren     1i    und k 2  Konstanten des Zählers.

   Nach den Gleichun  gen (5) sollen     Ici    und     k2    aber auch     cos-Funk-          tionen    des Phasenwinkels     #o    sein. Weiter kön  nen     Ici    und k 2 in den Gleichungen (1) auch  als Mass der maximalen Geschwindigkeiten,  welche bei den gegebenen Verhältnissen auf  treten, angesehen werden. Es ist nun nicht  möglich, dass     Ici    und     k2    sowohl die Gleichun  gen (1) als (5) erfüllen. Streng genommen sind  die Gleichungen nur für einen einzigen Wert  eines Phasenwinkels erfüllt. Mit andern Wor  ten,     Ici    und     k2    sollten sich eigentlich mit 9 stetig  ändern.

   Wenn     man    nun aber berücksichtigt,  dass die Sinus- oder     Cosinus-Funktionen    ihren  Wert in der Nähe des Maximums nur wenig  ändern, so hat man nur einige Werte von       ki    und     k2    zu wählen, um eine Kurve für     li'     zu bekommen, die von     cp    praktisch unabhängig  ist.

   Wenn man für     Ici    und     k2    für verschie  dene     Phasenwinkelbereiche    verschiedene Werte  wählt, so bedeutet das, wie aus den Gleichun  gen (1) hervorgeht, eine     Änderung    der Räder  übersetzung vom System auf diejenige Welle,  welche mit dem Zählwerk in     Eingriff    steht.  Alle diese Geschwindigkeiten - diese sollen  Teilgeschwindigkeiten genannt werden   unterscheiden sich von den Geschwindigkeiten  der eigentlichen     Zählersysteme    nur durch eine  Konstante.

   Es ist also möglich, mit diesen  Teilgeschwindigkeiten und deren Zusammen-         setzung    eine Kurve für     V    zu bekommen, die       .praktisch    von<B>(?</B> unabhängig ist. Die prakti  sche     Lösung    dieser     Gedanken    ist nachstehend  genauer angegeben. Es sei hier     nur    erwähnt,  dass diese durch Anwendung bekannter Trans  missionsmittel möglich ist.  



  Der vorhin mehr allgemein beschriebene       Erfindungsgedanke    soll in einem folgenden  Ausführungsbeispiel noch näher erläutert wer  den. Dabei wird ein     Einphasennetz    angenom  men. Die beiden Zähler sollen ein Wirk  bezw. ein     Blindverbrauchszähler    sein. Es sei  betont, dass dies nicht notwendig ist, aber  für die praktische Ausführung den Vorteil  hat, dass dadurch neben dem Scheinverbrauch  auch der Wirk-     bezw.    der Blindverbrauch auf  einfachste Art gemessen werden kann.  



  Für den     Wirkverbrauchszähler    ist nun der  in den vorstehenden Gleichungen erwähnte  Winkel     #,i        ----    90  , für den Blindverbrauchs  zähler der     Winkele    = 180  . Es wird       yi---ki        E.        J.sin(90-   <I>)</I>       Ici        E   <I>.

   J</I>     cos    9 (6)       T-2    =     k2    T . .T .     sin    (180 -     y@)        --          k2        IS   <I>.</I>     J.        slli    9  und     T'=    1i     +        1;

  \!    _ , . .T       [kt        cos        #2        -f--        k2        sin        rp]   <I>(7)</I>  Damit     V    von     cp    unabhängig wird, muss  nach Gleichungen (5) sein  
EMI0002.0091     
    was sich aus der Gleichung (7) auch ohne  weiteres ergibt.  



  Um für verschiedene Phasenwinkel eine  konstante resultierende Geschwindigkeit zu  erhalten, müssen<B>/ei</B> und     k2    für verschiedene  Phasenwinkel berechnet werden.     ki    und     1c2     sollen in der Folge mit     ki        #r    und     k2        ;p    bezeich  net werden. Dabei sind, wie schon erwähnt  wurde, die verschiedenen Werte für     ki        jo    und       k2        92    ein Mass für die verschiedenen     Amplitu-          denwerte    der betreffenden Teilgeschwindig  keiten.

   Die     Amplitudenwerte        ki        c;^    treten alle  für den Winkel     rp    = 0 und diejenigen für k 2     cP     bei     y@    = 90<B>0</B> auf, währenddem der betreffende           Amplitudenwert    der resultierenden Geschwin  digkeit beim Winkel So auftritt.  



