CH109378A - Einrichtung zum Betriebe von Hochspannungsapparaten, insbesondere Röntgenröhren. - Google Patents

Einrichtung zum Betriebe von Hochspannungsapparaten, insbesondere Röntgenröhren.

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CH109378A
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Aktiengesellschaft Rein Schall
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Reiniger Gebbert & Schall Akti
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  Einrichtung zum Betriebe von Hochspannungsapparaten, insbesondere Röntgenröhren.    Es ist bekannt, Röntgenröhren mit elek  trischen Spannungen, die ausser ihrer Richtung  auch ihren Betrag in mehr oder weniger  engen Grenzen beibehalten, von einer Brücken  Schaltung aus zu versorgen, welche in zwei  einander benachbarten Brückenseiten elek  trische Ventile und in den beiden andern  Brückenseiten Kondensatoren enthält.

   Die für  diesen Zweck geeigneten     Hochvakuum-Ven-          tilröhren    mit     Glühkathode    sind einzeln den  beim Betriebe von Röntgenröhren mit dieser  Schaltungsanordnung auftretenden hohen elek  trischen Spannungen nicht gewachsen und  müssen daher in Gruppen von zwei oder  mehreren     hintereinandergeschalteten    Ventilen  Verwendung finden.

   Abgesehen von der Um  ständlichkeit, welche die notwendige Heiz  stromversorgung dieser mindestens vier Hoch  vakuum-Ventilröhren mit sich bringt, genügt  dabei das Versagen eines Ventils, um die  Überlastung und damit das Unbrauchbar  werden mindestens der sämtlichen mit ihm       hintereinandergeschalteten    Ventile herbeizu  führen. Ähnliche, dem gleichen Zwecke die-    sende bekannte Anordnungen mit umlaufender  Schaltvorrichtung haben den Nachteil, dass  die Kondensatoren, sobald die Ladespannung  ihren Scheitelwert überschritten hat, sich  über den umlaufenden Teil der Schaltvorrich  tung zu entladen pflegen, da dieser sich  mittlerweile noch nicht. genügend weit von  den betreffenden ruhenden Kontaktstücken  entfernt hat.  



  Diese Nachteile sind bei der neuen Ein  richtung vermieden, die in Ausführungsbei  spielen in der Abbildung, der Schaltungs  anordnung nach, schematisch dargestellt ist.  Wie bei den bekannten Einrichtungen -der  erwähnten Art .befindet sich in den. Aus  führungsformen     Fig.    1 und 2 die Röntgen  röhre     a    in dem einen Brückenzweig, während  in zwei einander benachbarte, je mit einem der  beiden Enden     desZweiges    der     Röntgenröhrever-          bundene    Brückenseiten Kondensatoren b ge  schaltet sind.

   Jede der beiden andern     Brücken-          seiten    enthält nun gemäss der Erfindung  ausser einem Ventil, das eine Ventilröhre,  beispielsweise wieder eine Hochvakuum-Ventil-      röhre mit     Calühkathode,    aber auch, wie in  diesen abgebildeten Ausführungsbeispielen,  eine umlaufende Schaltvorrichtung     c    sein kann,  eine Funkenstrecke d von solcher Länge,  dass die     Entladespannung    sie und zugleich das  ihr zugeordnete Ventil nicht zu überbrücken  vermag. Auf diese Weise kann     man    mit nur  einem Ventil in jeder der beiden     Brücken-          seiten    auskommen.

   Dieses ist durch die  ihm vorgeschaltete Funkenstrecke     d    vor  Überlastung geschützt. Durch die Hinter  einanderschaltung von Funkenstrecke und  Ventil ist beim Laden jedes     Kondensators,     der in der an sich bekannten Weise auch  in einer Gruppe von     Kondensatoren    bestehen  kann, der Ladestromkreis des andern Kon  densators sowohl gegen die Entladung dieses  andern     Kondensators    als     auch    gegen Ent  ladung der     Hintereinanderscbaltung    beider  Kondensatoren, doppelt gesichert.  



  Dient als Stromquelle ein mit     @l-faschinen-          wechselstrom    betriebener     Transformator,    so  wird dessen Hochspannungswicklung e zweck  mässig in der an sich bekannten Weise irr  dein andern Brückenzweig untergebracht       (Fig.l).    Man kann jedoch auch zwei     Transforma-          tionsgeräteverwenden    und die Hochspannungs  wicklung     f    jedes vorn     ihnen    in eine der beiden  die Funkenstrecken und Ventil enthaltenden  Brückenseiten schalten     (Fig.    2).

   Das so er  reichte Vorhandensein je einer Drahtwicklung  in jedem der beiden Ladenstromkreise der  Kondensatoren fügt der Sicherung durch die       Hintereinanderschaltung    aus Funkenstrecke  und Ventil noch die weitere Sicherung durch  die Drosselwirkung der betreffenden Draht  wicklung hinzu.

