CH110894A - Einrichtung zur Lüftung von Getreide-Silozellen. - Google Patents
Einrichtung zur Lüftung von Getreide-Silozellen.Info
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Description
Einrichtung zur Lüftung von Getreide-oSilozellen. Die Einrichtungen., welche zur Lüftung des Getreides in Silozell.en dienen, sind nur wirksam und. wirtschaftlich, wenn genügend grosse Luftmengen bei möglichst geringem Druck durchgeblasen werden. Letzteres ist nur zu erreichen, wenn der Weg für die durchgeblasene Luft nicht zu weit ist..
1VIan hat verschiedentlich versucht, die Einrichtungen und Mittel anzuwenden, wel che bei Trockenanlagen körniger und stücki- ger Stoffe bekannt sind. Die in das Inneice der Zelle eingebauten Rohre und Querkanäle, welche der Luftverteilung dienten, hielten jedoch dem hohen Getreidedruck nicht stand, oder aber sie wurden in der Ausführung zu schwer und zu teuer und verringerten zu stark den nutzbaren. Inhalt der Zellen.
Die Anwendung solcher Mittel blieb daher auf eine oder die andere Zelle im Silo, die soge- nannte Krankenzelle" beschränkt, in die das Getreide zur Belüftung umgebechert werden musste.
Um .die Lüftung des Getreides auf sämt- lielie Zellen des Silos auszudehnen, ist es not- wendig, das Innere der Zellen möglichst frei von allen Einbauten zu lassen und die Luftzu- und Abführung in enge Verbindung mit den Zellenwänden zu bringen. Man versuchte letztere aus besonders konstruierten U-förmi gen, gitterartigen und dreieckförmigen Bal ken herzustellen, mit. durch die Böschung des Getreides gebildeten horizontalen Luftkanü- len, und führte Luft quer durch die Silo zellen.
Der Zweck, möglichst grosse . Luft mengen unter geringem Druck durch das Ge treide zu blasen, wurde zwar erreicht, die Ausführung der Wände stellte sich jedoch zu teuer, um .diesen Konstruktionen allgemeine Anwendung zu verschaffen.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun eine Einrichtung zur Lüftung von Getreide-Silozellen mit ringsum an den Wän den angeordneten horizontalen Luftein- und Luftaustrittskanälen. Übendem Siloboden und in '/3 und 2/3 Zellenhöhe, bei besonders hohen Zellen .dagegen über dem Siloboden in 1(" 2%3I5 und @@@ Zellenhöhe sind wagrechte Ka näle angeordnet.
Die Kanäle über dem Silo boden und in 2j3 Zellenhöhe bezw. über dem Siloboden und in I3 und 'lzi Zellenhöhe -sind für den Lufteintritt, während die dazwischen liegenden Kanäle für den Luftaustritt aus dem Getreide benützt werden. Auf diese Weise werden die Zellen in drei bezw. fünf Schichten gleichzeitig vertikal durch.lüft.el, um einerseits mit einem Minimum an Luft druck und anderseits mit einer Mindestanzahl an Kanälen auszukommen.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist in einer beispielsweisen Ausführungsform in beifolgender Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 den Vertikalschnitt eines mit der reuen Einrielitung versehenen Silo, Fig. ? einen Horizontalselinitt nach Linie =1-B der Fig. 1, Fig. 3 eine Druckkurve,
Fig. 4 (ltts R.iplien @daeh im QuensAnill. ,Nach Fig. 1 sind die Hauptluftkanäle n unter dem Si.loboden, in welche dic# Luft durch einen Ventilator hineingedrückt wird,
angeordnet. An diese Hauptluftkanäle a. sind die Zuluftka.näli- b für die einzelnen Zellen mit nicht. gezeichneten Schiebern und Klap pen absperrbar angeschlossen.
Aus den senk rechten Kanälen b tritt die Frischluft durch entsprechende Öffnungen unter die Rippen- dächer e, welche unten und in 2!r. Höhe der Silozellen angeordnet sind, und von dort in das Getreide über.
Der Austritt der Luft. erfolgt durch die in '::: Zellenhöhe vorgesehenen R.ippend:Iieher d und durch die oben nusrnündenden senk rechten Luftka.niile e, sowie auf der Ober- f'läclie des Getreide., am obern Zelleirende.
Von .den untern Rippendächern c zieht; die Luft nach den Dächern d, von den obern Dii- ehern c teilweise nach d, also nach unten und teilweise nach oben. Die Lage der einzelnen Eintritts- und Austrittsstellen ist;
so einge richtet, da.ss der Weg und der Widerstand für die durchstreichende Luft der gleiche ist, -so dass mit dem Offnen der untern Absperr- klappe eine gleichmässige Lüftung des ganzen Zelleninhaltes erfolgt.
Bei dieser beschriebenen Zellenlüftung be trägt der Weg für den Durchgang der Luft durch das Getreide '(, der Zellenhöhe, also beispielsweise bei 17 in hohen Zellen 5,(1 m, das ist ein 'Weg, welcher auf Grund vorge nommener Messungen nur einen mässigen Luftdruck erfordert.