  Es sollen     )ci        to    und<I>k2</I>     (p    für verschiedene  Werte von     (a    berechnet werden.  
EMI0003.0006     
  
    <I><U>4. <SEP> ki <SEP> cp <SEP> 1c2 <SEP> cp</U></I>
<tb>  00 <SEP> 1 <SEP> 0
<tb>  221/2 <SEP> 0 <SEP> 0.9329 <SEP> 0.3822
<tb>  450 <SEP> 0.7071 <SEP> 0.707<B>1</B>
<tb>  <B>671/2</B> <SEP> 0 <SEP> 0.3822 <SEP> 0.9329
<tb>  <B>900</B> <SEP> 0 <SEP> 1            Man    kann diese     Amplitudenwerte    für     ki        cp          und        k2        g^        auch        in     <RTI  

   ID="0003.0016">   %        der        Werte        ki,    0 0     bezw.          k2,    90 0 ausdrücken; z. B. wird       )ci,        22i/2    0     =        93.29        %        von        ki,    0 0  und k2,     221/2    0 = 38.22 0/0 von k2, 90 0  In der     Fig.    1 sind nun diese Verhältnisse  zeichnerisch dargestellt.

   Auf der Abszisse ist  der Phasenwinkel     #o    der Netzbelastung     bezw.     der Leistungsfaktor aufgetragen, auf der     Or-          dinate        die        Geschwindigkeit        in        %        des        Nenn-          wertes        bezw.    der     Amplitudenwert    der grössten  Teilgeschwindigkeit.

   Die grösste     Teilgeschwin-          digkeitskurve    des     Wirkverbrauchszählers    ist  mit 1 bezeichnet, Kurve 2 ist die grösste Teil  geschwindigkeit des     Blindverbraüchszählers.     Durch die Kurve 3 ist die     Teilgeschwindig-          keitskurve    dargestellt, welche den     Amplitu-          denwert        lci,        22i/2    0     =        93.29        %        von        )ci,    0 0     hat,

       während durch die Kurve 4 die Teilgeschwin  digkeit mit dem     Amplitüdenwert    k2,     22i/2    0=  38.22 0% von k2, 90 0 angegeben ist. Wie aus  den vorstehenden Ausführungen hervorgeht,  müssen die Teilgeschwindigkeiten der Kurven  3 und 4 addiert werden. Diese ergeben als  Resultierende die Kurve 6, welche ihren Am  plitudenwert bei     #o    =     22i/2    0 besitzt. Auf  ähnliche Art und Weise erhält man auch die  resultierenden Geschwindigkeitskurven 7 und  B. Wie aus der     Fig.    1 ersichtlich ist, ergibt  sich schliesslich als Kurve grösster Geschwin  digkeit die Linie 5, 6, 7, 8, 9. Der     Ordina-          tenwert    dieser Kurve ändert sich nur wenig.

         Er        schwankt        nur        zwischen        100        %        und        98.08        %     des Maximalwertes. Es ist klar, dass     durch     eine engere Unterteilung des Phasenwinkels       cp    die Schwankung beliebig verkleinert wer  den kann, so dass jede gewünschte Genauig  keit erzielbar ist.    Zur Übertragung     a    dieser gewissermassen  unterteilten Geschwindigkeitskurve auf ein  und dieselbe Welle dient das in     Fig.    2 sche  matisch veranschaulichte Ausführungsbeispiel.

    Hiernach ist 10 das Triebsystem des     Wirk-          v        erbrauchszählers,    11 dasjenige des     Blindver-          brauchszählers.    Diese Triebsysteme wirken  direkt auf je ein Zählwerk 12     bezw.    13,  welche den Wirk-     bezw.    Blindverbrauch re  gistrieren.

   Die Wellen 14     bezw.    15 dieser  Zählwerke wirken einerseits unter Vermitt  lung von Übertragungsorganen 16     bezw.    17  und     Ratschkupplungen    18 direkt     bezw.    über  Planetengetriebe 19, 20, 21 auf eine Welle  22, auf welcher die Geschwindigkeitskurve  5, 6, 7, 8, 9 nach     Fig.    1 übertragen werden  soll.  



  Ist der Phasenwinkel zwischen 0 und       11i/4    0, so muss die Geschwindigkeit gemäss  des Kurvenstückes 5 der     Fig.    1 auf die Welle  22 übertragen     werden.    Dies geschieht durch  die     Ratschkupplung    18, welche von der  Welle 14 direkt angetrieben wird. Wird der  Phasenwinkel grösser als     11'/4'0,    so muss das  Teilstück 6 der     Maximal-Geschwindigkeits-          kurve    in     Fig.    1 auf die Welle 22 übertragen  werden. Die Geschwindigkeitskurve 6 ist aber  die Summe aus den Geschwindigkeitskurven  3 und 4. Diese Geschwindigkeiten müssen da  her addiert werden.

