Verfahren'und Vorrichtung zum Fördern von Flüssigkeiten, insbesondere auch von feueigefährlichen Flüssigkeiten aus tiefergelegenem Sammelbehälter mittelst Unterdruckerzeugers. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren und Vo@rriehtung zum För dern von Flüssigkeiten, insbesondere auch von feuergefährlichen Flüssigkeiten aus tiefergelegenem Sammelbehälter mittelst Unterdruckerzeugers.
In beiliegender Zeichnung sind Ausfüh rungsbeispiele der zur Ausführung des Ver fahrens dienenden Vorrichtung und mehrere Ausführungsbeispiele eines 1VIessapparates der Vorrichtung dargestellt, und zwar ist: Fig. 1 ein Messapparat der Vorrichtung in die Unterdruckfördereinrichtung eines Automobils eingebaut, Fig. 2 ein Mittelschnitt einer Unterdruck fördereinrichtung; Fig. 3 und 4 sind andere Bauarten der.
Ausführungsform nach Fig. 2, und Fig. 5 eine Ausführung mit zwei Mess- appa.raten, zum Zweck, eine kontinuierliche Förderung der Flüssigkeit zu erzielen.
Nach Fig. 1 der ersten Ausführungsform ist der Apparat 1 in eine Saugleitung 2 ein gebaut, welche vom Saugrohr 3 des Motors 4 zum Brennstoffsammelbehälter oder Re servoir 7 führt. Eine andere Leitung 8 speist vom. Apparat 1 den Vergaser 9. 10 stellt den Kühler und. 11 und 12 Wandugen der. Ka rosserie dar.
Ein Zählwerk 6 ist am Armaturenbrett 5 angebracht und durch eine Leitung 0 an die Kammer 22 des Messapparates (Fig. 2) angeschlossen. Der Ilebal des Zählwerkes liegt an einer die Austrittsöffnung dieser Leitung abschliessenden Gummimembran an und wird bei jeder Unterdruckänderung in der Kammer 22 angestossen, wodurch die Zahl der Füllungen registriert wird.
Nach Fig. 2, welche den Apparat 1 der -Fig. 1 in grösserem Massstab veranschau lichen, ist ein Hessgefäss 13 in den obern Teil eines mehr als doppelt so grossen Ausgiess- gefässes 14 eingebaut.
Letzteres steht durch eine Entlüftungshaube 15 (Fig. 2) stets unier Atmosphärendreck, besitzt die nach dem Vergaser führende Ablass.leitung 8 und kann auch mit Niveauanzeiger und ,Skala versehen sein, An das MEssgefäss ist oben einerseits die vom Reservoir herführende Saugleitung 2 mit Seiber 16 angeschlossen, anderseits die Saugleitung 2 vom Ventil kasten des Motors her.
Diese letztere Lei tung mündet durch einen beim Eintritt von einem Kugelventil 17 und beim Austritt von einem Schwimmerventil 18 absperrbaren, senkrechten Kanal 19 im Scheitel des Mess- gefässes ein und besitzt eine Abzweigung 20 nach dem von einer Membran 21 abgesperr ten Raume 22 hin.
Dieser Raum ist aber auch durch eine verhältnismässig enge, von einem Schwimmerventil 23 absperrbare Lei tung 24 mit dem Abfallrohr eines aus dem Messgefäss in das Ausgiessgefäss 14 führen den Saugheberrohrbogens 25 in Verbindung gesetzt, dessen Durchlassöffnung an der Bie- gungsstelle höher angeordnet ist als das Schwimmerventil 18.
Im weiteren befindet sich das Schwimmerventil 23 auf gleicher Höhe wie der Flüssigkeitsspiegel im Aus giessgefäss unmittelbar nach Entleerung des Messgefässes in das Ausgiessgefäss. Die Mün dung des 'Abfallschenkels des Sauglieber- rolirbogens ist durch eine unter Vermittlung einer Torsionsfeder selbstschliessenden Klappe 26 abgesperrt.
Die Membran 21 bildet den innern Abschluss des obersten Deckels 27 des Messapparates und trägt in ihrer Mitte ein in ihrem Ruhezustand geschlossenes Spitzventil 28 zum Abschluss eines Kanals 29, der durch den Ringkanal 30 des genann ten Deckels 27 und durch Kanal 31 mit dem Messgefäss 13 in Verbindung stellt. Eine Öff nung 32 stellt die Verbindung her zwischen dem vom Membran 2.1 und Deckel 27 ein geschlossenen Raum 33 und einer Belüf tungshaube 34. Die 'Wirkungsweise eines Messappara.tes ist folgende.: Es sei vorausgesetzt, der Messapparat sei leer.
