CH108693A - Verfahren zur Herstellung von Reisstärke. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Reisstärke.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Reisstärke. Die Herstellung von Stärke aus Reis auf rein mechanischem Wege ist bekannt. Bei den bisher bekannten Methoden des Ver- mahlens wurde aber zunächst der Reis einem Ruellprozess unterworfen, so dass eine unbe stimmte Menge Wasser von dem Reis aufge nommen wurde.
Dadurch, dass der Reis beim Quellen, je na-eh seiner Beschaffenheit, je nach der Temperatur usw., eine unbestimm bare Menge Wasser aufsaugt, ist bei der wei teren Verarbeitung nicht in .allen Fällen ein ganz genau gleichartiges Produkt bestimmter Farbe und Güte erlangbar.
Vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren, bei welchem der Reis ohne jede Vorbehandlung mit einer ganz bestimmten Wassermenge unmittelbar in einer Mühle fein gemahlen wird, worauf. zum Beispiel durch Zentrifugieren, die Trennung der ein zelnen Bestandteile voneinander in bekannter Weise erfolgt.
Das Arbeitsverfahren wird dadurch zu einem stets gleich bleibende Erzeugnisse lie fernden, da man je nach der Reissorte, nach der Temperatur usw., die . Wassermenge ge nau vorbestimmen kann und damit in der Lage ist, nach Laboratoriumsversuch ganz genau und bestimmt zu arbeiten. Beispiel: Reis wird in einer zum Nassmahlen ge eigneten Mühle mit der doppelten Gewichts menge Wasser '/4 bis 1 Stunde gemahlen, bis man einen glatten, etwa dickflüssigen und gleielimässigeii feinen -Brei erhält.
Da durch wird der Reis in seine Bestandteile zerlegt, ohne jede Veränderung seiner Sub stanz. Zur erforderlichen. Trennung kommt das Mahlgut sofort in .die Zentrifuge, die es in seine drei verschiedenen Produkte zerlegt. Zunächst findet man im Innern der Zentri- fugentrommel eine etwas trübe Flüssigkeit, welche in ein Absetzbassin -abgelassen wird. Diese enthält das Protein des Reises, welches man abetzen lässt und trocknet. Als zweites Produkt setzt sich die Schlammstärke mit starkem glebergehalt ab.
Das dritte Produkt, die Stärke, liegt darunter als fester Ring an der Trommelwandung. Diese kommt zur weiteren Reinigung in einen mit einem Rühr werk ausgestatteten Bottich, um hier mit Wasser zu einer Stärkemilch von etwa 6 bis i' B6 .aufgerührt zu werden. Nach dem Ver rühren der Stärke setzt sich bei ruhigem Stehen sehr bald ein gelblichgrauer Boden satz ab, bestehend aus Zellulosesu.bstanz und Kleber. Die darüber stehende reine weisse Stärkemilch wird in ein zweites Bassin durch ein feines Seidensieb .gelassen, woselbst sie bis zum völligen Absetzen stehen bleibt.
Um vollkommen reine Stärke zu erhalten wird das Zentrifugieren und Abschlemmen noch mals wiederholt und dann getrocknet.
Es hat sich nun herausgestellt, dass die auf -diese Weise gewonnene Stärke vom rein sten, zartestem Weiss ist und der Wäsche nicht ,die spröde Beschaffenheit gibt wie die nach dem bisherigen Verfahren hergestellte Stärke, welche stets einen gelblichen Farb ton zeigt, der durüh Bläuen gedeckt wird, was bei dieser Stärke wegfällt.
Das Eiweiss, nach diesem \-erfahren gewonnen zeigt eine viel geringere Neigung zur Gärung, ist in dem milchigen Zentrifugenwasser nur suspendiert und setzt sich nach kurzem Stehen ohne jede künstliche Hilfe ztt Boden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCI3 Verfahren zur Herstellung von Reis stärke, dadurch gekennzeichnet, dass der Reis ohne jede Varbehandlung mit einer genau bestimmten Wassermenge unmittelbar in einer Mühle fein gemahlen wird, worauf die Trennung der einzelnen Bestandteile vonein ander erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH108693T | 1924-02-15 |
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| CH108693A true CH108693A (de) | 1925-02-02 |
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