CH108573A - Verfahren und Einrichtung zur Regelung der Drehzahl kompensierter Asynchronmaschinen. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Regelung der Drehzahl kompensierter Asynchronmaschinen.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Regelung der Drehzahl kompensierter Asynchronmaschinen. Die kompensierte Asynchronmaschine ge mäss Patentanspruch des Patentes Nr.105336 besitzt genau wie die normale Asynchron maschine eine bestimmte, bei Belastung etwas abfallende Drehzahl. Eine verlustlose Dreh zahlregelung ist wie beim Asynchronmotor ohne Zuhilfenahme besonderer Hilfsmittel nicht möglich. Eine Verdrehung der Bürsten brücke bewirkt zwar eine geringe Verände rung der Drehzahl, die aber in der Regel nicht ausreichend ist und die zudem mit einer grösseren Phasenverschiebung verbunden ist.
Wird die Kompensationsspannung erheb lich grösser gewählt, dass sie als Regelspan nung bezeichnet werden kann, so ist es zwar möglich, durch Verdrehung der Bürstenbrücke eine grössere Drehzahlregelung nach oben und unten von der synchronen Drehzahl aus zu erhalten; die Phasenverschiebung namentlich bei den mittleren Drehzahlen in der Nähe des Synchronismus wird aber derartig gross, dass erhöhte Stator- und Rotorkupferverluste eintreten, die das Mehrfache der normalen betragen. Dies würde eine erhebliche Ver- schlechterung des Wirkungsgrades und un zulässige Erwärmung bedingen. Der Grund liegt darin, dass die praktisch konstante Regel spannung in der Nähe der Synchronismus drehzahl, bei der nur eine geringe Spannung zur Kompensation nötig wäre, viel zu gross ist, wodurch eine starke Übererregung und ein grosser voreilender Strom bewirkt wird.
Erfindungsgemäss wird nun dieser Übel stand dadurch beseitigt, dass bei der Regelung gleichzeitig mit der Veränderung des Winkels zwischen Sekundär- und Regulierspannung der Widerstand des Sekundärkreises verän dert wird.
Der Winkel zwischen Sekundär- und Regelspannung kann in an sich bekannter Weise durch Umschaltung der Sekundär wicklung mittelst zyklischer Vertauschung der Anschlüsse, Vertauschung der Anfänge und Enden der Wicklung, Umschaltung von !. auf d oder auch durch Verdrehen der Bürstenbrücke erfolgen. Abb.1 zeigt beispiels weise das Schema einer derartigen Regel schaltung mit Umschaltung von .k auf d. Die Asynchronmaschine ist hier entsprechend dem Patent Nr. 105336 mit einer primären Phasenwicklung a im Läufer und einer sekundären Phasenwicklung b im Ständer, letztere in offener Schaltung, ausgeführt.
Der Läufer besitzt eine Gleichstromwicklung c, die für die entsprechende Regelspannung dimensioniert ist und die mit einem Kommu tator e verbunden ist, auf dem drei Bürsten f schleifen. Die Enden der Sekundärwick lung u, v, w, x, y, z, sowie die drei Bürsten f führen zu einem Umschalter h. Durch Schal tung in A oder d sowie zyklische Vertau schung oder Vertauschung der Anfänge und Enden mit Hilfe des Umschalters h können verschiedene Bürstenwinkel eingestellt wer den. Gleichzeitig kann auch der Sekundär widerstand durch Umschalten von A auf d verändert werden. Durch weitere Untertei lung der Wicklungselemente und entspre chende Verbindung derselben sind eine Reihe von Schaltkombinationen möglich, mit deren Hilfe gleichzeitig mit der Änderung des Bürstenwinkels auch eine Änderung des Se kundärwiderstandes erfolgen kann.
Diese Änderung des Sekundärwiderstandes kann auch durch Zu- und Abschalten eines äussern, im Sekundärkreis liegenden Widerstandes er folgen. In Abb. 2 ist das Schema einer Dreh zahlregelung durch Verdrehen der Bürsten f und gleichzeitige Veränderung des äussern Widerstandes g gegeben. Im übrigen ent spricht das Schema dem des Patentes Nr. 105336, Abb. 2. Die Veränderung des Sekundärwiderstandes erfolgt dann in der Weise, dass eine möglichst konstante Kom pensation trotz der Veränderung der Phase der Regelspannung erzielt wird.
Die höchste und niedrigste Geschwindigkeit können so gewählt werden, dass bei geeignetem Bürsten winkel die volle Regelspannung verwendet, also kein Widerstand vorgeschaltet wird, während bei mittlerer Drehzahl, bei der die Wirkung der Regelspannung auf die Dreh zahl am kleinsten und auf die Magnetisie rung am grössten ist, auch der grösste Wider stand eingeschaltet wird, um wieder die ge wünschte Kompensation zu erzielen. Es zeigt sich, dass es im allgemeinen nur nötig ist, maxi mal einen Widerstand, der das 1-1,5 fache des Sekundärwiderstandes beträgt, vorzu schalten, um bei der mittleren Drehzahl wieder die richtige Kompensation zu erreichen.
