CH109663A - Verfahren und Gerät zum Vermauern von Ziegeln. - Google Patents
Verfahren und Gerät zum Vermauern von Ziegeln.Info
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04G—SCAFFOLDING; FORMS; SHUTTERING; BUILDING IMPLEMENTS OR AIDS, OR THEIR USE; HANDLING BUILDING MATERIALS ON THE SITE; REPAIRING, BREAKING-UP OR OTHER WORK ON EXISTING BUILDINGS
- E04G21/00—Preparing, conveying, or working-up building materials or building elements in situ; Other devices or measures for constructional work
- E04G21/14—Conveying or assembling building elements
- E04G21/16—Tools or apparatus
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Description
Verfahren und Gerät zum Vermauern von Ziegeln. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Gerät zur Vermauerung von Zie geln. Bisher erfolgte die Vermauerung von Ziegeln in der Weise, dass der Maurer den Ziegel direkt mit gespreizter Hand ergriff, denselben benetzte, ihn auf die passende Stelle in der aufzuführenden Mauer brachte, ihn dort auf seiner Mörtelunterlage einrieb und so zur endgültigen Verlegung brachte. Da die Ziegel mit einer Hand erfassbar sein sollen, ergibt sich eine obere Grenze für Grösse und Gewicht der Ziegel.
Das unbequeme Halten der Ziegel mit gespreizter Hand bedeutet eine grosse Kraft anstrengung, die in keinem Verhältnis mit dem Ziegelgewicht steht, und dieser Nach teil soll gemäss vorliegender Erfindung da durch beseitigt werden, dass man die in Reichweite bereitgelegten Ziegel mit Hilfe eines mit Handgriff versehenen Gerätes er fasst, durch Einwirkung auf den Handgriff auf eine Mörtelunterlage in der aufzufüh renden Mauer bringt, auf derselben einreibt und so in der Mauer zur Verlegung bringt.
Es kann also der Maurer die Verlegung des Ziegels in der Mauer in der Weise aus- führen, dass er hierzu nur den Handgriff des Werkzeuges handhabt, so dass das er müdende Halten des Ziegels mit gespreizter Hand erspart bleibt.
Das Gerät zur Ausübung des Verfahrens gemäss der Erfindung hat Klauen, welche mit dem Handgriff vermittelst eines Hebel werkes derart verbunden sind, dass die Klauen auf einen zwischen ihnen vorhan denen Körper eine Klemmwirkung ausüben, wenn das Gerät am Handgriff gehoben wird.
Die Länge des Handgriffes 1 gestattet ohne weiteres, den zwischen den Klauen des Gerätes befindlichen Ziegel um seine Längs- axe zu verkanten, damit die Seitenflächen mit einem Mörtelstrich versehen werden können. Der Ziegel kann auch um seine Queraxe verkantet weiden, indem man den Handgriff und damit das Gerät samt Ziegel um die Handgriffage dreht.
Damit dieses Drehen unter Anwendung von möglichst klei nen Kräften geschehen kann, weist der Handgriff zweckmässigerweise einen von einem Kreis verschiedenen Querschnitt auf, beispielsweise Keilform, wie in Fig. 1 dar gestellt ist.
Beim Einreiben des Ziegels kann man fast das ganze Ziege gewicht auf die Mör telunterlage wirken lassen, flenn es genügt ein leichter Zug am Handgriff nach oben, um den Ziegel zwischen den Klauen so fest zu klemmen, dass er mittelst des Gerätes auf der Mörtelunterlage hin- und hergerieben werden kann.
Die geringere Anstrengung für den Mau rer bei dem Arbeiten nach dem vorliegenden Verfahren ermöglicht nicht nur ein schnel leres Vermauern der Ziegel bisherigen For mates, sondern auch ein Vermauern voll Ziegeln grösserer Dimensionen und höheren Gewichtes, ungefähr so schnell, wie das Ver mauern von üblichen Ziegeln mit der Hand allein.
Zweckmässig nimmt man Ziegel voll der doppelten Dicke der gewöhnlichen Zie gel, plus der Dicke einer Mörtelfuge. Dies bietet den Vorteil, dass diese Ziegel mit den Ziegeln des bisher verwendeten Formates vermauert werden können. In diesem Falle lässt sich infolge Einsparung der Hälfte aller horizontalen Mörtelfugen in der Mauer eine Mörtelersparnis voll zirka 24 %, eine Ersparnis an Arbeitszeit um 50 %, eine Er sparnis an Arbeitslohn um ebenfalls 50 % infolge des schnelleren Emporwachsens der Mauer erzielen. Die Mauer selbst ist hoch wertiger als bisher, weil weniger Fussen vor handen sind. Bei Herstellung solcher Ziegel ergibt sich ein weiterer Vorteil schon beim Brennen in der Ziegelei. Jeder Ziegel ist im Brennofen voll dem andern durch einen Ab stand getrennt.
Wenn nun Ziegel voll der doppelten Dicke gebrannt werden, so kann der Brennraum mit mehr Ziegelmasse be setzt werden als bisher.
Bei richtiger Auswahl solcher grösserer Ziegelformate erbeben sich weitere wesent- licbe Vorteile. Wählt man den Querschnitt quadratisch, so ist die Folge, dass jeder Stein, wie er auch von dem Zubringer hingelegt sein mag, vermauerungsbereit liegt und nicht erst gewendet werden muss. Es steht aber auch nichts im Wege, eine Vergrösserung der Ziegel in der Länge, Dicke oder Breite vor zunehmen, oder auch in allen diesen Dimen sionen; das Gerät muss nur demn neuen For mat angepasst sein. Bei Leicht- und Hohl steinen liegt die Vergrösserungsmöglichkeit unrl damit die Aufmauerungsgeschwindig keit noch viel höher als beim Vollziegel.
Zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeich nung dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 und 2 eine Ansicht von der Seite und von oben.
Fig. 3 und 4 eine Seitenansicht und eine Einzelheit einer weiteren Ausführungsform. Bei der ersten Ausführungsform sind die Enden von vier mit Klauen 3 versehenen Armen 5 mittelst einer Gelenkachse 2 ver bunden. Das Gelenk ist derart angeordnet, dass es den Klauen auf einer Seite des Gerä tes näher liegt als den andern. Die beiden Arme der dem Gelenk zunächst liegenden Klauen sind über das Gelenk hinaus verlän gert und etwa in der Mitte des Gerätes mit einem Handgriff 1 verbunden, der parallel zur Gelenkachse angeordnet ist. Anstatt vier Klauen können auch nur drei angewendet werden, wie dies in Fig. 2 durch gestrichelte Linien angedeutet ist. Dies ist vorteilhaft, wenn die gegenüberliegenden Ziegelkanten nicht genau parallel sind. Dadurch, dass die Gelenkachse 2 eine gewisse.
Länge besitzt, ist ein sicheres Traben des Ziegels auch in ver- kanter Stellung ermöglicht. Der Handgriff könnte auch senkrecht oder schräg aufwärts gestellt sein, oder als eine Art Kugelkilopf ausgebildet sein.
Zweck mässigerweise kön nen nebst den Klauen auch nicht gezeieh- nete seitliche Stützen vorgesehen sein, die bestimmt sind, sich auf .die Ziegeloberflä clie zu lesen, zum Zwecke, ein Umkippen des Ziegels zu verhindern, auch dann. -renn nur zwei Klauen vorgesehen sind.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und -1 sind .die Klauenarme G nahe den Ziegel ka.nten an einem rechteckigen Rahmen ?, welcher nicht ganz die Ausdehnung der Ziegeloberfläche besitzt, angelenkt. Beider seits in der Mitte des Rahmens sind Trag bleche 8 vorhanden, die einen senkrechten Schlitz 9 aufweisen, durch den der lose Hand griff 1 mit einem Fortsatz la hindurch ragt. Gleichzeitig gleiten auf diesem Hand griff die Arme 6 mit Schlitzen 10.
Wenn der Rahmen 7 auf den Ziegel ge setzt und der Handgriff 1 nach oben ge zogen wird, iiben die Klauen 3 auf den zwi schen ihnen vorhandenen Ziegel eine Klemm wirkung aus, während der Rahmen 7 jedes seitliche Kippen des Handgriffes auf den Ziegel überträgt, so dass dieser sicher gehal ten werden kann, auch dann, wenn auf jeder Seite nur je eine Klaue 3 vorhanden ist, der Ziegel also nur in zwei Punkten gefasst wird.
Durch Verdrehen des niedergedrückten Handgriffes kann eine am Handgriff 1 vor handene Nase 11 mit einer Ausnehmung 9a der Tragbleche 8 in Eingriff gebracht wer den, so dass das Gerät dauernd in Spreiz- stellung gehalten wird und beim Aufsetzen auf den Ziegel nicht erst in diese Stellung gebracht werden muss.
Da die Klauen der Abnutzung ausge setzt sind, kann man sie zweckmässigerweise auswechselbar machen, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Vermauern mit Ziegeln, dadurch gekennzeichnet, dass man die in Reichweite bereit gelegten Ziegel mit Hilfe eines mit Handgriff versehenen Gerätes erfasst, durch. Einwirkung auf den Handgriff auf eine Mörtelunterlage in der aufzuführenden Mauer bringt, auf derselben einreibt und so in der Mauer zur Verlegung bringt. II. Gerät zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennnzeich- net, dass Klauen und ein Handgriff ver mittelst eines Hebelwerkes derart mitein ander verbunden sind, dass die Klauen auf einen zwischen ihnen vorhandenen Körper eine Klemmwirkung ausüben, wenn das Gerät am Handgriff gehoben wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.Gerät nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens drei die Klauen tragende Arme nahe den einen Klanen durch eine Gelenkachse mitein ander verbunden sind, wobei die Arme der nahe dem Gelenk liegenden Klauen über dieses hinaus bis etwa zur Mitte des Gerätes verlängert und dort mit einem Handgriff verbunden sind. 2. Gerät nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens zwei gegenüberliegend angeordnete Klauen und ausserdem seitliche Stützen besitzt, die bestimmt sind, sich auf die Ziegel oberfläche zu stützen, zum Zwecke, ein Umkippen des Ziegels zu verhindern. 3.Gerät nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwei mit Klauen versehene Hebelarme, welche an gegen überliegenden kurzen Seiten eines auf den Ziegel aufzusetzenden Rahmens au gelenkt sind,- finit in rückwärtigen Ver längerungen vorhandenen Schlitzen auf einem losen Handgriff gleiten, welcher Handgriff ausserdem durch senkrechte Schlitze in an dem Mittelteil der lan gen Seite des Rahmens sitzenden Trag blechen hiiidurchtritt. 4-. Gerät nach Patentanspruch II und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet,dass man am Handgriff angebrachte Vorsprünge in der Stellung,-in der die Hebelarme am weitesten gespreizt sind, durch Drehen des Handgriffes mit einer Ausnehmung des Rahmens in Eingriff bringen kann, um das Gerät dauernd in Spreizstellung zu halten. 5. Gerät nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Klauen an Hebelarmen auswechsedb-arangeordnet sind. 6.Gerät nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff einen von einem Kreis verschiedenen Querschnitt aufweist, zum Zwecke, ein leichtes Drehen um die Längsaxe des Hand ;riffes des mit einem Ziegel be lasteten Gerätes zu ermöglichen.
Applications Claiming Priority (1)
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