Während des Betriebes des Motors wird in der Saugleitung 2 vom Motor her ein, kon stanter Unterdruck erzeugt, der zunächst das Kugelventil 17 abhebt und durch Kanal 19 einen Unterdruck im Messgefäss 13 und damit im Saugheherrohr 25 und in der mit Seiher versehenen Saugleitung 2 vom Re servoir her, aber auch durch Kanal 20 im Raum 22 unter der Molnbran 21 herstellt. Dieser Unterdruck ist nicht genügend, um die Membran 21 auszubiegen, hält aber Klappe 26 geschlossen und veranlasst die Füllung des Messgefässes 13 aus Reservoir 7.
Sobald das Niveau der Füllung das Schwim merventil 18 betätigt, wird Kanal 19 abge sperrt und die Saugleitung über diesem Ha nal im Messgefäss und in der zum Reservoir 7 führenden Saugleitung 2 unterbrochen. Diese Saugwirkung wirkt aber weiter durch Kanal 20 im Raum 22 und durch Kanal 24 im Abfallschenkel des Saugheberrohres, und zwar in sich verstärkendem Masse.
Trotzdem wird aber hierdurch allein der Messgefässinhalt noch nicht in das Ausgiess- gefäss abgesaugt, weil der Druckunterschied im Raume über dem Flüssigkeitsniveau des Messgefässes und im Rohr 25 anfangs sehr gering ist und weil der Bogen des Rohres 25 höher liegt als das Niveau im Messgefäss. Dieses Übersaugen geschieht jedoch sofort durch den jetzt verstärkten Unterdruck im Raum 22 und die dadurch. bewirkte Aasbie gung der Membran 21.
Dieses Ausbiegen öffnet das Belüftungsventil 28 und setzt durch Kanäle 29, 30 und 31 den frei geblie benen Oberraum des Messgefässes mit der Aussenluft in Verbindung; worauf sofort das Übersaugen aus dem Messgefäss in das Aus giessgefäss erfolgt. Die genaue Messung im Messgefäss ist auf diese Weise nicht durch irgend welche Undichtheit beeinflusst oder durch das Gewicht von grossen Schwimmern und auch nicht durch Luft in der Sauglei tung, da alle solche Luft im Messgefäss selbst ausgeschieden wird. Bei .
Entleerung des Messgefässes in das Ausgiessgefäss bleibt der Schwimmer des Ventils 18 in seiner Sperr stellung angesogen, und die steigende Flüs sigkeit im Ausgiessgefäss hebt das Schwim merventil 23 und sperrt den Kanal 24 ab.
Dadurch wird die Saugwirkung im Saug,- heberrohr 25 aufgehoben, die Verhältnisse im Apparat bleiben aber bestehen bei ge schlossenen Schwimmerventilen 18 und 23 und geöffnetem Ventil 28, bis das Niveau im Ausgiessgefäss 14 durch Ablassen von Flüssigkeit, welche durch die nötigenfalls abschliessbare Speiseleitung 8 des Vergasers entweichen kann, gesunken ist.
Der Schwimmer im Ventil 23 wird als dann, weil die denselben tragende Flüssigkeit in das Ausgiessgefäss zurückgetreten ist und die Saugwirkung in dem verhältnismässig lan gen, engen Rohr gegenüber dem Schwimmer gewicht zu schwach ist, Kanal 24 wieder frei geben und, da jetzt aus dem Messgefäss atmosphärische Luft durch das ' Heberröhr 25 auch in den.
Raum 22 unter .der Mem bran eintritt, wird diese Membran wieder in ihre Ruhelage zurückspringen und das Be lüftungsventil 28 der Messkammer schliessen. Während Luft durch Kanal 25 angesogen wird, wird auch die Saugwirkung auf Ventil 1.8 vermindert; wodurch letzteres abfällt. Da durch ist ist wieder die Ausgangsstellung her gestellt und die Messung kann von neuem be ginnen. Klappe 26 dient beim ganzen Vor gang nur als zeitweise Luftabachluss des Messgefässes, wenn darin Unterdruck herrscht gegenüber dem Ausgiessgefäss, wo stets At mosphärendruck herrscht.