Bei uirgewöhnlieli hohen Zellen wird man eine weitere Unterteilung in der Höhe vornehmen, indem man in und ';;, Zellenhöhe die rings um die Fände lau fenden Rippendächer für die Luftzuführung und in 'i\, und -'; Zellenhöhe diejenigen für die Luftabführung legt.
Es ist auf Bliese Weise erreicht, dass mit telst der wenigen an den -Wänden vorzuse henden Rippendiicher der ganze Siloinhalt gleielizeitig mif den erforderlichen grossen Luftmengen durchblasen erden kann. ohne dass der We- für die Luft zu weit bezw. der Luftdruck zu gross wird.
Ein weiterer Vorteil dieser eigenartigen Anordnung der Luftzu- und Abführungs- lianfile liegt in der einfachen und wirtschaft- liclien Ausführttm;
der Zellenwände. Diese Wände haben. dein Seitendruck des Getreides zu wid@rsteben, der mit.
zunehmender Tiefe der Zellen bekanntermassen nach der in Fig. 3 dargestellten punktierten KurvE- n verläuft. Durch den ringförmigen Einbau der wa.grech- ten,
weit ausladenden R-i.ppendäeher springt nun der Seitendruck in \ " bezw. '. Höhe der Zellen zurück nach Kurve b der Fig. 33 und er wild in den beiden untern Dritteln der Zelle nur -veirig höher wie im obern Teil.
Ein grosser Teil des Seitendruckes -wird durch die triehterlörmigen Rippen in senkrechten Druck umgewandelt. der von den Wänden leicht. mit übertragen wird.
Zudem treffen die höchsten Spitzen des noch vorhandenen Seitendruckes auf die breiten R.ippendäelier mit grossem Träglieitsmoni.ent. Der noch übrig bleibende Seitendruck auf die dazwisehen liegenden 'Wandteile ermässigt sieh erlieIlicb,
so dass diese Wiinde aus verhältnismässig dünnem Ziegelm"tuerwerlz finit der zur Aufnahme der Bieb\ung notwendigen Eisenarmierung tierge stellt -->erden, während die wabmrechten Rip- pend'äelier in '/ä und 'I; bezw. '%:j, '/" 3%.; und '!;
Zellenhöhe in Eisenbeton ausgeführt wer den und so in einzelnen sl-oek-verkartigeii Abschnitten kräftige Verspannung bilden, die netzartig den Silobau in der ganzen Grund fläche durchziehen. Die Wände der senkrech ten Luftschächte sind ebenfalls aus sGhwa- elieni .armierten Ziegelmauerwerk ausgeführt.
Auf diese Weise ergibt sich durch den Einbau der Zellenlüftung keine Verteuerung, in den meisten Fällen sogar eine Verbilligung und eine schnellere Herstellung der Zellen- w @itit@e.
Claims (1)
- " PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Lüftung von Getreide- Silozellen mit ringsum an den Wänden der Zellen angeordneten horizontalen Luftein- und Luftaustrittskanälen, dadurch gekenn zeichnet, dass nur über dem Siloboden und normalerweise in 14 lind 2/3 Zellenhöhe, bei besonders hohen Zellen dagegen über dem Siloboden in 1h,2i". 3i" und % Zellenhöhe solcho horizontalen Kanäle .angeordnet sind üncl dass die Kanäle über dem Siloboden und in<I>21r,</I> Zellenhöhe bezw. über dem Siloboden tmd in \h und 'i,;Zellenhöhe für den Luft eintritt, die dazwischen liegenden Kanäle da gegen für den Luftaustritt aus dem Getreide benützt und so sämtliche Zellen in drei bezw. fünf Schichten gleichzeitig vertikal durch lüftet werden, um einerseits mit einem Mini mum an Luftdruck und anderseits mit einer Mindestanzahl an Kanälen auszukommen.UNTERANSPRUCH: Einrichtung zur Lüftung von Getreide- Silozellen mit ringsum .an den Zellenwänden angeordneten horizontalen Luftein- und Luft austrittskanälen, nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der den grössten Teil des Seitendruckes des Getreides aufneh mende, Rippendächer bildende Teil der Silo wände aus Eisenbeton hergestellt ist und ein Gitterwerk bildet, das den gesamten Silo grundriss in einzelnen Etagen netzartig ver spannt, während die zwischen ,den Rippen dächern befindlichen, von einem Teil des Sei- tendruckes entlasteten Teile der Silowände aus verhältnismässig dünnem armierten Zie gelmauerwerk ausgeführt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE110894X | 1923-10-31 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH110894A true CH110894A (de) | 1925-07-01 |
Family
ID=5652311
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH110894D CH110894A (de) | 1923-10-31 | 1924-06-13 | Einrichtung zur Lüftung von Getreide-Silozellen. |
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| Country | Link |
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| CH (1) | CH110894A (de) |
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1924
- 1924-06-13 CH CH110894D patent/CH110894A/de unknown
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