CH108933A - Verfahren zur Herstellung von Pigmentfarben. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pigmentfarben.

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CH108933A
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Adrian Jun Sanders Ludwig
Adranus Roth Karel
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Adrian Jun Sanders Ludwig
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  Verfahren zur Herstellung     pon    Pigmentfarben.         Die    vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur     Rerstellung    von     Pigment-          f        arben.     



  Es ist     bekannt,    dass man künstliche  Pigmentfarben durch chemische Umsetzung  von Metall- oder     Metalloidverbindungen    her  stellen kann. Ein Beispiel. hiervon bildet die  Umsetzung von     Kadmiumsulfat    mit Schwefel  wasserstoff, welche eine gelbe Pigmentfarbe,       Kadmiumsulfid,    liefert. Da. viele von diesen  Verbindungen wegen der Kostspieligkeit der  Grundstoffe oder infolge anderer Umstände  teuer sind, hat man versucht, Pigmentfarben  herzustellen, welche bei guten Eigenschaften  in der Herstellung vorteilhafter sind.  



  Das Verfahren gemäss der     Erfindun-    be  steht nun darin, dass die farbige Substanz  in Gegenwart eines festen, fein zerteilten       Farbstoffträgers    auf chemischem Wege ge  bildet wird, so dass sie auf den Teilchen des       Farbstoffträgers    niedergeschlagen wird.  



  Der chemische Niederschlag auf den Teil  chen des Trägers kann erhalten werden  durch die chemische     Einwirkung    von Metall-    salzen aufeinander 'oder von einem Metall  salze auf eine Base oder von einem Metall  salz auf einen organischen färbenden Stoff  oder von einem Gas auf ein Metallsalz, in  Gegenwart oder in Abwesenheit eines oxy  dierenden oder reduzierenden Agens.

   Als  geeignete feste     Farbstoffträger    kommen bei  spielsweise Kalk, Natur- oder     Portland-          zement,    gemahlene Muscheln, Speckstein,  Gips,     Infusorienerde,        Tras,    Kaolin, Mergel,  Feldspat, Hornblende, Asbest, Lehm,     Fluss-          spat,        Marmorgrus,    Bimsstein,     Mica,        Dolomit          usw.    in Betracht. Der Träger kann unter  Umständen an der     Reaktion    teilnehmen.

    Versuche haben gezeigt, dass es möglich ist,  ein Material, wie zum Beispiel Kalkpulver,  welches selbst wenig oder keinen Wert als  färbendes Material hat, als Substrat zu ver  wenden, so dass ein     technisch    sehr brauch  bares färbendes     Material    erhalten wird.  Wenn man Kalkpulver mit einer Lösung von  Bleiacetat vermischt und zu diesem Gemisch       Natriumbichromat    hinzufügt, so erhält man  nach     Auswaschen    und Trocknen eine Pig-           mentfarbe    mit gutem Deckungsvermögen.

    Dass dieses Material nicht als blosse mecha  nische     3lischung    von Kalk und     Bleichromat     anzusehen ist, kann leicht nachgewiesen wer  den; denn wenn trockener     Falk    in angemes  senem Verhältnis mit     Bleichromat    vermischt  wird. so ist dieses Gemisch,     wenn.    dasselbe  als Pigment verwendet wird, von viel min  derwertigerer Qualität als das erstgenannte  Produkt.

   Im ersteren Falle sind     Kalkteil-          chen        eingeschlossen    durch das     präzipitierte,     färbende Material, während das Gemisch  von trockenem Kalk mit     Bleichromat    aus  nebeneinander liegenden Teilchen von Kalk  und Teilchen von gefärbtem Material be  steht, so dass letzteres Gemisch eine verhält.       nismässig    kleine Oberfläche besitzt, wodurch  das Deckungsvermögen verringert wird.  



  Das Gesagte gibt ein Beispiel von der  Reaktion     zweier    Metallsalze in Gegenwart  eines Trägers. Der Träger kann auch ver  mischt werden mit einer Lösung von einer  der Substanzen, welche an der Reaktion teil  nehmen soll, darauf getrocknet und der Wir  kung eines Gases ausgesetzt werden.  



  Eine andere Möglichkeit der Durch  führung des Verfahrens beruht     darauf,        dass     der     Farbstoffträger    nicht sofort von Anfang  an zugefügt wird. sondern erst während der       Herstellung    gebildet wird; so zum Beispiel  kann     Ba.riumsulfat    im Verlaufe des Ver  fahrens durch eine Mischung von     Barium-          ehlorid    mit Natriumsulfat erhalten     werden.     Der Effekt ist dann derselbe wie oben er  wä.hnt.  



  Es ist begreiflich, dass der Stoff, welcher  als     Farbstoffträger    dienen soll, auch teil  weise an der Reaktion teilnehmen kann;  dies ist zum Beispiel öfters der Fall,     wenn     Kalk als     Farbstoffträger    verwendet wird.  



  Um verschiedene Farben mit verschiede  nem     Deckungsvermögen    zu erzielen, können  der Reaktionsmasse     illaterialien        hinzugefügt;     werden, welche die     Dispersität    des Nieder  schlages ändern, zum Beispiel kolloidale  Stoffe, wie     Aluminiumhydroxyd,        Nasein          usw.,        au--h    basisches Aluminiumsulfat.

      <I>Beispiel</I>     r:     In eine wässerige Lösung von 10     gr     Kupferchlorid trügt man 1 kg     feingepulver-          ten        Portlandzement    ein, bis ein dicker Brei  entsteht, welcher das Produkt -der Reaktion  von Zement mit Kupferchlorid enthält.  Diesen Brei lässt man trocknen, mahlt ihn  dann und fügt 01, Kasein oder Leim hinzu.  Die so erhaltene     Anstrichmasse    kann mit  einem Pinsel oder     Spatel    aufgetragen werden.

      <I>Beispiel 2:</I>  In eine Lösung von 120     gr    Aluminium  sulfat und 120     -r    Kupferchlorid trägt man  1 kg     gepulverte    Kreide ein und fügt so  dann 50     gr    gelbes oder rotes Blutlaugen  salz hinzu. In beiden Fällen erhält man sehr       hübsche    Pigmentfarben mit gutem Deckungs  vermögen.  



       Beispiel   <I>3:</I>  In eine Lösung von 80     gr        Perma.nganat     wird eine Lösung von 20     gr        Koba.ltchlorid     und 1 kg Talk- oder Kreidepulver ein  getragen.  



  <I>Beispiel.</I>     I     Kreide in Pulverform wird mit fein  gepulvertem Eisen gemischt: zu diesem Ge  misch fügt man eine Lösung von Kupfer  sulfat hinzu. Das ausgewaschene und ge  trocknete Produkt     kann    gepulvert und     ge-          gebenenfalls    mit 01 oder Kasein vermischt  als     Anatrichfarbe    verwendet werden. Die  Farbe der Anstriche kann durch Nach  behandlung, wie Erhitzung oder chemische  Behandlung, noch abgeändert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Pigment farben, dadurch gekennzeichnet, dass eine farbige Substanz in Gegenwart eines festen, feinzerteilten Farbstoffträgers auf chemi schem Wege gebildet wird, so dass sie auf den Teilchen des Farbstoffträgers nieder geschlagen wird. UNTERANSPRiüCFIE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zum Gemisch Stoffe hinzusetzt, welche die Dispersität des Niederschlages zu ändern vermögen. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Zusatz kol loidale Stoffe benutzt.
CH108933D 1923-06-29 1923-11-26 Verfahren zur Herstellung von Pigmentfarben. CH108933A (de)

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