CH110490A - Verfahren zur Herstellung von Alkalimetallamid. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Alkalimetallamid.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Alkalimetallamid. Es ist bekannt, dass Lösungen von Na trium in wasserfreiem flüssigem Ammoniak langsam Natriumamid bilden, unter Entwick lung von Wasserstoff, jedoch ist,die Reak tion äusserst langsam. Platina vermag die Reaktion katalytisch zu beschleunigen.
Die Erfindung besteht nun in einem Ver fahren zur Herstellung von Alkalimetall- amid, z. B. Natriumamid, durch die Reaktion zwischen Alkalimetall und flüssigem wasser freiem Ammoniak, in Gegenwart eines Ka,- talyten, gemäss welehem Verfahren .das Am moniak ein gelöstes Salz, wie zum Beispiel ein Cyanid, enthält.
Zweckmässigerweise ver wendet man Eisen oder Stahl mit hohem Kohlenstoffgehalt als Katalyt. Das Amid kann aus Alkalimetall hergestellt werden, welches entweder als solches zugesetzt wurde, <I>oder</I> auf elektrolytis@chcm Wege durch Aus treiben von Alkalimetall aus einer AmaIgam- anode gewonnen wird.
Das Verfahren kann in verschiedenen Weisen ausgeübt werden, wovon die na,eh- folgenden Beispiele sind. <I>Beispiel 1:</I> Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt schema tisch einen geeigneten Apparat.
Eine elektrolytische Zelle 1 ist in ähn licher Weise benutzt, wie .dies in dem Patent Nr. 110528 und wird in gleicher Weise ge arbeitet unter Berücksichtigung der nachs@te- hernd besehriebenen Ausnahmen:
Der Elek trolyt besteht aus einer Lösung von. 50 Ge- wiehtsteilen Natriumcyanid in. 100 Gewichts- teilen flüssigen wasserfreien Ammoniaks. Das Amalgam enthält 0,05 % Natrium. Die Behälter für das, Sammeln des Alkalimetalles und: für dessen Ausscheidung werden weg gelassen. Die Kathode wird aus einem akti- vem Katalyten, z. B.
Stahl, mit hohem Koh lenstoffgehalt hergestellt. Die Auskleidung aus Ebonit wird weggelassen, wodurch die Natriumlösung der katalytischen Wirkung des 1VIetalles des Behälters 2, das heisst .der Wirkung des ,Stahls .ausgesetzt wird.
Zusätz- licUe katalytis,che Flächen 3 sind in der Nähe der Oberfläche des Elektrolyten 4 angeord net, so dass sie gleichzeitig in ]Kontakt mit der Natriumlösung und mit dem Elektro- ly ten stehen. Eine Leitung 5 dient zur C ber- leitung des Elektrolyten in einen Filter 6, olino dass das Niveau des Elektrolyten in der Gelle 1 becinflusst wird.
Das entstehende Na trium wird schnell in Natrium < < .mid umbe setzt, welches fast unlöslich in der Natrium- eyanidlösung ist und ,daher als. weisser Schlamm auskristallisiert. Der schwebende Schlamm wird fortlaufend durch Zufuhr von frischer Natriumcyanidlösung aus dem Be hälter 7 ausgeschwemmt. Wenn der Filter 6 gefüllt ist, wird der A.usfluss in einen zwei ten Filter geleitet, welcher nicht dargestellt ist.
Durch Steigerung des Druckes im Filter 6 durch irgend eine geeignete Weise wird die Flüssigkeit durch die Filterplatte 8, welche aus feiner Drahtgaze bestehen kann, in den Behälter 7 übergeführt. Die Natriumamid- masse wird durch Waschem von noch anhaf tender Lösung befreit, indem flüssiges. Am moniak durch den Hahn 9 in den Filter 6 ein- gelassen wird.
Die Waschflüssigkeit wird in den Behälter 7. zurückgeführt. Übersteigt die Menge zum Waschen gebrauchten Am moniaks diejenige, welche zur Bildung des Amides notwendig ist, und welche mit dem Wasserstoff durch die Leitung 11 entweicht, so wird der überschüssige '.feil durch Ver dampfung entfernt. Das gewaschene Amid wird schliesslich ein wenig über seinen Schmelzpunkt, bis ungefähr 150 C erhitzt und durch den Hahn 10 in Formen abge lassen.
