CH108632A - Bügelstromabnehmer. - Google Patents

Bügelstromabnehmer.

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CH108632A
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CH
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grinding
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Tovaros Julius Fischer Von
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Tovaros Julius Fischer Von
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Description


  Bügelstromabnehmer.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein  Bügelstromabnehmer, der einen flachen Schleif  bügel aufweist, welcher frei drehbar an einem       Stromabnehmergestell    gelagert ist und aus  durch ausgebogene Rippen versteiftem. Blech  besteht, wobei die Breite des Schleifbügels  in der Fahrtrichtung ein Mehrfaches des  grössten Abstandes der Schleiffläche des Schleif  bügels von dessen Drehachse beträgt, zum  Zwecke, einem Kippen des Schleifbügels ent  gegenzuwirken, wobei ferner der Schwerpunkt  des     Schleifbügels    so unter der Drehachse  liegt, dass das Gewicht des unter der Dreh  achse liegenden Teils des Schleifbügels diesen  stets flach an die Leitung zu halten be  strebt ist.  



  In beiliegender Zeichnung sind Ausfüh  rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dar  gestellt, und zwar zeigen:       Fig.    1 einen Querschnitt     bezw.    Ansicht  eines Schleifbügels,       Fig.    2 und 3 einen Bügelstromabnehmer  mit dem Schleifbügel in Vorder-     bezw.    Seiten  ansicht,         Fig.    4 einen Scherenstromabnehmer mit  Schleifbügel,       Fig.    5 eine weitere Ausführungsform des  Bügelstromabnehmers in Vorderansicht,       Fig.    6 und 7 einen Scherenstromabnehmer  in     Vorder-        bezw.    Seitenansicht,

         Fig.    8 einen Querschnitt durch einen Schleif  bügel mit zweiteiligem Lagerstück,       Fig.    9 einen Querschnitt in grösserem       Massstabe    durch einen Schleifbügel mit einer       Reibungskupplung.     



  Der Schleifbügel     (Fig.    1) besteht aus dün  nem Metallblech 1 (z. B. Eisen, Messing,  Kupfer, Aluminiumlegierung), welches an bei  den Rändern zu Auflaufflächen 2 abgebogen  ist, um bei der grossen Breite und dem er  forderlichen geringen Gewicht eine weitge  hende Steifheit des Schleifbügels zu erzielen.  Die an- der den Fahrdraht 4 berührenden  Schleiffläche 3     eingepressten    Nuten 5, deren  Stärke ein Mehrfaches der Blechstärke beträgt,  dienen zur Aufnahme eines Schmiermittels.  Die Breite b     (Fig.    1) des Schleifbügels, bei  spielsweise 10-15 cm, ist im Verhältnis zum.

    Abstand a der Schleiffläche 3 von der Dreh-           achse    x, an dem Scheitel des Bügelbogens  gemessen, so gross, etwa     5-10fach,    dass  einem Kippen des Bügels     entgegengewirkt          wird,    weil im Moment, in dem sich die  hintere Kante vom Fahrrad entfernt, ein  starkes Drehmoment auftritt, das den Bügel  wieder in seine ursprüngliche Lage zurück  zudrehen bestrebt ist. Um die vordere Kante  senkrecht über die Drehachse zu verlegen,  d. h. den Bügel zu kippen, wäre eine sehr  grosse Kraft notwendig, da der Bügelstrom  abnehmer nach unten und der Fahrdraht nach  oben auszuweichen gezwungen ist.  



  Die zur drehbaren Lagerung des Schleif  bügels dienenden Ösen 6 sind mittelst Nie  ten 8 am Bügel befestigt, deren Köpfe so  tief versenkt sind, zum Beispiel in den  Schmiernuten 5, dass bis zu der zulässigen  Abnutzungsgrenze des Schleifbügels kein Ab  schleifen der     Nietenköpfe    stattfindet. Zu die  sem Zwecke liegt der oberste Rand der zur  Aufnahme der Nieten dienenden     Öffnungen     tiefer als die untere Seite der Schleiffläche.  



  Nach     Fig.    8 ist der flache Schleifbügel 1  zwecks Lagerung mit zweiteiligen Lager  stücken     6a    versehen,     mittelst    welcher     ei,    an  den aus einem Rundstab bestehenden übli  chen Bügel 11 eines einfachen     (Fig.    5) oder  eines Scherenstromabnehmers     (Fig.    6     und    7)  drehbar gelagert ist. Soll der Bügel auf einem       Scherenstromabnehmergestell    angebracht sein,  so     kann    dies unter Zwischenschaltung eines  auf dem     Scherenstromabnehmergestell    kipp  bar gelagerten besonderen Rahmens erfolgen.  



  Obwohl unter normalen Betriebsbedingun  gen der flache breite Schleifbügel unter der       Wirkung    der bei dem Befahren des Fahr  drahtes entstehenden Reibung nicht umkippt,  so mag es trotzdem vorkommen, dass unter  aussergewöhnlichen Umständen, zum Beispiel  beim Anschlagen an ein Hindernis, ein Um  kippen des schwingbaren Bügels eintritt, was  zu Betriebsstörungen, zum Beispiel     Abreissen     der Querdrähte der Fahrleitung führen könnte.  Zur Vermeidung dieses Übelstandes ist es  wünschenswert, den Anschlag des Schleif  bügels zu begrenzen.

      Bei Benutzung eines     Scherenstromabneh-          mergestells        kann    zu diesem Zwecke der  schwingbare Bügel an der einen oder an bei  den Seiten mit einem     Fortsatz    9 versehen  sein, der zwischen die das Scheitelgelenk 12  des Scherengestells bildenden Stangen 10  ragt. Die an die Stangen 10 anschlagenden       Fortsätze    9 begrenzen den Ausschlag des  Schleifbügels 1 derart, dass dessen Einsteil  barkeit nicht beeinträchtigt, das Umkippen  jedoch verhindert wird, und sie verlegen den  Schwerpunkt des Bügels unter die Drehachse.

