CH108498A - Verfahren zur Herstellung von Leder aus der Haut von Haifischen und ähnlichen Fischen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Leder aus der Haut von Haifischen und ähnlichen Fischen.

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CH108498A
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Inventor
Alfred Dr Ehrenreich
Bendixen Kristian
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Alfred Dr Ehrenreich
Bendixen Kristian
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C13/00Manufacture of special kinds or leather, e.g. vellum

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Leder aus der Haut von     Haifischen     und ähnlichen Fischen.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung von Leder aus der  Haut von Haifischen und ähnlichen Fischen       (@ehondropterygii    und     plagiostom.ata),    welches  von gleicher Weichheit ist wie die feinsten  aus     andern        Hautarten    hergestellten Leder  sorten.  



  Wie bekannt, besitzen     Haifischhäute    und  ähnliche Fischhäute lauf der Oberfläche My  riaden von hornartigen     Plättchen    mit Sta  cheln oder Zähnen, deren Wurzeln fest in  feinen Poren der Oberhaut eingeschlossen  sind. Diese Plättchen haben ,allen Versuchen  widerstanden, sie durch rein mechanische       Mittel,    zum Beispiel durch Schleifmesser  oder     @Sch@abvorrichtungen    zu entfernen, in  dem wohl die Stacheln sich in höherem oder       geringerem    Grad durch solche Mittel entfer  nen lassen, aber die Plättchen selbst     unent-          fernbar    zurückbleiben,     weshalb    es bisher un  möglich war,

   ein zufriedenstellendes Leder  aus solchen Häuten herzustellen. Versuche,  ,die     Hornplättchen    durch .chemische     Mittel    zu       entfernen,    haben dazu     geführt,    die Ober-         schicht    der Häute zu zerstören, so     d.ass    man  auch ,auf diesem Wege nicht     imstande    war,  ein zufriedenstellendes Leder aus Haifisch  haut oder dergleichen herzustellen.  



  Durch die Erfindung wird es dagegen  möglich, sowohl die Stacheln, als auch die       Hornplättchen    und Wurzeln vollständig zu  entfernen, so dass das erwähnte weiche Leder  hergestellt werden kann. Das Produkt ist  ferner gleichmässig empfänglich für verschie  dene geeignete Farbstoffe, so dass man es       .ebenso    leicht, ebenso frei     und    ebenso vollkom  men wie jede andere Ledersorte färben kann.

    Weiter     ist    es ausserordentlich stark und kann  ohne Schwierigkeit zugeschnitten und ge  näht werden,     welches    letztere nicht der Fall  war mit     Haifischhaut,    aus welcher die     Sta-          cheln.        entfernt    waren, in deren Poren sich  aber .die     Reste    des Hornpanzers     befanden.     



  Das Verfahren gemäss der Erfindung be  steht im     wesentlichen    darin, dass die Stacheln  und Hornplättchen in der Oberschicht der  Häute auf     chemischem    Wege gelöst werden,  indem man die Häute zunächst mit ve;etabi-           lischen    oder organischen Gerbstoffen gerbt  und alsdann mit einer wässerigen Säure  lösung behandelt, uni die Stacheln durch     me-          chanische    Bearbeitung leicht entfernen zu  können.  



       Beispielsweise    kann das Verfahren wie       fingt    durchgeführt werden:  Man gerbt zuerst die Häute mit vegeta  bilischen oder mit     künstlichen    Gerbstoffen  und behandelt sie darauf mit einer wässeri  gen Säurelösung, die aus einer verdünnten  Lösung einer verhältnismässig starken Säure  bestehen kann, welche die gegerbten Häute  nicht angreift, dagegen die Stacheln und       Ilornplättchen,    so dass diese sieh lösen.  



  Durch das Gerben mit den vegetabilischen  oder organischen     Gerbstofen        werden    die       stacheligen    oder gepanzerten Häute in Leder  verwandelt. Für die darauf folgende chemi  sche Behandlung     zuit    Lösung der Stacheln  und Hornplättchen kann man etwa. Salz  säure in geeigneter Verdünnung anwenden.  



  Mach dieser chemischen Behandlung wer  den die Hornplättchen und Stacheln durch       Auswaschen    der Häute in Verbindung mit  einer mechanischen Behandlung, zum Bei  äpiel Schaben oder Walken, entfernt.  



  Als Gerbstoffe können zum Beispiel     Q,ue-          bracho,        Suma:ch,        Eichenrinde,        Katechu        us.w.     benutzt werden. Die Haut soll     vorteilhaft     ganz durchgegerbt sein,     bevor    sie der Säure  behandlung unterworfen wird. Dieselbe kann  in einer rotierenden     Walktro.mmel    vorgenom  men werden, die zum Beispiel eine wässerige  Lösung von Salzsäure von     ca..    1,11 spezifi  schem Gewicht im Verhältnis von 80 bis  90 Litern auf 180 kg Leder enthält.

   Die  Trommel wird während     1j=    bis 3 Stunden in  Drehung erhalten und es     zeigt    sich schliess  lich, dass die Hornplättchen     ;esamtlnift    ge  löst worden sind, so dass sie bei der Reibung  der Lederteile in der Walke von der Haut       (getrennt    und als feine Körner abgewaschen  werden können.

   Diese     Abwaschung    geschieht  in der     UTalke,dadurch,    dass man dieser reines       -Wasser        zuführt    und sie beständig während       etwa    einer Stunde. rotieren lässt.     Schliesslich     kann man eventuell noch zurückgebliebene    Säurereste durch Behandlung der Häute in  einer Lösung von Borax (zum Beispiel I kg  Borax auf je 200 kg Leder) neutralisieren.  



  Zum     Schlusse    sei noch erwähnt, dass die       Säurebehandlung    auch in der     Weise    durch  geführt werden kann,     da.ss    die     plättühenbeleg-          ten    Seiten der gegerbten Häute mit Säure       bestrichen    werden, bis die Hornplättchen  hinreichend .angegriffen und von der Ober  schicht der Häute gelöst sind, so dass sie  durch     Auswaschen    und     Schaben        eventuell    in  einer     Walke    entfernt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zerfahren zur Herstellung von Leder aus der Haut von Haifischen und ähnlichen Fischen, dadurch gekennzeichnet, dass die Stacheln und Hornplättchen in der Ober schicht der Häute auf chemischem Wege ge löst werden, indem man die Häute zunächst mit vegetabilischen oder mit künstlichen Gerbstoffen gerbt und alsdann mit einer wässerigen Säurelösung behandelt, um die Stacheln durch mechanische Bearbeitung leicht entfernen zu können. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Säurebehandlung der gegerbten Häute in einer rotierenden Walktrommel vorgenommen wird, welche eine Sa-lzsäurelösung enthält und in wel- eher die Stacheln und Hornplättchen nicht nur gelöst, sondern infolge des Wal- kens auch entfernt werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Säurebehandlung der gegerbten Häute in der W eise durch geführt wird, dass die plättehenbelegte Seite der Häute von Zeit zu Zeit mit Säure bestrichen wird, bis die Hornplätt chen mit den Stacheln sieh von der Ober sehiclit gelöst haben, worauf sie auf me- elianiscliem entfernt werden.
CH108498D 1923-12-27 1923-12-27 Verfahren zur Herstellung von Leder aus der Haut von Haifischen und ähnlichen Fischen. CH108498A (de)

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