CH109964A - Arbeitsverfahren für Verbrennungskraftmaschinen und Flugkolbenmotor zur Ausführung desselben. - Google Patents
Arbeitsverfahren für Verbrennungskraftmaschinen und Flugkolbenmotor zur Ausführung desselben.Info
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Description
Arbeitsverfahren für Verbrennuugskraftmaschinen und Flugkolbenmotor<B>zur</B> Ausführung desselben. Die Motoren, bei welchen der Brennstoff ,)in Ende des Verdichtungshubes in die vor- lier hoch verdichtete und erhitzte Verbren nungsluft im Zylinder eingeführt wird und ;ich in ihr entzündet, haben einen hohen thermischen Wirkungsgrad, aber die hohen Drücke bedingen infolge des nur unvollkom- inen ausgenutzten Getriebes einen ungünsti gen mechanischen Wirkungsgrad und verur sachen hohe Baukosten der Maschine.
Gemäss der Erfindung wird die Verbren nungsluft im Zylinder eines Flugkolben motors mit Hilfe eines während des Arbeits hubes aufgeladenen Energiespeichers minde stens bis zur Zündtemperatur des BreDnstof- fes verdichtet. Der Brennstoff wird in der Nähe des innern Totpunktes des Kolbens in den Zylinder eingeführt und entzündet sich in der verdichteten Luft. Die ungenaue Begrenzung der Arbeitshübe einer solchen Maschine liesse zwar befürchten, dass die für dieses Arbeitsverfahren erforderliche, in ihrem Verlauf in bezug auf den Kolbenweg genau geregelte Brennstoffzufuhr nicht er- reichba.r sein würde, aber überraschenderweise ergibt sieh erfahrungsgemäss ein Betrieb von ganz besonderer Vollkommenheit.
Offenbar beruht dies darauf, -dass geradezu infolge des Wegfalles einer festen Hubbegrenzung die Kolbenbewegung sich selbsttätig dem Ver brennungsverlauf anpasst, also nicht, wie bis her üblich, umgekehrt, der Verbrennungsver lauf durch Regelung der Brennstoffzufuhr der Kolbenbewegung anzupassen ist.
Infolge der Verringerung der mechani schen Reibung können ein grösseres Verdich- tungs- und Expansionsverhältnis und viel höhere Verbrennungsdrucke, als sie bei Kur= belmaschinen wirtschaftlich möglich sind, zur Verwendung kommen. Dies gibt wiederum die Möglichkeit zu einer günstigeren thermi schen Ausnutzung des Brennstoffes, weil jetzt die weit getriebene Expansion ohne er hebliche mechanische Reibungsverluste durch führbar ist.
Zur Brennstoffeinspritzung können an cler Maschine Mittel vorgesehen sein, welche be wirken, dass die Einspritzung noch erfolgt, wenn der Arbeitskolben den innern Totpunkt schon überschritten hat. Hierzu kann zum Beispiel ein Energiespeicher dienen, der durch die Arbeitskolbenbewegung aufgeladen und am Hubende zum Zwecke der Betätigung der Einspritzvorrichtung entladen wird. Der Energiuspeicher künn statiselier Art (zum Beispiel druchluftbelasteter Kolben, Feder)
oder dynamischer Art Massel sein.
Die Zeichnung veranschaulicht in Fig. 1_ als Ausführungsbeispiel des Motors gemäss der Erfinduilg eine Kolbenmaschine mit ge genläufigen Kolben im Längsschnitt. Anhand dieser Maschine soll dass Verfahren gemäss der Erfindung im folgenden beispielsweise erläutert werden. Fig, 2 zeigt in Ansicht; eine Variante der Einrichtung für die Steuerung der Brennstoffzufuhr.
Der Motor nach Fig. 1 besitzt einen Ar beitszylinder 1 mit zwei Arbeitskolben 2 und 3, die je einen Verdiehterkolben 4 und 5 in einem V erdichterzylinder 6 bezw. 7 linniit.tel- ba.r antreiben.
