CH110741A - Verfahren zur Herstellung von Emulsionen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Emulsionen.

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CH110741A
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Bechhold Heinrich Dr Prof
Ladislaus Dr Gutlohn
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Bechhold Heinrich Dr Prof
Ladislaus Dr Gutlohn
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      Verfahren    zur Herstellung von Emulsionen.    Die Herstellung von Emulsionen gelingt  bekanntlich mit Hilfe verschiedener     Emulgie-          rungsmittel,    zum Beispiel mit Hilfe von  Seifen. Die so erhaltenen Emulsionen sind  meist von geringer     Feinteiligkeit    und unzu  reichender Haltbarkeit. Die Teilchen schei  den sich nach kurzer Zeit, oft nach wenigen  Stunden ab und lassen sich dann nicht mehr  durch einfaches Umrühren     @od-er        Umschütteln          emulgieren.    Diese Unbeständigkeit ist meist  um so grösser, je verdünnter die Emulsionen  sind.

   Es ist daher meist nur möglich, dick  flüssige Emulsionen von hinreichender Halt  barkeit zu gewinnen,     wodurch    der Verdünn  barkeit der Präparate eine enge Grenze ge  setzt ist. Störend ist ferner, dass solche Emul  sionen schon durch mässiges Erwärmen     zer-          stört    werden.  



  Eingehende Versuche haben ergeben, dass  man Emulsionen erhält, welche obige Mängel  nicht besitzen, wenn man -die zu     emulgieren-          den    Stoffe in Gegenwart eines Hilfslösungs  mittels und in Gegenwart einer hochmole  kularen Fettsäure mit einer Lösung eines  alkalisch reagierenden Stoffes, zum Beispiel    in .der Wärme, innig     vermischt,    wobei die  Menge des letzteren so bemessen     wird,        da-ss     auf ein Äquivalent insgesamt vorhandener  (freier und gebundener) Fettsäure weniger  als ein     Äquivalent    Alkali. in     Form    freien  Alkalis oder eines     alkalisch    reagierenden Sal  zes kommt.  



  Das Verfahren     wird        zweckmässigerweise     so ausgeführt, dass man     die    zu     emulgieren-          den    Stoffe mit dem Hilfslösungsmittel und  der     Fettsäure    vorteilhaft in der Wärme ver  mengt, wobei homogene Lösungen entstehen,  welche bei Zimmertemperatur flüssig oder  auch fest sein können.

   Dieses Gemenge der  drei Bestandteile wird' hierauf mit den alka  lischen Lösungen vermengt, worauf schon  nach     kurzdauerndem        Mischprozess    eine  äusserst feine milchartige Emulsion von sol  cher Haltbarkeit entsteht,     dass    sie sich belie  big verdünnen lässt und sowohl in Form dick  flüssiger Präparate, als auch in Form ver  dünnter,     milchartiger,    dünnflüssiger Präpa  rate lange unverändert bleibt.

   Erfolgt bei  solchen verdünnten Emulsionen nach vielen  Tagen eine     Abscheidung    des     emulgierten         Stoffes, so     genügt    ein einfaches Umrühren       oder        Umschütteln,        uin    den     ursprünglichen          Emulsionszustand    wieder herzustellen.  



  Als Fettsäure haben sich zum Beispiel  Ölsäure und     Stearin-säure    gut bewährt. Es  lässt sich aber auch mit dem gleichen Erfolg  eine Fettschwefelsäure, wie zum Beispiel       liizinusöl-Sulfosäure,    verwenden.  



  Als Hilfslösungsmittel können zum Bei  spiel     vorteilli.aft        Tetralin,    flüssiges Paraffin       (p,,rziffinu@in.        liquidum),    ätherische Öle (Ter  pentin) usw.     Anwendung    finden.  



  Als Alkali     bezw.        Alkalisalz    eignen sich       zuin    Beispiel     Ätzalkalien,        Alkalikarbonate,          Ammoniak.        Alkaliborate        etc.     