Da sie unter leich tem Federdruck steht und sich nach aussen öffnet, ist sie dem Ausfluss der Flüssigkeit aus dem Messgefäss keinesfalls hinderlich.
Die in Fig. 3 und 4 gezeigten Ausfiih- rungsformen sind in bezug auf die Anord nung der vom Reservoir . 7 herkommenden Saugleitung 2, des Ringkanals 30, der Ka näle 29 und 31 der Membran 21 ähnlich der ersten Ausführungsform nach Fig. 2.
Das Saugheberrohr besteht nach Fig. '4 statt aus einem gebogenen Rohre aus zwei geraden ineinander gesteckten Rohren. Diese Anordnung ist jedoch in ihrer Wirkung der in Fig. 2 gezeigten vollkommen identisch.
Im Fall der Anordnung nach Fig. 3 mündet der mit dein Schwimmer 18 kommu nizierende Kanal 19 direkt in die Kammer 33 unter der- Membran, und die vom Ventil kasten des Motors herkommende Saugleitung 2 mündet in die über der Membran angeord neten Kammer 22 ein, Die Membran- 21 be- sitzt eine enge Durchbohrung 92, welche so klein gewählt ist, dass sich ein Druckaus gleich zwischen den beiden Membranseiten nur langsam vollzieht, und trägt statt eines Spitzenventils eineu Kolben 28, der einen radialen, in der Ruhelage der Membran auf Höhe des Kanals 29 sich befindenden und mit einem axialen,
in die Belüftungshaube 34 ausmündenden -Kanal 32 in Verbindung stehenden Kanal 93 aufweist. .
Die Wirkungsweise dieser r'-usführungs- form ist dann -wie folgt: Wenn die Saugwirkung vom Motor her sich durch die Leitung 2 in der Kammer 2.2, welche nur durch eine enge Öffnung 92 mit der Kammer 33 in Verbindung steht, Gel tung verschafft, so wölbt sich die Membran 21 nach oben aus und verschiebt dabei den Kolben 28 so weit nach oben, dass die Ver bindung desKanals 93 mit dem Kanal 29 und somit die Verbindung der Messkammer 13 mit der Aussenluft durch die Kanäle 3.1., 30, 29 und 32 abgeschnitten wird.
Dadurch entsteht in dem von der Aussenluft nunmehr abgesperrten Messkammerraum über Kam mer 33 und Kanal 19 ein luftverdünnter Raum, der. das Zufliessen von Flüssigkeit durch die Saugleitung 2 aus dem nicht ge zeichneten Reservoir 7 und damit die Fül lung der Messkammer 1.3 veranlasst, weil das Saugrohr 25 durch. die in Fig. 2 sichtbare Klappe 26 abgeschlossen- ist und nur nach dem Reservoir 7 hin die Messkammer offen steht:
Sobald die aufsteigende Flüssigkeit den Schwimmer 18 gehoben und schliesslich den Kanal 19 abgesperrt hat, wird auch der Zufluss aus dem Reservoir abgestellt und der Unterdruck in Kammer 22 verstärkt sich, vermehrt aber nach und nach auch den ITli- terdruck in Kammer 33, bis der Ausgleich des Druckes in beiden Kammern so weit ge diehen ist, dass die Membran in ihre Ruhe lage zurückspringt.
Die Verbindung von Kanal 93 mit Kanal 29 ist alsdann wieder hergestellt und damit Ruch die Belüftung des Oberraumes - der Messkammer. Sobald diese Belüftung stattgefunden hat, wird die Flüssigkeit der Messkammer sofort in das Ausgiessgefäss 14 gedrückt.
Auch nachdem das Flüssigkeitsniveau im Ausgiessgefäss 14 den Sehtviinmer 23 bis zum Abschluss des Rohres 24 gehoben hat, bleibt der Druck ungefähr der gleiche, so dass die Membran 21 in ihrer Ruhelage, d. h.
in ihrer die Messkammer belüftenden Lage bleibt. Aucli der Schwimmer 18 bleibt wäh rend der ganzen Entleerung des Messgefässes und solange Ventil 23 geschlossen bleibt, wegen des gegenüber dem Unterdruck in den Kammern 33 und 22 im Messgefäss lierr- sehenden Luftdruckes stets in seiner das Rohr 19 abschliessenden Stellung hängen.