   Sind die     Transformations-          geräte        Induktorien,    so kann man die beiden,  je in einem der     Primärstromkreise    dieser  beiden     Induktorien    arbeitenden periodischen  Stromunterbrecher zwangsläufig so miteinander  verbinden, sie beispielsweise in der an sich       bekannten    Weise zu einer     einzigen    Vorrich  tung so vereinigen, dass die beiden Primär  stromkreise abwechselnd unterbrochen werden.  



  Bildet man auch die     Funkenstrecken    d  als Ventilfunkenstrecken aus, so wird dadurch  der elektrische Leitungswiderstand für den    Ladestrom der Kondensatoren vermindert.  Auch kann man dann in manchen Fällen mit  den Ventilfunkenstrecken allein auskommen  und infolgedessen die Ventile c entbehren.  



  Aber auch bei Einrichtungen irgendwelcher  Art zum Betriebe von Hochspannungsappa  raten unter Verwendung von Ventilen erweist  es sich als vorteilhaft, den Ventilvorrichtungen  Funkenstrecken vorzuschalten, wenn die Ven  tilvorrichtungen vor     Überlastung    geschützt  werden sollen. Zweckmässig kann     man    auch  zu beiden Seiten der Funkenstrecken     d    Wider  stände     g,    etwa Flüssigkeitswiderstände, ein  schalten.  



  Bei den     Ausführungsformen    nach     Fig.    1  und     Fig.    2 und bei den bekannten Einrich  tungen zum Betriebe von Röntgenröhren mit  hohen elektrischen Spannungen von gleich  bleibender Richtung und nur in mehr oder       weniger    engen Grenzen sich änderndem Be  trag unter Verwendung     elektrischer    Ventile  und Kondensatoren befindet sich mindestens  eine     Stromunterbrechungsstelle,    in Gestalt  einer Funkenstrecke oder einer umlaufenden  Schaltvorrichtung oder auch einer Vakuum  ventilröhre, zwischen der Stromquelle und  der Röntgenröhre.

   Infolgedessen können die  schnellen elektrischen     Schwingungen,    welche  an der     Unterbrechungsstelle    ihren Ursprung  haben, zur Röntgenröhre gelangen, deren Be  trieb sie stören und die selbst sie schädigen.  Ferner bestätigt die Erfahrung, dass, zumal  wenn die Unterbrechungsstellen Funken  strecken sind, die Strombelastung der Strom  quelle verhältnismässig gross ist.  



  Ein Fortschritt wird hierin erreicht, wenn  man die     Einrichtung    so ausbildet, wie es in  zwei Ausführungsbeispielen in     Fig.    3 und       Fig.    4, der Schaltungsanordnung nach, sche  matisch dargestellt ist.

   Der Hochspannungs  apparat; hier wiederum eine Röntgenröhre     lr,     ist, wie es an sich bekannt ist, beiderseits  durch je eine von zwei Stromquellen, hier  die Hochspannungswicklungen i von zwei       Transformationsgeräten,    etwa von zwei     Induk-          torien,    in deren Primärstromkreis ein perio  discher     Stromunterbrecher    geschaltet ist, von  allen Unterbrechungsstellen des     Stronrsy        stems         getrennt     (Fig.    3).

   Der Röntgenröhre<I>lt.</I> sind       Kondensatoren    k parallel geschaltet, während  zwischen den von der Röntgenröhre abge  wandten Enden der beiden Stromquellen i  in der Ausführungsform     Fig.    3 eine     Ventil-          vorlilichtung,    etwa eine     Hochvakuuniventil-          röhre    in, mit ihrer etwa von einem Heizstrom  transformator n mit Heizstrom versorgten       Ulühkatliode,    liegt.  



  Auf diese Weise ist der Hochspannungs  apparat     h    vor schnellen elektrischen Schwin  gungen und die Ventilvorrichtung     m    vor den  Entladungen der Kondensatoren k geschützt  und, wie die Erfahrung bestätigt, die Strom  belastung der beiden Stromquellen i vermin  dert. Da der Stromweg zwischen der) Kon  densatoren und den Stromquellen ununter  brochen ist, überlagert sieh das Potential,  auf welches die jeder der beiden Stromquellen i  benachbarte     Kondensatorbelegung    jeweils ge  laden ist, dem Potential der Stromquelle i  über deren ganze Länge hin. Dadurch ist  eine günstigere, weil gleichmässigere Poten  tialverteilung längs der     Stromquellen    i als  bei den bekannten Einrichtungen -erreicht.  



  Sind die Stromquellen t     Transformations-          geräte,    so bilden sie mit     ihrer)    beiden Wick  lungen als Belegungen je einen Kondensator,  welche Kondensatoren, da die Primärwick  lungen, ebenso wie die elektrische Mitte der       Kondensatorenanordnung        k,    als praktisch auf       Erdpotential    befindlich wirken, zusätzliche, die  ins Spiel kommende     Kapazität        vergrössernde     Kondensatoren sind, zumal wenn die Mitte  der     Kondensatorenanordnung    k leitend mit  der Erde verbunden ist;

   dadurch wird auch  die in der Röntgenröhre wirksame Energie  menge     vergrössert.     