Beispiel <I>2:</I> Eine Natriumlösung wird durch Ei lekt.ro- lyse hergestellt, wie :dies in .dem Patent Nr. 110523 beschrieben ist. Es kann :aber auch metallisches Natrium :auf irgend eine bekannte Weise erzeugt und in flüssigem wasserfreiem Ammoniak gelöst werden. Na- triumcyanid wird der Lösung zugesetzt, wel ehe in einem Stahlbehälter bei 17 bis<B>30'</B> C unter Druck gesetzt wird. Zusätzliche kata lytisch wirkende Flächen werden dabei be nutzt.
Ein geeigneter Apparat ist in Fig. 2 der Zeichnung diarbestellt.
Festes Natrium wird in den Behälter 1? durch eine Türe 13 eingebracht und eine Lö- sung von Natrium-cyanid in flüssigem wasser- fieiem Aminüniak in einen Behälter 14 ein- geführt. Geeignete -#lengenverhältnisse sind 1 Teil Natrium auf 3 Teile Natriumcy anid und 10 Teile Ammoniak,
jedoch können diese Men-enverhältnisse innerhalb weiter Gren zen variieren. Es ist %vünschenswert, da.ss sich nach der Mischung zwei Flüssigkeits schichten bilden. Die Cy a.nidlösung fliesst durch .die Leitung 15 in den Behälter 12.
Das Natrium löst sieh auf und die diesbe- zügIiclie: Lüswig schwimmt auf der Cyanid- lösung, wobei beide in Kontakt mit den Stahlwandungen des Behälters 12 und mit den katalytisch wirkenden Oberflächen 16 stehen.
Der Wasserstoff, der sich entwickelt, entweielit zusammen mit Ammoniak .durch die Leitung 1 7 zu einem Apparat, welcher geeignet ist, beide voneinander zu trennen und beide für sich z t gewinnen. Wenn die Umwandlung voll.st@indi@@ist, wird das Amid abfiltriert, die Lösung durch die Rohrleitung 18 in -den Behälter 1-1 zurückgeführt,
das Amid wird gewaschen, geschmolzen und ab <B>.</B> wie in Beispiel 1.
\Fenn eine Lösung von Natrium in Am moniak benutzt. wird an Stelle von festem Natrium, so muss der Überschuss @an Ammo niak, welcher eingeführt worden ist, durch Verdampfung entfernt werden, indem man zum Beispiel den Behälter 1d heizt, bevor die nächste Charge eingeführt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von; Alkali- metall.a,mid durch die Reaktion zwischen Alkalimetall und flüssigem wasserfreiem Ammoniak in C-1-egen-%v art eines Katalyten, dadurch gekennzeichnet, dass das Ammoniak ein gelöstes inertes Salz enthält. ITNTERANSPRüCHE 1.Verfahren naeli Patentanspruch, -ekenn- zeichnet dadurch, -dass Eisen oder Stahl mit hohem Kohlenstoffgehalt als Katalyt benutzt wird. 2. Verfahren nach Patentans.prueh, dadurch 0,ekennzeichnel:, dass das Alkalimetall auf elektrolytischem Wege aus einem Alkali- metallamalgam entfernt und direkt in Amid übergeführt wird. .Verfahren nach Patentanspruch, gemäss welchem das inerte Salz ein Cyanid ist. .l-. Verfahren nach Patentanspruch, in wel- ehem ein metallischer Katalyt benutzt wird und die Konzentration der Lösung eine derartige ist, dass zwei Flüssigkeits- schichten gebildet werden, welche beide in Berührung mit dem Katalyten stehen.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| GB110490X | 1923-04-03 | ||
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Family
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| CH110490D CH110490A (de) | 1923-04-03 | 1924-04-02 | Verfahren zur Herstellung von Alkalimetallamid. |
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| CH (1) | CH110490A (de) |
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