Verfahren zum Haltbarmachen von Gr#nfutter durch Umwandlung in S##pre#futter.
Ein Verfahren zum Haltbarmachen von Grünfutter, bei welchem Pflanzenstoffe durch Herbeiführung einer bestimmten Gärung unter Druck in Süsspressfutter umgewandelt werden, ist bereits bekannt. Dieses Verfah-. ren bietet die Möglichkeit der Gewinnung eines nur wenig Raum einnehmenden, saftreichen und nahrhaften Futtermittels, welches von den Tieren gern genommen wird und deren Milcherzeugung vorteilhaft beein flusst.
Ein grosser Nachteil dieses Verfahrens in seiner bisherigen Ausführung besteht jedoch clarin, da# seine erfolgreiche Durch- führung vom Eintritt eines bestimmten G#- rungsprozesses unter Entwicklung von Mil#h- säurebakterien abhängt, der von einer Anzahl schwer einzuhaltender Bedingungen, insbesondere von dem Feuchtigkeitsgehalt des eingebrachten Futters beeinflusst wird und daher leicht zu der unerwünschten Bildung von Essigsäurebakterien, d. h.
zum Misserfolg f#hrt. Insbesondere ist es erforderlich, in möglichst kurzer Zeit eine bestimmte Tempe ratur, und zwar etwa 50 Celsius, herbeizu- f#hren und dabei einen geniigend starken Druck auf die. Futtermasse auszuüben, wäh- rend eine schon verhältnismässig wenig höhere oder niedrigere Temperatur den-Gärungs- prozess verändert und dadurch leicht ein Ver-. derben der ganzen Futtermasse herbeif#hrt.
Zur raschen Erzielung des richtigen Wärmegrades, unabhängig vom jeweiligen Feuchtigkeitsgehalt der in den Silo einge brachten Futtermasse, ist bereits die k#nst- liche Erw#rmung durch in den Silo eingebaute Heizschlangen oder durch Elektrizität vorgeschlagen. Beides hat sich jedoch nicht- in dem gewünschten RaBe bewährt, weil die W#rme dabei nicht genügend gleichmässig die Futtermasse durchdringt. Und zwar ist die Wärme, in unmittelbarer Nähe der Rohr-' schlangen bezw. der Elektroden zu stark, in : einiger Entfernung davon jedoch zu gering.
Beispielsweise beträgt bei elektrischer Erwärmung die Temperatur an den Wänden, wo sich die Elektroden befinden, 90 , im Innern des Silos dagegen nur 20#. Au#er- dem ist die Erw#rmung mittelst Elektrizit#t kastspielig und nicht überall anwendbar.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung liegt nun darin,dasnaitbarmachenvonGrün- futter durch #berf#hrung in ,,S##pre#futter auf dem Wege der G#rung in einfaaher und zugleich zuverlässiger Weise und unabhängig von dem jeweiligen Feuchtigkeitsgehalt der eingebrachten Futterstoffe bewirken zu können.
Dieses Ziel wird bey. dey den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren dadurch erreicht, dass das in den Silo eingebrachte Futter durch unmittelbares Einblasen heisser Gase von unten bis auf etwa 50 erwärmt und dann einem starken Pressdruck unterworfen wird. Die Erzielung dieses PreBdruckes kann vorteilhaft daclurch bewirkt werclen, da# die Gase aus dem Futtermittel nach dem Zudecken des letzteren wieder nach unten abgesaugt werden und dabei die atmosphärische Luft von oben auf die auf Unterdruck stehende Futterschicht nachdrückt. Dadurch lässt sich, wie Versuche ergeben haben, auf einfache Weise selbst unter den ungiinstigsten Verhältnissen die erstrebte Gärung und das gewünschte Süsspressfutter erzielen.
Zur Ausübung des Verfahrens kann man einen Silobehälter gewöhnlicher Bauart zweckmässig in Verbinclung mit einem Koksofen und einer Luftpumpe benützen, welche gleichzeitig als Kompressor zu arbeiten vermag und durch ein Rohrleitungssystem mit dem Silo und dem Ofen so verbunden ist, dass dadurch wahlweise die Abgase des Koksofens unter mehr oder weniger starker Beimischung von Frischluft von unten in den Silo gedrüekt und'auch zusammen mit etwaiger
Feuchtigkeit wieder aus diesem herausgesaugt werden können.