Mit. dem Arbeitskolben 3 ist ausserdem noch ein Spülpumpenholben 8 ge kuppelt, der sieh im Spülpumpenzylinder 9 bewegt. Am einen Ende des Arbeitsraumes des Arbeitszylinders 1 befinden sich die vom Arbeitskolben 2 gesteuerten Spülschlitze 11, am andern Ende die vom Arbeitskolben 3 ge steuerten Auspuffschlitze 12. Die Spül schlitze 11 sind von einem grossen Behälter 20 umgeben, der als Spülluftaufnehmer dient und .dem die Spülluft durch die Leitung 21 von der Spülpumpe 8, 9 her zugeführt wird.
.rede der beiden Flugmassen ist mit einem Zahnstangenpaar 1-t bezw. 15 ausgestattet, das .an die eine Masse durch ein Querhaupt 17, an die andere Masse vermittelst des Spül pumpenkolbens 8 angeschlossen ist, Die Zahnstangen greifen paarweise in im Ma- tn s -chineneg -estell gelagerte Zahnräder 16 ein, wodurch die genaue Gegenläufigkeit der bei den Flugmassen gesichert ist.
Zur Speisung dieses Motors mit flüssigem Brennstoff dient eine Brennstoffpumpe, @de- ren Kolben 22 unter der Wirkung der Feder 23 auf dem Schwinghebel 21 liegt, der in einem Grelenk 25 belagert ist und sich mit einer Rolle 26 auf eine Zahnstange 1-1 nützt. Auf dieser ist ein Nocken 2 7 vorgesehen, der den Hebel 24 und damit den Pumpenkolben 22 anhebt, sobald die Arbeitskolben 2,
3 in der Nähe ihrer innern L'otpuilktlage ange langt sind. Die Puinpe fördert den Brenn= 4off durch L('ltlllig <B>3</B>0 zli der Einspritzdüse 10, durch welche er fein zerstäubt in den Ver brennungsraum eingt@spritzt wird. Der Hebel 24 ist mit seinem Gelenk 25 nicht fest,
son- clern in einem verschiebbaren Steile 28 gel.a fiert, dessen St(Iltili.' durch eine S_@hr < iu1)ell- spindel 29 von Hand eingestellt werden kann.
Dadurch ist in @'erbiilduilg mit der seitlich in den Pumpenzylinder mündenden. von der Stirnha.nte des Pumpenkolbens ?? gesteuerten Zutrittsöffnung für den Brennstoff eine Ver änderung des zur Brennstofförderung ausge nutzten Teils des;
Pumllenhul)es und der ein gespritzten Brenn@toffnienbe entsprechend der jeweils erforderlichen Leistung Die Verstellung des Hebelgelenkes 25 könnte auch von einem Regler bewerkstelligt werden. Die Brennstoffeinspritzung könnte auch mit telst Druckluft bewirkt werden, wobei der Nocken 2 7 da.Einblaseventil betittigen würde.
Bei der in der Zeichnung dargestellten äussern Totpunlztlage der Arbeitskolben ist Fier Arbeitszylinder 1 bereits von Spülluft durchströmt worden und also mit frischer Luft gefüllt.
Iil deit beiden V erdicllt(@r7yIin- dern befindet sich noch Druckluft, die nun mehr, indem sie expandiert, die Kolben ?, 3 einander nähert. wodurch diese.
zunächst die Schlitze 11, 12 abschliessen und dann die so elnz'Cschlu#selle ruft unter Ali@llntzuno, der Expansionsarbeit der in den @e@dic111e@z@-lin- dern befindlichen Luft bis über die Zünd- temperatur des Brennstoffes verdichten.
Bei Verdichtern, die mit >überdruck in (1(#r Saug leitung arbeiten, zum Beispiel bei sogenann- ten lireisla.ufluftanlagcn, könnte auch der Druck in der Saugleitung die Kolbenrück- führung bewirken.
Sobald die Kolben ?, 3 nahe an ihre innerste Tolllunktlage gelangt sind, läuft Rolle 26 auf den Nocken 2 7 auf und bewirkt die Ein#pritzung 11e# Brennstof- fes, .der sich in der im Zylinder hoch verdic.li- teten Luft entzündet, worauf der Arbeitshub erfolgt.