Der Wirkungsgrad wird also hierbei nur wenig verschlechtert, im Gegensatz zu einer Regelung ohne Widerstandsvorschaltung, bei der durch die starke Phasenverschiebung die Stator- und Rotorkupferverluste auf ein Viel faches der normalen anwachsen. Die Rege lung ist im gewissen Sinne als verlustlose zu bezeichnen, da die Verluste gering sind und im wesentlichen nur die Magnetisierung geändert wird. Bei den mittleren Drehzahlen tritt allerdings bei Belastung durch den höheren Sekundärwiderstand eine grosse Schlüpfung ein. In Abb. 3 ist die Phasen verschiebung in Abhängigkeit von der Be lastung bei verschiedenen Drehzahlen bei spielsweise dargestellt. Die Kurven lassen erkennen, dass der cos o bei allen Dreh zahlen in weiten Belastungsgrenzen annähernd auf dem Wert 1 gehalten werden kann.
Die Widerstandsstufen können zweck mässig im Anlasser selbst untergebracht wer den. Die Veränderung des Widerstandes kann zwangsläufig mit der Bürsteneinstellung er folgen, wodurch eine leichte Handhabung und eine Kontrolle des Leistungsfaktors über flüssig gemacht wird.
Es ist auch möglich, den Sekundärwider stand durch eine Schaltungskombination der Wicklungselemente der Sekundärwicklung zu verändern. So wird beispielsweise bei der Umschaltung von d auf A, die einer Ver drehung des Bürstenwinkels entspricht, gleich zeitig eine Erhöhung des Widerstandes auf das 3fache bewirkt. Wird die Sekundärwick lung von V in A umgeschaltet, so liegt die konstante Kompensationsspannung nach der Umschaltung an einer -V 3mal grösseren Span nung als vorher. Die Wirkung ist also die selbe, wie wenn die Kompensationsspannung im Verhältnis 1: #I-3 verkleinert worden wäre, die kompensierte Wirkung wird also ge schwächt.
Durch entsprechende Schaltungs kombination der Sekundärwicklung, zyklische Vertauschung der Anschlüsse oder Vertau schung von Anfang und Ende der Sekundär wicklung ist es damit möglich, ohne Zu hilfenahme von Widerständen eine genügend grosse Anzahl Drehzahlstufen zu erhalten, wobei gleichzeitig die gewünschte Kompen sation auch bei den mittleren Drehzahlstufen erreicht werden kann.
Der Hauptvorzug des Verfahrens ist darin zu erblicken, dass man eine praktisch verlust lose Drehzahlregelung bei günstiger Kompen sation ohne Änderung der Grösse der vom Kollektor gelieferten Regelspannung bewirken kann. Zusätzliche Einrichtungen, wie doppelte Bürstensätze, Transformatoren, wie sie die bisher bekannten Einrichtungen, die auf eine Veränderung der Grösse der Regelspannung abzielen, benötigen, kommen somit in Wegfall.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Regelung der Drehzahl kompensierter Asynchronmaschinen nach Pa tentanspruch des Patentes Nr. 105336, da durch gekennzeichnet, dass gleichzeitig der Widerstand im Sekundärkreis und der Winkel zwischen der Regulier- und Sekundärspannung verändert wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren zur Regelung der Drehzahl kom pensierter Asynchronmaschinen nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen Regulier- und Sekun därspannung durch Bürstenverdrehung ver ändert wird. 2. Verfahren zur Regelung der Drehzahl kom pensierter Asynchronmaschinen nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen Regulier- und Sekundärspannung durch Umschaltung der Sekundärwicklung verändert wird. 3.Verfahren zur Regelung der Drehzahl kom pensierter Asynchronmaschinen nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Sekundärwiderstand durch Zu- und Abschalten eines äussern Widerstandes verändert wird. 4. Verfahren zur Regelung der Drehzahl kom pensierter Asynchronmaschinen nach Pa tentanspruch I und Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass der Sekundär widerstand bei höchster und niedrigster Geschwindigkeit am kleinsten und bei mittlerer Geschwindigkeit am grössten ge halten wird. 5. Verfahren zur Regelung der Drehzahl kom pensierter Asynchronmaschinen nach Pa tentanspruch I und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Sekundär widerstand durch Umschalten der Sekun därwicklung verändert wird. 6.Verfahren zur Drehzahlregelung nach Pa tentanspruch I und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verän derung des Widerstandes des Sekundär kreises in zwangsläufige Abhängigkeit von der Bürsteneinstellung erfolgt. PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I und Unter ansprüchen 3 und 4, gekennzeichnet durch eine kompensierte Asynchronmaschine nach Patentanspruch des Patentes Nr.105336, bei welcher die zu- bezw. abzuschaltenden Wider standsstufen im Anlasser untergebracht sind.
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