   Das geschieht in dem  Planetengetriebe 19, dessen Sonnenräder 24  und 25 von den Wellen 14 und 15 der  art angetrieben werden, dass die maximale       Geschwindigkeit        derselben        92.39        %        bezw.     38.23     0,ö    beträgt.

   Das Planetentrieb 19 be  kommt dann bei<B>9</B><I>=</I>     22i/2    0 die maximale       Geschwindigkeit        von        50        %.        Die        Geschwindig-          keit    der Welle 26, auf welcher das Planeten  trieb 19 festsitzt, wird nun über eine     Ratsch-          kupplung    27 um das Doppelte ins Schnelle  übersetzt, auf die Welle 22 übertragen, wo  durch diese die dem Teilstück 6 der Maximal  Geschwindigkeitskurve entsprechende Ge  schwindigkeit erhält.

   Mit der Übertragung der  weiteren Teilstücke der     Maximal-Geschwindig-          keitskurve    wird in gleicher Weise verfahren,  indem hierzu die Planetengetriebe 20 und 21  dienen, welche, gleich wie dasjenige 19 mit           telst        Rauchkupplungen    28, 29 auf die Welle  22 wirken.

   Es dürfte also ohne weiteres klar  sein, dass es tatsächlich möglich ist, der Welle  22 die Geschwindigkeiten der     Maximal-Ge-          schwindigkeitskurven    5, 6, 7, 8, 9 der     Fig.    1  zu erteilen, dass also die Geschwindigkeit  dieser Welle in Abhängigkeit vom Leistungs  faktor aber bei gleichbleibendem Strom und  gleichbleibender Spannung praktisch konstant  bleibt,     somit    den Scheinverbrauch registrieren  kann. Die Welle 22 kann daher ein     Schein-          verbrauchszählwerk    30 antreiben.  



  Beschränkt man den Bereich des Leistungs  faktors, innerhalb welchem der Scheinver  brauch gemessen werden soll, oder die Ge  nauigkeit der Messung, so     können    auch die  Planetengetriebe in Wegfall kommen und die  praktisch konstante Geschwindigkeit der Welle  22 nur     mittelst    der     Ratschkupplungen    18 er  reicht werden. Ebenso könnten die direkten       L        bertragungen    durch die     Ratschkupplungen     18 in Wegfall kommen, indem zur Über  tragung der     Geschwindigkeiten    nur Planeten  getriebe zur Anwendung gelangen.  



  Für     Mehrphasenanlagen    müssen selbst  verständlich die beiden Zähler entsprechend  der Stromart ausgeführt werden. Es ist dabei  besonders zu erwähnen, dass bei Drehstrom  Dreileiter-Anlagen die Schaltung nach der       Zweiwattmeter-Methode    ohne weiteres ver  wendet werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Alessen des Scheinver brauchs für Einphasen- und Mehrphasen- Wechselstrom, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeiten zweier Zähler, bei denen der Phasenwinkel zwischen den wirk samen Strom- und Spannungsfeldern ungleich ist, durch mechanische Transmissionsmittel derart auf eine Welle übertragen werden, dass deren Geschwindigkeit in Abhängigkeit vom Leistungsfaktor praktisch unverändert bleibt und daher der Scheinleistung propor tional ist,
    so dass die Lindrehungszahl der Welle ein Mass für den Scheinverbrauch ist. UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung zum Messen des Scheinver brauchs nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeiten derZähler über Planetengetriebe algebraisch zusammengesetzt und über Ratschkupplun- gen auf die Welle übertragen werden. 2.
    Einrichtung zum Messen des Scheinver brauchs nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeiten der Zähler bei gewissen Phasenwinkeln direkt über Rauchkupplungen, bei andern Phasenwinkeln über Planetengetriebe al gebraisch zusammengesetzt und über wei tere Ratschlzupplungen auf die Welle über tragen werden. 3. Einrichtung zum liessen des Scheinver brauchs nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der eine der Zähler ein Wirk- und der andere ein Scheinver- brauchszä h.ler ist.
CH107656D 1923-11-09 1923-11-09 Einrichtung zum Messen des Scheinverbrauchs für Einphasen- und Mehrphasen-Wechselstrom-Anlagen. CH107656A (de)

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