Verfahren zur Herstellung einer Wärmeisoliermasse. Es ist eine grosse Anzahl Isoliermassen bekannt von verschiedener Zusammensetzung. Im allgemeinen verwendet man poröse Stoffe, weil diese ein geringes Wärme leitungsvermögen besitzen. Die best isolie renden und höchst porösen Stoffe sinn or ganischer Art; doch diese kann man nicht verwenden, wenn hohe Temperaturen ange. wendet werden. Die meisten anorganischen Isoliermassen haben ein ziemlich dichtes Ge füge und kein besonders grosses Isolier- vermögen.
Es ist ein Verfahren zur Herstellung einer Wärmeschutzmasse bekannt, welches darin besteht, dass gebrannter Gips mit einem Überschuss von Wasser so lange in Bewegung gehalten wird, bis der Gips unter Aufnahme ,des Wasserüberschusses zu einer plastischen, schwammigen Masse umgewandelt ist, wor auf letztere getrocknet wird. Dem Gips kann dabei gelöschter Kalk zugesetzt werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Herstellung einer Wärmeisolier- masse, die ebenfalls Gips und Kalk enthält, doch welche den grossen Vorteil hat, dass sie kein Wasser aufnimmt und dazu äusserst porös ist. Hierdurch wird ein besonders . grosses Isoliervermögen erzielt, das auch in feuchter Atmosphäre beibehalten bleibt, selbst wenn die Masse der unmittelbaren Be rührung mit Wasser ausgesetzt wird.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass man zu einer Mischung von gebranntem Kalk, Wasser und Seife Gips zusetzt. Die Seife kann dabei eine lösliche, in Wasser gelöste Seife oder eine unlösliche, in Wasser suspendierte Seife sein, welche man zweckmässig aus gebranntem Kalk und einer wässerigen Fettemulsion oder Ölemulsion herstellt. Vorzugsweise wird der Gips der kochenden Mischung zugesetzt.
Bei der Ausführung der Erfindung geht man am besten von Stücken ungelöschten, gebrannten Kalkes aus, die man etwa vierzehn Tage an der Luft gebleicht (gelöscht) hat. Diesen so an der Luft mehr oder weniger gelöschten Kalk bringt man in eine dünne Seifenlösung. Man nimmt am beten weiche Seife (grüne oder gelbe Seife, Glyzerinseife). Man erhitzt die Seifenlösung zusammen mit dem Kalk zum Kochen und schlägt die Masse zu Schaum. Man kann aber auch in der Kälte arbeiten. Diesem Schaum setzt man den Gips zu.
Geeignete Mengenverhältnisse ergeben sich, wenn man auf zwei Teile ge brannten Kalkes ein Teil Gips und drei 'feile 2 lo-Seifenlösung verwendet. Man kann je doch von diesen Verhältnissen weitgehend abweichen, ohne dass der Effekt des Ver fahrens verloren geht. Man muss darauf ach ten, dass die Mischung der Seifenlösung mit dem Kalk nicht zu dick ist, damit ein guter Schaum erzielt wird, der durch den Gips ab gebunden wird. Die so erhaltene Masse kann zu Isoliersteinen, Platten, Schalen und derglei chen ausgegossen werden. Wenn man ein pulverisiertes Material verlangt, wird die Masse nach dem Giessen getrocknet, darauf unter Zusatz von etwas Kreide und Binde mitteln, wie zum Beispiel Fasern, gemahlen.
Das Pulver dient zur Herstellung von Isolier- schnur zur Isolierung von elektrischen Ka beln und unterirdischen Röhren, Dampf leitungsröhren, und ist auch für Schwimm gürtel wegen seines grossen und dauerhaften Schwimmvermögens geeignet. Die wasser abstossende Kraft des Materials ist sehr gross. Die äusserst leichten und sehr porösen Stücke schwimmen auf dem Wasser, ohne es ein zusaugen. Die Formlinge aus der Masse bleiben deshalb in der Praxis immer trocken, so dass sie beim Untertauchen mit Luft ge- flüllt bleiben und schwimmen.
Auch das Pulver schwimmt auf dem Wasser und kann nur durch gewaltsames Reiben mit Wasser gemischt werden. Das vorliegende, wasserabstossende Isoliermaterial. hat bedeutende praktische Vorteile.
Process for the production of a thermal insulation compound. A large number of insulation compounds of various compositions are known. In general, porous materials are used because they have a low thermal conductivity. The best insulating and highly porous substances of the organic nature; but these cannot be used when high temperatures are required. be turned. Most inorganic insulating compounds have a fairly dense structure and are not particularly insulating.
A method for producing a heat protection compound is known, which consists in keeping baked plaster of paris with an excess of water in motion until the plaster of paris is converted into a plastic, spongy mass while absorbing the excess water, whereupon the latter is dried becomes. Slaked lime can be added to the gypsum.
The subject of the invention is a method for producing a thermal insulation compound which also contains gypsum and lime, but which has the great advantage that it does not absorb water and is extremely porous. This makes a special one. Achieves great insulating properties that are retained in a humid atmosphere, even if the mass is exposed to direct contact with water.
The method according to the invention is characterized in that plaster of paris is added to a mixture of quick lime, water and soap. The soap can be a soluble soap dissolved in water or an insoluble soap suspended in water, which is expediently produced from quick lime and an aqueous fat emulsion or oil emulsion. Preferably the plaster of paris is added to the boiling mixture.
In carrying out the invention, it is best to start from pieces of unslaked, quicklime which have been bleached (slaked) in the air for about a fortnight. This lime, which is more or less slaked in the air, is brought into a thin soap solution. When praying, one takes soft soap (green or yellow soap, glycerine soap). You heat the soap solution together with the lime to a boil and beat the mass to a foam. But you can also work in the cold. The plaster of paris is added to this foam.
Suitable proportions are obtained if one part of gypsum and three 'feile 2 lo soap solution is used on two parts of burnt lime. However, one can largely deviate from these ratios without losing the effect of the process. You have to make sure that the mixture of the soap solution and the lime is not too thick, so that a good foam is achieved, which is bound by the plaster of paris. The mass obtained in this way can be poured into insulating stones, plates, bowls and the like. If a powdered material is required, the mass is dried after pouring, then with the addition of a little chalk and binding agents, such as fibers, ground.
The powder is used to make insulating cord for the insulation of electrical cables and underground pipes, steam pipes, and is also suitable for swimming belts because of its large and long-lasting buoyancy. The water repellent power of the material is very great. The extremely light and very porous pieces float on the water without sucking it in. The moldings from the mass therefore always remain dry in practice, so that they remain filled with air and float when submerged.
The powder also floats on the water and can only be mixed with water by rubbing it with force. The present, water-repellent insulating material. has significant practical advantages.