  Die Ventilvorrichtung     rat    ist durch die  Funkenstrecken p entlastet, die zwischen       dieVentilvorrichtung        m    und die beiden Strom  quellen i geschaltet sind. Zweckmässig kann       man    der Ventilvorrichtung oder dieser und  den Schutzfunkenstrecken     p    eine Funken  strecke o parallel schalten. Durch entspre  chendes Einstellen der Länge der Funken  strecke o kann man dann die an der Rönt  genröhre     lt    liegende Spannung messen.

   Zu-    gleich wird die Ventilvorrichtung     in    auch  noch durch die ihr parallel geschaltete Fun  kenstrecke o, sowie auch die Röntgenröhre     )a     vor Beschädigung durch zu hohe Spannungen  geschützt. Wiederum können in der an sich  bekannten Weise in den Stromkreis     .Flüssig-          keits-    oder dergleichen Widerstände q ein  geschaltet sein.  



  Ist die Ventilvorrichtung     in    eine Vakuum  ventilröhre, so ist es in manchen Fällen er  wünscht, sie vor den schnellen elektrischen  Schwingungen zu schützen, . die von den       Funkenstreckeai    in ihrem Stromkreis ausge  löst werden.

   Dies ist in der     Ausführungsform          Fig.4    erreicht, indem     dieVakuuniventilröhrenr     und s, ebenso wie die Röntgenröhre h, der  die Kondensatoren k parallel geschaltet sind,  durch Drahtwicklungen i, hier die     Hochspan-          nungAwicklungen    der beiden.

       Transformations-          geräte,    etwa     Induktorien,    von den     .Schutz-          funkenstrecken,    die zweckmässig als Ventil  funkenstrecken ausgebildet und, wie in     Fig.4,     zu einer einzigen Funkenstrecke t vereinigt  sein können, getrennt     sind.    Die durch die  Funkenstrecke t ausgelöster) schnellen elek  trischen     Schwingungen    werden, wie bekannt,  an den Wicklungen i     reflektiert,    so dass- sie  nicht über die Wicklungen i hinausgelangen  können und die     Väkuumventilröhren        r    und s,

    ebenso wie die Röntgenröhre     h    vor ihnen  geschützt sind. Anderseits ist auch zwischen  den     Vakuumventilröhren    r und s durch die  Kondensatoren k ein Ausgleichsweg für  etwaige;- von den     Vakuuniventilröhren    aus  gehende Störungen     geschaffen,    so dass solche  Störungen, insoweit sie überhaupt auftreten,  von der Röntgenröhre h ferngehalten sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Betriebe von Hochspan nungsapparaten, insbesondere Röntgenröhren, unter Verwendung von elektrischen Ventil vorrichtungen, dadurch- gekennzeichnet, dass den Ventilen Funkenstrecken vor) solcher Länge vorgeschaltet sind, dass die angewandte Spannung die Funkenstrecke und zugleich das ihr zugeordnete Ventil nicht zu über brücken vermag (Schutzfunkenstrecken.). UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, in Brük- kenschaltung mit Kondensatoren und Ven tilen, dadurch gekennzeichnet, dass die den Kondensatoren benachbarten Brückenseiten ausser mindestens einem Ventil eine Schutz funkenstrecke enthalten.
    _'. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromquelle aus zwei Transformationsgeräten besteht, deren Hochspannungswicklungen je in eine, die Funkenstrecken und gentile enthaltende Brückenseite geschaltet sind. 3. Einriehtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkenstrecken Ventilfunkenstrecken sind. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beiderseits der Funken strecken Widerstände eingeschaltet sind. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch, mit Kon densatoren und Ventilen, dadurch gekenn zeichnet, da?) dem Hochspannungsapparat Kondensatoren parallel geschaltet sind und das Gebilde aus Hochspannungsapparat und Kondensatoren durch ununterbrochene elektrische Leitungen mit je einer Klemme zweier Stromquellen verbunden ist, zwischen deren übrige Klemmen eine Ventilvorrich tung geschaltet ist. 6. Einrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass beiderseits zwischen die Ventilvorrichtung und die Stromquellen Funkenstrecken geschaltet sind. 7.
    Einrichtung nach Unteranspruch 5, gekenn zeichnet durch eine der Ventilvorrichtung bezw. den Funkenstrecken und derVentil- vorrichtung parallel geschaltete Funken strecke. B. Einrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitte der Kon densatoren leitend mit der Erde verbun den ist. 9. Einrichtung nach Patentanspruch mit Kon densatoren und Ventilen, dadurch gekenn. zeichnet, da[-, dem Hochspannungsapparat Kondensatoren parallel geschaltet und die Ventilvorrichtungen zwischen die Konden satoren und zwei Stromquellen geschaltet und durch diese von mindestens einer Schutzfunkenstrecke getrennt sind.
CH109378D 1923-06-20 1924-04-19 Einrichtung zum Betriebe von Hochspannungsapparaten, insbesondere Röntgenröhren. CH109378A (de)

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DER61481D DE421372C (de) 1924-07-02 1924-07-02 Luftkuehlung an Vorfuehrungskinematographen

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