Sobald aber das Niveau im Ausgiessgefäss zurücksinkt, fällt das Ventil 23 ab, die Saugwirkung pflanzt sich über 24 und 25 ins Messgefäss fort und da dieses belüftet ist, kann Luft auf genanntem Wege angesogen werden. Dadurch entsteht Druckunterschied in beiden Kammern 22 und 23, wodurch die Membran ausbaucht und die Belüftung des Messgefässes unterbricht. Die über 24 und 25 sich im Messgefäss geltend machende Saug wirkung wird alsdann die im letzteren ent haltene Luft absaugen, wodurch Ventil 18 abfällt und die Anfangslage aller Teile wieder hergestellt ist.
Nach Fig. 5 sind zwei Apparate nach Fig. 2 bezw. 10 nebeneinandergestellt und so miteinander verbunden, dass der eine Appa rat sich füllt, während der andere sich ent leert.
Die beiden Messgefässe 13 des Apparates sind in ein gemeinschaftliches Ausgiessgefäss 14 eingebaut; gemeinschaftlich ist auch die vom Unterdruckerzeuger herkommende Saug leitung 2. Diese schliesst sich mit zwei Ab zweigungen 94 nach Ausführungsart der Fig. 2 an den Deckel 95 an. Dagegen besitzt jedes Messgefäss eine besondere, nach dein nicht gezeigten Brennstoffsammelbehä leer führende Saugleitung. Die Anordnung der Belüftungsorgane ist gemäss der Ausfüh rungsform von Fig. 3 getroffen.
Auf den nicht mit engen Öffnungen versehenen Mem- branen 21 sitzen Kolben 28 fest, welche in den Naben der Deckel 27 geführt sind, und einen axialen Kanal 32, der nach oben in seitliche Öffnungen 96 und in seinem untern Teil in seitliche Öffnungen 93 ausmiindei:, aufweist.
In der Ruhelage der Membran stehen die Öffnungen 93 über der Ausmün- düng des radialen Kanals 29, der die Mess- kammer durch den Ringkanal 30 und den Kanal 31 mit dem Belüftungskanal 32 ver binden soll.
In der ausgebauchten Lage der Membranen hingegen, also in der Tiefenlage der Kolben 28, kommen die Öffnungen 93 auf Höhe 'der Ausmündung des Kanals 29 zu stehen, während die Öffnungen 96 stets noch in den Hohlraum der Belüftungshaube 34 ausmünden, so dass alsdann eine Belüf tung der Messkammer und damit das Aus laufen deren Inhaltes veranlasst wird.
Auf einem zwischen den Deckeln 27 am Deckel 95 angegossenen Ständer 98 ist ein schwingbarer, zweiarmiger Hebel 97 ange ordnet, dessen beide je mit einer eiDstell- baren Spitzschraube 99 ausgerüstete Arme auf den Kolben 28 der Belüftungsventile der beiden Apparate aufruhen, in der Weise, dass ein Heben des einen Kolbens, also das Aufheben der Belüftung der Messkammer, erst möglich ist, wenn der andere Kolben sich gesenkt hat, d.
1i. wenn in dem zum zuletzt genannten Kolben gehörenden Mess- gefüss die Belüftung und das Auslaufen stattfindet, wobei, wie oben gezeigt wurde, dieses. Auslaufen erst stattfindet, wenn der Flüssigkeitsspiegel im Ausgiessgefäss sich ge- 7iügend gesenkt hat, um das Schwimmerven- til 23 zu lösen.
Durch diese Anordnung wird erreicht, dass eine kontinuierliche Ab zapfung aus dem Ausgiessgefäss 14 möglich ist, und dass das Füllen eines Messgefässes sich vollzieht, während das andere Messgefä ss sich entleert.
Statt durch den Hebel 97 könnte die ge genseitige Abhängigkeit der beiden Belüf- tungsventilleolben 28 auch durch eine hy draulische Vorrichtung erzielt werden, in dem eine Verlängerung der Belüftungsven- tilkolben als in an den beiden Enden eines mit Wasser oder 01 gefüllten Verbindungs- . rohres angeordneten Zylindern sich ver schiebende Kolben ausgebildet sind.
An allen Apparaten ist die Anordnung getroffen, dass alle lösbaren \feile, welche die innern Organe zugänglich machen, durch Plomben gesichert werden können, so dass dadurch ein Eingriff mit betrügerischer Ab sicht unmöglich gemacht wird. Da bei Un- dichtheit der Leitung wegen des alsdann mangelnden Unterdruckes der Apparat nicht betätigt werden kann, dient er zur Koutrolle der Dichtheit der Leitung.