  Die erhaltenen Emulsionen haben vor den       bisher    bekannten Emulsionen den weiteren  Vorzug, sehr wenig oder gar nicht zu     schäu-          nien,wodurch    sie sich für eine     Imprägnation          @-un    Hölzern, zum Beispiel in der Streich  holzindustrie, ferner von Faserstoffen,     Ge-          webeit    und Papier besonders geeignet     er-          tvieZen.     



       Beispiel   <I>1:</I>       3600        gr    festes Paraffin werden mit  1     N        i0        gr    Paraffinöl und 1100     gr    Ölsäure     ver-          inengt:    und bei 40 bis 80   ineinander gelöst.

    Hierauf     wehlen    3,45 Liter einer 2,6      '@igeit          \at:ronla.uge    zugefügt und bei 50 bis 90"  die Bestandteile innig verrührt, zum Beispiel       finit    Hilfe einer     Misch-    oder Knetmaschine,       und    der     Mi.schprozess    bis zur vollständigen  Abkühlung der Masse     fortgesetzt.    Diese     kon-          zentrierten    Emulsionen lassen sich verdün  nen, wenn man sie mit kaltem oder heissem       -#N'asser        vermischt        bezw.    längere Zeit verrührt.

    <I>Beispiel 2:</I>  1000     gr        Thymol    werden mit 500     gr    Ter  pentinöl und 300     gr    Ölsäure bei     .10    bis 60 "       ineinander    gelöst. Hierauf werden 0,4 Liter  einer 10      %"igen    Natronlauge zugefügt und       bizum    Erkalten in einer Schüttelmaschine  innig vermischt. Nach     dem    Erkalten kann       ilie    Emulsion durch gutes     Verrühren    mit       -Wasser    weiter     verdünnt    werden.  



       Beispiel   <I>3:</I>       50(i        ,r    Naphthalin werden mit 1500     gr          Terpentinöl    und 300     gr    Ölsäure in der Kälte    durch kräftiges Rühren     gut    vermischt.

   0,3  Liter 20     %ige    Natronlauge werden bei     Zim-          niertemperatur        unter    ständigem Rühren lang  sam     zugefügt    und kurze Zeit gut     geschüttelt.     Die so erhaltene     Emulsion    lässt sich bei Zim  mertemperatur durch weiteren     Wasserzusatz     glatt verdünnen.    <I>Beispiel 4:</I>  6 kg festes Paraffin werden mit 3 kg  Paraffinöl, 2 kg     Na.triumoleat    und 0,8 kg  Ölsäure vermengt und bei 40     bis   <B>80'</B>     innig     verrührt.

   Hierauf werden 15 Liter destil  liertes Wasser zugefügt und bis zum Erkal  ten in einer     Misch-    und Knetmaschine heftig  durchgemischt.     Daini    kann die Emulsion auf  weiteren     'N\'assi@i,zusatz    durch kurzes Ver  rühren weiter     verdünnt    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Emul sionen, dadurch gekennzeichnet, ,dass man die zu emulgierenden Stoffe in Gegenwart eines Hilfslösungsmittel; und in Gegenwart einer hochmolekularen Fettsäure mit einer Lösung eines alkaliseli reagierenden Stoffes innig mischt, wobei die Menge des letzteren so be messen wird, dass weniger als 1 Äquivalent Alkali auf 1.
    Äquivalent der insgesamt vor- hairdenen (freien wid gebundenen) Fettsäure kommt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspr-ucli, dadurch gekennzeie.hnel:, dass man als alkalisch reagierenden Stoff freies Alkali ver wendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeielinet. .dass man als alkalisch reagierenden Stoff eiii Alkalisalz einer schwachen Säure verwendet.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch yehennzeichnet, dass man als Fettsäure eine Fettscliwefelsäitre verwendet.
CH110741D 1923-03-29 1924-03-14 Verfahren zur Herstellung von Emulsionen. CH110741A (de)

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