Die Brennstoffzufuhr dauert noch an, wenn die Kolben 2, 3 bereits beginnen, sich wieder :auseinander zu bewegen, da in folge der elastischen Nachwirkung des stark zusammengepressten Brennstoffes die Ein spritzung länger als die Förderbewegung der Pumpe anhält.
Da zu Beginn des Hubes in den Verdichtungszylindern der Widerstand noeli gering ist, wird fast die ganze Arbeits fähigkeit -der Verbrennungsgase zunächst in kinetische Energie der Massen umgesetzt, so dass die Kalben sehr rasch eine hohe Ge- schwindigkeit annehmen und dementspre chend eine schnelle Ausdehnung, also rasche Druck- und Temperaturabnahme der heissen Gase, erfolgt.
Bei dieser Auswärtsbewegung der Arbeitskolben wird der Nacken 27 unter der Rolle 26 weggezogen, der Hebel 24 senkt sich und der Pumpenkolben 22 vollführt den Ansaughub, so da.ss frischer Brennstoff für den nächsten Arbeitshub des Motors zur Ver fügung steht. Durch den Gegendruck in den Verdicliterzylindern wird später die Bewe gung der Kolben 2 und 3 verlangsamt. Gegen Ende des Hubes wird Luft aus den Verdich- lun@gszylindern in die Druckleitungen über wesühoben.
Ferner öffnet der Kolben 3 die Auspuffschlitze 12 und kurz darauf der Kos beil 2 die Spülschlitze 11. Da inzwischen auch die Pumpe 8 den Spülluftbehälter 20 wieder aufgefüllt hat, wird nunmehr eine neue Spülung eintreten und das Spiel kann von neuem beginnen. Sowohl die N,erdi.ch- t:uil@gsarbeit wie auch die Rückführungsarbeit könnten bei einer solchen Maschine auch auf einer Seite abgeben bezw. geleistet werden, dann müsste eine Arbeitsübertragung durch rlas Ausgleichsgestänge stattfinden.
Fig. 2 zeigt eine Anordnung des Brenn- sto±fpumpennoehens, die auch noch beim Stillstand der Arbeitskolben und bei Beginn ihres Arbeitshubes eine Arbeitsgabe zur Be- t < i.tigung der Einspritzvorrichtung elanöglicht. Der Nockenhörper 27 ist verschiebbar auf der Zahnstange 14 gelagert und durch eine Feder 32 mit dieser verbunden.
Bei der star- ken Verzögerung, die der Arbeitskolben und ni ihm<B>d*e</B> Zalinstan-e 14 bei Erreiellun- r 't <B>1</B> tn tD der innern Totpunktlage erfährt, bewegt sich der Nocken 27, der seine Geschwindigkeit beibehalten will, unter Anspannung der Fe der '32 noch in der alten Richtung weiter,
bis die Federspannung der Massenkraft des Nockens das Glcicligewicht hält, was in der. Regel erst nach Umkehr der Bew egungsricll- tung der. Arbeitskolben der Fall ist. Diese Anordnung bietet also die Möglichkeit, die Einspritzvorrichtung (Pumpe oder Einbla.se- ventil) über die Totpunktlage des Arbeitskol bens hinaus zu betätigen und so die Ein spritzung über den Beginn des Ausdehnungs- liiibes zu erstrecken.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Arbeitsverfahren für -\'erbrennitngs@ra.ft- masühinen, dadurch bekeniizeichiiet, dass .die Verbrennungsluft im Zylinder eines Flugkolbenmotors mittelst. eines während des Arbeitshubes des Motors aufgelade nen Energiespeichers wenigstens bis zur Zündtemperatur des Brennstoffes ver dichtet, und dass der Brennstoff in der Nähe des innern Totpunktes des Kolbens in den Zylinder eingefübrt-wird und sich in der verdichteten Ladung entzündet. Il.Flugkolbenmotor zur Ausführung des Arbeitsverfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch bekennzeichnet, dass an einem der hin- und hergehenden Teile des Mo tors ein die Brennstoffzufuhr beherr schender Steuerkörper angebracht ist., der in der Nähe .des innern Totpunktes die Brennstoffzufuhr bewirkt. UNTERANSPRCCHE 1.Arbeitsverfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdich- tulrg über das zur Zündung des Brenil- stoffes nötige Mass getrieben und damit auch der Verbrennungshöchstdru.ek und das Expansionsverhältnis über das bei Kurbelmaschinen wirtschaftliche Mass gesteigert werden.EMI0004.0001 ?. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> I <SEP> und <tb> Unteranspruch <SEP> 1, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <tb> dass <SEP> auf <SEP> der <SEP> ersten <SEP> Hälfte <SEP> des <SEP> Expan sionshubes <SEP> wenig <SEP> äussere <SEP> Arbeit <SEP> geleistet <tb> wird, <SEP> zwecks <SEP> kolier <SEP> Kolbenbesehleuni 01111b <SEP> und <SEP> schneller <SEP> Expansion. <tb> . <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> I <SEP> und <tb> C'nteranspritchen <SEP> 1 <SEP> und <SEP> \?, <SEP> dadurch <SEP> ge hennzeichnet, <SEP> dass <SEP> der <SEP> Verdichtunbshuli <tb> des <SEP> Arbeitskolbens <SEP> mit <SEP> verliültnisniässi;;<tb> geringer <SEP> Geschwindigkeit <SEP> durclibeführt <tb> wird. <tb> s. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentansprueli <SEP> I <SEP> und <tb> Unteransprüchen <SEP> 1 <SEP> bis <SEP> 3, <SEP> daclureh <SEP> ge IzennzeicIinet, <SEP> -dass <SEP> als <SEP> Energiespeicher <SEP> ein <tb> Verdichter <SEP> mit. <SEP> über <SEP> der <SEP> Atmosphäre <SEP> lie gender <SEP> Spannung <SEP> der <SEP> ihm <SEP> zuströ <SEP> rnenden <tb> Luft <SEP> dient. <tb> :@. <SEP> I'lubl@olbenmoior <SEP> nach <SEP> Pa.tentansprueli <tb> II, <SEP> Aekennzeichnet <SEP> durch <SEP> zwei <SEP> in <SEP> einem <tb> benieinsamen <SEP> Zylinder <SEP> gegenläufige <SEP> Kol ben, <SEP> von <SEP> denen <SEP> der <SEP> eine <SEP> rluspuffsclilitze <tb> und <SEP> der <SEP> andere <SEP> Spülschlitze <SEP> des <SEP> 7@-lin ders <SEP> steuert.EMI0004.0002 G. <SEP> I'lugkolbenniotor <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <tb> II, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> der <SEP> die <tb> Brennstoffzufuhr <SEP> beherrschende <SEP> Steuer körper <SEP> einen <SEP> Energiespeicher <SEP> darstellt, <tb> welcher <SEP> durch <SEP> die <SEP> Bewegung <SEP> cles <SEP> einen' ' <tb> der <SEP> hin- <SEP> und <SEP> hergehenden <SEP> Teile <SEP> des <SEP> Mo tors <SEP> aufgeladen <SEP> wird, <SEP> inn <SEP> sieb:<SEP> am <SEP> eiit sprecheriden <SEP> Hubende <SEP> zwecks <SEP> Herbeifüh runb <SEP> (1"-r <SEP> Brennstoffeinspritzung <SEP> zu <SEP> ent laden, <SEP> das <SEP> Ganze <SEP> derart, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Ein spritzung <SEP> noch <SEP> erfolgt, <SEP> wenn <SEP> der <SEP> Arbeits kolben <SEP> den <SEP> innern <SEP> Totpunkt <SEP> bereits <SEP> über schritten <SEP> hat. <tb> 7. <SEP> rlugkolbenniotor <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <tb> II <SEP> und <SEP> Lntcransprui,li <SEP> (3, <SEP> dadurch <SEP> bekenn zeicliriet, <SEP> dass <SEP> der <SEP> die <SEP> Brennstoffzufuhr <tb> beherrschende <SEP> Steuerkörper <SEP> bei <SEP> der <SEP> Ein spritzung <SEP> reit <SEP> c-inein <SEP> der <SEP> hin- <SEP> und <SEP> berge hernden <SEP> Teile <SEP> des <SEP> Motors <SEP> in <SEP> feclerndc# <SEP> Ver bindun:,r <SEP> tritt.
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