Röntgenblende. Gegenstand der Erfindung ist eine Blende für die Röntgenuntersuchung, welche zwi schen den zu durchleuchtenden Körper und den Leuchtschirm bezw. die photographische Platte eingesehaltet wird und den Zweck hat, die sogenannte seitliche Sekundärstrahlung .des Körpers, welche das Bild verschleiert, nach Möglichkeit abzufangen.
Die Erfindung baut auf der bekannten Blende auf, welche aus einem aus Lamellen gebildeten Sterne besteht und bezweckt eine solche Konstruktion .der Blende, dass der das Bild störende Mittelpunkt des Lamellen systems nicht nur ausserhalb des Leucht schirmes fällt, sondern auch die Konvergenz der einzelnen Sektorenteile zueinander so ge ring ist, dass sie nicht mehr störend wirkt. Eine solche Blende ist daher auf ihrer gan zen Fläche in gleichem Grade wirkend, d. h. sie schützt gegen Sekundärs\rahlung gleich mässig.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungs beispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Vorderansicht der Blende (die Lichtquelle - der Brennpunkt - ist in einer vor der Zeichenfläche im Mittel punkt der Blende errichteten Senkrechten lie gend gedacht), Fig. 2 einen Schnitt nach x-.x der Fig. 1, und die Fig. 3, 4 und 5 stellen die bisherige und die neue Blende in der Gebrauchslage dar.
Erfindungsgemäss wird aus einem ideal gedachten Lamellenrade 1 (Fig. 4 in ge strichelten Linien gezeichnet) ein exzentrisch liegender Teil als herausgeschnitten betrach tet und als Blende verwendet. Bei dieser Blende 2 entfällt offensichtlich der das Bild störende Mittelpunkt 3 (Fig. 3), was bereits einen erheblichen Vorteil bildet.
Es besteht jedoch der Übelstand, dass für die Handhabung (Zentrierung) nicht die na türliche Achse der Blende, d. h. die in ihrem Mittelpunkt errichtete Senkrechte massgebend ist, sondern die zu ihr parallellaufende Achse des gedachten Lamellensystems. Bei der Handhabung würde sich .daraus ein scheinbar unnatürlicher Neigungswinkel der Blende gegen das Objekt ergeben (Fig. 4).
Dieser Neigungswinkel hätte entweder eine Ver zeichnung der auf den Leuchtschirm oder die photographische Platte projizierten Bilder zur Folge, oder er brächte, wenn er durch Verdrehung der entsprechend weit abgerücl:- teil Projektionsfläche ausgeglichen wird, eine unerwünschte Vergrösserung und Licht schwäche der Bilder mit sich.
Statt nun durch eine Verdrehung cler Projektionsebene die störende Neigung der Blende auszugleichen, wird der die Blende aus dem Fäeherracl er zeugende Schnitt gegen die Achse desselben geneigt, und zwar um denselben Winkel, wel- cllen diese mit der Horizontalen (dem Ge- brauchsstrahl) einschliesst. Die er findiings- gemässe Röntgenblende stellt also nicht nur einen exzentrischen Ausschnitt aus einem Fächerrad (Lamellensystem)
dar, sondern einen gegen die Achse desselben geneigten Ausschnitt. Hierdurch ergibt sich folgendes: Die Lamellen der Blende 2 konvergieren gegen die Achse des ideal gedachten Lamel- lenrades. Sie konvergieren aber auch gegen einen Punkt 4 (Fig. 2) der horizontalen. auf den Brennpunkt 5 (Fig. 4) zielenden Achse der Blende 2. Dadurch erzielt man eine zweifache Konvergenz der Lamellen.
Einmal gegen den Mittelpunkt des ideal ge dachten Lamel.lenra@des und einmal gegen einen vor der Blende liegenden, beispiels weise mit dem Brennpunkt zusammenfallen- den Punkt.
Die zuletzt genannte Konvergenz 'Vermeidet den störenden Neigungswinkel der Blende gegen das Objekt (Fig. 4), der sich dadureli ergeben müsste, dass die Achse<B>6</B> des ideal gedachten Lamellensystems auf den Brennpunkt zielen inuss und der um so mehr zur Geltung käme, je grösser der Durchmes ser des ideal gedachten Lamellenrades ist.
Die Vermeidung der geneigten Lage der Blende schliesst aber auch den Nachteil ver zeichneter oder allzu lichtschwacher und ver grösserter Bilder aus. Die neue Blende wird also in der gebräli(@lilichen Entfernung vom Röhrenmittelpunkt bei @eiiltrecliter Lage zum horizontalen Hauptstrahl zentriert werden können. Die Verschiebungen, welche mit der Blende während einer Untersuchung- vorge nommen werden müssen,
bedingen dann nur geringfügige und die Handlichkeit des In strumentes nicht beeinträchtigende \ einrungs- winkel der Blende.