Auf der Zeichnung ist eine solche Anlage in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Dabei ist a der Silobehälter mit einem rostartigen Boden b. Unterhalb des letzteren ist eine Rohrleitung c anges, chlos sen, die über einen Wasserabscheider d-mit- telst der beiden Dreivegehähne f, g wahlweise mit der Druck-und Saugseite einer Pumpe h in Verbindung gebracht werden kann.
An die Saugseite der Pumpe ist über den Dreiwegehahn g ferner das Abzugrohr k eines Koksofens m angeschlossen, während auf der Druckseite an den Dreiwegehahn jf sich ein freimündendes Rohr n anschlie#t. Der Betrieb und die Wirkungsweise dieser Einrich- tung ist wie folgt :
Nachdem in bekannter Weise von Hand oder maschinell ein Einfüllen der Futtermasse in den Silobehälter a vorgenommen ist, werden die warmen Abgase des Koksofens H ;
mittelst der Pumpe h von unten in den Silo eingepumpt, und es wird dabei durch ent sprechende Einstellung der Klappe pf so viel Luft den Heizgasen beigemischt, dass die Temperatur des in den Silo eingedrückten
Gasluftgemisches etwa 50 bis 60 Celsius beträgt, wie an dem vor dem Silo angebrachten Thermometer r erkennbar ist.
Durch das Eindrücken dieses heissfen Gasluftgemisches wird das Futter in kürzester Zeit unter gründlicher Durcharbeitung angewärmt. Dabei kann auch die Temperatur im Innern des Silos durch darin angebrachte Thermometer st#ndig beobachtet und durch die Menge des zugeführten. Gasluftgemisches der jeweiligen Beschaffenheit, insbesondere dem Feuchtigkeitsgehalt der Futtermasse entsprechend geregelt werden, so dass in kürzester Zeit die gewünschte Erwärmung der Futtermasse auf 50 bis 60 eintritt.
Nach dem Füllen und Erwär, men des
Silos wird das Futter mit einer Lage von trockenem Häcksel überdeckt. Ferner legt man einen losen Deekel s auf und dichtet diesen mit einer etwa fussdicken Schicht t vom feuchten Lehm ab. Darauf lässt man die Pumpe in umgekehrter Richtung arbeiten, so dass die Gase aus dem Silo abgesaugt werden und das Futter durch den von oben auf den Deckel wirkenden Luftdruck gleichmässig zusammengepresst wird, während die Lehmschicht entsprechend heruntersinkt.
Schädliche Lücken, die zu Faul-und Schim- melstellen oder zu Randfäulnis Anlass geben, werden mit Sicherheit vermieden, so dass wesentliche Futterverluste nicht eintreten können. Die Anwendung mechanischer Kraft zum Pressen, deren Anwendung äusserst kostspielig ist, kommt überhaupt nicht mehr in Frage, und man erhält trotzdem ein vorzüg- liches Süsspressfutter, weil durch die sofortige Einwirkung heisser Luft von etwa 50 alle Fäulnis-und Essigs#ureerreger get#tet wer- den.
Nur die erwünschten Milchsäurebakte- rien vermögen sich zu bilden und zu halten und dienen der Bildung eines vorzüglichen S##pre#futters. Das wiederholte Einblasen der trockenen, warmen und Auspumpen der feuchten Luft bewirkt den für eine gute Konservierung gewünschten Grad von Trokkenheit. Das konservierte Grünfutter verlierb nut wenig an Nährwert und ist monatelang haltbar.
Process for preserving green forage by converting it into S ## pre # forage.
A method for preserving green fodder, in which vegetable substances are converted into sweet press fodder by bringing about a certain fermentation under pressure, is already known. This procedure. ren offers the possibility of obtaining a little space-consuming, juicy and nutritious feed, which the animals like to take and which has a beneficial effect on their milk production.
