DE658439C - Verfahren zur Herstellung einer insbesondere fuer Impraegnierungszwecke geeigneten Bitumenemulsion - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer insbesondere fuer Impraegnierungszwecke geeigneten Bitumenemulsion

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DE658439C DED69929D DED0069929D DE658439C DE 658439 C DE658439 C DE 658439C DE D69929 D DED69929 D DE D69929D DE D0069929 D DED0069929 D DE D0069929D DE 658439 C DE658439 C DE 658439C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch
    • C08L95/005Aqueous compositions, e.g. emulsions

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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer insbesondere für Imprägnierungszwecke geeigneten Bitumenemulsion Es ist bekannt, Bitumenemulsionen durch Emulgierung des Bitumens z. B. mit Hilfe von Harzseifen herzustellen. Vergrößert man den Gehalt der Emulsionen an Harzseifen, so erhöht man die Stabilität der Emulsion. Es besteht aber dann der Nachteil, daß die Bitumenemulsionen auf dem zu imprägnierenden Gut nicht oder nur unvollständig niedergeschlagen werden, so daß sie zu einem großen Teil unbenutzt .ablaufen.
  • Erfindungsgemäß wird eine Bitumen:emulsion hergestellt, bei der der Verteilungsgrad des Bitumens zwar sehr fein, die Stabilität aber nur so groß ist, daß die Emulsion bei der Aufbringung auf das zu imprägnierende Gut zerfällt und vollkommen zu dem gewünschten Imprägnierungszweck ausnutzbar ist. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß man dem im Wasser, z. B. mittels Harzseife, :emulgierten Bitumen Milch, die eine unter Säurebildung zusätzliche, organische Fettdispersion darstellt, zusetzt. Durch die allmähliche Zersetzung der Milch unter Bildung freier organischer Säuren, die Harzseife zu zersetzen vermögen, ergibt sich die Wirkung, daß die Stabilitätsverhältnisse der Emulsion verändert werden. Fügt man einer mit Harzseife hergestellten Bitumernemulsion freie Säure oder ein saures Salz zu, so flockt die Emulsion aus. Die langsame Entstehung der Säure bei der Milchzersetzung bewirkt, daß eine grobdisperse Ausflockung nicht eintritt, vielmehr bleiben die kleinsten Bitumenteilchen im Wasser fein verteilt und nur die Stabilitätsverhältnisse ändern sich. Die Dispersion wird in einen Zustand übergeführt, durch den die Fixierung des Bitumens auf dem zu imprägnierenden Gut erleichtert wird.
  • Das neue Verfahren läßt sich für Bitumenem@ulsionen .alter Art ;anwenden. In erster Linie kommen Asphalt- oder Teeremulsionen in Betracht. Als Emulgator sei in erster Linie Harzseife erwähnt, die sich besonders bewährt hat. Das neue Verfahren läß,t sich aber ,auch bei Benutzung anderer Emulgatoren, soweit diese durch Säure zersetzbar sind, ,anwenden. Als derartige Emulgatoren kommen z. B. gewöhnliche Seifen, verseifte Wachse lu. a. m. in Betracht. Zur näheren Erläuterung des Verfahrens diene das Folgende: Beispiel 6oo kg Asphalt, der aus Rückständen der Öldestillation hergestellt ist und einen Schmelzpunkt von etwa ¢o bis 45' besitzt, werden auf. i i o° erhitzt. Hierzu werden 400 kg einer o, a %igen Natronharzseifenlösung, die auf ioo° erhitzt ist, zugegeben. Nachdem der Asphalt mit der Harzseifenlösung im Turbomischer oder .einer anderen gleichwertigen Mischvorrichtung fein verteilt ist, werden noch iookg der o,z%igen Harzseifenlösung zugesetzt. Durch die Vermischung des Bitumens mit einem Teil. der gesamten zur Verwendung gelangenden Harzseifenlösungermöglicht man _ eine bessere Vermischung:
    Zu der auf die beschriebene Weise he
    gestellten Bitumenemulsion werden ohne
    kühlung bzw. unter geringer Abkühl.
    351 Vollmilch unter gutem Verrühren iC-`
    gegeben. 1)ie -Kmulsxon bedart nun .einiger Zeit zur Reifung. Bei höherer Temperatur, insbesondere bei Gewitterneigung, bei der die- Milchzersetzung verhältnismäßig schnell vonstatten geht, genügt mänclunal schon ein Tag oder noch weniger; 'um diesen Reifungsprozeß zu vollenden. Im Winter ist im Regelfall ein drei- bis viertägiges Stehen notwendig, bis die Reifung beendet ist. Durch die aus der Milch entstehenden freien Säuren wird die peptisierende Wirkung der Harzseife teilweise wieder rückgängig gemacht. Trotzdem setzt die Emulsion nicht ab, sondern ist auch über Monate hinaus lagerbeständig. Durch mikroskopische Betrachtung kann man die Veränderung, die durch die Säurebildung intritt, feststellen.
  • Für manche Zwecke, insbesondere wenn die Bitumenemulsionen auf feuchtem Untergrund Verwendung finden sollen, hat sich ein Zusatz von Aluminiumsalzen, insbesondere von Kalialaun, bewährt. Auf i ooo kg der oben beschriebenen, fertigen und gereiften Bitumenemulsion wendet man zweckmäßig i o kg feingemahlenen Kalialaun an. Durch diesen Zusatz wird die Emulsion geeignet, auch auf feuchtem Grund gut zu haften; #ßerdem wird das WasserabweisungsvereÜiögen noch erhöht.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Emulsionen eignen sich sowohl zu Isölierungszwecken z. B. im Bauwesen . als auch zur Imprägnierung von Pappe, Papier und anderem Fasermaterial. Die Emulsionen können. beliebig verdünnt werden und nach dem üblichen Verfahren verarbeitet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung -einer insbesondere für Imprägnierungszwecke geeigneten Bitumenemulsion, dadurch gekennzeichnet, daß dem mit den üblichen Emulgatoren, z. B. Harzseife, im Wasser emulgierten Bitumen Milch zugesetzt wird. ä. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet; daß man die Emulsionen nach dem Zusatz von Milch einige Zeit reifen läßt. 3, Verfahren nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß den gereiften Emulsionen Aluminiumsalze, insbesondere Kalialaun, zugesetzt werden.
DED69929D 1935-03-13 1935-03-13 Verfahren zur Herstellung einer insbesondere fuer Impraegnierungszwecke geeigneten Bitumenemulsion Expired DE658439C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE869147C (de) * 1942-07-18 1953-03-02 Shell Ag Verfahren zur Herstellung von wasserdichten Pappen

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