CH108498A - Verfahren zur Herstellung von Leder aus der Haut von Haifischen und ähnlichen Fischen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Leder aus der Haut von Haifischen und ähnlichen Fischen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Leder aus der Haut von Haifischen und ähnlichen Fischen. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Leder aus der Haut von Haifischen und ähnlichen Fischen (@ehondropterygii und plagiostom.ata), welches von gleicher Weichheit ist wie die feinsten aus andern Hautarten hergestellten Leder sorten.
Wie bekannt, besitzen Haifischhäute und ähnliche Fischhäute lauf der Oberfläche My riaden von hornartigen Plättchen mit Sta cheln oder Zähnen, deren Wurzeln fest in feinen Poren der Oberhaut eingeschlossen sind. Diese Plättchen haben ,allen Versuchen widerstanden, sie durch rein mechanische Mittel, zum Beispiel durch Schleifmesser oder @Sch@abvorrichtungen zu entfernen, in dem wohl die Stacheln sich in höherem oder geringerem Grad durch solche Mittel entfer nen lassen, aber die Plättchen selbst unent- fernbar zurückbleiben, weshalb es bisher un möglich war,
ein zufriedenstellendes Leder aus solchen Häuten herzustellen. Versuche, ,die Hornplättchen durch .chemische Mittel zu entfernen, haben dazu geführt, die Ober- schicht der Häute zu zerstören, so d.ass man auch ,auf diesem Wege nicht imstande war, ein zufriedenstellendes Leder aus Haifisch haut oder dergleichen herzustellen.
Durch die Erfindung wird es dagegen möglich, sowohl die Stacheln, als auch die Hornplättchen und Wurzeln vollständig zu entfernen, so dass das erwähnte weiche Leder hergestellt werden kann. Das Produkt ist ferner gleichmässig empfänglich für verschie dene geeignete Farbstoffe, so dass man es .ebenso leicht, ebenso frei und ebenso vollkom men wie jede andere Ledersorte färben kann.
Weiter ist es ausserordentlich stark und kann ohne Schwierigkeit zugeschnitten und ge näht werden, welches letztere nicht der Fall war mit Haifischhaut, aus welcher die Sta- cheln. entfernt waren, in deren Poren sich aber .die Reste des Hornpanzers befanden.
Das Verfahren gemäss der Erfindung be steht im wesentlichen darin, dass die Stacheln und Hornplättchen in der Oberschicht der Häute auf chemischem Wege gelöst werden, indem man die Häute zunächst mit ve;etabi- lischen oder organischen Gerbstoffen gerbt und alsdann mit einer wässerigen Säure lösung behandelt, uni die Stacheln durch me- chanische Bearbeitung leicht entfernen zu können.
Beispielsweise kann das Verfahren wie fingt durchgeführt werden: Man gerbt zuerst die Häute mit vegeta bilischen oder mit künstlichen Gerbstoffen und behandelt sie darauf mit einer wässeri gen Säurelösung, die aus einer verdünnten Lösung einer verhältnismässig starken Säure bestehen kann, welche die gegerbten Häute nicht angreift, dagegen die Stacheln und Ilornplättchen, so dass diese sieh lösen.
Durch das Gerben mit den vegetabilischen oder organischen Gerbstofen werden die stacheligen oder gepanzerten Häute in Leder verwandelt. Für die darauf folgende chemi sche Behandlung zuit Lösung der Stacheln und Hornplättchen kann man etwa. Salz säure in geeigneter Verdünnung anwenden.
Mach dieser chemischen Behandlung wer den die Hornplättchen und Stacheln durch Auswaschen der Häute in Verbindung mit einer mechanischen Behandlung, zum Bei äpiel Schaben oder Walken, entfernt.
Als Gerbstoffe können zum Beispiel Q,ue- bracho, Suma:ch, Eichenrinde, Katechu us.w. benutzt werden. Die Haut soll vorteilhaft ganz durchgegerbt sein, bevor sie der Säure behandlung unterworfen wird. Dieselbe kann in einer rotierenden Walktro.mmel vorgenom men werden, die zum Beispiel eine wässerige Lösung von Salzsäure von ca.. 1,11 spezifi schem Gewicht im Verhältnis von 80 bis 90 Litern auf 180 kg Leder enthält.
Die Trommel wird während 1j= bis 3 Stunden in Drehung erhalten und es zeigt sich schliess lich, dass die Hornplättchen ;esamtlnift ge löst worden sind, so dass sie bei der Reibung der Lederteile in der Walke von der Haut (getrennt und als feine Körner abgewaschen werden können.
Diese Abwaschung geschieht in der UTalke,dadurch, dass man dieser reines -Wasser zuführt und sie beständig während etwa einer Stunde. rotieren lässt. Schliesslich kann man eventuell noch zurückgebliebene Säurereste durch Behandlung der Häute in einer Lösung von Borax (zum Beispiel I kg Borax auf je 200 kg Leder) neutralisieren.
Zum Schlusse sei noch erwähnt, dass die Säurebehandlung auch in der Weise durch geführt werden kann, da.ss die plättühenbeleg- ten Seiten der gegerbten Häute mit Säure bestrichen werden, bis die Hornplättchen hinreichend .angegriffen und von der Ober schicht der Häute gelöst sind, so dass sie durch Auswaschen und Schaben eventuell in einer Walke entfernt werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Zerfahren zur Herstellung von Leder aus der Haut von Haifischen und ähnlichen Fischen, dadurch gekennzeichnet, dass die Stacheln und Hornplättchen in der Ober schicht der Häute auf chemischem Wege ge löst werden, indem man die Häute zunächst mit vegetabilischen oder mit künstlichen Gerbstoffen gerbt und alsdann mit einer wässerigen Säurelösung behandelt, um die Stacheln durch mechanische Bearbeitung leicht entfernen zu können. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Säurebehandlung der gegerbten Häute in einer rotierenden Walktrommel vorgenommen wird, welche eine Sa-lzsäurelösung enthält und in wel- eher die Stacheln und Hornplättchen nicht nur gelöst, sondern infolge des Wal- kens auch entfernt werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Säurebehandlung der gegerbten Häute in der W eise durch geführt wird, dass die plättehenbelegte Seite der Häute von Zeit zu Zeit mit Säure bestrichen wird, bis die Hornplätt chen mit den Stacheln sieh von der Ober sehiclit gelöst haben, worauf sie auf me- elianiscliem entfernt werden.
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1923
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