However, a major disadvantage of this method in its previous implementation is that its successful implementation depends on the occurrence of a certain fermentation process with the development of lactic acid bacteria, which depends on a number of conditions that are difficult to maintain, in particular on the moisture content of the introduced feed is influenced and therefore easily leads to the undesired formation of acetic acid bacteria, i. H.
leads to failure. In particular, it is necessary to bring about a certain temperature, namely about 50 Celsius, in the shortest possible time and to apply a sufficiently strong pressure. Exercise feed mass, while a relatively little higher or lower temperature changes the fermentation process and thus easily a fermentation. causes coarse of the whole feed mass.
In order to achieve the right degree of warmth quickly, regardless of the respective moisture content of the feed mass brought into the silo, artificial warming by heating coils built into the silo or by electricity has already been suggested. However, both of these have not proven themselves in the desired range because the heat does not penetrate the feed mass evenly enough. And that is the warmth, in the immediate vicinity of the pipe snakes respectively. the electrodes too strong, but at a certain distance too small.
For example, with electrical heating, the temperature on the walls where the electrodes are located is 90, while inside the silo it is only 20 #. In addition, heating by means of electricity is unfortunate and cannot be used everywhere.
The aim of the present invention is to make green fodder accessible by converting it into pre-fodder by means of fermentation in a simple and at the same time reliable manner and independently of the respective moisture content of the feed materials introduced can.
This goal will bey. The method forming the subject of the invention is achieved in that the feed introduced into the silo is heated from below to about 50 by direct injection of hot gases and then subjected to a strong pressure. Achieving this pressure can advantageously be effected because the gases from the feed are sucked down again after the latter has been covered and the atmospheric air presses from above onto the feed layer, which is under negative pressure. As tests have shown, this enables the desired fermentation and the desired pressed fodder to be achieved in a simple manner even under the most unfavorable conditions.
To carry out the process, a silo of conventional design can be used in conjunction with a coke oven and an air pump, which can work as a compressor at the same time and is connected to the silo and the oven by a pipeline system in such a way that the exhaust gases from the coke oven can be removed more or less strong admixture of fresh air from below into the silo and 'also together with any
Moisture can be sucked out of this again.
Such a system is shown schematically in an exemplary embodiment in the drawing. A is the silo container with a rust-like bottom b. Below the latter, a pipeline c is connected, which can be brought into connection with the pressure and suction side of a pump h via a water separator d through the middle of the two three-way cocks f, g.
The exhaust pipe k of a coke oven m is also connected to the suction side of the pump via the three-way valve g, while a freely opening pipe n connects to the three-way valve jf on the pressure side. The operation and mode of operation of this device is as follows:
After filling the feed mass into the silo container a by hand or by machine in a known manner, the warm exhaust gases from the coke oven H;
pump h is pumped into the silo from below by means of pump h, and by setting the flap pf accordingly, so much air is added to the heating gases that the temperature of the gas is pressed into the silo
Gas-air mixture is around 50 to 60 Celsius, as can be seen from the thermometer r in front of the silo.
By pressing in this hot gas-air mixture, the feed is warmed up in a very short time and thoroughly worked through. The temperature inside the silo can also be continuously monitored through the thermometer installed in it and through the amount of food supplied. Gas-air mixture of the particular nature, in particular the moisture content of the feed mass, are regulated accordingly, so that the desired heating of the feed mass to 50 to 60 occurs in the shortest possible time.
After filling and heating the
In silos, the feed is covered with a layer of dry chaff. In addition, a loose cover s is placed on top and this is sealed off from the damp clay with a layer t approximately as thick as a foot. Then let the pump work in the opposite direction so that the gases are sucked out of the silo and the feed is evenly compressed by the air pressure acting on the lid from above, while the layer of clay sinks down accordingly.
Harmful gaps, which give rise to rotten spots, mold spots or marginal rot, are definitely avoided, so that significant feed losses cannot occur. The use of mechanical force for pressing, the application of which is extremely expensive, is no longer an option, and you still get an excellent press fodder because the immediate action of hot air of around 50 kills all putrefactive and vinegar pathogens will.
Only the desired lactic acid bacteria are able to form and hold and serve to produce an excellent S ## pre # food. The repeated blowing in of the dry, warm air and pumping out of the moist air brings about the desired degree of dryness for good conservation. The preserved green fodder loses little of its nutritional value and can be kept for months.