    Die     Begrenzung    des Ausschlages des Schleif  bügels     kann    auch mittelst einer Reibungs  kupplung     (Fig.    9) erfolgen; welche aus einer  zweiteiligen Scheibe 13 besteht, die mittelst  der Schraube     1.1    auf die zur Lagerung des  Bügels     dienende    Stange 11     zweckmässig    von  dieser isoliert befestigt ist. Um die Scheibe  13 ist ein biegsames Band 15, z. B. Stahl  band, lose gelegt, in welches zu beiden Sei  ten der Welle 11 mittelst Gelenk 20 je ein  Hebelarm 16 gelenkig eingeschaltet ist, der       reit    seiner     Dauineufläche    17 lose auf der  Scheibe 13 aufruht.

   Das Stahlband 15 trägt  ferner den Hebelarm<B>18,</B> an dessen Ende ein  Gewicht 19 befestigt ist. Dieses dreht in  jeder Stellung des     Stromabnehmergestells    das  Bremsrad 15 derart, dass die freien Enden  der beiden Bremshebel 16 in einer Wag  rechten liegen und sieh in einem solchen       Abstande    von der untern Seite des Bügels 1  befinden, dass sie nur den zur     Anschmiegung     an die Fahrleitung erforderlichen Ausschlag  des Schleifbügels gestatten. Überschreitet aber  der Ausschlag des Schleifbügels dieses     Mass,     so schlägt der Bügel an den einen der  Bremshebel 16, dieser schwingt um seine  Daumenfläche 17 etwas aus und zieht das  Bremsband 15 an, so dass die als Anschläge  wirkenden Hebel 16 fest mit der Welle 11  gekuppelt werden.

   Sobald der Bügel wieder  in seine Mittellage zurückgekehrt ist, wird  der     betreffende    Bremshebel freigegeben und  das Band 15 gelockert.  



  Die     Anpressung    des Bügels an den Fahr  draht geschieht also nur durch     Verlegung     des Schwerpunktes unter die     Drehaxe.    Die      unter der     Drebaxe    liegenden Arme wirken  infolge ihres Gewichtes (Massenträgheit) beim  Anfahren der     Kippwirkung    der Reibung ent  gegen. Der Schleifbügel schmiegt sich bei  jeder Neigung des Bügelstromabnehmers mit  der ganzen Breite der Schleiffläche an den  Fahrdraht, die Abnutzung wird daher gering  und gleichmässig. Auch die Fahrleitung wird  geschont, selbst wenn der Schleifbügel aus  hartem Eisenblech angefertigt wird.

   Infolge  der grossen Berührungsfläche kann der Schleif  bügel für die höchsten in Betracht kommen  den Stromstärken bemessen werden, so dass  man in vielen Fällen mit einem einzigen  Bügelstromabnehmer auskommen kann, in  denen bisher deren zwei angewendet werden  mussten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Bügelstromabnehmer, dadurch gekenn zeichnet, dass er einen flachen Schleifbügel aufweist, welcher frei drehbar an einem Strom abnehmergestell gelagert ist, und aus durch ausgebogene Rippen versteiftem Blech be steht, wobei die Breite des Schleifbügels in der Fahrtrichtung ein Mehrfaches des grössten Abstandes der Schleiffläche des Schleifbügels von dessen Drehachse beträgt, zum Zwecke, einem Umkippen entgegenzuwirken, ferner gekennzeichnet dadurch, dass der Schwer punkt des Schleifbügels so unter der Dreh achse liegt, dass das Gewicht des unter der Drehachse liegenden Teils des Schleifbügels diesen stets flach an die Leitung zu halten bestrebt ist. UNTERANSPRüCHE 1.
    Bügelstromabnehmer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schleif bügel an seinen beiden Rändern mit ab gebogenen Teilen und an der Schleiffläche zu beiden Seiten der Drehachse mit aus- gebogenen, gleichzeitig als Schmiernuten dienenden Rippen, deren Tiefe ein Mehr faches der Blechstärke beträgt, versehen ist. z. Bügelstromabnehmer nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass in den Nuten zur Aufnahme von Nieten zur Befestigung des Schleif bügels am Lagerstück für denselben die nende Öffnungen vorgesehen sind, die der, art versenkt angeordnet sind, dass deren oberster Rand sich tiefer befindet als die untere Seite der Schleiffläche des Bügels. 3.
    Bügelstromabnehmer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er als Scheren stromabnehmer ausgebildet ist und dass der Schleifbügel an seinen Enden wag rechte Fortsätze besitzt, die zwischen die das Scheitelgelenk des Scherenstrornabneh- mergestells bildenden Stangen ragen. 4. Bügelstromabnehmer nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine an der Dreh welle des Schleifbügels drehbar gelagerte, lösbare Kupplung, die zwei zu beiden Seiten der Drehwelle ängeord n ete Hebelarme aufweist, welch letztere den Ausschlag des Schleifbügels begrenzende Anschläge bilden. 5.
    Bügelstromabnehmer nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die lösbare Kupplung aus einer auf der Drehwelle befestigten Scheibe und einem lose um dieselbe gelegten Bremsband besteht, in welches zu beiden Seiten der Drehwelle je einer der den Anschlag für den Schleifbügel bildenden Hebelarme gelenkig eingeschaltet ist, wo bei ein Gewichtshebel zwischen diesen Hebelarmen mit dem Band verbunden ist.
CH108632D 1922-08-14 1923-08-07 Bügelstromabnehmer. CH108632A (de)

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